Forum: Gesundheit
Eine rätselhafte Patientin: Zwei Jahre alt, 30 Kilo schwer
Getty Images/iStockphoto

Das Baby hat ständig Hunger, es schreit, weint - und lässt sich nur mit dem Fläschchen beruhigen. Bald ist es extrem übergewichtig. Die Mutter macht sich schwere Vorwürfe.

Seite 3 von 4
Lak Moose 24.02.2019, 19:02
20. Arme Maus

Das man als kleines Baby/Kind schon so einen Mist erleben muss.
Hoffentlich gibt es bald zumindest einen Ansatz zur Therapie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 24.02.2019, 19:17
21. ....

Worauf reagiert das Kind? Nur auf das Füttern? Dann könnte man ein Fläschen mit Wasser geben. Es kann ja offensichtlich nicht im Hunger gestillt werden, biochemisch, gibt aber doch zwischendurch Ruhe? Es gibt ausserdem Substanzen, die das Hungergefühl unterdrücken. Würden die bei dem Baby wirken? Mir erscheint der Bericht relativ unvollständig zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
arr68 24.02.2019, 23:29
22. Was man heute nicht alles testen kann

mir hat man als Kind gesagt, das wächst sich hin, als Jugendlicher, das wird schon werden und als Erwachsenen, schade...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nania 25.02.2019, 12:26
23.

Zitat von Newspeak
Worauf reagiert das Kind? Nur auf das Füttern? Dann könnte man ein Fläschen mit Wasser geben. Es kann ja offensichtlich nicht im Hunger gestillt werden, biochemisch, gibt aber doch zwischendurch Ruhe? Es gibt ausserdem Substanzen, die das Hungergefühl unterdrücken. Würden die bei dem Baby wirken? Mir erscheint der Bericht relativ unvollständig zu sein.
Ich bin jetzt kein Mediziner, aber so wie ich das verstehe, kann sich bei dem Kind, auch wenn es isst, kein Sättigungsgefühl einstellen. Nie. Da hilft auch das Nuckeln an der Flasche nicht, das Hungergefühl bleibt.

Und vermutlich funktionieren die von Ihnen genannte Substanzen, die ein Hungergefühl unterdrücken, genauso wie der Körper selbst -- nur fehlen dem Kind dann immer noch die nötigen Rezeptoren.
Vereinfacht: Das Gehirn bekommt immer Hunger signalisiert, auch wenn man gegessen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 25.02.2019, 13:08
24. ...

Zitat von Nania
Ich bin jetzt kein Mediziner, aber so wie ich das verstehe, kann sich bei dem Kind, auch wenn es isst, kein Sättigungsgefühl einstellen. Nie. Da hilft auch das Nuckeln an der Flasche nicht, das Hungergefühl bleibt. Und vermutlich funktionieren die von Ihnen genannte Substanzen, die ein Hungergefühl unterdrücken, genauso wie der Körper selbst -- nur fehlen dem Kind dann immer noch die nötigen Rezeptoren. Vereinfacht: Das Gehirn bekommt immer Hunger signalisiert, auch wenn man gegessen hat.
Ja, schon richtig, deswegen frage ich ja. Wieso beruhigt sich das Kind, wenn es sein Flaeschchen bekommt? Die aufgenommene Milch kann das Hungergefuehl ja nicht stoppen, weswegen es keinen Unterschied machen sollte. Es wird aber laut Beitrag beruhigt. Durch was? Durch die Zuwendung? Durch das Nuckeln? Durch den zeitweise gefuellten Magen (dort gibt es, soweit ich weiss, Mechanorezeptoren, die dem Gehirn Saettigung signalisieren, d.h. auf einem anderen als dem Leptinweg?)? Wenn man naemlich weiss, dass es nicht die Milch ist, die das Baby beruhigt, dann koennte man den Effekt auch evtl. mit einem naehrstofffreien Surrogat erzeugen, und das Baby nimmt nicht zu.

