Forum: Gesundheit
Elektronische Gesundheitskarte: Alte Karte hat ab sofort ausgedient
DPA

Wer im neuen Jahr zum Arzt geht, muss ab sofort die elektronische Version der Krankenversichertenkarte vorlegen. Die alten Karten haben zum 1. Januar 2014 offiziell ihre Gültigkeit verloren. Für Nachzügler gibt es eine gewisse Schonfrist.

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screwdriver 03.01.2014, 10:11
80. Keine Lesegeräte in den Praxen!

Nach Aussage mehrerer befreundeter Ärzte gibt es in den meisten Praxen noch keine Lesegeräte für die eGK, zumal der Arzt die Investition überwiegend selbst tragen muss.
Bei den Kassenärzten hat das Bild auf der Karte übrigens keine Bedeutung. O-Ton: Bei 30,- Euro, die man bei gesetzlich Versicherten pro Quartal abrechnen kann, lohnt nicht mal das Hingucken!
Privatpatienten haben kein Bild, das sind Menschen erster Klasse.

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01099 03.01.2014, 11:24
81.

Die Datenschutzhysterie ist wirklich lächerlich. Näher als ein Arzt kann einem keiner mehr kommen. Der weiß alles. Er kennt die Hämorrhoiden an unserem Hintern, den eitrigen Abszess am Steiß, die Blutwerte, das Gewicht und unsere seelische Verfassung. Und da soll ein Bild plötzlich zweifelhaft sein?
Die Leute sollten eher mal darüber nachdenken, ob das ständige Telefonieren in der Öffentlichkeit datenschutztechnisch in Ordnung geht. Ich erfahre teilweise ganze Biographien während einer halben Stunde Bahnfahrt. Inklusive Krankenakte.

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urbaine 03.01.2014, 11:30
82. Offensichtlich gehen eine Kommentatoren immer noch

davon aus, dass EDV bei der KV und den Krankenkassen unbekannt. Beide Institutionen arbeiten seit Jahren eng zusammen. Was im Namen der Patienten abgerechnet ist beiden bekannt. Warum die gesetzlich Versicherten nicht die Abrechnungsbelege zugesandt bekommen, ist mir schleierhaft. Außerdem überlegen sich dann einige Versicherte, ihre Karte zu verleihen. Damit könnten falsche Abrechnungen von den Betroffenen korrigiert werde? Oder sind einige Vorstandsmitglieder selbst am grosszügigen Auslegen der GOÄ beteiligt?

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wauz 03.01.2014, 13:00
83. Das Bild ist bloße Verarsche

Es ging nie um Missbrauch von Kassenleistungen durch nicht Versicherte und auch nie um das Bild. Das ist nur dazu da, einen "Porzellanhund" aufzubauen, über den sich die Leute aufregen können. das eigentlich Ding ist, dass hier mit der möglichen Speicherung ein Fass der Pandora aufgemacht wird, bei dem ein Datenschatten erzeugt wird, den man nie wieder los wird. Was jetzt an Daten noch nicht drauf ist, kommt noch. Mit der nächsten generation Karten kommt dann das dicke Ende. jetzt gewöhnt man die leute daran und der Aha!-Effekt kommt, wenn es zu spät ist!

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mundi 03.01.2014, 13:23
84. Ideologie der Daten

Zitat von 01099
Die Datenschutzhysterie ist wirklich lächerlich. Näher als ein Arzt kann einem keiner mehr kommen. Der weiß alles. Er kennt die Hämorrhoiden an unserem Hintern, den eitrigen Abszess am Steiß, die Blutwerte, das Gewicht und unsere seelische Verfassung. Und da soll ein Bild plötzlich zweifelhaft sein? Die Leute sollten eher mal darüber nachdenken, ob das ständige Telefonieren in der Öffentlichkeit datenschutztechnisch in Ordnung geht. Ich erfahre teilweise ganze Biographien während einer halben Stunde Bahnfahrt. Inklusive Krankenakte.
Der Datenschutz ist eine Ideologie. Wie mit Bio-Fanatikern, Gegnern von Gentechnik oder politischen Weltverbesserern, lassen sie sich mit sachlichen Argumenten wenig überzeugen. Denn sie verstehen, mangels Bildung, meistens die Argumente nicht. Sie werden dadurch nur verwirrt.

