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Energydrinks: Ab zwei Dosen täglich wird es für Jugendliche gefährlich
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Mehr als ein halber Liter Energydrink pro Tag kann für junge Menschen ein Gesundheitsrisiko sein. Folgen betreffen oft das Herzkreislaufsystem.

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zwiebel75 29.05.2019, 14:24
20. Phil2302gestern, 14:49 Uhr5. Übertriebene Gefahr

Also alles ok und kein Problem, dass schon 12 Jährige Energydrinks als "Durstlöscher" mit in die Schule bringen? P. S.: Dies ist keine Vermutung, sondern basiert leider auf Fakten in meinem Umfeld

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intercooler61 29.05.2019, 14:53
21. @juttakristina: Da fällt eine Antwort schwer ...

Zitat von juttakristina
intercooler61, doch, Zucker IST eine Droge. Sie fällt nur nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Die Ansicht setzt sich immer weiter durch. [...] Ich vermute, manni0815 will auf die Gleichbehandlung hinaus, dass alles wieder "gut" ist, wenn man sich erst ans Steuer setzt, wenn der Alkohol im Blut abgebaut ist, dies aber nicht für Cannabiskonsumenten gilt. Sie riskieren auch ihren Führerschein, wenn der Rausch schon längst verflogen ist [...] Nicht falsch verstehen, ich lehne Fahren unter Drogeneinfluss absolut ab, nicht zuletzt weil einer meiner Brüder unschuldiges Opfer eines besoffenen Immobilienmaklers mit 2,35 Promille wurde [...]
... wenn sie nicht der "Moderation" zum Opfer fallen soll.

1. "doch, Zucker IST eine Droge":
Daraus würde zwingend folgen, das _alle_ Menschen drogensüchtig sind, da sie die Süße einer potentiellen Nahrung von Natur aus(!) als Kriterium für Essbarkeit, Bekömmlichkeit und Nährwert wahrnehmen. Beklagen Sie ernstlich, dass Äpfel, Birnen und Weintrauben sowie deren naturrein belassenen Säfte nicht unter das BtMG fallen?
Dafür, dass der darin enthaltene Zucker "weniger schädlich" ist als raffinierte Saccharose, fehlt es Stand heute an wissenschaftlicher Evidenz.

2. Die Sicherheit im Straßenverkehr ist ein höherrangiges Rechtsgut als eine "Gleichbehandlung" bei Kfz-Nutzung nach Rauschmittelkonsum. Es hat auch nach Cannabiskonsum schon genügend Unfälle mit katastrophalen Folgen gegeben. Wenn Sie ein zuverlässigeres, objektives Messverfahren als den THC-Test haben, nennen Sie es.

3. Vergleich des Koffeingehalts von Energy-Drinks mit Kaffee: 0,25 L Energy-Drink dürfen in DE maximal 80 mg Koffein enthalten; die gleiche Menge Kaffee enthält je nach Zubereitung etwa 120-200 mg. Deshalb ist nicht nachvollziehbar, warum Sie sich über VormSpiegels Aussage echauffieren.

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emil7685 29.05.2019, 15:14
22.

Zitat von intercooler61
(...) 2. Die Sicherheit im Straßenverkehr ist ein höherrangiges Rechtsgut als eine "Gleichbehandlung" bei Kfz-Nutzung nach Rauschmittelkonsum. Es hat auch nach Cannabiskonsum schon genügend Unfälle mit katastrophalen Folgen gegeben. Wenn Sie ein zuverlässigeres, objektives Messverfahren als den THC-Test haben, nennen Sie es.
Gibt es. Speichel-/Schweißtest. Wird außer in Deutschland, wo man warum auch immer auf den um Größenordnungen zu empfindlichen Urintest besteht, eigentlich weltweit angewandt.
In Verbindung mit vernünftigen Grenzwerten beim Bluttest, der bei begründetem Verdacht folgt.
In Ländern in denen der Führerscheinentzug nicht als Ersatzbestrafung mißbraucht wird ist der Grenzwert für THC nicht selten ums hundertfache höher als in Deutschland. Sogar in der Schweiz. Dort ist sogar der Grenzwert der für Berufspiloten, Gefahrgut- und Busfahrer gilt um das zwanzigfache höher als der Wert, der in Deutschland für den Normalbürger gilt.

