Forum: Gesundheit
Ein rätselhafter Patient: Mama, wer bist Du?
Corbis

Mutter und Vater sind plötzlich nicht mehr dieselben: Sie sind Betrüger, die ihr Kind vergiften wollen. Das fühlt ein elfjähriges Mädchen und bringt dadurch sich und das Leben ihrer Eltern ins Wanken. Der Fallbericht zeigt, wie traumatisierend Illusionen sind - und was helfen kann.

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Schizo-Gen 02.12.2012, 23:44
70.

Zitat von reuanmuc
Sie können bestreiten, was Sie wollen, an der Realität neurologischer Störungen ändert das nichts. Offenbar sind Sie nicht imstande und haben nicht die Kompetenz, zwischen neurologischen und psychischen Störungen zu unterscheiden. Es ist absoluter und gefährlicher Unsinn, fast immer von ideologisch verblendeten Laien, solche Störungen zu verharmlosen oder zu leugnen. Es geht nicht nur darum, dass solche Patienten andere gefährden, sondern immer auch sich selber. Man kann Psychopharmaka und Neuroleptika in verbrecherischer Weise anwenden, aber genauso auch verweigern.
Es geht gar nicht darum die Existenz von etwas real existierendem zu leugnen. Real existieren vorübergehend ungewöhnliche Verhaltensweisen, aber für die Erklärungen, welche die Psychiatrie dafür liefert, gibt es keine real exisitierenden Beweise. Und wenn sie entsprechende liefern könnten, dann wäre ihnen gewiss der Nobelpreis sicher. Ich persönlich bin jederzeit bereit mich als Anschuungsobjekt zur Verfügung zu stellen. Ich bin entsprechend mehrfach bestätigt mit "Schizophrenie" diagnostiziert, lebe aber seit 14 Jahren ganz prima ohne jegliche psychopharmakologischen Hilfen und habe in der Zeit weder mich noch sonst jemand geschädigt, sondern bin im Gegenteil der Auffassung großen Schaden von mir selbst abgewendet zu haben, indem ich die Auffassung dieser "Experten" aus meiner eigenen Sicht kritisch hinterfragt habe. Entsprechend gibt es eben Studien u.A. von der WHO, welche besagen, dass psychiatrische Interventionen im Sinne einer Genesung eindeutig kontraproduktiv sind. Z.B.sind demnach die Genesungsaussichten in armen Entwicklungsländern höher als in Industrieländern, in denen Psychopharmaka das Mittel der Wahl sind.
Antipsychotics and Chronic Illness | Mad In America

Ansonsten kann ich außer disqualifizierenden Sprechblasen in Ihrer "Argumentation" nichts erhellendes ausmachen.

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Schizo-Gen 02.12.2012, 23:57
71. Ergänzung

Zitat von reuanmuc
Sie können bestreiten, was Sie wollen, an der Realität neurologischer Störungen ändert das nichts. Offenbar sind Sie nicht imstande und haben nicht die Kompetenz, zwischen neurologischen und psychischen Störungen zu unterscheiden. Es ist absoluter und gefährlicher Unsinn, fast immer von ideologisch verblendeten Laien, solche Störungen zu verharmlosen oder zu leugnen. Es geht nicht nur darum, dass solche Patienten andere gefährden, sondern immer auch sich selber. Man kann Psychopharmaka und Neuroleptika in verbrecherischer Weise anwenden, aber genauso auch verweigern.
Zur Frage, ob "Schizophrenie" nun eine neuologische oder psychische "Störung" ist, und inwieweit Psychopharmaka eine Hilfe für die Betroffenen darstellen, gibt es diese m.E. tatsächlich erhellenden Artikel:
SCHIZOPHRENIA: A Nonexistent Disease
PSYCHIATRIC DRUGS: Cure or Quackery?

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Schizo-Gen 03.12.2012, 00:30
72. Unverständlich

