Forum: Gesundheit
Epidemie: Die Lücken beim Ebola-Check
AFP

Das Ebola-Virus ist im Westen angekommen. Auch mit den Sicherheitssystemen an Flughäfen lässt sich das nicht verhindern. Bei Airlines wie der Lufthansa greift bei Verdacht ein Notfallprogramm.

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dkrobinson69 03.10.2014, 07:02
30. Ebola überlebt...

...und wenn er die Krankheit überstanden hat, dann ist er OHNE SYMPTOME auch weitere 8 Wochen Überträger! Na "Toll"! Die Evolution hat die Panik ja nicht ohne Grund "erfunden". Panik kostet zwar etwas, macht auch 'ne Menge Arbeit aber ist im Großen und ganzen recht effizient. Warum haben so viele Leute was gegen "Panik"? Weil sie "uncool" ist, ...oder weil sie Geld kostet?! Panik hat ja nichts mehr mit "tot trampeln" oder so zu tun!

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aerosmith1 03.10.2014, 09:26
31. Sehr guter Artikel von Spiegel

Hier sieht jeder, wie inkompetent und dämlich von Seiten der Behörden und der Regierung vorgegangen wird und es im Grunde dem Zufall überlassen wird, wann Ebola Deutschland (nicht offiziell) erreicht. Übrigens bin ich gespannt darauf, was in der anstehenden Grippesaison passieren wird, wenn der erste Ebolafall in Deutschland bekannt wird.

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arkon_de 03.10.2014, 10:14
32.

Zitat von see_baer
es begegnen uns Besatzungen, die vor 10 Tagen noch Kontakt zu örtlichen Arbeitern hatten - die wohnen zumeist in den gefährlichsten Gegenden ohne moderne Infrastruktur. Eine vorbeugende Maßnahmen außer Fragebögen sind mir nicht erkenntlich - das ist russisches Roulett.
Halte ich auch für unötig. Die Seefahrt dauert länger als 10 Tage. Selbst bei einer Geschwindigkeit von 30km/h und Luftlinie wären es ziemlich genau 10 Tage (7000km Luftlinie).
Ich habe mit 30km/h gerechnet weil ich eine Reisegeschwindigkeit von 15 Knoten im Kopf hatte, auch wenn die große Frachter bis zu 25 Knoten laufen ist das wohl eher unwirtschaftlich.

Da die allermeisten Kranken nach 7-10 Tage symptome gezeigt haben ist die Gefahr an der Stelle eher vernachlässigbar, da haben Flughäfen einfach das größere Gefahrenpotential.

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motzbrocken 03.10.2014, 10:55
33. Als seinerzeit

die Pest wütete, wurde in Venedig für alle eintreffenden Schiffe ein Verbot erlassen so dass vierzig Tage lang kein Passagier an Land durfte. Daher der Name Quarantäne. Was damals unter sicher wenig humanitären Bedingungen möglich war, sollte heute erst recht zu machen sein. Es heisst ja nicht, dass man diese Leute in ein KZ stecken muss. Aber ein isolierter vierzig tägiger Aufenthalt in einem modern ausgerüsteten Einreisequarantäne Lager sollte doch machbar sein. Und wie andere Foristen auch schon bemerkten, Geschäfte kann man a) am Internet abschliessen b) auf einen Termin 40 Tage später schieben. Ich finde, die Eindämmung dieser Seuche sollte vor Geschäftsinteressen stehen. Sollte.

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Nile 03.10.2014, 11:15
34. Blickt mal ueber den Tellerrand

Ich bin zur Zeit beruflich in Freetown, Sierra Leone und alle die fordern, man sollte jeglichen Verkehr in die betroffenen Laender unterbinden sollten mal ueberlegen wie es den Menschen hier in den Laendern geht und nicht nur an ihre (meiner Ansicht nach kein bisschen bedrohte) Sicherheit zu hause denken.
Was aus der Krise resultieren wird, auch wenn Ebola vergangen ist und sich niemand mehr interessiert, ist eine Hungersnot, da hier derzeit kaum etwas angebaut wird. Die Leute verdienen hier jeden Tag ihre taegliche Nahrung und haben keine Ruecklagen. Dafuer ist ein Job, unabhaengig von der Krise, absolute Voraussetzung. Die Menschen hier koennen es sich nicht leisten zuhause zu bleiben, weshalb auch die Quarantaene oder die drei Tage ausgangssperre keinen wirklichen Sinn machen. Das haette passieren muessen als die ersten Faelle bekannt geworden sind.
Aber um auf meine urspruengliche Aussage zurueck zu kommen, dass es keinen Sinn macht diese Laender komplett abzuschirmen:

