Forum: Gesundheit
Epidemie: Die Lücken beim Ebola-Check
AFP

Das Ebola-Virus ist im Westen angekommen. Auch mit den Sicherheitssystemen an Flughäfen lässt sich das nicht verhindern. Bei Airlines wie der Lufthansa greift bei Verdacht ein Notfallprogramm.

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malanda 02.10.2014, 22:38
20. No ja ... aber diese Überheblichkeit ...

Zitat von sober
Ja, da ist sie wieder, die angeblich verschwundene german angst. Die meisten Beiträge hier im Forum sind einfach nur unangemessen. Ebola ist schrecklich, aber keine relevante Bedrohung für Europa. Findet euch damit ab, ihr Panikmacher!
... in Deutschland könne sowas nicht passieren, ist auch wenig sachdienlich.

Grade weil Ebola eine wenig kulante Erkrankung ist und viele Opfer findet, ist Vorsicht angebracht.

Sie werden nicht behaupten können, es würde ausreichen, wenn man vor dem Abflug und nach dem Abflug Fieber misst. Bei der langen Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen kann ein Reisender "gesund" auf dem Flughafen ankommen.

Und danach kann er den Virus streuen, hat vielleicht noch zwei, drei Tage mit leichten Symptomen, in denen er zig andere Menschen anstecken kann.

Ich für meinen Teil halte das Fieber-Messen im Flieger natürlich für wichtig - aber es ist nur eine Placebo-Maßnahme, die einen großen Risikoteil einfach ausblendet.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, muss Passagiere aus Risiko-Gebieten tatsächlich in Quarantäne nehmen.

Und dabei müssten dicke Bretter gebohrt werden: Jeweils 21 unterteilte Quarantäne-Zonen - die Passagiere rücken jeden Tag eine Zone weiter. Wenn sie gesund sind.

Es ist wenig hilfreich, wenn die Fraktion der Unterschätzer Gefahrenwege nicht wahrnehmen will.

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tjulen 02.10.2014, 22:41
21. Westlicher Ethnozentrismus

Ich finde es bemerkenswert, wie hier im Forum von vielen das Einreise- bzw. Reiseverbot vehement gefordert wird. Als die Kolonialherren diverse Krankheiten in andere Laender schleppten, da gab's all das (fuer einige hier wohl zum Glueck) ja noch nicht. Ich finde es widerwaertig, wie ueber den Liberianer in den USA geurteilt wird. Die, die hier am lautesten nach Verboten schreien, wuerden GANZ BESTIMMT als allererstes bedenken, dass sie evtl. andere anstecken koennten, wenn sie ausreisen. Diese Doppelmoral ist einfach nur furchtbar! Zudem scheint mir, als haetten hier einige zu viele Zombie-Filme konsumiert! Es ist wie beim Fussball: es gibt nicht nur einen Schiedsrichter auf dem Platz, sondern gleich 50 Millionen. Ich habe gelernt nicht von Dingen zu reden, von denen ich KEINE AHNUNG habe. Das sollten sich einige der Laien-Experten (schoenes Oxymoron, nicht wahr?) in diesem Forum mal zu Herzen nehmen. Wenn Ebola in westliche Laender ueberspringt und dort Epidemien ausloest, glauben Sie dann wirklich im Ernst, dass es noch irgendeinen interessiert, wer daran Schuld ist???

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blonde 02.10.2014, 23:05
22. Die Welt als Dorf...

Einen Import von Ebola durch infizierte Flugreisende kann man nicht stoppen - auch wenn die Politiker uns etwas anderes erzählen wollen. Heutzutage ist es für Krankheitserreger ein Leichtes, sich in anderen Kontinenten auszubreiten.

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Meconopsis 02.10.2014, 23:14
23. Aktuell noch keine relevante Bedrohung, aber das kann sich ändern

Zitat von sober
Ja, da ist sie wieder, die angeblich verschwundene german angst. Die meisten Beiträge hier im Forum sind einfach nur unangemessen. Ebola ist schrecklich, aber keine relevante Bedrohung für Europa. Findet euch damit ab, ihr Panikmacher!
Stimmt im Prinzip. Aber trotzdem halte ich es für fahrlässig, dass ausgerechnet von Monrovia aus immer noch Flüge nach Brüssel und London starten. Ist das denn notwendig ? Immerhin besteht die Gefahr, dass dieses Virus mutiert und schon in naher Zukunft deutlich gefährlicher, da leichter übertragbar sein wird. Und dann - da können sich alle sicher sein, dann wird der Internationale Flugverkehr von und nach Afrika komplett eingestellt... wenn nicht gar der gesamte Flugverkehr weltweit.

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Newspeak 02.10.2014, 23:57
24. ...

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft die Gefahr, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen. [...] Die Verbindungen nach Nigeria, die vor allem Geschäftsleute nutzen, seien nach wie vor gut gebucht, sagte Jachnow.

Ja, Profit geht eben über alles.

Die WHO ist einfach auch nur eine Lobbyorganisation, die ihrem eigentlichen Zweck nicht mehr gerecht wird.