Zitat von reuanmuc
Mir scheint, Sie haben mich gründlich missverstanden. Ich habe den Teilnehmer scharf kritisiert, weil er die Realität von Störungen offensichtlich leugnet und Medikamente wie auch psychiatrische Behandlung ablehnt.
Ich hab die Realität von "Störungen" nirgendwo geleugnet. Was ich behaupte ist lediglich, dass psychiatrische Interventionen und Erklärungsmodelle ungeeignet sind den Betroffenen wirklich zu helfen. Sie selbst scheinen ja eine generelle gemeingefährlichkeit dieser "Störungen" zu suggerieren und aus dieser Sicht muss es verständlich sein, warum es gut ist, dass solche Menschen tatsächlich unschädlich gemacht werden, obwohl sie wohlgemerkt i.d.R gar nichts verbrochen haben, sondern man ihnen unterstellt selbiges zu beabsichtigen. Die Dämonisierung steht aber in keinerlei Verhältnis zur Realität, wenn man bedenkt, dass kontinuierlich 2% der Bevölkerung mit derlei Diagnosen belegt werden. Das müssten hunderttausende gemeingefährlicher Irrer sein, vor denen die heldenhaften Psychiater die Öffentlichkeit schützen, aber auch nur nachdem die Symptome offenkundig sind - also wo es eigentlich zu spät ist und das große Massaker schon stattgefunden haben müsste. Offenkundig leiden sie an einer leicht paranoid verzerrten Sicht auf die Wirklichkeit. Aber wenn die "Obrigkeit" paranoid ist, dann gilt das gemeinhin als Zeichen der Vernunft.

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Schizo-Gen 03.12.2012, 03:08
73. Therapie

Zitat von Frieden ist alles
Worauf gründet ihre Ansicht,das durch Alice Millers Erkenntnisse sich schon viele Menschen ins Unglück gestürzt haben?Kennen sie welche persönlich?In welcher Form hat Alice Miller zum Unglück ihrer Meinung nach beigetragen? Aus meiner Sicht geht es übrigens nicht um Schuld und ich habe Alice Miller auch nicht so verstanden.Für mich geht es darum die Ursprünge menschlichen Leidens zu erklären.Dies tut Alice Miller aus meiner Sicht gut nachvollziehbar und es hat mir sehr dabei geholfen zu verstehen was in meinem Inneren geschieht,aber auch was auf gesellschaftlicher Ebene passiert.Für mich wäre es wichtig die Erkenntnisse sehr ernst zu nehmen,um die Entstehung weiteren Leidens zu verhindern. Es wäre aus meiner Sicht ebenfalls wichtig,damit Menschen in der Lage sind ihr eigenes Leiden zu verstehen,zumindest insofern sie es wollen.Nach wie vor kann ich nahezu täglich beobachten wie Erwachsene mit Kindern in einer sehr autoritären Weise umgehen,einschliesslich Schreie im Komandoton und Ohrfeigen.Genau das also was Alice Miller aus meiner Sicht sehr angemessen kritisiert hat.Die Schäden die dadurch beim Kind entstehen hielt sie für gravierend.Dem schliesse ich mich an. Gut nachvollziehbar beschrieben in "Am Anfang war Erziehung". Das es auch ganz anders geht haben Menschen wie Marshal Rosenberg aufgezeigt.Seine gewaltfreie Kommunikation beruht ganz auf der Orientierung an Gefühlen und Bedürfnissen die in Form von Bitten formuliert werden und jedes autoritäre Verhalten verschwindet so von selbst.Zum Kind entsteht so ein gleichberechtigtes Verhältnis bei dem sowohl die Erfüllung der Bedürfnisse des Kindes,als auch die der Eltern bedeutsam sind.Schön wäre es wenn all dieses Wissen sich auf breiter Ebene ausbreitet.Ich glaube das dies die beste Vorraussetzung für weniger Konflikte,weniger Leiden und weniger Gewalt wäre.
Ich finde "Schuldzuschreibungen" auch müßig - da landet man irgendwann bei Adam und Eva. Die Realität ist wie sie ist - selbst die Psyichiatrie ist ein Teil der Realität, welche der Betroffene irgendwie integrieren muss, um sich auf die Welt irgendeinen Reim machen zu können - es kann ihm an sich gar niemand dabei helfen. Hätte man denn ein realistischeres Bild der Wirklichkeit, wenn Psychiater oder sonst jemand gezwungen würde lieb und nett zu sein bzw. selbiges zu heucheln? Bei Kindern find ich's allerdings schon tragisch - die haben kaum eine Chance dem Wahnsinn zu entkommen. Aber wie ich schon mal ausführte - wir sind alle unseres Seelenheils Schmied und man kann den Psychs nur frohes Weiterschmieden wünschen. Ich persönlich werde mich aus diesen Foren-Diskussionen ausklinken, weil ich's müßig finde weiter darauf meine Energie zu verschwenden - die Psychiatrie ist nunmal ein hoffnungsloser Fall und ich meine meine Schuldigkeit zur Aufklärung der Öffentlichkeit hinreichend geleistet zu haben.

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Frieden ist alles 03.12.2012, 13:35
74.

