Forum: Gesundheit
Epidemie in Westafrika: Mali meldet ersten Ebola-Fall
REUTERS

Die Ebola-Epidemie hat Mali erreicht: Das Virus wurde bei einem Kleinkind aus Guinea diagnostiziert. In den USA wächst die Angst vor einem neuen Ebola-Fall. Ein kürzlich aus Westafrika zurückgekehrter Arzt zeigt die typischen Symptome.

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kraichgau12 24.10.2014, 20:23
80. @ nieswurz..

spiele ja nur ungern den spielverderber,aber schauen sie bitte noch einmal genau bei der who website vorbei...
keineswegs sind 21 tage in stein gemeisselte inkubationszeit laut der who,sondern die who,ganz behörde,sagt nur,das bei 95% der fälle diese grenze gilt,bei 98% der fälle ist 42 tage die sichere grenze,bedeutet im klartext,bei 3 % der infizierten bricht die krankheit nach der OFFIZIEL allgemein anerkannten beendigung der quarantaene und schutzzeit aus...was mit den restlichen 2%(ausscheider?) ist,sagt die who lieber gleich gar nicht

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nies_wurz 24.10.2014, 20:35
81.

Zitat von brucewillisdoesit
Ich stimme dem restlichen (nicht zitierten) Teil Ihres sehr sachlichen und vernünftigen Posts vollständig zu, allerdings ist die oben gemachte Aussage nicht korrekt. Bereits seit 1967 vermutete man die Luftübertragbarkeit, zumindest für Marburg und was für Marburg gilt, gilt rule-of-thumb auch für Ebola. 2012 hat Kobinger dann die Infektion mit Ebola über die Luft von Schweinen auf Primaten (die etwas haarigeren) experimentell nachgewiesen. Das das auch mit weniger haarigen Primaten (Menschen) funktioniert kann man somit wohl als mehr oder weniger gesichert annehmen. Das dieser Infektionsweg alles andere als gut/effizient funktioniert (u.a. da das Virus außerhalb eines Wirts sehr instabil ist) erklärt warum wir eben nicht Millionen infizierte und eine Pandemie haben. Formal ist diese Infektionsweg epidemiologisch gesehen somit eher irrelevant, fachlich gesehen ist es aber schlichtweg falsch zu behaupten, daß es grundsätzlich nicht geht. Das der typische Forumsleser (und somit großteils mehr oder weniger naturwissenschaftliche Analphabet) nicht mit Wahrscheinlichkeiten umgehen kann und deswegen jetzt in hysterische Panik ausbricht ist mir klar, aber als Wissenschaftler müssen wir schon korrekt sein, und können nicht mit Halb oder 3/4-Wahrheiten argumentieren, selbst wenn der Empfänger der Botschaft diese nicht richtig versteht resp. interpretiert.
Schweine produzieren aber auch als einzige bislang untersuchte Tierart besonders feine Aerosole. Auf die Mensch-Mensch-Ansteckung kann man das nicht übertragen. Wobei auch vermutet wird, dass die Infektion der Affen dadurch zustande kam, dass beim Ausspritzen des Schweinestalls, in dem ihre Käfige standen, einfach infektiöses Material in die Käfige geschleudert wurde. Das wird in dem betreffenden Originalartikel auch als alternative Erklärung angeführt. Ziemlich plausibel.
Für die Ansteckungen in Dallas vermutet man inzwischen, dass sie beim Intubieren des Patienten erfolgten. Bei diesem Vorgang stoßen auch Menschen feinste Aerosole aus, die sie normalerweise beim Atmen, Husten oder Niesen niemals von sich geben. Darum wird das Personal zukünftig bei solchen Aktionen wohl richtige Schutzmasken tragen, da der einfache Mundschutz für solche Aerosole möglicherweise tatsächlich nicht dicht genug ist. Außerhalb von Intensivstationen darf man diesen Übertragungsweg aber wohl weiterhin ausschließen.

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nies_wurz 24.10.2014, 20:40
82.

Zitat von brucewillisdoesit
Das Hantavirus ist z.B. in Niedersachen endemisch und verursacht ein ähnlich heftiges hämorrhagisches Fieber wie Ebola. Ihrer Logik zufolge dürften also Bewohner dieses Bundeslandes ein anderers erst nach freiwilliger Verbringung der Inkubationszeit in Quarantäne betreten. Das wäre die konsequente logische Folgerung aus Ihrer Forderung. Verstehen Sie langsam, warum nicht alle Dinge, die anscheinnend bereits Kindern einleuchten tatsächlich so einfach sind, wie sie scheinen und von Profis, die Gefahren rational und nicht angstgerieben mit dem Bauch bewerten Dinge oft anders gesehen und bewertet werden, als vom Normalbürger ?
Wir wollen mal nicht übertreiben. Unser mitteleuropäisches Hanta verursacht definitv kein ähnlich heftiges hämorrhagisches Fieber. Es kann ziemlich scheußlich sein, sogar hämorrhagisch, und ein oder zwei von 1000 sterben sogar, aber wir wollen mal Ebola nicht die Krone streitig machen.

