Forum: Gesundheit
Eine rätselhafte Patientin: Zwei Jahre alt, 30 Kilo schwer
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Das Baby hat ständig Hunger, es schreit, weint - und lässt sich nur mit dem Fläschchen beruhigen. Bald ist es extrem übergewichtig. Die Mutter macht sich schwere Vorwürfe.

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irgendwas 24.02.2019, 09:47
1. Fehler ja; moralische Schuld eher nicht

Meiner Meinung nach haben die Eltern leider den Fehler gemacht, dem Kind zu geben was es verlangt. Dadurch wird es langfristig schwierig ihm das übermäßige Fressen abzugewöhnen. Das ist irgendwie schade und traurig. Aber einen moralischen Vorwurf sollte man den Eltern nicht machen, denn 99% aller Menschen hätten es bestimmt auch nicht besser hinbekommen. Unser Kind hatte im ersten Lebensmonat auch ständig vor Hunger geschrien, weil das Stillen offenbar nicht so recht geklappt hatte. Als wir mit Zufüttern anfingen war es wie ausgewechselt - absolut ausgeglichen, normal eben. Ich glaube nicht, dass ich dieses Hungerschreien länger als 2-3 Monate ausgehalten hätte - erst Recht keine 29 Monate. Daher: Wer meint es besser zu können, werfe bitte jetzt den ersten Stein ...

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totalausfall 24.02.2019, 10:15
2. Schlimm für alle Beteiligten!

Wie geht denn das Leben der Patientin weiter, wenn es keine Therapie gibt?
Muss das Mädchen dann lebenslang mit Hunger kämpfen und den unterdrücken?

Ist dieser Defekt irgendwie vorzeitig erkennbar in einer frühen Phase der Schwangerschaft, wenn man danach sucht?

Und wie häufig ist so ein Defekt? Das wirft ja auch ein ganz anderes Licht auf die Sache, zumindest gefühlt fallen mir relativ viele extrem dicke junge Kinder auf, was ich bisher auch eher mit den Eltern in Verbindung gebracht habe.

Schade, dass der Artikel an den Stellen mit Informationen geizt.

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wo_st 24.02.2019, 10:37
3. Zuerst lesen "irgendwas"

Im Artikel steht ordentlich, das der Defekt dem Kind und später dem Erwachsenen immer der Hunger erhalten bleibt. Bitte vorher lesen "irgendwas".

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strixaluco 24.02.2019, 10:40
4. @irgendwas - unpassender Kommentar

Wie Sie nach der Lektüre des Artikels dazu kommen, solche Bemerkungen abzugeben, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Wir reden nicht von einem normalen Kind, das aus Unkenntnis überfüttert wird, sondern von einem, dessen Hungergefühl nie aufhört, weil es einen Gendefekt hat. Es würde ohne das ständige Essen wirklich leiden. Einem Kleinkind kann man so etwas auch nicht erklären. Es brüllt Zeter und Mordio, wenn Grundbedürfnisse wie Essen nicht erfüllt werden. Mit Abgewöhnen ist da erstmal gar nichts, bestenfalls, wenn das Kind selbst imstande sein wird, sein Problem zu erkennen. Aber das wird dauern. Abgesehen davon - auch bei Erwachsenen mit Fettsucht und ohne Gendefekt kann man sich dumme Kommentare verkneifen. Die wissen normalerweise schon selbst, dass Übergewicht ungesund ist. Aber man wird Übergewicht nicht so schnell los, als letztes mit Crash-Diäten, das schadet eher.

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ruhepuls 24.02.2019, 10:57
5. Keine Chance...

Zitat von irgendwas
Meiner Meinung nach haben die Eltern leider den Fehler gemacht, dem Kind zu geben was es verlangt. Dadurch wird es langfristig schwierig ihm das übermäßige Fressen abzugewöhnen. Das ist irgendwie schade und traurig. Aber einen moralischen Vorwurf sollte man den Eltern nicht machen, denn 99% aller Menschen hätten es bestimmt auch nicht besser hinbekommen. Unser Kind hatte im ersten Lebensmonat auch ständig vor Hunger geschrien, weil das Stillen offenbar nicht so recht geklappt hatte. Als wir mit Zufüttern anfingen war es wie ausgewechselt - absolut ausgeglichen, normal eben. Ich glaube nicht, dass ich dieses Hungerschreien länger als 2-3 Monate ausgehalten hätte - erst Recht keine 29 Monate. Daher: Wer meint es besser zu können, werfe bitte jetzt den ersten Stein ...
Mit einem solchen Gendefekt ist "Maß halten" einfach nicht drin. Stellen Sie sich vor, Sie hätten ständig Hunger - und zwar Hunger, nicht Appetit! Das halten Sie nicht aus - und ein Kind schon gar nicht. Die Lebenserwartung dieses Kindes ist sehr begrenzt, weil die ständige Überernährung den Stoffwechsel überfordert. Vielleicht gibt es einmal eine medikamentöse Lösung, aber aufgrund der Seltenheit des Gendefektes vermutlich eher nicht.

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pluuto 24.02.2019, 11:24
6. Gut, dass man die Augen verpixelt hat...

...das Kind ist jetzt überhaupt nicht mehr zu identifizieren.

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krebs-frau 24.02.2019, 11:26
7. Leben mit Gendefekt

Scheinbar gibt es keine andere Möglichkeit, als ein Leben lang spezielle Nahrung zu sich zu nehmen, um den schweren Folgen für das Gewicht und die Gesundheit entgegen zu wirken. Übergewicht ist gesellschaftlich mit Schwäche und mangelndem Willen negativ besetzt. Und den Eltern wird leider ein Mangel an Disziplin unterstellt, wie man ja auch hier im Kommentar von irgendwas lesen kann.

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multi_io 24.02.2019, 12:14
8.

Zitat von irgendwas
Meiner Meinung nach haben die Eltern leider den Fehler gemacht, dem Kind zu geben was es verlangt.
Haben Sie den Artikel gelesen und verstanden, Sie Witzbold? Jeez.

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Gerdd 24.02.2019, 12:22
9. Früher ...

... sagte man "Das sind die Drüsen" und keiner hat's geglaubt. Nun wissen wir etwas mehr. Wenn man jemandem mit einem solchen Defekt den Magen abschnürt - ist das dann Folter?

Eine tragische Situation ...

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