Sierra Leones Wirtschaft hat sich noch immer nicht von dem Buergerkrieg erholt und die groessten Arbeitgeber sind auslaendische Firmen. Diese Firmen bieten den Einheimischen Arbeitsplaetze, die sie brauchen um ihr taegliches Brot zu verdienen. Verbietet man nun die Reisen in die betroffenen Gebiete und erlaubt kein normales Leben mehr, so verlieren die Menschen ihre Existenzgrundlage und zur Ebolakrise kommt ein weiteres Problem. Wenn die Menschen nichts zu essen haben, steigt die Kriminalitaet, die Menschen gehen auf die Strasse und im allerschlimmsten Fall rutscht das Land in einen aehnlichen Zustand wie im Buergerkrieg.

Ich Weiss, jetzt warden mich hier Leute kritisieren, dass es den Firmen ja nicht um die Menschen geht, sondern nur um den eigenen Profit. Erzaehlt mir erstmal von einer Firma, auch in Deutschland, bei der dies nicht der Fall ist. Hier sind die Firmen wenigstens verpflichtet soziale Projekte zu finanzieren, Schulen und Brunnen zu bauen.

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thelma&louise 03.10.2014, 11:35
35. German Angst?

Ich bezweifele, dass wir Deutschen ängstlicher sind als andere Leute. Oder kennt jemand Katastrophenfilme wie z.B. "Outbreak" aus Babelsberg? Und welche Massen von solchen Filmen in schlechter Qualität produziert Hollywood? Man muss nur mal das Abendprogramm von den etwas billigeren Privatsendern querlesen. Und wer hat eigentlich dafür gesorgt, dass wir vor Terrorismusangst hinter den Sicherheitsschleusen für 300ml Wasser mehr bezahlen bei Ducasse in Monaco? Das waren doch nicht die Deutschen!
Klar gibt es jetzt auch Leute, die glauben, Ebola sei aus einem Labor gekommen. Aber gibt es solche Kranke nur bei uns?
Was mich interessiert: angeblich ist Körperkontakt entscheidend. Was ist mit Flächen, ich meine gelesen zu haben, dass Der Erreger sich auch auf Flächen eine Weile halten kann. Unter welchen Voraussetzungen? Genügt es, wenn ein Erkrankter nach dem Toilettenbesuch die Türklinke anfasst? Was muss nun mit der Wohnung des In Dallas erkrankten passieren?

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hörnchen76 03.10.2014, 13:36
36. was ich nicht verstehe

wie kann es sein, das sich medizinisches Personal anstecken kann. die haben doch immer Dchutzanzüge an, oder? Das blicke ich echt nicht. Ansonsten muss ich sagen, habe ich ebenfalls ein sehr mulmiges Gefühl Personen mit Ebola nach Deutschland zu holen. Sicherheitsmaßnahmen hin oder her. Durch die lange Inkubationszeit scheint mir da gar nix sicher zu sein und wie man freiwillig gerad Geschäftsreisen dorthin oder in die Nähe machen kann ist mir ebenfalls schleierhaft. Geschäfte hin oder her. Aber die eigene Gesundheit bzw. die der Angehörigen und weiteren nahen Mitmenschen sollten in diesem Fall wichtiger sein.

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t dog 03.10.2014, 18:44
37. Sobald

ein unkontrollierter Ebolafall in Deutschland bekannt wird, braucht man die Weihnachtsmarktstände erst gar nicht aus dem Lager holen. Ein Flugverbot von Westafrika nach Deutschland wäre weniger schlimm für unsere Wirtschaft.

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chrizna 04.10.2014, 01:08
38.

