Forum: Gesundheit
Ein rätselhafter Patient: Verhängnisvolle Europareise
The New England Journal of Medicine

Gerade noch ist der 41-Jährige durch Europa gereist, dann muss er mit Fieber, Hals- und Kopfschmerzen ins Krankenhaus. Rote Punkte bedecken seinen Körper. Ein Souvenir, das US-Ärzte sonst selten zu Gesicht bekommen.

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TICKundTOOF 16.08.2014, 17:00
1. Rätselhafte Ärzte eher

Also manchmal, v.a. nach eigener Erfahrung, sind die Ärzte rätselhafter als Patienten. Immerhin wurde er nicht als Psychosoamt heimgeschickt bei seinem 2. oder 3. Besuch in der Ambulanz.

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Lanek 16.08.2014, 17:15
2.

Die Masern sind gefährlich und sollten auf keinen Fall unterschätzt werden. Daher dann am besten auch konsequenz den Impfschutz durchziehen (zweite Impfung bzw Auffrischung, falls keine erfolgt ist).

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Deep Thought 16.08.2014, 18:50
3. Merkwürdige

Bei allem Respekt, aber die Zweitverwertung von Fallbeispielen, welche durch die EIGENTLICHEN Originalautoren professionell publiziert wurden - und das regelmäßig mit UNVOLLSTÄNDIGER Darstellung in der dt. Übersetzung - was soll das???

In der Originalarbeit wird bereits in der Überschrift auf das Leitsymptom für eine virale Infektion hingewiesen:

Eine Pancytopenie, also Extrem niedrige Weisse Blutkörperchen und Blutplättchen.
Kommt als weiteres typisches Symptom für eine virale Erkrankung noch eine Leberbeteiligung dazu, allerdings könnte die auch auf das bereits zuvor eingenommene Paracetamol zurückzuführen sein.

Insofern waren also NICHT die "Blutuntersuchungen normal", wie der Kollege hier in völliger Unkenntnis der Laborzeichen schreibt.

Dass in der hier präsentierten, auf max. 40% reduzierten "Übersichtsaufnahme" "links" keinerlei nennenswerte Zeichen für eine "Lungenentzündung" zu sehn sind, allenfalls auf der ANDEREN seite, im rechten Unter/Mittelfeld zentral, verwundert dann auch kaum noch...

Die schnellste Sicherung der Diagnostik besteht auch nicht in der Untersuchung des Mundabstrichs, sondern
Der schnelleren Serumuntersuchung auf spez. IgM-AK.

Fazit: ein sehr marktschreierischer Titel, denn unter "verhängnisvoll" versteht man sicherlich nicht eine nach den üblichen 10 Tagen abklingende Masernerkrankung, sondern ganz andere Verläufe...

Ich halte diese Serie für Absolut sinnlos - keinerlei Informationsgehalt, der irgendwie weiterführen wird.

Anstatt dessen könnte man WIRKLICH sinnvolle Artikel zum thema Gesundheit(-saufklärung) bringen...

Nichts für ungut...

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vogtnuernberg 16.08.2014, 20:17
4.

Zitat von sysop
Gerade noch ist der 41-Jährige durch Europa gereist, dann muss er mit Fieber, Hals- und Kopfschmerzen ins Krankenhaus. Rote Punkte bedecken seinen Körper. Ein Souvenir, das US-Ärzte sonst selten zu Gesicht bekommen.
Seltsam Masern als seltene Krankheit zu bezeichnen, deren Diagnose so kompliziert ist, dass es berichtenswert ist.

Sie wechseln das Antibiotikum und das Ausschlag bessert sich... Mmmh, seltsam, seit wann werden Masern, oder Herpes Viren Infektionen wie Windpocken mit Antibiotika behandelt?

Ok, hat meine Ärztin auch gemacht, aber gebracht es hat wenig bei einer Röschenflechte, genausowenig wie es bei Masern etwas bringen würde.

Und warum war die Ehefrau nicht geimpft? Wenn Sie Amerikanerin ist, sollte sie doch geimpft sein. Wurde sie geimpft und die Impfung hatte versagt, oder wurde sie nie geimpft? Darüber werden wir nicht aufgeklärt, doch das wäre interessant!

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m_s@me.com 16.08.2014, 20:18
5. Viel Spass, liebe impfmuedige Eltern!

Mal schauen, wie sich die Weltanschauung ändert, wenn das eigene Kind Maserngeschaedigt ist, weil man meinte, das "baut das Immunsystem auf" (Klar, dazu braucht der Mensch Masern). Mortalität: 1:1.000. Viel Glück bei der Ziehung der Lottozahlen.

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bernd.stromberg 16.08.2014, 22:31
6.

Zitat von Conté Pierre Noire
Dass die Ambulanzen in Deutschland zunehmend von privaten Sicherheitsdiensten bewacht werden, da die Patienten ihrem Unmut über die von Ihnen vorgebrachten Unfähigkeiten bzw. Stigmatisierungen vorbringen, ist leider Realität.
Private Sicherheitsdienste in Ambulanzen, wo soll das denn sein?

Und Patienten (bzw. Kunden allgemein) die alles besser wissen, kennt man ja doch überall, in jeder Branche.

