Forum: Gesundheit
Ein rätselhafter Patient: Seltsame Änderung der Persönlichkeit
Corbis

Ängstlich, traurig und aggressiv war der Mann früher nicht. Heute braust er schnell auf und fürchtet sich ständig. Die Ärzte versuchen es mit Antidepressiva und Antipsychotika, aber dadurch wird alles nur schlimmer. Denn die Ursache für die Veränderung des Patienten liegt ganz woanders.

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h0:my=my0 23.02.2013, 10:58
20. optional

Ich weiß nicht was bei den Italienern schief gelaufen ist? House hätte für die Diagnose ziemlich genau 50 min gebraucht und dabei wahrscheinlich noch nebenbei das restliche Risperdal gefuttert.
Irgendwie drängt sich aber der Eindruck auf, dass viele Kommentatoren hier selbst diese Zeit noch unterbieten würden, wahrscheinlich auf Grund ihrer umfangreichen fachlichen Kenntnisse und der ihnen zu Verfügung stehenden, praktisch unerschöpflichen diagnostischen Möglichkeiten.

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albert schulz 23.02.2013, 11:06
21. es war ein Versuch zu witzeln

Zitat von UnitedEurope
MRT ist immer eine Kostenfrage. Nicht nur die Anschaffung sondern auch der Betrieb. Wenn man aber von einer neurologischen Störung ausgeht, also etwa Schlaganfall, Hirnblutung etc. ist das CCT zur Erstdiagnose das Mittel der Wahl.
Ich hatte mich nur gewundert, daß SPON ausnahmsweise keine Reklame für den MRT gemacht hat. Das ist extrem ungewöhnlich, da selbst in Pakistan Furunkel am Arsch heutzutage immer und stets mit einem MRT untersucht werden.

Zweimal im Leben war ich beim Neurologen, lange her. Ich war innerlich unruhig und wollte von den beliebten und bewährten Drogen Alkohol und Nikotin runter. Die beiden Fachleute haben in genialer Weise sämtliche Maschinen zur Nervenkontrolle eingesetzt, die sie überhaupt hatten, und mich hernach als völlig gesund entlassen, zum Glück ohne irgendwelche Medikamente oder sonstige Hilfestellungen oder gar Ratschläge. Ich habe mein nacktes Leben gerettet, und die Kassen waren zufrieden, weil der Umsatz angekurbelt wurde. Die Ärzte mutmaßlich auch. Und ich habe Sport gemacht und das Problem erledigte sich von selbst.

Die beiden Ärzte waren übrigens der Überzeugung, wie das auch vorher angedeutet wurde, daß Psychopharmaka nur im äußersten Notfall Sinn machen.

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albert schulz 23.02.2013, 11:09
22. Halb gesund ist das Optimum

Zitat von verhetzungsschutz
Hoffentlich steht der Patient bald wieder vollschichtig zum Arbeitseinsatz zur Verfügung, damit er keinen Grund mehr zum Aufbrausen hat Deswegen treibt man doch den ganzen Aufwand, oder? Schließlich ist er ja nicht etwa Kronzeuge z.B. in einem Geldwäscheprozess, der eine dauerhafte Unterbringung und Hilfe rechtfertigen würde...
Der Mann kann natürlich nie mehr arbeiten, er muß intensiv und durchgehend behandelt werden. Alle zwei Wochen ein Blutbild, alle zwei Monate ein paar Tage Psychiatrie, um die Mißerfolge der Medikation auszuwerten und zu optimieren. Und dann muß die Ehefrau regelmäßig befragt werden, ob der Mann an sittlicher Reife gewinnen hat und sein Wohlverhalten unter Beweis stellt. Schließlich ist sie die einzige, die beurteilen kann, ob er eine Dröhnung braucht.

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albert schulz 23.02.2013, 11:14
23. der Satz sollte die Atmosphäre auflockern

Zitat von Whitejack
Sie wollen einen Patienten mit schweren Angststörungen in ein MRT-Gerät schieben?
Der Patient muß mit der Hölle konfrontiert werden. Angst macht gefügig. Den schönsten Tobsuchtsanfall eines Arztes habe ich übrigens erlebt, als ich mich weigerte, in diese Röhre verfrachtet zu werden. Ein Superspezialist hatte mir die sauteure Untersuchung wegen Nackenschmerzen – ohne weitere Untersuchung - verschrieben. Mit solchen Wohltaten muß man als Privatpatient leider rechnen. Mich hat die Sache an meinen langjährigen Orthopäden erinnert, bei dem man erst mal geröntgt wurde, bevor man überhaupt im Wartezimmer Platz nehmen durfte, bei mir wurden die Lendenwirbel durchleuchtet, ohne Bleischutz und ohne Befund, unzählige Male, bis der Onkel Doktor merkte, daß die seitliche Rückratverkrümmung von einem kürzeren Bein stammen könne. Seither ist Ruhe.

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UnitedEurope 23.02.2013, 11:33
24. Titellos

Zitat von psychologiestudent
wozu sollte denn ein MRT gut sein bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit? Lasse mich gerne aufklären...
Das Leitsymptom waren neuroligische Ausfälle/Störungen. Und da schaut man zu allererst ins Hirn. Dafür braucht man ein CCT oder MRT.