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nies_wurz 24.10.2014, 21:22
83.

Zitat von kraichgau12
spiele ja nur ungern den spielverderber,aber schauen sie bitte noch einmal genau bei der who website vorbei... keineswegs sind 21 tage in stein gemeisselte inkubationszeit laut der who,sondern die who,ganz behörde,sagt nur,das bei 95% der fälle diese grenze gilt,bei 98% der fälle ist 42 tage die sichere grenze,bedeutet im klartext,bei 3 % der infizierten bricht die krankheit nach der OFFIZIEL allgemein anerkannten beendigung der quarantaene und schutzzeit aus...was mit den restlichen 2%(ausscheider?) ist,sagt die who lieber gleich gar nicht
So einfach ist das nicht. Ich habe mal nachgeschaut, wie die WHO auf diese ominöse Aussage kommt. Die Dinge stehen so: kein Mediziner, der jemals Ebola behandelt hat (und viele waren bei mehreren Epidemien dabei), hat jemals einen Fall von über 21 Tagen registriert. Schon die 21 sind so selten (

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women_1900 25.10.2014, 05:55
84.

Zitat von -fussel-
Ich verstehe das einfach nicht - sowas grenzt an Dummheit und wird hier sicher nicht anders laufen. Personen die dort helfen wollen sind gern willkommen - Aber wenn sie wiederkommen sollten sie für eine Dauer der Inkubationszeit +2 Tage unter Quanrantäne gestellt werden. So kann man wenigstens solche Fälle verhindern.
für mich ein absolut verantwortungsloses Verhalten, sowohl der Regierungen als auch dieses Arztes. Es scheint fast, als würden die selbst ihr Gerrede von der geringen Ansteckungsgefahr glauben.

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ratz1967 25.10.2014, 06:15
85. Was mich ein wenig stört...

ist das unverständnis, wie sich viren im Körper ausbreiten. Dabei ist es ganz unerheblich welches Virus es letztendlich ist. Alle verbreiten sich nach dem selben Schema: Ein Virus befällt eine Zelle, und reproduziert sich vielfach bis zu dem Punkt, an dem die Zelle durch die Menge an Viren zerstört wird und die Fracht freisetzt.
Wie agressiv so ein Virus ist, hängt unter anderem von der Reproduktionsrate und der Zellart, die am einfachsten befallen werden kann ab und deren Progression. Bekämpft wird die Plage in der Regel durch Antikörper, die die Viren markieren und für Freßzellen erkennbar machen. Diese müssen aber erst mal in ausreichender Anzahl im Körper produziert werden um der Progression herr zu werden. Von Aussen kann auf verschiedene Möglichkeiten eingegriffen werden: Chemisch, mit Mitteln, die die Vermehrungsrate dämpft und dem Körper Zeit verschafft, Antikörper zu produzieren, oder mit Serum, dass inaktive Viren enthält und dem Körper quasi eine ungefährliche Vorlage zum produzieren von Antikörpern bereitstellt. Wobei das Serum nur VOR der Krankheit sinn macht, als Schutzimpfung. Da bei der Grippe die Inkubationszeit nur wenige Tage, oft nur Stunden beträgt, ist das Ebolavirus lange nich so progressiv, wie das Grippevirus. Das Grippevirus scheint aber durch Fieber und rascher Antikörperproduktion schneller für den Körper in den Griff zu bekommen sein.

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kraichgau12 25.10.2014, 08:29
86. endlich mal eine gute nachricht von einer regierungsbehörde...

endlich ziehen zumindest die US-Bundesstaaten die richtigen Schlüsse und stellen Rückkehrer von Hilfseinsaetzen und jegliche Person mit Kontakt mit Ebola Patienten ab sofort unter obligatorische 21 Tages Quarantäne. Ausser der Einreise-Quarantäne die einzig zuverlässige Methode, um fröhliche Bowlingabende zu ´vermeiden...
mal schauen,wie viele Infektionen es braucht,bis auch in D richtig gehandelt wird
@ nieswurz: habe den englishen text gelesen, dort stand von ihrer erklärung in der zusammenfassung nicht, das noch niemand es beobachtet haette, sondern nur die Prozentzahlen,wobei mir damals beim lesen nicht klar war,was mit den restlichen 2 % sein sollte(Ausscheider?)

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kraichgau12 25.10.2014, 11:43
87. @nieswurz

Hier die Stelle des WHO-Berichts vom 14.10,ob Nigeria Ebola free ist:
Recent studies conducted in West Africa have demonstrated that 95% of confirmed cases have an incubation period in the range of 1 to 21 days; 98% have an incubation period that falls within the 1 to 42 day interval. WHO is therefore confident that detection of no new cases, with active surveillance in place, throughout this 42-day period means that an Ebola outbreak is indeed over.

es fehlen dabei noch die 2%, die ich meinte

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