Forum: Gesundheit
Ein rätselhafter Patient: Verkalkter Kopf studiert nicht gern
BMJ

Ein junger Inder kommt im Alltag nicht mehr zurecht: Er leidet unter Gedächtnisstörungen, scheitert an einfachen Aufgaben, hat Sprachstörungen. Erstaunt stellen seine Ärzte fest, dass sein Gehirn verkalkt ist. Wie konnte das passieren?

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The_Laserman 25.05.2013, 12:06
1. Paradox?

Bei der Lektüre dieses Artikels wurde ich von dem Eindruck heimgesucht, dass man als deutscher Kassenpatient niemals eine so gute und zielführende Untersuchung mit anschließender Diagnose und Behandlung erfahren würde wie dieser junge Mann aus Indien.

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abominog 25.05.2013, 12:21
2. Ja

Zitat von The_Laserman
Bei der Lektüre dieses Artikels wurde ich von dem Eindruck heimgesucht, dass man als deutscher Kassenpatient niemals eine so gute und zielführende Untersuchung mit anschließender Diagnose und Behandlung erfahren würde wie dieser junge Mann aus Indien.
Aber höchstwahrscheinlich auch nicht als Privatpatient.

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keksguru 25.05.2013, 12:24
3. @The_Laserman

in Indien muß man das Glück haben und a) eine gute Krankenversicherung haben und b) in einer Großstadt wohnen. Bei so seltasamen Erkrankungen stehen die Chancen schlecht daß es überhaupt zu einer korrekten Diagnose kommt - egal wo man wohnt, egal ob ein CT um die Ecke steht oder nicht. In Deutschland gibts davon 100x mehr pro Patienten als in Indien..... man darf nicht vergessen daß hier äußerst selten auftretende Krankheitsbilder beschrieben werden und pro dokumentierten Fall gibts bestimmt 10 Fälle wo eine falsche Diagnose gestellt wird. Mit dem CT erkennt man zwar viel was vorher im Verborgenen geblieben wäre, aber was wenn im CT nix gefunden wird?

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dequincey 25.05.2013, 12:46
4. Morbus Fahr

Zitat von The_Laserman
Bei der Lektüre dieses Artikels wurde ich von dem Eindruck heimgesucht, dass man als deutscher Kassenpatient niemals eine so gute und zielführende Untersuchung mit anschließender Diagnose und Behandlung erfahren würde wie dieser junge Mann aus Indien.
Hypoparathyreoidismus (Erniedrigung des Parathormonspiegels im Blut) ist an sich nicht so selten und eine mögliche Nebenwirkung nach Schilddrüsenentfernungen oder Strahlentherapie der Schilddrüse. Die Nebenschilddrüsen können manchmal mit der Schilddrüsekapsel verwachsen sein, so dass sie nicht immer sauber zu präparieren sind. Eine Autotransplantation der Nebenschilddrüsen nach Entnahme führt nicht immer zum Einwachsen, so dass Calcium D3 zeitlebens substituiert werden muss. Dass sich nach Op oder Bestrahlung ein Morbus Fahr (Verkalkung der Basalganglien) entwickelt, dürfte in Deutschland nicht passieren. Die entsprechende Nachsorge schließt immer die Kontrolle des Calciumspiegels ein. Anders sieht es mit dem vererbten oder idiopatischen Morbus Fahr aus, aber auch hier sollten die Zeichen des Calciummangels frühzeitig erkannt werden und dann weitere Diagnostik, ggf. Therapie erfolgen. Dass setzt allerdings voraus, dass sich die Patienten auch frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben. Inwieweit die volle Ausprägung der Erkrankung zu verhindern oder zu therapieren ist, kann ich nicht sagen. Da müsste sich ein Neurologe zu äußern, ich bin gespannt.

Zu Ihrem Eindruck: Ich vermute sie waren noch nie in Indien, oder haben dort noch keine medizinische Hilfe benötigt. Sie dürfen mir glauben, Sie würden sich als Notfall in Indien schnellstmöglich nach Deutschland zurück fliegen lassen. Wir Deutschen haben die Tendenz alles bei uns schlecht zu machen, bis wir die Realität im Ausland kennengelernt haben.

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Haliotis 25.05.2013, 12:52
5. ...

Angesichts der Tatsache, dass das Leben des jungen Mannes eine traurige Wendung genommen hat, finde ich die Überschrift nicht gerade feinfühlig, um nicht zu sagen unmöglich.