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mundi 03.01.2014, 13:28
85. Die Kontrolle gibt es

Zitat von Putinfreund
.... Die größte Gaunerei dabei ist doch, daß der Betroffene keinerlei Kontrolle hat, was auf der Karte wirklich gespeichert ist.
Wenn es Sie wirklich so brennend interessiert, was auf dem Chip gespeichert wurde, kaufen Sie sich doch ein entsprechendes Lesegeräte oder lassen sie sich die Daten in der Praxis Ihres Vertrauens zeigen.

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Andr.e 03.01.2014, 13:48
86.

Zitat von 01099
Die Datenschutzhysterie ist wirklich lächerlich. Näher als ein Arzt kann einem keiner mehr kommen. Der weiß alles. Er kennt die Hämorrhoiden an unserem Hintern, den eitrigen Abszess am Steiß, die Blutwerte, das Gewicht und unsere seelische Verfassung. Und da soll ein Bild plötzlich zweifelhaft sein? Die Leute sollten eher mal darüber nachdenken, ob das ständige Telefonieren in der Öffentlichkeit datenschutztechnisch in Ordnung geht. Ich erfahre teilweise ganze Biographien während einer halben Stunde Bahnfahrt. Inklusive Krankenakte.
Im Unterschied zur Karte vergessen Sie - nichts für ungut. Außerdem: Mein Urologe darf meine Hämorrhoiden kennen, mein Hausarzt auch. Mein Kardiologe soll davon allerdings nichts wissen, ganz zu schweigen von meinem Psychologen...

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aufmerksamer Leser 03.01.2014, 15:43
87. wissenswert:

Zitat von sysop
Wer im neuen Jahr zum Arzt geht, muss ab sofort die elektronische Version der Krankenversichertenkarte vorlegen. Die alten Karten haben zum 1. Januar 2014 offiziell ihre Gültigkeit verloren. Für Nachzügler gibt es eine gewisse Schonfrist.
http://www.ccc.de/de/elektronische-gesundheitskarte

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socrateased 03.01.2014, 16:51
88. Die eGK ist reine Arbeitsbeschaffung

Zitat von sysop
Wer im neuen Jahr zum Arzt geht, muss ab sofort die elektronische Version der Krankenversichertenkarte vorlegen. Die alten Karten haben zum 1. Januar 2014 offiziell ihre Gültigkeit verloren. Für Nachzügler gibt es eine gewisse Schonfrist.
Die eGK ist reine Arbeitsbeschaffung - respektive Auftragsbeschaffung - für bestimmte IT-Firmen (Konzeption wie Produktion), sie stellt eine weitere Stufe im IT-Security-Fetischismus bestimmter Ordnungspolitiker und anderer Mandatslobbyisten dar, und sie ist ungefähr so dienlich und technisch notwendig wie ein Kropf, an dem zwischen Monate und Freitag ein Schlauchboot, eine schwarz lackierte Karbidlampe, ein Reisigbesen und eine Kinderrassel hängen.

Es ist völlig egal, ob da nun ein Bildchen drauf ist oder nicht, denn das ist lediglich Ablenkungsmanöver, sozusagen der bereits während der Konzeption "kalkulierte Aufreger" und Emo-Klebstoff.

Der eigentlich bedenkliche Punkt hinter all dem techno-Gedöns ist die angedachte Infrastruktur zur zentralen Datenspeicherung. Diese ist ein absolutes No-Go. Jeder Krankenkassenklient (also Patienten, Ärzte, Apotheken), der gegen die kommende Zentralspeicherung argumentiert und opponiert, ist ein GUTER Klient.

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wauz 03.01.2014, 17:17
89. Was einem noch zu denken geben sollte

ist die gigantische Lügen- und Drohkampagne, die hier inszeniert wird. Das war bei der Volkszählung 1984 auch so. Da wurde sogar mit Gefängnis gedroht. Und am Ende musste das Verfassungsgericht die Regierung aus der S..ße holen.

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