Zitat von Conté Pierre Noire
Mit nicht auswendig gelernten Fällen haben Ärzte und innen eben Probleme.
Natürlich, Ärze sind auch nur Menschen. Und trotz der hohen Anforderungen und Intensiven Ausbildung ist der menschliche Körper wahnsinnig komplex und viele Krankheitsbilder und Teile davon eben auch noch nicht richtig erforscht bzw. verstanden.

Zitat von Conté Pierre Noire
Es ist für die Generation Y eben sehr attraktiv bei absoluter Haftungslosigkeit ,astronomische Einkommen zu beziehen und das Ganze bei überschaubaren geistigen Anforderungen.
Ist komplett ironisch gemeint, oder?

Absolute Haftungslosigkeit ist ja nachweislich mal völliger Humbug.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-936783.html
http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-964592.html

Astronomische Einkommen? Nun in Anbetracht des langen und schwierigen Studiums, dass trotz strengem Numerus Clausus nur wenige bestehen (gerade in den Bereichen der Besserverdienenden Fachärzte), der enormen Verantwortung (Leben und Tod hängen von einem ab!) und der enormen psychischen Belastung (gerade in der Ambulanz mit stressigen 24h-Schichten, Notfällen, Wegsterben der Patienten und der daraus resultierenden Belastung) ist das Einkommen doch eher überschaubar.

*Wirklich* hohe Gehälter haben ja erstmal Fachärzte, Chefärzte usw., und dahin ist der weg eher steinig und die Anforderungen hoch. Man muss sich schon durch gute Leistungen beweisen.

Auch 120k€ p.a. sind für die Verantwortung eines Chefarztes oder Facharztes doch eher ein schlechter Witz, erhält man vielerorts bereits als Führungskraft auf Teamleiter-Ebene solche Gehälter.

"Überschaubare geistige Anforderungen" ist natürlich eine Hammer-Aussage, mir fiele auf Anhieb kein Beruf ein bei dem die Anforderungen höer wären, wenn man die Ausbildung in Form des Studiums, der nachfolgenden Zeit als Assistenzarzt und den Numerus Clausus berücksichtigt.

Zitat von Conté Pierre Noire
Gerne lässt man sich dann noch anhimmeln, die Arbeit machen die Anderen. Ist halt nur die Frage, wie lange die anderen noch Lust haben anzuhimmeln.
Ist klar - darum werden die Menschen immer älter. Weil Ärzte sowieso nichts können und nichts tun, logisch. Ich glaube der einzige mit "überschaubar geistigen Anforderungen" ist der Verfasser Ihres Postings...

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one-voice 16.08.2014, 22:47
7. @ bernd.stromberg

Als erstes erwarte ich von Ärzten Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass sie das nicht nur längste und schwierigste, sondern auch das mit Abstand teuerste Studium absolvieren dürfen. Und dabei ist noch nicht mal gesagt, dass sie es auch schaffen, wie Sie so schön festgestellt haben. Wissen Sie wer diesen Menschen dies gestattet? Die Gesellschaft ist es, die ihnen das ermöglicht. Die selben Menschen von denen sie im Anschluss an ihr Studium leben.

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imri.rapaport 16.08.2014, 23:45
8.

Viele Ärzte kennen und erkennen Masern nicht, weil die Krankheit immer seltner auftritt.

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Deep Thought 16.08.2014, 23:58
9.

Zitat von Conté Pierre Noire
Dass die Ambulanzen in Deutschland zunehmend von privaten Sicherheitsdiensten bewacht werden, da die Patienten ihrem Unmut über die von Ihnen vorgebrachten Unfähigkeiten bzw. Stigmatisierungen vorbringen, ist leider Realität. Mit nicht auswendig gelernten Fällen haben Ärzte und innen eben Probleme. Es ist für die Generation Y eben sehr attraktiv bei absoluter Haftungslosigkeit ,astronomische Einkommen zu beziehen und das Ganze bei überschaubaren geistigen Anforderungen. Gerne lässt man sich dann noch anhimmeln, die Arbeit machen die Anderen. Ist halt nur die Frage, wie lange die anderen noch Lust haben anzuhimmeln.

Zitat von Conté Pierre Noire
Zum Beispiel über ein Pfuschregisiter, private Sicherheitsdienste in Krankenhäusern, Haderthausers 10-seitige Promotion. Die interne Behandlung von Kollegen zu Ungunsten der Versicherten etc. Da gäbe es sehr viel, genau so "marktschreierische" Themen. Wäre vielleicht auch gut, wenn sich Ärzte mehr um Wissenschaft kümmern würden, also nicht nur um "Fallbeispiele", sondern um wirkliche Wissenschaft und weniger um den Auftritt für den Anspruch als Bildungsbürger, der sie nie sein werden.
Ihr absurden Hasstiraden sagen eigentlich schon alles - über Sie selber.

Was den Unfug von wegen "astronomisch" anbelangt:
NETTO PRO STUNDE verdient ein Arzt nach mindestens 6 Jahren Studium und 5 Jahren Facharztausbildung etwa so viel wie eine Krankenschwester.

Und was den Quatsch von wegen "risikolos" anbelangt, so zeigt das nur, das Sie zutiefst ahnungslos oder ein übler Demagoge sind.

Die allermeisten Patienten kapieren, was im Gesundheitssystem vor sich geht, und wissen die Leistung der Ärzte zu schätzen - Sie aber ganz sicher nicht.

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