Forum: Gesundheit
Epidemie in Westafrika: Krankenschwester in Madrider Klinik mit Ebola infiziert
REUTERS

Ebola hat nun definitiv den europäischen Kontinent erreicht: Eine Krankenpflegerin in der spanischen Hauptstadt Madrid hat sich bei einem infizierten Patienten angesteckt.

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Römertopf 07.10.2014, 08:42
40. Pandemiewarnungen gab es schon immer...

Vogelgrippe-Warnung, Schweinegrippe-Warnung, Befürchtung der Kreuzung beider Grippe-Arten mit unangenehmen Effekten und der jahrelangen Schwarzmalerei "Es ist nicht die Frage, ob eine Pandemie ausbrechen wird, sondern wann!"
Das ganze Jahr für Jahr einhergehend mit allen möglichen Grippe-Schutzimpfungen, dass die Hersteller mit der Produktion nicht mehr hinterher kamen.
Ebola gabs aber früher auch schon, aber eine Pandemiegefahr wohl nicht. Jedenfalls habe ich keine Warnung davor in Erinnerung.
Was auch immer kommt, Panik und Hysterie wird nicht weiterhelfen, und genug Impfstoff für eine Pandemie-Warnung und anschließend dicker Kasse gibt es anscheinend auch nicht...

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schmusel 07.10.2014, 08:47
41.

Zitat von W. v. Ockham
Also mal langsam: die Krankenschwester hat einen Patienten mit einer bekannten Ebola-Infektion gepflegt und sich dabei infiziert? Der Patient war doch sicher auf einer Isolierstation untergebracht - also wie bitte konnte die Übertragung erfolgen? Falls eine Isolierstation nicht ausreichen sollte um eine Übertragung zu verhindern müsste über das Gefährdungspotenzial des Erregers noch einmal neu nachgedacht werden.
Schlamperei. Schmierinfektion über die Schutzkleidung - da bin ich mir ziemlich sicher. Da muss man beispielsweise nur ein einziges mal die Handschuhe falsch ausziehen und schon hat man den Sabber an der Hand und von da ist es nur noch ein kurzer Weg bis in den Körper.

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tante_heinze 07.10.2014, 09:08
42. Unerträglicher Zynismus

Der Krankenschwester zunächst mal von Herzen alles Gute und Dank für ihren Einsatz. Darüber hinaus hoffe ich, dass sich all die anwesenden Experten entweder bereits auf dem Weg zur aktiven Seuchenbekämpfung in Afrika befinden oder sie zumindest einen signifikanten Betrag an jene Hilfsorganisationen gespendet haben, die in den am stärksten betroffenen Gebieten (auch für Europa!) jeden Tag ihr Leben riskieren. Einige scheinen immer noch davon überzeugt zu sein, dass man Viren einfach aussperren und so tun kann, als ginge einen das alles nichts an, solange nur ein bisschen Ozean dazwischen ist. Welch Irrglaube.

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new_eagle 07.10.2014, 09:22
43. Und das bei den hohen Sicherheitsstandards hier in der EU!?

Wurde nicht immer un immer wieder behauptet sowas kann es hier garnicht geben? Schutzanzüge, etc. und extrem hohe Sicherhheitsstandards würde das verhindern!? Abe rnein der werdne ohne Not Infizierte aus allen teilen der Welt nach Europa geschafft und der Bevölkerung vorgelogen es bestünde NULL Risiko. Dass das eine LÜGE war ist ja nun bewiesen!

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willhewonk2678 07.10.2014, 09:23
44. Na Bravo

jetzt hat man es endlich geschafft. Hat´s nicht noch vor 2 Wochen geheißen, dass so etwas in Europa nicht vorkommen kann? Na gut, dass wir in Deutschland leben da kann so was ja nicht passieren, da es ja bei eingeflogenen Ebolapatienten "hohe" Sicherheitsstandards gibt:-) Und außerdem haben wir über ganz Deutschland verteilt insgesamt 8 Spezialisolierstationen - mit jeweils 2 Betten ?!? Also, vollkommen ausreichend und alles unter Kontrolle bei uns und das Wichtigste --> keine Panik !!! Wenn´s nicht diese Weisheit geben würde : "Wer mit dem Feuer spielt ........". Das sollte man den Verantwortlichen mal mitteilen - weiß ja jedes Kind.

