Forum: Gesundheit
Elektronische Patientenakte: Techniker Krankenkasse will auf Fitnessdaten zugreifen
DPA

Fitnessarmbänder liefern wichtige Informationen über den Gesundheitszustand ihrer Nutzer - die Techniker Krankenkasse hat nun vorgeschlagen, die Daten stärker zu nutzen. Der Vorstoß stößt auf Kritik.

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hemithea 09.02.2016, 18:08
130.

Haha, netter Zubrot für sportliche Studenten.
Biete Laufpensum von 60 bis 80 km pro Woche, und jeden Tag Dehn- bzw Kraftübungen... Da ich recht schmal bin, kriege ich auch um meine Knöchel solche fitbit dinger ^^ (ausprobiert)

Meine Daten gebe ich aber nicht Preis, ausser dir offiziellen Zeiten bei den Wettkämpfen

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bissig 09.02.2016, 19:45
131.

Zitat von mr-mucki
Ich bin ein grosser Freund davon die Fitnessdaten, wenn vorhanden, an die KK zu uebermitteln. Diese Daten werden ohnehin schon von diversen Internetplattformen erhoben, da jeder sportliche Armateur, mit Pulsuhr und meistens auch mit GPS Daten, sein taegliches Sportwerk verrichtet. Also warum sollen nur Apple, Polar, Samsung usw. diese Daten fuer Werbung verwenden, wenn KK damit grosse Studien und Handlungsempfehlungen erarbeiten koennen. Ob irgendwann damit Tarife angepasst werden finde ich im Moment noch nebensaechlich.
Und ich bin dafür, dass Videos von Rasern und sonstigen, die vorsätzlich gegen die Verkehrsregeln verstossen, nicht nur auf Youtube und ineschlägigen Kanälen veröffentlicht werden, sondern gleichfalls mit der Idendität des Fahrers bei seiner Versicherung sowie der zuständigen Polizeistelle eingereicht werden.

Nur weil manche Leute ihre Daten im Netz ablegen, wahrscheinlich ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass sie nicht mehr Herr der eigenen Daten sind, heisst das doch nicht, dass wir alle wie die Lemminge hinter den digital Einfältigen herlaufen müssen. Wenn wir den Weg der Sondertarife zulassen, dann ist es mit der Solidargemeinschft vorbei - dass ich Alkoholiker und Kettenraucher mitfinanziere weiss ich, aber genauso finanziere ich viele, die nichts dafür können, nicht 100% gesund zu sein - sei es wegen Erbkrankheiten, Unfällen oder sonstwas. Sollte ich in eine ähnliche Situation gelangen, bin ich froh, dass es das Prinzip der Solidargemeinschaft bei den Krankenkassen gibt. Wer Sport treibt, tut dies primär für sich, aber doch nicht für den eigenen Geldbeutel.

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cindy2009 09.02.2016, 19:48
132. @mr-mucki

Jaja, die WHO, die definiert. Und trotz der Experten muss sie zurück rudern. Die Firma, in der ich arbeite, war auch mal von einem WHO-ban betroffen. Erst, als richtige Wissenschaftler sich damit befassten, wurde eine Warnung unserer Produkte entschärft. Aber was macht die WHO? Sie verallgemeinert und nun fallen unsere Produkte wieder unter Einschränkungen.

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cindy2009 09.02.2016, 19:52
133. @hemithea

Das alles soll doch nur den einzelnen versicherten anspornen. Aber zahlt nicht die TKK auch homöopathische und andere unsinnige Methoden?

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didi2212 09.02.2016, 19:58
134. Die Techniker Krankenkasse ist nicht der einzige private Versicherer,

der solche Tracker verschenkt. Bedingung: 3 Monate müssen alle Wearables zur Krankenkasse exportiert werden. Der Wert des Fitness-Trackers ca. 150 Euro. Wenn man nur auf dem Sofa sitzt, sollte man sich überlegen, ob hier wirklich ein Schnäppchen gemacht wird.

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bert1966 09.02.2016, 20:57
135. Wie misst man Qualität ?

Fragt man Vertreter einer kranken Kasse, dann wirft er sich voller Überzeugung in die Brust und erklärt: "Na, was Qualität im Gesundheitswesen ist, das wissen Sie doch wohl!?". Das klare Gegenteil ist der Fall: NICHTS ist klar zur Qualität im Gesundheitswesen. Der aktuelle Klassiker: Wartezeiten auf Facharzttermine. Angeblich verbessert sich durch ein Gesetz zur Wartezeit mit Einführung einer teueren Terminvergabestelle, Zwangsvermittlung von ungeliebten Patienten an wenig frequentierte Ärzte oder gar Assistenten im Krankenhaus die Qualität im Gesundheitswesen. Einfältigst, wer solche Märchen glaubt! Vermutlich sinkt die Qualität sogar, immerhin steht durch die Finanzierung der Vermittlungsstellen auch weniger Geld für die eigentliche Behandlung zur Verfügung. Vergleichbar sind die Betrachtungen für "sportliche Patienten" (Mehr Arthrose oder weniger Herzinfarkt? Und umgekehrt: ist ein toter Herzinfarktpatient nicht sogar billiger als ein länger lebender Arthrosepatient?), ist ein dünner ständig Diätverurteilter gesünder oder vielleicht sogar eher psychisch krank als ein zufriedener dickerer Mensch? Typisch aber der plakative Unsinn der Krankenkassen: erstmal so tun, als wären alle Qualitätsfragen klar und schonmal die Finanzierung fach- und sachfremden "Gesundheitsarmbänder" auf Kosten der Versichertenbeiträge planen. Vermutlich hat man einen Schwager in der Herstellung dieser Gadgets oder Aktien der entsprechenden Firmen. Wann ist endlich Schluss mit der Kassenlobby und ihrer Monopolstellung im Gesundheitswesen?

