Forum: Gesundheit
Ergebnisse der Weltgesundheitsorganisation: Wie gefährlich ist Mikroplastik in Trinkw
Jose A. Bernat Bacete/ Getty Images

Ob aus Flaschen oder aus der Leitung - überall auf der Welt haben Forscher Mikroplastik in Trinkwasser nachgewiesen. Die WHO hat analysiert, ob die Kunststoffe der Gesundheit schaden.

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murksdoc 22.08.2019, 08:17
1. Eiszeitplastik

Eine der faszinierenden Eigenschaften von Mineralwasser ist, daß es bis zu 5000 Jahre alt ist, auf die Erbauer von Stonehenge und deren Zeitgenossen geregnet hat, zum Teil noch aus der letzten Eiszeit stammt und durch seinen langen Weg in die Tiefe von allen Arten von Verunreinigungen, so es sie damals gab, zuverlässig befreit wurde. Wenn bei Ötzi keine Plastiktüte gefunden wurde, in der er sein getrocknetes Mammut transportierte, kommt mir die Aussage, "Mineralwasser enthalte mehr Plastikteilchen als Leitungswasser", gellinde gesagt "spanisch" vor. Ein Norweger weiss vielleicht nicht, daß bei uns der Begriff "Mineralwasser" gesetzlich geschützt ist und nicht für in Plastikflaschjen gefülltes mit oder nicht mit Kohlensäure versetztes Leitungswasaser verwendet werden darf, so wie Coca Cola es in Budapest mit "BonAqua" macht, der Stadt mit den größten Mineralwasserquellen Europas. Die Zweitgrößten befinden sich übrigens in Stuttgart / Bad Cannstadt. Da kann man es sich kostenlos an der Quelle abfüllen und mal testen, wie soetwas schmeckt und aussieht, wenn Schwefel und Eisen vor der Abfüllung nicht entfernt werden oder im "Stahlbad" ausprobieren, we es sich anfüllt, in hoch mineralienhaltigem Wasser zu schwimmen. Das Plastik in den Plastikflaschen stammt vom Plastik der Plastikflaschen. In der oben verlinkten Studie wird übrigens lediglich festgestellt, daß 72% europäischer Wasserproben Plastikteilchen enthalten. Wieviele das sind, steht in dieser Studie nicht.

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cindy2009 22.08.2019, 08:30
2. Wieso nur Klärschlamm?

Viele Konsumenten in D werfen auch Plastik in die Bio-Tonne. Das bekommt man dann irgendwann wieder auf dem Tisch beim Essen zurück. Aber auch Supermärkte dürfen ihren Abfall komplett mit Verpackung zum Kompostieren geben.

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quark2@mailinator.com 22.08.2019, 08:30
3.

Naja, ist ja einerseits schön, wenn sie da jetzt nicht gleich riesige Probleme gefunden haben, aber glaube ich jetzt wirklich, daß es keine Auswirkungen auf die Gesundheit hat, wenn jede Menge neuartige Verbindungen der Organischen Chemie in Unmengen über die Äcker verteilt werden und am Ende in Embryos landen. Was ist mit den Weichmachern, die an den Hormonen drehen ? Kein Einfluß auf die Ausbildung von Männlein und Weiblein ? War da nicht was mit immer weniger Spermien ? Kein Einfluß auf Krebs ? Auf Allergien ? Naja, wäre ja schön. Hätte ich allerdings wirklich lieber nochmal etwas abgesichert. Zumal es ja mit der Plastikproduktion offenbar steil nach oben geht. Ich kann mich noch an eine quasi plastikfreie Welt erinnern ... Holz, Metall, Stein ... Das hatte aber auch eine Menge in sich, mit den ganzen nicht gerade tollen Farben und Imprägniermitteln, etc. Ich plädiere ja für die Entwicklung nicht-organischer Plastik, also grob gesagt mit Silizium statt Kohlenstoff.

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Phil2302 22.08.2019, 08:37
4. Wer erwartet was?

