Forum: Gesundheit
Eine rätselhafte Patientin: Schatten im Gehirn
FS Productions/ Blend Images LLC/ Getty images

Die 72-Jährige ist halbseitig gelähmt und kann kaum noch sprechen, als Angehörige sie in eine Klinik in den USA bringen. Dort stellen die Ärzte zunächst eine Diagnose, die kaum noch hoffen lässt.

noalk 12.05.2019, 13:43
1. sehr verwunderlich

Transplantiertes Organ und Einnahme von Immunsuppresiva - und dennoch Haustiere halten? Wie geht das zusammen? Leider sagt der Artikel nichts darüber, ob die Katzenhaltung schon bei der Anamnese erwähnt wurde.

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practicus 12.05.2019, 14:40
2. So ist es halt

Menschen setzen sich gern über ärztliche Verbote hinweg und verschweigen das dann bei der Anamnese...
Immunsupprimierte Patienten halten Haustiere, Transplantierte machen "Drug-Holidays", Leberkranke trinken...

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HubertMeier 12.05.2019, 17:18
3. Ein paar Details zum besseren Verständnis...

Es ist in dem Artikel impliziert, das die Frau sich erst nach der Transplantation infiziert hat, das ist keinesfalls selbstverständlich - in der Tat infizieren sich viele Menschen durch Kontakt mit Katzen Recht früh im leben (die Durchsuchungsrate ist erstaunlich hoch) und Toxoplasma gondii kann in der Tat langlebige Cysten bilden, die im gesunden Menschen inaktiv und harmlos sind, bei Immunsuppression aber reaktiviert werden. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, das dies bei der Frau der Fall war, es wäre dann relativ egal ob sie nach der Transplantation Katzen hatte.

Siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/Toxoplasma_gondii

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112211 13.05.2019, 06:41
4. Die süßen Stubentiger?

Katzen und Wohnungshaltung passen einfach nicht zusammen. Leider hat sich in den Gehirnen vieler Menschen festgebrannt, dass diese Vierbeiner so niedlich sind, dass man sie unbedingt in der Wohnung haben müsse ...

Ich habe vor etlichen Jahren einen guten Freund verloren, der eine nicht behandelbare Abwehrschwäche hatte. Obwohl er die Toxoplasmose bereits zweimal hatte, hielt er -entgegen dem dringenden Rat der Ärzte- an seinen beiden Katzen fest, die ihm mit der dritten Toxoplasmose den Todesstoß versetzten.

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rst2010 13.05.2019, 11:11
5. es gibt auch hinweise,

dass toxoplasma im menschlichen gehirn ähnlich wirkt, wie bei mäusen: man wird risikobereiter. bringt nur nix (aus sicht der parasiten), denn wir werden halt nicht von katzen gefressen;-)

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qoderrat 13.05.2019, 12:36
6.

Zitat von noalk
Transplantiertes Organ und Einnahme von Immunsuppresiva - und dennoch Haustiere halten? Wie geht das zusammen? Leider sagt der Artikel nichts darüber, ob die Katzenhaltung schon bei der Anamnese erwähnt wurde.
Ok, blöde Frage vom Laien. Ich habe im Bekanntenkreis jemand, der wegen einer Autoimmunkrankheit lebenslang Immunsuppresiva nehmen muss. In der Familie gibt es einen Hund und zwei Katzen. Ist das ebenfalls ein Problem? Ich bin mir in dem Fall sehr sicher dass ihm keiner der behandelnden Ärzte je davon abgeraten hätte (er muss die Medikamente schon seit über 10 Jahren nehmen).

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irgendeinleser 14.05.2019, 22:44
7. Re: Frage zu Familie gibt es einen Hund und zwei Katzen

Zitat von qoderrat
Ok, blöde Frage vom Laien. Ich habe im Bekanntenkreis jemand, der wegen einer Autoimmunkrankheit lebenslang Immunsuppresiva nehmen muss. In der Familie gibt es einen Hund und zwei Katzen. Ist das ebenfalls ein Problem? Ich bin mir in dem Fall sehr sicher dass ihm keiner der behandelnden Ärzte je davon abgeraten hätte (er muss die Medikamente schon seit über 10 Jahren nehmen).
Die Einschätzung einer befreundeten Tierärztin: Die Katzen können hier ein Problem darstellen (der Hund nicht), allerdings ist das Infektionsrisiko in der Regel nicht sehr hoch. Die betroffene Person sollte vielleicht das Säubern des Katzenklos lieber den anderen Familienmitgliedern überlassen. Mundschutz und Handschuhe beim Säubern bieten aber auch schon einen recht guten Schutz. Im Prinzip die gleichen Schutzmassnahmen gegenüber Toxoplasmose wie bei Schwangeren.

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Mardor 16.05.2019, 16:58
8.

Zitat von 112211
Katzen und Wohnungshaltung passen einfach nicht zusammen. Leider hat sich in den Gehirnen vieler Menschen festgebrannt, dass diese Vierbeiner so niedlich sind, dass man sie unbedingt in der Wohnung haben müsse ... Ich habe vor etlichen Jahren einen guten Freund verloren, der eine nicht behandelbare Abwehrschwäche hatte. Obwohl er die Toxoplasmose bereits zweimal hatte, hielt er -entgegen dem dringenden Rat der Ärzte- an seinen beiden Katzen fest, die ihm mit der dritten Toxoplasmose den Todesstoß versetzten.
Ihre apodiktische Aussage "Katzen und Wohnungshaltung passen einfach nicht zusammen." ist blanker Unsinn mit dem Sie lediglich Ihre persönliche Abneigung gegen Katzen auf eine vermeintlich rationale Basis stellen wollen.

Der zugegebenermaßen tragische Fall Ihres Freundes ist genauso aussagekräftig wie der fünfundneunzigjährige kettenrauchende Großvater - das ist eine Anekdote, ohne jeden epidemiologischen Wert. Bei der großen Mehrzahl der Katzenhalter trifft das eben nicht zu.

Hingegen ist vielfältig belegt, dass Haustiere, gerade auch bei älteren Menschen, eine sehr positive Wirkung auf die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden ausüben.

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