Forum: Gesundheit
Ein rätselhafter Patient: Versteckter Lebensretter im Darm
AP

Nachdem ein 76-Jähriger einen Herzschrittmacher bekommen hat, entdeckt er plötzlich Blut im Stuhl. Bei einer notfallmäßigen Darmspiegelung entdecken die Ärzte den Übeltäter, an dem auch das Krankenhauspersonal nicht unschuldig ist. Doch der Eingriff rettet dem Patienten vermutlich das Leben.

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yuriboyka 07.07.2012, 10:40
1.

Na dann gute Besserung unserem neuen Mitbürger. Auch Gratulation an das Ärzteteam zu der gelungenen OP. In Rußland hätte der Kranke in diesem Alter (>70) weder Herz-OP noch Krebsbehandlung bekommen. Ich kann nur hoffen, dass das deutsche Gesundheitswesen auch in den nächsten 30 Jahren noch so leistungsfähig ist.

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forkeltiface 07.07.2012, 11:13
2. optional

Besonders "leistungsfähig" muss das "Gesundheitssystem" dafür nicht sein. Jeder durchschnittliche Arzt hätte bei Herzrhytmusstörungen einen Herzschrittmacher eingesetzt und bei Blutung mal in den Darm geguckt.
Dafür braucht man sicherlich kein aufgblähtes Gesundheitssystem. Auch wenn Politiker gerne so tun, als ob ohne staatliche Organisation alles den Bach runter geht. Die Kosten dieser Eingriffe sind überschaubar - und hätten natürlich auch von einer sehr durchschnittlichen Versicherung übernommen werden können, die ein mündiger Mensch für seine Gesundheit abgeschlossen hätte.
Die Frage ist allerdings, ob der Patient seine eigene Versicherung hatte, oder ob dafür jemand anderes zahlen musste.

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Sigmund 07.07.2012, 11:29
3.

Es ist sicherlich genau die richtige Entscheidung gewesen, den Mann nach der Diagnosestellung "Darmkrebs" daran zu operieren. Er ist nun tumorfrei und kann noch ein paar Jahre leben. Eine Altersobergrenze für solche Operationen gibt es in Deutschland nicht und das ist auch gut so. Jeder Fall muss einzeln betrachtet werden und wenn der Patient in gutem Allgemeinzustand ist und von einer Operation profitiert, muss er operiert werden.
Geld kann an vielen anderen Stellen sinnvoller eingespart werden. Es gibt immer noch zu viele Doppeluntersuchungen (CT beim niedergelassenen Radiologen und danach nochmals in der Klinik, schließlich doch besser noch ein MRT nachgeschoben etc.). Oder die vielen Haus- und Facharztbesuche der Menschen, die oft wegen Banalitäten von Arzt zu Arzt ziehen.
@yuriboyka: Die Tatsache, dass der Mann Deutschrusse ist, tut doch eigentlich nichts zur Sache. Er ist hier versichert und ihm steht eine adäquate Behandlung wie jedem anderen Versicherten zu. Ganz egal, wie die Sache in Russland gehandhabt wird.

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DieButter 07.07.2012, 11:45
4. optional

"an dem auch das Krankenhauspersonal nicht unschuldig ist"
Ähm, inwiefern ist da vom Krankenhaus nun jemand Schuld, wenn die Frau des Patienten falsch übersetzt? Ich würde eher sagen, das Personal hat alles richtig gemacht, nur der Patient ein erhebliches Defizit an deutschen Sprachkenntnissen.

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Andreas-Schindler 07.07.2012, 13:55
5. Erlärungen

Man macht sich in Deutschland Lustig darüber das in Asien viel mit Bilder/Comics Erklärt wird. Nur ich kann selbst ohne Japanisch /Chinesisch Kenntnisse manche Einbauanleitungen verstehen dank den vielen Bildern.
Vielleicht sollte man auch in Deutschland mehr in Bilderform was Erklären. Vor allem da auch viele Ausländer hier leben.

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warentrennstab 07.07.2012, 14:36
6. Mann oh Mann...

Natuerlich muss ab jetzt auf jeder Packung Tabletten nicht nur eine Zeichnung des Auspackens einer Pille mit drauf sein, nein, es sollte auch in mindestens 20 Sprachen darauf hingewiesen werden, dass man die Folie vor dem Verschlucken zu entfernen hat. Nur fuer den Einzelfall, den es scheinbar ja wirklich immer gibt.

Mein lieber Scholli!

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vincent1958 07.07.2012, 16:00
7. Keine..

Zitat von Andreas-Schindler
Man macht sich in Deutschland Lustig darüber das in Asien viel mit Bilder/Comics Erklärt wird. Nur ich kann selbst ohne Japanisch /Chinesisch Kenntnisse manche Einbauanleitungen verstehen dank den vielen Bildern. Vielleicht sollte man auch in Deutschland mehr in Bilderform was Erklären. Vor allem da auch viele Ausländer hier leben.
..Sorge,dass wird bei dem deutschen Bildungsstandard und der hohen Migrantenzahl in 10 Jahren gang und gäbe sein!

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vincent1958 07.07.2012, 16:03
8. Sie..

Zitat von Sigmund
Es ist sicherlich genau die richtige Entscheidung gewesen, den Mann nach der Diagnosestellung "Darmkrebs" daran zu operieren. Er ist nun tumorfrei und kann noch ein paar Jahre leben. Eine Altersobergrenze für solche Operationen gibt es in Deutschland nicht und das ist auch gut so. Jeder Fall muss einzeln betrachtet werden und wenn der Patient in gutem Allgemeinzustand ist und von einer Operation profitiert, muss er operiert werden. Geld kann an vielen anderen Stellen sinnvoller eingespart werden. Es gibt immer noch zu viele Doppeluntersuchungen (CT beim niedergelassenen Radiologen und danach nochmals in der Klinik, schließlich doch besser noch ein MRT nachgeschoben etc.). Oder die vielen Haus- und Facharztbesuche der Menschen, die oft wegen Banalitäten von Arzt zu Arzt ziehen. @yuriboyka: Die Tatsache, dass der Mann Deutschrusse ist, tut doch eigentlich nichts zur Sache. Er ist hier versichert und ihm steht eine adäquate Behandlung wie jedem anderen Versicherten zu. Ganz egal, wie die Sache in Russland gehandhabt wird.
..haben den Mitforisten nicht ganz verstanden.Er wollte andeuten,wie lange das deutsche Gesundheitssystem funktionierne kann,wenn die Zahlung des "Versicherten"aus staatlichen Transferleistungen stammen!

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jujo 07.07.2012, 19:51
9. ....

Zitat von vincent1958
..haben den Mitforisten nicht ganz verstanden.Er wollte andeuten,wie lange das deutsche Gesundheitssystem funktionierne kann,wenn die Zahlung des "Versicherten"aus staatlichen Transferleistungen stammen!
In Schweden ist es selbstverständlich, das dem nicht schwedisch sprechenden Patienten ein Dolmetscher gestellt wird!
Ist der nicht vor Ort verfügbar, wird das Gespräch über das Telefon gedolmetscht!

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