"Das Ergebnis ist deutlich beruhigender, als viele erwartet haben dürften." Wie kommt der Spiegel zu der Einschätzung, dass viele Leute ein anderes Ergebnis erwartet haben? Oder soll das heißen: "als wir erwartet haben"? Ich habe nichts anderes erwartet.

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navalist 22.08.2019, 09:09
5. Neue Einheiten

"Das Gewicht entspricht etwa 41.500 Hamburger Elbphilharmonien." Nach Fußballfeldern als Flächeneinheit jetzt Elbphilharmonien als Gewichtseinheit. Die Verblödung schreitet immer schneller weiter.

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Ein Forist 22.08.2019, 09:18
6. Phsyik-/Technikschwäche?

"Das Volumen dürfte deutlich größer sein, Folie ist wesentlich leichter als Backstein."

Die Aussage ist auf so vielen Ebenen falsch...
Plastik ist ein Überbegriff für Kunststoffe. Diese gibt es weder nur in Folie, noch besteht die Elphi nur aus Backstein (sollte man wissen wenn man den Dichtenvergleich heranzieht).
Außerdem spielt es überhaupt keine Rolle in welcher Form das "Plastik" daherkommt, denn das ändert nichts an der Dichte. Die naturwissenschaftliche Grundausbildung ist hier wohl fehlgeschlagen.

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schinge 22.08.2019, 09:20
7.

Leider hat der Autor mit der Aussage "Das Gewicht entspricht etwa 41.500 Hamburger Elbphilharmonien. Das Volumen dürfte deutlich größer sein, Folie ist wesentlich leichter als Backstein." nicht recht. Er geht wohl davon aus, dass sie ein vollständig mit Backsteinen gefüllter Block wäre - die viele Luft, Kunststoffe (!), Holz, usw., die in ihr enthalten sind, hat er wohl vergessen. ;)
Die Elbphilharmonie wiegt ungefähr 200.000 t und hat ein Volumen von 485.000 m3 (laut offizieller Elphi-Broschüre), somit beträgt ihre "Dichte" ca. 0,41 g/cm3 und das ist gerade halb so viel, wie die von den üblichen Kunststoffen (ungeschäumt). Also ist wäre das Volumen der Kunstststoffe (wenn alles ungeschäumt wäre) nur entsprechend dem von ~20.000 Elbphilharmonien. Das ist aber immer noch ziemlich viel...

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tempus fugit 22.08.2019, 09:22
8. Ein aussagefähiges Ergebnis wäre,...

Zitat von Phil2302
"Das Ergebnis ist deutlich beruhigender, als viele erwartet haben dürften." Wie kommt der Spiegel zu der Einschätzung, dass viele Leute ein anderes Ergebnis erwartet haben? Oder soll das heißen: "als wir erwartet haben"? Ich habe nichts anderes erwartet.
...wenn man Organe von Menschen die alt und viel aus Plastikverpackungen - ergo auch Mineralwasser - verzehrt haben
auf Vorhandensein solcher Partikel untersucht.
Bei sowieso nötigen Operationen und Eingriffe bei Menschen
aller Altersklassen und sozialen Bereichen dürfte das doch und weitreichend und vielfältig überhaupt kein Problem sein.

Plastik ist - so lese ich das jetzt mal aus den Meldungen - auch
in verwesendem/-ten Gewebe nachweisbar.
Ob es dann Zusammenhängen zwischen Vorhandensein und Patalogien gibt, ist von der Wissenschaft zu klären.

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rainer-rau 22.08.2019, 09:25
9. Wieviel mag

ein beruhigendes Ergebnis wohl kosten? Ich glaube, dass der Spiegel mit seiner Einschätzung der Erwartungshaltung richtig liegt, zumindest bei denkenden Menschen, die sich mit Umweltthemen beschäftigen und sich bei unabhängigen Wissenschaftlern informieren - hoffen wir, dass sie auch da richtig liegen..

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