Zitat von reuanmuc
Mir scheint, Sie haben mich gründlich missverstanden. Ich habe den Teilnehmer scharf kritisiert, weil er die Realität von Störungen offensichtlich leugnet und Medikamente wie auch psychiatrische Behandlung ablehnt.
Welche Erfahrungen haben sie gemnacht,die zu den Annahmen von Störungen die medikamentös behandelt werden müssen geführt haben?Arbeiten sie mit entsprechenden Menschen und haben erlebt das die Symptome durch Medikamenteneinstz weniger wurden?Oder beziehen sie sich eher auf das was sie an indirekten Informationen,z.B. aus Medien oder Büchern erfahren haben?
Woraus schliessen sie das Schizo-gen die Realität leugnet?
Ich glaube das er vor allem darauf aufmerksam machen will,wie sehr Psychiatrie zu einem Irrweg werden kann,der Menschen mehr schadet als hilft.Diese Sichtweise ist für mich gut nachvollziehbar und manches davon kenne Ich aus eigener Erfahrung.Auch die Art wie sie auf ihn reagieren erinnert mich an die Art und Weise wie Menschen in der Psychiatrie begegnet wird.Dabei haben sie an einer Stelle seine Haltung mit Verbrechen in Verbindung gebracht.Ich bin darüber entsetzt.Genauso entsetzt bin ich darüber das sie seine Haltung,die in mancher Hinsicht anders ist als ihre,als Leugnung der Realität darstellen.
Solche Reaktionen erfahren Menschen die in seelischer Not sind aus meiner Erfahrung häufig wenn sie sich hilfesuchend an die Psychiatrie wenden.Jede Haltung die nicht der vom Psychiater vorgegebenen Meinung entspricht,wird dann schnell als Mangel an Einsicht oder mangeldes Verständnis der angenommenen Krankheit gesehen und der Patient hat in Folge wenig Möglichkeiten in seinem Sein verstanden und akzeptiert zu werden.Ich glaube das hier sehr viel Nachholbedarf seitens der Behandelnden steht,wenn es um das Verstehen seelischen Leidens geht.Informationen sind reichlich vorhanden.Leider liegt der Schwerpunkt nach wie vor meist auf durch Medikamente unterstützte Symptombekämpfung,die es dem Betroffenen langfristig immer schwerer macht sich mit den Ursachen seines Leidens auseinanderzusetzen.So führt die Behandlung langfristig häufig zu einer Chronifizierung und Verschlimmerung des Leidens.

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Frieden ist alles 03.12.2012, 14:26
75.

Zitat von Schizo-Gen
Ich finde "Schuldzuschreibungen" auch müßig - da landet man irgendwann bei Adam und Eva. Die Realität ist wie sie ist - selbst die Psyichiatrie ist ein Teil der Realität, welche der Betroffene irgendwie integrieren muss, um sich auf die Welt irgendeinen Reim machen zu können - es kann ihm an sich gar niemand dabei helfen. Hätte man denn ein realistischeres Bild der Wirklichkeit, wenn Psychiater oder sonst jemand gezwungen würde lieb und nett zu sein bzw. selbiges zu heucheln? Bei Kindern find ich's allerdings schon tragisch - die haben kaum eine Chance dem Wahnsinn zu entkommen. Aber wie ich schon mal ausführte - wir sind alle unseres Seelenheils Schmied und man kann den Psychs nur frohes Weiterschmieden wünschen. Ich persönlich werde mich aus diesen Foren-Diskussionen ausklinken, weil ich's müßig finde weiter darauf meine Energie zu verschwenden - die Psychiatrie ist nunmal ein hoffnungsloser Fall und ich meine meine Schuldigkeit zur Aufklärung der Öffentlichkeit hinreichend geleistet zu haben.
Danke für die vielen nützlich Links.
Angesichts der Fülle an Informationen die nahelegen das die Einnahme von Psychopharmaka langfristig viel mehr Schaden als Nutzen anrichtet,bleibt die Frage offen warum diese überhaupt zur Anwendung kommen.
Wie ist es zu erklären das dies nach wie vor weitgehend ignoriert wird?
"There is now evidence SSRI (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor) antidepressants such as Prozac, Paxil, and Zoloft cause brain damage: In his book Prozac Backlash, published in 2000, Joseph Glenmullen, M.D., clinical instructor in psychiatry at Harvard Medical School, says: "In recent years, the danger of long-term side effects has emerged in association with Prozac-type drugs, making it imperative to minimize one's exposure to them. Neurological disorders including disfiguring facial and whole body tics, indicating potential brain damage, are an increasing concern with patients on the drugs."
Aus ihrem Link:PSYCHIATRIC DRUGS: Cure or Quackery?
oder über Neuroleptika:
"In the late 1970s, Canadian investigators identified the biological changes caused by antipsychotics that lead to the high relapse rates. Because the drugs dampen dopamine activity, the brain tries to compensate by becoming “supersensitive” to dopamine. In particular, the drugs trigger an increase in the density of dopamine receptors. This perturbation in dopamine function, over the long term, makes the patients more biologically prone to psychosis and to worse relapses upon drug withdrawal."
Wieviele Menschen müssen weiter Leiden und Schaden an ihrer Hirnstruktur hinnehmen,bevor diese Studien ernst genommen werden?
Dies alles spricht für mich dafür das für das Mädchen im Artikel um den es hier geht,ein schlimnmer Leidensweg begonnen hat.
Ich wäre sehr dankbar wenn der Spiegel ausführlich über diese schlimmen Missstände und Fehlbehandlungen berichten würde und so viel unnötiges Leiden vermieden werden könnte.