Erst viel später kam man ja drauf, dass es etwas mit den Nahrungsmitteln zu tun hat.

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psychologiestudent 23.02.2013, 11:46
25.

Zitat von UnitedEurope
Das Leitsymptom waren neuroligische Ausfälle/Störungen. Und da schaut man zu allererst ins Hirn. Dafür braucht man ein CCT oder MRT. Erst viel später kam man ja drauf, dass es etwas mit den Nahrungsmitteln zu tun hat.
danke, mit bildgebenden Verfahren kenne ich mich von Berufs wegen aus, aber der Forist vor Ihnen hatte geschrieben, dass die Diagnose mangels MRT nicht gestellt werden konnte, weil das zu teuer ist. Und das ist ja unlogisch, wenn es sich um eine Nahrungsmittelgeschichte gehandelt hat...

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psychologiestudent 23.02.2013, 11:51
26.

Zitat von enkidu78
"In diesem Fall war es hochgradig schwierig, die Diagnose zu stellen", sagt die Wiener Neurologin Elisabeth Fertl" so lange man es nicht für nötig hält, auf eine weit verbreitete Lebensmittelunverträglichkeit zu testen, sicherlich. Genauso wie dem Fall des jahrelangen Martyriums einer jungen Frau, die offensichtlich an einer Kuhmilcheiweißunverträglichkeit leidet.
Sie denken falschherum.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten mögen relativ weit verbreitet sein, aber dass sie ursächlich für eine neurologische Erkrankung sind, ist sehr selten. Meistens liegen da andere Dinge zugrunde, die deshalb zuerst zu bedenken sind. Sie glauben gar nicht, was alles Angstanfälle auslösen kann: Medikamente, Tumoren, Chemische Substanzen, Tollwut, Entzündungen des Gehirns, psychische Erkrankungen, Schlaganfälle etc etc. An diese Dinge muss natürlich zuerst gedacht werden, zumal hier ja keine Verdauungsprobleme etc. auftraten, wie sonst üblich bei Nahrungsunverträglichkeiten...

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stickstoffgruppe 23.02.2013, 12:16
27. hatorihanzo

Zitat von hatorihanzo
Darf ich fragen, was Sie in dem Fall unternommen hätten? Diese Selbstgerechtigkeit ist kaum zu ertragen. Selber nie an einem Krankenbett gestanden und sich dann über die erheben, die sich mühen einem offenkundig schwer kranken Patienten zu helfen, der an einer extrem seltenen und dann auch noch atypisch verlaufenden Krankheit leidet.
hat völlig Recht: Die Arroganz der ganzen Superdiagnostiker hier verschlägt einem die Sprache. Da liegt die Vermutung nahe, daß es sich um "Experten" ohne jeglichen fachlichen Hintergrund handelt. Ich bin mir sicher, kein Mensch vom Fach würde seinen Mund so weit aufreissen.

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sakurasake 23.02.2013, 12:26
28. Mit schöner Regelmäßigkeit...

... wird in dieser Kolumne wieder von unzähligen "Experten" auf die ach so Bösen Ärzte eingedroschen.
Leute, es gibt nicht immer DIE Diagnostik, die sofort zum Ziel führt!
Gerade bei atypisch verlaufenden Krankheiten kann es dauern, bis man was findet, aber ihr würdet ja sofort binnen 5 min durch Handauflegen herausfinden, dass eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zugrunde liegt... Typisch

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wrdlmpfd 23.02.2013, 12:28
29.

Zitat von psychologiestudent
Sie denken falschherum. Nahrungsmittelunverträglichkeiten mögen relativ weit verbreitet sein, aber dass sie ursächlich für eine neurologische Erkrankung sind, ist sehr selten. Meistens liegen da andere Dinge zugrunde, die deshalb zuerst zu bedenken sind. Sie glauben gar nicht, was alles Angstanfälle auslösen kann: Medikamente, Tumoren, Chemische Substanzen, Tollwut, Entzündungen des Gehirns, psychische Erkrankungen, Schlaganfälle etc etc. An diese Dinge muss natürlich zuerst gedacht werden, zumal hier ja keine Verdauungsprobleme etc. auftraten, wie sonst üblich bei Nahrungsunverträglichkeiten...
Ich habe zum Thema Nahrungsmittelunverträglichkeit auch schon eine gewisse Suche hinter mir.
Ich vertrage nichts, was über einen gewissen Fettanteil hinausgeht.
Fing vor vielen an mit den schwersten Sachen (Eisbein und Co.), mittlerweile verursachen Öle, in Öl Gebratenes, Fertigpasta u.v.m. ein solches Drücken und Schmerzen im Bauch, dass ich zuweilen mehr als ein Tag nichts essen kann.
Sonographie und Magenspiegelung blieben ohne Resultat.
Der Doc, der mit mir die Untersuchung besprach, riet mir schlicht, die Nahrungsmittel, die ich nicht vertragen würde, zu meiden. Bloß blöd, dass dies immer mehr werden.
Eine Heilpraktikerin meinte nach einer (an einer Stelle äußerst schmerzhaften) Fußrelfexzonenmassage, dass die schmerzende Stelle meiner Galle entsprochen habe.

Hat vielleicht der hier teilweise versammelte medizinische Sachverstand einen Tip, der weiterhelfen könnte?

Danke vorab schon mal :-)

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