Ich kenne zuwenig die Zusammenhaenge, aber, soweit ich weiss, wird die Kalorienaufnahme nicht nur allein durch Leptin reguliert. Das ist ein viel komplexeres System. Da spielt der Blutzuckerspiegel eine Rolle, die Darmbakterien, die Hormonausschuettung der Fettzellen, alle moeglichen kleinen Dinge. Und es gibt ja Appetitzuegler, die in diese Stoffwechselsysteme eingreifen, die wirken doch nicht alle gleich. Was ich glaube, ist, dass bestimmte Substanzen leider so verteufelt sind, dass kein Mediziner vorschlagen will, was evtl. naheliegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Koda 25.02.2019, 13:55
25. @strixaluco, @wo_st: Kritik am Vorredner unpassend

denn der Kommentator "irgendwas" hat sich gar nicht in dem Maße geäußert, wie Sie den Anschein erwecken.
So weißt ich weiß kann man hier seine Kommentare auch nicht korrigieren, ergo haben Sie etwas falsch gelesen - was Sie aber "irgendwas" vorwerfen.

Ansonsten hat er/sie sich nur über die eigenen Erfahrungen geäußert - was man also als Vergleich durchauas hinzuziehen kann, DAAA er/sie sich ja nicht über das dauernde Zufüttern bezog, sondern über den Konflikt, den junge Eltern häufig durchstehen müssen, wenn sie die Signale eines BBabys nicht zu deuten wissen.,.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ahmedhossam 25.02.2019, 14:53
26. Ich wünsche den Eltern

viel Geduld und Kraft. Dem jungen Mädchen wünsche ich eine medizinische Lösung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bafibo 25.02.2019, 17:18
27. Ideal wäre

man könnte ein Molekül - ein Pseudo-Leptin - bauen, das in den bisher unbrauchbaren Leptin-Rezeptor paßt. Das zusammen mit der Nahrung füttern - Problem gelöst. Aber so wie das üblicherweise mit derartigen Lösungen ist - voraussichtlich wäre ein solches passendes Molekül entweder hochgiftig/krebserregend oder seine Abbauzeit wäre erheblich länger oder kürzer als die des normalen Leptins - dann bringt es auch nichts

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MisterD 25.02.2019, 18:50
28. Das geht mit ziemlicher Sicherheit

Zitat von bafibo
man könnte ein Molekül - ein Pseudo-Leptin - bauen, das in den bisher unbrauchbaren Leptin-Rezeptor paßt. Das zusammen mit der Nahrung füttern - Problem gelöst. Aber so wie das üblicherweise mit derartigen Lösungen ist - voraussichtlich wäre ein solches passendes Molekül entweder hochgiftig/krebserregend oder seine Abbauzeit wäre erheblich länger oder kürzer als die des normalen Leptins - dann bringt es auch nichts
allerdings... wer bezahlt das, wo es doch nur wenige Patienten gibt, die sowas benötigen?
Das ist ja so ziemlich das größte Problem und das Grausamste an solchen Erkrankungen... sie wären vermutlich heilbar, aber es lohnt sich aufgrund der wenigen Patienten für die Pharmaunternehmen kaum, Medikamente zu entwickeln...

Wenn es die Tochter von Jeff Bezos oder die Enkelin von Bill Gates wäre, gäbe es vermutlich bereits ein Medikament...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 25.02.2019, 19:45
29. ...

Zitat von MisterD
[...] Wenn es die Tochter von Jeff Bezos oder die Enkelin von Bill Gates wäre, gäbe es vermutlich bereits ein Medikament...
Wohl eher nicht. Steve Jobs konnte sich mit all seinen Milliarden auch keine Heilung kaufen. Selbst wenn man im Falle des Maedchens die Rezeptorstruktur kennt, ist es heute nicht moeglich, diesen Rezeptor an seinen Bestimmungsort zu bringen. D.h. ueberall im Koerper in den Membranen der jeweiligen Zellen, in Abertausenden Exemplaren. Das Leptin selber liesse sich noch synthetisieren, muesste aber lebenslang zugefuehrt werden. Die Hoffnung des Maedchens kann nur eine Gentherapie sein. Vielleicht findet man auch mal einen Weg das Hungergefuehl im Gehirn auszuschalten (oder herunterzumodulieren, per Medikament). Das waere sicherlich fuer sehr viele Menschen interessant. Es gibt ja solche Stoffe im Prinzip.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4