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Frieden ist alles 03.12.2012, 16:33
76.

Zitat von Frieden ist alles
Danke für die vielen nützlich Links. Angesichts der Fülle an Informationen die nahelegen das die Einnahme von Psychopharmaka langfristig viel mehr Schaden als Nutzen anrichtet,bleibt die Frage offen warum diese überhaupt zur Anwendung kommen. Wie ist es zu erklären das dies nach wie vor weitgehend ignoriert wird? "There is now evidence SSRI (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor) antidepressants such as Prozac, Paxil, and Zoloft cause brain damage: In his book Prozac Backlash, published in 2000, Joseph Glenmullen, M.D., clinical instructor in psychiatry at Harvard Medical School, says: "In recent years, the danger of long-term side effects has emerged in association with Prozac-type drugs, making it imperative to minimize one's exposure to them. Neurological disorders including disfiguring facial and whole body tics, indicating potential brain damage, are an increasing concern with patients on the drugs." Aus ihrem Link: oder über Neuroleptika: "In the late 1970s, Canadian investigators identified the biological changes caused by antipsychotics that lead to the high relapse rates. Because the drugs dampen dopamine activity, the brain tries to compensate by becoming “supersensitive” to dopamine. In particular, the drugs trigger an increase in the density of dopamine receptors. This perturbation in dopamine function, over the long term, makes the patients more biologically prone to psychosis and to worse relapses upon drug withdrawal." Wieviele Menschen müssen weiter Leiden und Schaden an ihrer Hirnstruktur hinnehmen,bevor diese Studien ernst genommen werden? Dies alles spricht für mich dafür das für das Mädchen im Artikel um den es hier geht,ein schlimnmer Leidensweg begonnen hat. Ich wäre sehr dankbar wenn der Spiegel ausführlich über diese schlimmen Missstände und Fehlbehandlungen berichten würde und so viel unnötiges Leiden vermieden werden könnte.
Nachtrag:Das 2.Zitat über Antipsychotica stammt von dieser Seite:
Antipsychotics and Chronic Illness | Mad In America

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bittere_wahrheit 04.12.2012, 12:27
77. 90% dieser Fälle

kann unter der Diagnose "verzogenes Balg" zusammengefasst werden.

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Frieden ist alles 04.12.2012, 14:02
78.

Zitat von bittere_wahrheit
kann unter der Diagnose "verzogenes Balg" zusammengefasst werden.
Hier ein Beispiel dafür wenn Kinder aus einer Perspektive betrachtet werden wie sie sie vorschlagen:
PSYCHIATRIE: Die ungeliebte Tochter - Deutschland - FOCUS Online - Nachrichten

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IsaDellaBaviera 04.12.2012, 15:53
79. Guter Kommentar! Ich lese gerade "Unterwegs in die nächste Dimension"

Zitat von Frieden ist alles
Hier ein Zitat von Alice Miller,dass das Geschehen weitgehend erklären könnte: "Ein sogenanntes >erfundenes< oder phantasiertes Erlebnis oder Trauma deckt immer ein reales Trauma zu."Aus:"Du sollst nicht merken". Die Phantasien des Mädchens sind aus meiner Sicht nicht das Wesentliche sondern die Gefühle die damit verbunden sind und die auf ein zugrunde liegendes reales Geschehen hinweisen.Welcher Art dieses ursprüngliche .....
von Clemens Kuby und ich glaube, auch er würde Ihnen zustimmen.

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