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Kritikfreak 09.02.2016, 21:14
136. Reiner Moralismus

Zitat von meinungsforscher
Es wird endlich Zeit offen darüber zu sprechen, dass Menschen, die sich gesund ernähren, regelmäßig Sport treiben, nicht rauchen, kaum Alkohol trinken und keine Risikosportarten betreiben auch günstiger krankenversichert sind als solche, die sich (bewusst) nicht gesundheitsfördernd verhalten. Ich nutze eine Fitbituhr und achte seitdem mehr auf mein Verhalten, laufe mehr, nutze keine Fahrstühle mehr und ernähre mich gesünder etc.. Ich kann es nur jedem empfehlen mehr auf sich zu achten... Es ginge unserer Gesellschaft besser, wenn wir uns gesünder verhalten würden...
Die Behauptung ist immer: Wer gesund lebt und keinen Lastern anhängt, schont auch die Sozialsysteme. Aber stimmt das? Nehmen wir zwei zugespitzte Beispiele: Ein Angestellter, der mit 20 Jahren sein Berufs- wie auch sein Raucherleben beginnt, wird mit 65 Jahren pensioniert und mit 68 von einem Herzklabaster dahingerafft. 45 Jahre lang hat er die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung finanziert und außerdem zehntausende Euro an Tabaksteuer bezahlt, doch in Anspruch genommen hat er die Versicherungsleistungen fast nicht, weil ihn die Folgen seiner Sucht so früh dahinrafften.

Ein anderer Angestellter, der nie geraucht hat, hat dagegen auch nie Tabaksteuer bezahlt. Er stirbt aber auch nicht mit 68, sondern erst mit 95 - was schön für ihn ist, doch sehr teuer für die Rentenkasse, deren Leistungen er drei Jahrzehnte lang in Anspruch nimmt. Außerdem hatte er ab seinem 75. Lebensjahr Prostatakrebs, was eine Dauerbehandlung verlangte, und in den letzten sechs Jahren seines Lebens war er wegen seiner Parkinson-Erkrankung auf Pflege angewiesen....

Wer von den beiden kam "unserer Gesellschaft" wohl teurer zu stehen? Ich will hier wirklich keine Werbung für rücksichtslosen Hedonismus machen – aber man sollte keinen Moralismus akzeptieren, der (wenn überhaupt) den Gewinnmargen der Krankenversicherung dient. Den ständig behaupteten Nutzen für "die Gesellschaft" müsste mir erstmal jemand schlüssig vorrechnen. (Ich rauche übrigens nicht mehr und hoffe sehr, 95 Jahre alt zu werden...)

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Landkaertchen 09.02.2016, 21:33
137. Dummheit hoch 3...

... ist das: Wirtschaftlich bringt das nichts, außer zusätzliche Kosten für die ach so sichere Datenverwaltung: Lebt jemand länger, weil er Herz-Kreislaufprobleme vermeidet, kostet er der Kasse mit ziemlicher Sicherheit mehr: Andere Krankheiten, insbesondere Krebs sind dann viel teurer. Und da hilft kein Gelenkeabrieb wegen zu viel und falsch verstandene Fitness.

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fragel 09.02.2016, 22:07
138. Natürlich

Ganz klar, der Herr Jens Baas garantiert dabei auch, wie in dem Beitrag nicht erwähnt, das seine Mitglieder dann in Zukunft keine Eigebeteiligungen mehr zahlen brauchen. Natürlich bleibt der Beitragssatz dann immer der Gleiche.

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m.m.s. 09.02.2016, 23:43
139. Deshalb *Nie* die Gesundheitskarte

Es gibt doch dieses Institut in Berlin das Jahr für Jahr eine dreistellige Millionensumme von den Krankenkassen bekommt um die Gesundheitskarte einzuführen. Zwangsweise natürlich, wie es sich für eine Institution aus dem Geist der verschiedenen Vorgängerinstitutionen gehört. Mit obigem Artikel versteht man auch, warum man den verschiedenen Geistesgestörten im Gesundheitswesen nicht trauen kann. Alles Lügner. Und man versteht auch, warum die Ärzte die Gesundheitkarte geschlossen ablehnen und boykottieren. Es geht gar nicht um die Gesundheit sondern darum den Bürger noch mehr zu drangsalieren.

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