Forum: Gesundheit
Ein rätselhafter Patient: Schmerzende Schulter, tauber Finger
Corbis

Seit Wochen plagen die junge Kanadierin Schmerzen in der Schulter. Dann schwillt ihr linker Arm an, Unterarm und kleiner Finger sind taub. Was verursacht die Beschwerden?

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gerami 09.08.2015, 22:28
20. witzig,

exakt jene symptome habe ich auch, schrub die aber einem carpal-tunnel syndrom zu - und bislang lebe ich (noch).
alles luschen, die wegen einer solchen marginalie zum doc rennen, wo alles verschlimmbessert wird. :-)

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lachina 09.08.2015, 23:29
21. ich bewundere bei dieser Serie....

immer das Engagement der Ärzte:
" Beide Arme sind warm, der Puls lässt sich am Handgelenk tasten, drückt man das Blut kurz aus den kleinsten Gefäßen unter den Fingernägeln, füllen diese sich sofort - die Versorgung mit Blut ist nicht das Problem.
Die Patientin kann ihre Schultern, Ellenbogen und Handgelenke normal bewegen, die Reflexe lassen sich ebenso normal auslösen. Doch nach wie vor fühlen sich der linke Unterarm und Teile der linken Hand taub an. Alles andere an der Untersuchung ist unauffällig: Blutdruck und Temperatur, Herztöne und das Atemgeräusch......"
Spätestens da hätte man bei uns im KH die Patientin mit dem Vermerk "Vermutlich alles psychisch!" nach Hause geschickt.

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spiegelleserxy 10.08.2015, 01:47
22. Apotheken Umschau

Genau dieses Niveau hat dieser Artikel.
Ein Thrombus in einer Vene... PUNKT.
KEIN rätselhafter Patient!
Verabschieden sie sich bitte gaaanz schnell von diesem "Autor".

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RenegadeOtis 10.08.2015, 09:31
23.

Zitat von HEK
Es möge bitte einmal jemand der Frau ausrichten, sie solle zu einem Neurologen oder Neurochirurgen gehen! Die Taubheitsgefühle und die Schulterschmerzen könnten von einem eingeklemmten Nerv oder einer Verengung des Nervenkanals im Bereich der Halswirbelsäule ausgelöst werden. Hatte dieselben Symptome, nach einer OP (Einsetzen eines Keramik-Implantats in der HWS ist das vorbei.
Na, wie gut dass in Ihrer Welt die Frau ein völlig sinnfreies Implantat bekommen hätte, während das Gefäß weiterhin verschlossen geblieben und die Symptome bestehen geblieben wären.

Und zwar aufgrund der diagnostischen Meisterleistung "Hatte das auch mal so ähnlich".

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joseferl 10.08.2015, 10:34
24. TOS -> Ursache beseitigen...

Dass es neben einem Thoracic outlet Syndrom auch das Thoracic inlet Syndrom gibt welches hier eigentlich vorliegt wurde bereits genannt. Verrückterweise fasst man dieses Syndrom trotzdem gerne einfach unter Thoracic outlet Syndrom (TOS) ab und spricht dann vom arteriellen, venösen oder nervalen TOS, kurz aTOS, vTOS oder nTOS. Streng formal zwar nicht richtig hat sich aber so eingebürgert.

Komplikationsraten sind immer relativ. "Pneumothorax" ist aus zwar eine der häufigen Komplikationen wird aber intraoperativ bemerkt und gleich mit einer Thoraxdrainage behoben und der Aufenthalt dauert 2-3 Tage länger. Fertig. Wirklich relevante Komplikationen sind bei erfahrenen Chirurgen zum Glück selten.

Die OP sollte bitte lieber von Gefäßchirurgen gemacht werden als von Thoraxchirurgen. Es ist zwar im Thoraxbereich (daher Thoraxchirurgie) und hat mit Knochen zu tun (also Unfallchirurgie) das Wichtigste, das zu schonende sind aber Gefäße und Nerven und spätestens dort sind die Gefäßchirurgen einfach mal die Spezialisten.

Doch auch hier würde ich mich selbst nur von einem operieren lassen der das schon ein paar Mal gemacht hat. Es gibt Operatuere in Deutschland die den Eingriff bereits mehr als hundert Mal durchgeführt haben! Zu so einem sollte man gehen.

Was wirklich gemacht wird hängt in D davon ab wer einem in die Finger bekommt. Bei Angiologen wird so eine Thrombose teilweise mangels Grundverständnis für die Erkrankung einfach gestentet und der Patient vollantikoaguliert. Damit ist die Vene zunächst wieder offen, die eigentliche Ursache jedoch nicht behoben und der Stent gern im Lauf der Zeit wieder zugedrückt. Physio können Sie ja mal machen, bei leichten bis mittelschweren Fällen kann dies helfen.