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spon-facebook-10000682630 07.10.2014, 09:25
45.

Ich bin absolut dafür, das "wir" helfen, wo wir können... trotzdem sollte, auch von Seiten der Behörden, nicht verleugnet werden, dass Viren gerne mal mutieren und sich so die Übertragungswege und das generelle Verhalten des Virus verändern könnten... das ist keine Panikmache, sondern Realismus... bzw. vorausschauendes Denken... schaden könnte das sicher nicht...Und "Wisse".... wenn Behörden die Meldung "Wir haben alles im Griff!" herausgeben... RENNT um euer Leben! So ähnlich ist es, wenn Angela Merkel einem ihrer Minister ihr "Vertrauen" ausspricht!

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guspe 07.10.2014, 09:27
46. Endlich umdenken

Das Ebola noch lange in Westafrika wüten wird scheint trotz aller jetzigen Hilfsmaßnahmen sehr wahrscheinlich.

Eine Pandemie auf der Erde durch Verschleppung von Ebola nach Asien (China/Indien usw.) kann nur durch spezielle Quarantänezonen an den großen internationalen Flughäfen (weltweit) erreicht werden in denen vor Ort hochentwickelte medizinische Labore zur Behandlung vorhanden sind. Jeder Mensch der aus den betroffenen afrikanischen Ländern kommt bzw. Kontakt zu solchen hatte muss, so die Vernunft leider will, 21 Tage seiner Freiheit beraubt werden um den maximalen Schaden an der Gesamtbevölkerung zu verhindern.

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Newspeak 07.10.2014, 09:31
47. ...

Zitat von tante_heinze
Der Krankenschwester zunächst mal von Herzen alles Gute und Dank für ihren Einsatz. Darüber hinaus hoffe ich, dass sich all die anwesenden Experten entweder bereits auf dem Weg zur aktiven Seuchenbekämpfung in Afrika befinden oder sie zumindest einen signifikanten Betrag an jene Hilfsorganisationen gespendet haben, die in den am stärksten betroffenen Gebieten (auch für Europa!) jeden Tag ihr Leben riskieren. Einige scheinen immer noch davon überzeugt zu sein, dass man Viren einfach aussperren und so tun kann, als ginge einen das alles nichts an, solange nur ein bisschen Ozean dazwischen ist. Welch Irrglaube.
Ob Sie es glauben, oder nicht, "ein bißchen Ozean dazwischen" hilft bei Quarantäne.

Offenbar ist es doch so, daß Krankenhäuser sich damit profilieren wollen, Ebolapatienten zu behandeln, obwohl sie es nicht können. Sinnvoll wäre es, wie sie beschreiben, Experten in ein (Militär-)Flugzeug zu setzen und einzufliegen, um die Menschen vor Ort zu behandeln, zumal man eh nichts behandeln kann, außer den Allgemeinzustand zu verbessern. Man fragt sich, ob die Leute noch bei Verstand sind, den zivilen Flugverkehr zuzulassen und Ebolapatienten kreuz und quer durch die Welt zu fliegen? Immer davon ausgehend, daß das Virus nicht durch die Luft übertragbar ist. Theoretisch ist das ja auch so. Wenn das aber mal nicht mehr stimmt, dann kann man den Gedanken, man könne die Krankheit mit den jetzigen Maßnahmen unter Kontrolle bringen, direkt mal vergessen.