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wiispieler 29.05.2019, 15:50
23.

Ich kann die Zahlen zum Zucker nicht ganz nachvollziehen. Eine „normale“ Cola hat mindestens 10 Gramm Zucker, wenn nicht 12.
Außerdem gibt es z.B ausländische Softdrinks (z. B. Mountain Dew Ice) die über 20 Gramm Zucker haben.

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juttakristina 29.05.2019, 16:20
24.

intercooler61,

kann ich mir denken, weil die Ausführungen auch nicht so ganz richtig sind...

ad 1. Nein, würde nicht, weil nicht alle Menschen gleich sind und jeder Mensch ein anderes Suchtpotential hat. Und einige Menschen entwickeln eine Sucht nach Zucker, weil entsprechend das Gehirn und die Hormonausschüttung bei denen reagiert. Das hat nichts mit dem Vorkommen in Obst usw. zu tun. Übrigens, auch Brot, Kartoffeln usw. beinhalten alle Zucker. Kauen Sie nur mal lange genug auf einer Scheibe Brot rum und sie wird süß, weil schon im Mund der Speichel die Stärkemoleküle aufspaltet und sie in Zucker umwandelt... Genauso gibt es Menschen, die relativ regelmäßig Alkohol (in Maßen, nicht in Massen) trinken und nicht abhängig werden, anderen reicht schon ein Glas am Abend. Mancher Raucher kann ohne Problem von jetzt auf gleich ohne jedes Hilfsmittel aufhören, andere quälen sich über Jahre mit Nikotinpflaster usw. und kommen doch nicht los. Wo hätte ich irgendwas beklagt? Das war eine FESTSTELLUNG!

ad 2. Siehe den Foristen emil7685. Können Sie Belege für die vermeintlich genügend Unfälle mit katastrophalen Folgen nach reinem Cannabiskonsum liefern? Meines Wissens neigen die eigentlich eher zu weniger Unfällen - jedenfalls verglichen mit Fahren unter Alkoholgenuss - weil es wohl eher defensives Fahren begünstigt, während der Allohol eher zu Selbstüberschätzung und zu schnellem Fahren führt. Und wenn schon, kommen erwiesenermaßen wesentlich mehr Leute durch Fahren mit Alkohol ums Leben, wie z. B. mein Bruder. Und ehrlich, der andere Typ kann froh sein, dass er bei dem Crash rausgeschleudert wurde und sich das Genick gebrochen hatte, weil er nicht angeschnallt war, ich hätte dem das Leben zur Hölle gemacht, gerade wenn einer kurz nach Führerscheinentzug sturzbesoffen durch die Gegend rast. Er kam meinem Bruder nachts auf seiner Fahrspur mit über 100 Sachen entgegen und es gab keine Ausweichmöglichkeit. Er hatte keine Chance. Alkohol als weitgehend erlaubte und gesellschaftsfähige Droge wird eher verharmlost und Cannabis wegen der Lobbyistenäußerung eines Amis verteufelt. Und auch den Quatsch von der Einstiegsdroge kann ich nicht mehr hören, denn dann sind Zigaretten die wahre Einstiegsdroge, weil vermutlich weit über 90 % der Cannabiskonsumenten vorher schon Raucher waren. Im Gegenteil, ich fürchte, die Verteufelung von Cannabis führt gerade dazu, dass Leute auch eher zu härteren Drogen greifen, weil sie meinen, sie hätten das dann schon im Griff, weil Cannabis auch nicht so schlimm war.

ad 3. Das macht es doch noch abstruser! 160 mg mit 960 oder 1.600 mg zu vergleichen! Und wenn schon, muss man das auch genauer spezifizieren und nicht einfach "Kaffee" schreiben. Da der jugendliche oder gar kindliche Organismus da auch anders drauf reagiert, kann man es überhaupt nicht in Relation setzen. Der Einfluss des Zuckers ist da ja noch gar nicht berücksichtigt, selbst wenn es Menschen gibt (lt. meiner Beobachtung vorwiegend Männer), die schon in eine normalgroße Kaffeetasse 4 Stücke Würfelzucker reinschmeißen. Das ist kein Kaffee, das ist Sirup.