Zitat von aufachse
....der Afrikaner hat vor seinem Apartment in Dallas gekotzt. Ich hab schon mal vorsichtshalber auf google maps nachgeschaut, wo dieser Apartment Komplex in Dallas liegt. Und: mitten in Dallas, nahe der US 75. Also es wurde doch bislang berichtet, dass das anfassen von Tuerklinken schon zum uebertragen reicht. Na dann gute Nacht ! Hoffentlich haben dieses eine mal noch alle Glueck gehabt und alle Kontaktpersonen wurden erfasst. Wenn ein Reisender so eine Tuerklinke anfasst, dann kann er den Virus an Fremde im ganzen Land verteilen. Diese Personen koennen dann garnicht erfasst werden. Schlimmer als die Pest im Mittelalter.
...und wenn sich ein Erkrankter in der Flugzeugtoilette übergibt und dort Türklinken und Sonstiges anfasst, dann verteilt sich das Virus möglicherweise unbemerkt auf hunderte von Mitreisenden, nicht nur auf dem jeweiligen Flug, sondern evtl. auch auf weiteren Flügen mit dem selben Flugzeug - das müssen keine West-afrika Strecken sein...
Man kann nur hoffen, dass die Airlines unter den momentanen Umständen zumindest ihre Hygienestandards erhöhen.
Diese werden nämlich leider nicht vom Gesundheitsamt überwacht, sondern die Airlines kontrollieren sich sozusagen selbst - was bei bei dem momentanen Sparzwang keine gute Nachricht ist!

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chrizna 04.10.2014, 01:33
39.

Zitat von thelma&louise
Ich bezweifele, dass wir Deutschen ängstlicher sind als andere Leute. Oder kennt jemand Katastrophenfilme wie z.B. "Outbreak" aus Babelsberg? Und welche Massen von solchen Filmen in schlechter Qualität produziert Hollywood? Man muss nur mal das Abendprogramm von den etwas billigeren Privatsendern querlesen. Und wer hat eigentlich dafür gesorgt, dass wir vor Terrorismusangst hinter den Sicherheitsschleusen für 300ml Wasser mehr bezahlen bei Ducasse in Monaco? Das waren doch nicht die Deutschen! Klar gibt es jetzt auch Leute, die glauben, Ebola sei aus einem Labor gekommen. Aber gibt es solche Kranke nur bei uns? Was mich interessiert: angeblich ist Körperkontakt entscheidend. Was ist mit Flächen, ich meine gelesen zu haben, dass Der Erreger sich auch auf Flächen eine Weile halten kann. Unter welchen Voraussetzungen? Genügt es, wenn ein Erkrankter nach dem Toilettenbesuch die Türklinke anfasst? Was muss nun mit der Wohnung des In Dallas erkrankten passieren?
Nach telefonischer Auskunft des Gesundheitsamtes in Frankfurt ,der Abteilung für tödliche hochkontaminöse Krankheiten,sind gewisse Körperflüssigkeiten stärker virenbelastet als andere,z.B. Erbrochenes, Blut und Stuhl sind am stärksten kontaminös ,Speichel, Schweiss Sperma etc. meist eher weniger .
Das Virus kann durch Schmierinfektion übertragen werden, sowohl über direkten Körperkontakt als auch über kontaminierte Flächen -je nach Grad der Kontamination der Oberfläche.
Nach Angaben des Gesundheitsamtes genügt auf Toiletten und Oberflächen eine gründliche Reinigung mit herkömmlichen Reinigungsmitteln, da behüllte Viren dadurch angeblich gut zu beseitigen sind - mit Betonung auf GRÜNDLICH! -d.h. ALLE Oberflächen! Man kann nur hoffen, dass die Airlines ,Airports etc. diese gründliche Reinigung auch erbringen.
Bei starker Kontamination durch Erbrochenes, Durchfall hingegen, muss eine fachgerechte Desinfektion durchgeführt werden-diese Toilette dürfte vorher nicht mehr von anderen Personen benutzt werden.
Daher auch die Anweisung an Flugzeugbesatzungen für einen Verdachtfall an Bord eine eigene Toilette zur Verfügung zu stellen. Leider weiss niemand, ob nicht schon vorher eine der Toiletten von einem Erkrankten benutzt wurde und welche anderen Flächen dieser evtl. berührt hat. Insofern bleibt hier wohl immer ein Restrisiko,auch wenn das gerne aus wirtschaftlichenGründen heruntergespielt wird.

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