Im übrigen, Hilfsorganisationen können gerade mal mit ein paar Hundert Helfern Unterstützung leisten, benötigt werden aber laut WHO-Meldung von vor einigen Wochen so knappe 12.000. Inzwischen wahrscheinlich mehr. Auch das ist Hybris, zu glauben, man könne von hier aus viel tun. Fakt ist, Afrika muß endlich mal anfangen seine Probleme selbst zu lösen. Ebola ist nur das oberflächliche Problem, das alle anderen Probleme ins kalte Licht der Wahrheit rückt, nämlich daß es in Afrika, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keine vernünftigen Staaten gibt, keine funktionierenden Bildungs- und Gesundheitssysteme und mehrheitlich keine aufgeklärten Menschen. Und daß europäische Helfer vor allem naive Idealisten sind, die seit Jahrzehnten diesen Zustand auch noch befördern, nur weil sie ihr persönliches Helfersyndrom pflegen.

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Senf-Dazugeberin 07.10.2014, 09:34
48. Bisher

Bisher war ich auch der Ansicht, dass es ethisch absolut richtig und auch aus Sicht der Forschung sinnvoll ist, erkrankte Helfer aus dem Westen zurück zu holen und in westlichen spezialisierten Kliniken zu behandeln. Offenbar muss ich meine Meinung nochmal überdenken.

Andererseits gibt es eigentlich gar keinen anderen Weg, als den Menschen vor Ort zu helfen, ihre Pandemie in den Griff zu kriegen. Alleine schon um zu verhindern, dass sie nicht nur vereinzelt sondern massenhaft ihren Weg zu uns rüber findet. Was sie auch tun würde (z.B. über Flüchtlinge), wenn alle Grenzen dicht gemacht und alle Flüge gestrichen würden.

Was ich aber wirklich nicht verstehe, wie es schon bei den wenigen vereinzelten ausgeflogenen Personen (müssten insg. noch unter 10 sein, oder?) passieren konnte, dass sich jemand infiziert hat. Wenn es jetzt etliche hunderte wären und auch beim Pflegepersonal sowas wie Routine und Überlastung eingetreten wäre, dann könnte ich es ja noch verstehen... aber bisher hatten die einzelnen Krankenhäuser doch noch die allerbesten Bedingungen, um Infizierte zu behandeln.

Oder sind Madrider Isolierstationen schlechter ausgestattet als in Frankfurt oder den USA?

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Emil Peisker 07.10.2014, 09:39
49. die Endzeit- und habe ich ja schon immergesagt-Foristen

Zitat von schmusel
Schlamperei. Schmierinfektion über die Schutzkleidung - da bin ich mir ziemlich sicher. Da muss man beispielsweise nur ein einziges mal die Handschuhe falsch ausziehen und schon hat man den Sabber an der Hand und von da ist es nur noch ein kurzer Weg bis in den Körper.
Ja, so kann es gewesen sein.

Die Vorgeschichte, dass zwei Ebola-Patienten im August und im September in Spanien behandelt wurden, also neben dem Missionar, war bisher nicht groß medial behandelt worden.

Besonders bei Verdachtsfällen, so wie in Dallas, Texas, wo ein Kranker in eine Klinik gingen und als Grippefall behandelt wurden, obwohl seine Lebensgefährtin deutlich machte, dass er Westafrika in einem Ebolagebiet war, ist das Verhalten der Mediziner nicht zu verstehen.

Die immer wieder vorgebrachte Beschwichtigung, dass die Übetragung des Virus nur bei direktem Kontakt stattfindet, lässt vielleicht die Wachsamkeit des medizinischen- und Pflegepersonals auf die weitaus schwieriger zu erkennenden Schmierinfektionsrisiken sinken.

Wenn die Quarantäneregeln alle eingehalten werden, kann eine Infektion nur stattfinden, wenn die Isolationskette an einer Stelle nicht beachtet wurde.

Das gilt es jetzt zu entdecken, damit die Endzeit- und habe ich ja schon immergesagt-Foristen nicht das Thema dominieren-

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