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spdf 29.05.2019, 16:47
25. re

Zitat von kuestenvogel
Es gibt einige Firmen, auch beim Discounter, die verkaufen Energydrinks ohne Zucker. Als Süßungsmittel wird z. B. Niacin (laut Dosenangabe) verwandt. Kleiner Einwand, die meisten sind natürlich mit Zucker, gerade die "hippen" Marken. Wie vertragen das Menschen unabhängig des Alters in großen Mengen? Tritt ein Gewöhnungseffekt ein?
Getränke ohne Zucker, die es so zu kaufen gibt, sind teuflisch. Da ist oftmals Natriumcyclamat als Zuckerersatz drin. Ich kenne einige Leute bei denen hat Cyclamat eine Licht- und Wasserallergie ausgelöst. Cyclamat gehört verboten.

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intercooler61 29.05.2019, 22:30
26. @juttakristina: sorry, soweit ich Sie missverstanden habe

1. Zucker ist keine Droge, weder im umgangssprachlichen (nicht psychoaktiv) noch im pharmakologischen Sinne (nicht als Arznei verwendet).

2. Ich führe darüber keine Statistik, aber in Unfallberichten taucht das mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf. Natürlich seltener als Alkohol, aber der Kreis der Konsumenten ist auch viel kleiner, so dass ein Risikovergleich schwerfällt. Ein spektakulärer Fall mit tödlichen Folgen ereignete sich vor einigen Jahren auf meinem Arbeitsweg; von wegen "defensiv".

Grundsätzlich hätte ich kein Problem mit einer Legalisierung von Cannabis, finde es aber bemerkenswert, dass gleich der erste(!) und gefühlt jeder dritte Beitrag hier auf der Diskriminierung von Cannabis-Nutzern herumreitet, die gar nicht Thema des Artikels ist und ggfls. in einem anderen Thread zu diskutieren wäre.

Hier geht es um den Schutz von Konsumenten vor vesehentlich überhöhten Koffeindosen und nicht um eine juristische oder gesellschaftliche Ächtung des Konsums. Also zurück zum Thema:

3. Habe ich Sie evtl. "falsch herum" verstanden? Mir ging es nur um den Hinweis, dass Kaffee in aller Regel deutlich mehr Koffein enthält als die gleiche Menge eines Energy-Drinks. Das führt nur deshalb seltener zu Problemen, weil Kaffee schon geschmacklich schlecht als Durstlöscher taugt.

Was kann man also tun?
Zum Beispiel:
- Aufklärung (Schule! - aber Vorsicht: wer übertreibt, dem glauben die Kids nicht);
- obligatorische, gut sichtbare Warnung auf der Dose bzw Flasche;
- evtl. Abgabe erst ab 16 (1-2 Dosen pro Nase) oder ab 18.

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kuestenvogel 31.05.2019, 17:48
27. Das hat mich auch gewundert - Fehler von meiner Seite

Zitat von Stereo_MCs
Niacin als Süßungsmittel? Da scheinen aber etwas durcheinander zu werfen.
Später Nachtrag, aber ein B-Vitamin als Süßungsmittel? Deshalb schrieb ich auch: Laut Dosenangeabe (Süßungsmittel = Niacin) und musste feststellen, dank Ihres Hinweises: ich bin leider in der Zeile verrutscht... Ich bitte um Verzeihung. Süßungsmittel laut Dosenangabe ist tatsächlich Acesulfarm K und natürlich Apartam anstatt Zucker.

Nicht Zucker ist der Wachmacher, sondern das Koffein in Verbindung mit Taurin.
Verzeihung, selbst zu Ausbildungszeiten nahm ich max. eine Koffeeintablette - bezogen auf einen Vorkommentar -, wer drei Stück nimmt, ohne etwas zu merken, erscheint mir abhängig, als Jugendlicher schon an Koffein gewöhnt? Das empfände ich als heftig.

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