Wer sich ernsthaft für die Erkrankung interessiert sollte einfach mal bei google "thoracic outlet syndrom" eingeben und dann auf das zweite pdf klicken. Das ist eine Dr-Arbeit die sich ausschließlich mit dem Thema beschäftigt...

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schmerzfreier 10.08.2015, 14:03
25.

Zitat von joseferl
Dass es neben einem Thoracic outlet Syndrom auch das Thoracic inlet Syndrom gibt welches hier eigentlich vorliegt wurde bereits genannt. Verrückterweise fasst man dieses Syndrom trotzdem gerne einfach unter Thoracic outlet Syndrom (TOS) ab und spricht dann vom arteriellen, venösen oder nervalen TOS, kurz aTOS, vTOS oder nTOS. Streng formal zwar nicht richtig hat sich aber so eingebürgert. Komplikationsraten sind immer relativ. "Pneumothorax" ist aus zwar eine der häufigen Komplikationen wird aber intraoperativ bemerkt und gleich mit einer Thoraxdrainage behoben und der Aufenthalt dauert 2-3 Tage länger. Fertig. Wirklich relevante Komplikationen sind bei erfahrenen Chirurgen zum Glück selten. Die OP sollte bitte lieber von Gefäßchirurgen gemacht werden als von Thoraxchirurgen. Es ist zwar im Thoraxbereich (daher Thoraxchirurgie) und hat mit Knochen zu tun (also Unfallchirurgie) das Wichtigste, das zu schonende sind aber Gefäße und Nerven und spätestens dort sind die Gefäßchirurgen einfach mal die Spezialisten. Doch auch hier würde ich mich selbst nur von einem operieren lassen der das schon ein paar Mal gemacht hat. Es gibt Operatuere in Deutschland die den Eingriff bereits mehr als hundert Mal durchgeführt haben! Zu so einem sollte man gehen. Was wirklich gemacht wird hängt in D davon ab wer einem in die Finger bekommt. Bei Angiologen wird so eine Thrombose teilweise mangels Grundverständnis für die Erkrankung einfach gestentet und der Patient vollantikoaguliert. Damit ist die Vene zunächst wieder offen, die eigentliche Ursache jedoch nicht behoben und der Stent gern im Lauf der Zeit wieder zugedrückt. Physio können Sie ja mal machen, bei leichten bis mittelschweren Fällen kann dies helfen. Wer sich ernsthaft für die Erkrankung interessiert sollte einfach mal bei google "thoracic outlet syndrom" eingeben und dann auf das zweite pdf klicken. Das ist eine Dr-Arbeit die sich ausschließlich mit dem Thema beschäftigt...
Jetzt bin ich neugierig geworden da suchend - welche Ärzte haben 100 und mehr von diesen OPs gemacht - wäre sehr hilfreich.

Die 2. pdf ist m.E. aus dem Jahr 2004 - ist das nicht vielleicht überholt?

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marshel86 01.12.2015, 14:15
26. ...unglaublich, aber wahr...

Hallo zusammen,

eine ähnliche Geschichte ist auch mir vor knapp zwei Jahren widerfahren. Ich (m29) erwachte eines nachts gegen drei Uhr mit unglaulich starken Schmerzen in der linken Schulter und geschwollenen linken Arm...die Schmerzen waren so extrem, dass ich mich nicht einmal aufrichten und zum Handy greifen konnte! Ich suchte eine erträgliche Position und hoffte, dass es besser würde, aber...nach etwa einer Stunde hielt ich es nicht mehr aus und riss mich zusammen, um aufzustehen, mich anzuziehen und...mist, nicht genug Bargeld für ein Taxi...Krankenwagen rufen?...habe mich schlussendlich zum ersten Bus des Morgens gequält und bin ins Krankenhaus gefahren (die Fahrt war die Hölle!!!) ...gegen 11Uhr, nach etwa fünf verschiedenen "Fachärzten" und der dritten Ladung Schmerzmittel war endlich klar, dass...sich die Symptome keiner der Ärzte erklären konnte und man mich mit Tramaltropfen nach Hause schickte:ich sollte mich, falls es innerhalb von drei Tagen nicht besser würde, bei einem Orthopäden oder erneut in der Notaufnahme, der Uniklinik Münster, einfinden! Sobald die Schmerzmittel langsam nach ließen, finden diese unglaublich starken Schmerzen wieder an...Schmerzmittel nachlegt und ab ins Bett...Als es am nächsten Tag jedoch immer noch nciht besser wurde, machte ich mich Nachmittags auf den Weg zum (Sport-)Orthopäden meines Vetrauens! Da es DIE Orthopädiepraxis in Münster ist, war es demntsprechend voll und ich durfte nochmals mehr als eine Stunde warten...nach einer kurzen Anamnese, der ersten gründlichen, konnte auch dieser sich die Symptome nicht so recht erklären, machte einen kurzen Ultraschall und...bat mich einen Augenblick zu warten...als er wieder kam, teilte er mir mit, dass ich in 30min einen Kurzfristigen MRT-Termin in der nahegelegenen Radiologie wahrnehmen sollt, um ein deutlicheres Bild enerieren zu lassen. Also machte ich mich auf den Weg...die Position beim MRT war schon unter den Schmerzmitteln schwer zu halten, aber als die Wirkung dann während der Aufnahme plötzlich nachließ:oh mein Gott! Gott sei Dank war die Untersuchung kur darauf beendet und man bat mich nochmals kurz im Wartebereich Platz zu nehmen...einige Minuten später bat man mich erneut in ein Zimmer, wo ich meine Bilder auf einem großen Monitor sehen konnte - ich hatte das dumpfe gefühl, dass das da nicht hin gehört...