Nur für den Fall, daß Ebola doch plötzlich seinen Übertragungsweg ändert, d.h. über die Luft übertragbar wird, dann ist die WHO am Ende mit ihrer Weisheit.

In diesem Falle, und nehmen wir ruhig mal das Schlimmste an, also eine Ansteckungsgefahr wie bei Masern z.B., hätte der Patient in den USA hunderte Menschen infiziert, bevor auch nur irgendjemand davon Notiz genommen hätte. Alleine schon jeweils das gesamte Flugzeug auf den Langstreckenflügen von Afrika über Europa in die USA. Mit lauter Geschäftsreisenden, die unbemerkt die Krankheit weiterverbreiten würden. In dem Moment, wo das offensichtlich würde, würden wenige Tage später dutzende, hunderte oder sogar tausende Fälle weltweit auftreten und jedes noch so gut ausgestattete Land mit 40 Betten auf der Sonderisolierstation lahmlegen. Es gibt gar nicht so viele gut ausgebildete Epidemiologen, die alle Kontakte ausfindig machen könnten, bevor die Ansteckung außer Kontrolle ist. Man braucht sich dazu nur den Fall SARS anschauen. Da ist man haarscharf an einer Pandemie vorbeigeschrammt.

Ein weiterer unterschätzter Fakt ist, daß man mit dieser lässigen Art der Reisebeschränkungen riskiert, daß sich Ebola nicht nur nach Indien und China ausbreitet (gerade jetzt!), sondern auch in den dortigen Wildtieren etabliert. Dann hat man endemische Ebolagebiete außerhalb von Afrika, d.h. außerhalb von dünn besiedelten Dschungelgebieten, sondern im Gegenteil inmitten der größten Menschenansammlungen auf diesem Planeten. Ebola Reston stammt schon von den Philippinen. Hat sich Ebola erst mal in Wildtieren verbreitet, Tiere, die als Wirte nicht daran sterben, Fledermäuse z.B., dann bekommt man es dort nie wieder weg.

Herzlichen Glückwunsch WHO kann man dann nur sagen.

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see_baer 03.10.2014, 00:10
25. Das Einfalltor SEEHÄFEN ist nicht zu unterschätzen...

es begegnen uns Besatzungen, die vor 10 Tagen noch Kontakt zu örtlichen Arbeitern hatten - die wohnen zumeist in den gefährlichsten Gegenden ohne moderne Infrastruktur. Eine vorbeugende Maßnahmen außer Fragebögen sind mir nicht erkenntlich - das ist russisches Roulett.

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jouvancourt 03.10.2014, 00:18
26. Fieber in den Tropen

Die meisten Bewohner der Tropen haben eine höhere gesundheitliche Belastung zu ertragen und leiden des öfteren an Dengue, Malaria oder anderen, teils undefinierten Fieberschüben. Ich selbst lebte 30 Jahre in Westafrika, bin sehr gesund und athletisch, aber hatte dort regelmässig erhöhte Temperatur. Eine Fiebermessung an Flughäfen sagt meiner Meinung nur wenig aus mit einer Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen!

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xtdrive 03.10.2014, 01:42
27. zu lasch

Wenn den Liberia & Co. überhaupt nich angeflogen werden müssen, dann bitte mit deutlich erhöhtem Sicherheitsaufwand. Der Check in muss dann eben 21 Tage dauern. Erst wenn auszuschliessen ist, das jemand das Virus in sich trägt, darf man das Flugzeug betreten. Oder falls dies in Monrovia nicht möglich ist, dann müssen eben in Brüssel oder London solche Quarantänestufen durchlaufen werden, bevor man weiter darf. Die Kosten sind dann eben so.

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aufachse 03.10.2014, 05:42
28. Er hat sich uebergeben....

....der Afrikaner hat vor seinem Apartment in Dallas gekotzt. Ich hab schon mal vorsichtshalber auf google maps nachgeschaut, wo dieser Apartment Komplex in Dallas liegt. Und: mitten in Dallas, nahe der US 75. Also es wurde doch bislang berichtet, dass das anfassen von Tuerklinken schon zum uebertragen reicht. Na dann gute Nacht !
Hoffentlich haben dieses eine mal noch alle Glueck gehabt und alle Kontaktpersonen wurden erfasst. Wenn ein Reisender so eine Tuerklinke anfasst, dann kann er den Virus an Fremde im ganzen Land verteilen. Diese Personen koennen dann garnicht erfasst werden. Schlimmer als die Pest im Mittelalter.

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tiborneloulou 03.10.2014, 06:02
29. unglaublich ,

wie kann es sein , daß menschen aus gefährdeten gebieten überhaupt einreisen dürfen , es ist bekannt das epedemieen bis zu 3 wochen dauern können , bis diese ausbricht und ihr laßt sie rein , hut ap , das in einer aufgeklährten gesellschaft . versorgt die armen menschen dort mit medikamenten , lebensmittel und hygieneartikeln aus der luft . die menschen da tun mir sehr , sehr leid , aber deswegen muß ich aus solidarität nicht auch krank werden .

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