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arnewolf 25.05.2013, 12:55
6. Dafür, dass der Mann irreparable Schäden hat

und sein Studium daher nicht beenden kann, klingt die Überschrift dieses Artikels ziemlich zynisch!

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carolian 25.05.2013, 13:04
7. Deutsche Ärzte

Bei meiner Frau hat haben deutsche Herzspezialisten eine Kathederuntersuchung am Herzen durchgeführt. 3.000 Euro. Ohne Befund. Ich hatte ebenfalls Herzklabastern, die Blutuntersuchung in einem Universitätsklinikium ergab nichts Bedenkliches. Dann wollte man mir diese Kathederoperation auch aufschwatzen. Ich habe auf diese schwere Körperverletzung verzichtet und nahm Knoblauchpillen.

In Polen hat ein Allgemeinmediziner sofort festgestellt, dass meine Frau eine Unterversorgung mit Magnesium hatte, die die Herzschmerzen verursachten.

Dieser Fall in Indien erinnerte mich daran. Leute, wenn ihr viel Geld ausgeben wollt, geht zu einem deutschen Arzt. Ihr kommt kranker aus der Behandlung heraus, als ihr hineingegangen seit.

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chestbaer 25.05.2013, 13:07
8.

Zitat von The_Laserman
Bei der Lektüre dieses Artikels wurde ich von dem Eindruck heimgesucht, dass man als deutscher Kassenpatient niemals eine so gute und zielführende Untersuchung mit anschließender Diagnose und Behandlung erfahren würde wie dieser junge Mann aus Indien.
Das stimmt nicht. Gerade einen Hypoparathyreoidismus kann man schnell und sicher durch Bluttest (niedriges Calcium und kein reaktiv erhöhtes PTH) diagnostizieren. Die Diagnose hätten Sie innerhalb eines Tages gehabt. Zusätzlich wäre eine MRT zur Tumorsuche gelaufen - erstaunlich welches Bild Sie von unserem Gesundheitssystem haben.

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1948-2008 25.05.2013, 13:25
9. Deutschland - Vitamin-D3-Mangel-Land !

Zitat von The_Laserman
Bei der Lektüre dieses Artikels wurde ich von dem Eindruck heimgesucht, dass man als deutscher Kassenpatient niemals eine so gute und zielführende Untersuchung mit anschließender Diagnose und Behandlung erfahren würde wie dieser junge Mann aus Indien.
Ja, und auch als Privatpatient nicht ! Die deutschen Ärzte taugen einfach nichts, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiß !

Der Artikel spricht von Vitamin-D3-Gabe.

In Deutschland kann man noch nicht einmal so einfache Dinge wie einen Vitamin-D-Mangel erfolgreich therapieren, weil die höchstdosierten D3-Präparate, die frei verkäuflich sind, auf 1000IE begrenzt sind. Die Vitamin-D3-Tabletten im deutschen Supermarkt haben sogar nur 200IE - das ist vollkommen unterdosiert und die reine Verarsche !

In allen anderen EU-Ländern gibt es Pillen mit 5000, 10.000 oder noch mehr IE überall zu kaufen. Vitamin D3 kann man praktisch nicht überdosieren, aber ein Mangel kann fatal sein ! Als Deutscher kann man einem Mangel gar nicht wirksam vorbeugen, außer man kauft sich seine D3-Präparate im EU-Ausland.

Um einem Mangel an Vitamin D vorzubeugen, empfehlen internationale, nicht-deutsche Mediziner eine tägliche Aufnahme von 8000IE oder mehr. Versucht das mal mit deutschen Tabletten zu je 1000IE (Apotheke) oder gar 200IE (Supermarkt) - viel Spaß ! Von den Kosten nicht zu reden.

Klar gibt es auf Rezept höherdosierte Präparate, aber die muß man sich erst einmal vom Arzt verschreiben lassen (haben bei mir 3 Allgemeinärzte in Folge NICHT getan, obwohl der Bluttest extrem niedrige Werte auswies, erst vom Facharzt bekam ich dann welche!), und zweitens kosten die dann ein kleines Vermögen (jaja, die Kasse zahlts, aber wer zahlt die Kasse ? Wir, wer sonst).

In Frankreich, Holland oder Finnland kauft man sich eine Monatsration mit 5000IE pro Pille für ein paar Euro in jeder Drogerie.

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