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marshel86 01.12.2015, 14:19
27. ...unglaublich, aber wahr...

...ein Radiologe betrat den Raum und teile mir mit, dass ich eine Trombose in der Vena Subclavia und Axelaris hätte und mich umgehend in der Phlebologie in der Uniklinik^^einfinden solle...Ende vom Lied:man spritze mir hochdosiertes Heparin, wickelte mir einen Stützstrumpf um den gesammten linken Arm und schickte mich am nächsten Tag mit einer Überweisung zum Phlebologen und der Empfehlung mich auf Marcumar oder Xarelto einzustellen wieder nach Hause! Heute zwei Jahre später ist die Vene großtenteils immer noch verschlossen udn ich trage einen Trombosestrumpf, das Marcumar wurde jedoch zwischenzeitig nach knapp 1 1/2 Jahren abgesetzt...die Kugel ist jedoch, wie gesagt, noch immer im Lauf, aber...dennoch habe ich es weitesgehend verdrängen können und mich mehr schlecht als recht mein Studium konzentriert! Bis heute ist es mir kaum noch möglich meiner Leidenschaft zum Bodenturnen und Skateboard fahren nachzugehen...geschweige denn eine schön warme Dusche oder Bad zu nehmen! Auch wenn dies nicht meine erste Erfahrung mit "völlig unkompetenten" Uniklinik-Ärzten ist, da zB auch ein Frontalhirnsymdrom, nach einem schweren Schädelhirntrauma mit elf Jahren durch ein aus etwa 15Meter Höhe zwischen die Augen/Stirn gefallenen Golfball, bis huete nicht behandelt bzw geschweige denn diagnostiziert wurde^aber was will man machen...ich lebe noch!lg@p

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spon_3666021 11.04.2017, 20:43
28. Studien zur Entfernung der Rippe ?

Leider bin ich auch betroffen: Hatte ein Trombose in der V. Subclavia. Nun auch die Überlegung, eine Rippe zu entfernen. Aber ich bin skeptisch, ob das der richtige Weg ist. Ausserdem habe ich nun beidseitig Beschwerden (auf der anderen Seite kribbelige Finger).

Seit ich das Muskeltraining eingestellt habe (knapp 2 Monate) wurde es besser - aber "nur besser" - müsste es nicht "viel besser" werden, bzw. ganz verschwinden ?

Mich interessiert im wesentlichen der Satz "Studien legen nahe, dass sie auch ohne OP eine ähnlich hohe Lebensqualität und ein ähnlich niedriges Rückfallrisiko haben könnte wie mit einem Eingriff."

Wo finde ich diese Studien ?

Gibt es Spezialisten zu dem Thema im Raum Ludwigsburg/Heilbronn/Stuttgart ?

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spon_3666021 11.04.2017, 20:44
29. Studien zur Entfernung der Rippe ?

Leider bin ich auch betroffen: Hatte ein Trombose in der V. Subclavia. Nun auch die Überlegung, eine Rippe zu entfernen. Aber ich bin skeptisch, ob das der richtige Weg ist. Ausserdem habe ich nun beidseitig Beschwerden (auf der anderen Seite kribbelige Finger).

Seit ich das Muskeltraining eingestellt habe (knapp 2 Monate) wurde es besser - aber "nur besser" - müsste es nicht "viel besser" werden, bzw. ganz verschwinden ?

Mich interessiert im wesentlichen der Satz "Studien legen nahe, dass sie auch ohne OP eine ähnlich hohe Lebensqualität und ein ähnlich niedriges Rückfallrisiko haben könnte wie mit einem Eingriff."

Wo finde ich diese Studien ?

Gibt es Spezialisten zu dem Thema im Raum Ludwigsburg/Heilbronn/Stuttgart ?

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