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Erinnern mit der Nase: Der Duft der Vergangenheit
Annie Otzen/ Getty Images

Warum lösen bekannte Gerüche immer wieder dieselben Gefühle aus? Und wie hängen Düfte und Erinnerungen zusammen? Neue Studien zur Verbindung zwischen Nase und Gedächtnis kommen zu überraschenden Ergebnissen.

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wofi 22.05.2019, 14:23
1. bin sehr überrascht

Als ich nach der Wende nach über 40 Jahren wieder das Haus meiner Großeltern, in dem ich einen Teil meiner Kindheit verbrachte, besucht habe roch es immer noch so wie in meiner Kindheit. Mein Gefühl war so stark, dass ich sehr stark empfand dort hin zu gehören. Ich hatte mein eigentlilches Zuhause gefunden. Seitdem wohne ich mit meiner Familie dort.

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octavius31 22.05.2019, 14:39
2. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Das ist ja spannend. Hat schon Proust in seinem Werk verarbeitet, aber nicht nur auf Gerüche beschränkt, sondern auch auf den Klang.

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j.vantast 22.05.2019, 14:48
3. Was soll so eine Aussage?

"Die Teilnehmer, die mit schlechtem Geruchssinn in die Untersuchung gestartet waren, hatten nach zehn Jahren ein 46 Prozent höheres Sterberisiko als die mit gutem Geruchssinn."
Aha, und worin soll das begründet sein? Wie wurde das festgestellt? Die Untersuchungsgruppe war im Alter von 71 bis 82 Jahren alt. Da braucht es keine bahnbrechende Forschung um festzustellen dass das Sterberisiko eines 82 Jährigen binnen der 10 jährigen "Studie" steigt.

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ancoats 22.05.2019, 15:00
4.

Neu, wenn auch nicht wirklich überraschend, ist hier der empirische Nachweis einer Korrelation zwischen Abnahme des Geruchssinns und Demenz bzw. Alzheimer - alles andere ist in der Gehirnforschung schon sehr lange bekannt. Und kennen die allermeisten auch persönlich: nichts ruft vergangene Erlebnisse so schnell und plastisch zurück wie der entsprechend gespeicherte Geruch. Ich zum Beispiel fühlte mich mal mitten in einer Menschengruppe fast wie vom Blitz getroffen (inklusive Herzklabastern), weil irgendwoher das Parfum eines sehr sehr frühen Lovers aus Jugendtagen heranwehte. Ich konnte mich nur mit Mühe davon abbringen, hektisch den ganzen Platz nach diesem Menschen abzusuchen... ;-) Sehr mächtige Verknüpfung - und garantiert ein ständiger Albtraum im Falle von negativen Koppelungen.

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ancoats 22.05.2019, 15:05
5.

Neu, wenn auch nicht wirklich überraschend, ist hier der empirische Nachweis einer Korrelation zwischen Abnahme des Geruchssinns und Demenz bzw. Alzheimer - alles andere ist in der Gehirnforschung schon sehr lange bekannt. Und kennen die allermeisten auch persönlich: nichts ruft vergangene Erlebnisse so schnell und plastisch zurück wie der entsprechend gespeicherte Geruch. Ich zum Beispiel fühlte mich mal mitten in einer Menschengruppe fast wie vom Blitz getroffen (inklusive Herzklabastern), weil irgendwoher das Parfum eines sehr sehr frühen Lovers aus Jugendtagen heranwehte. Ich konnte mich nur mit Mühe davon abbringen, hektisch den ganzen Platz nach diesem Menschen abzusuchen... ;-) Sehr mächtige Verknüpfung - und garantiert ein ständiger Albtraum im Falle von negativen Koppelungen.

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okapismus 22.05.2019, 15:42
6.

” sagt Rachel Herz, die die Psychologie des Riechens an der Brown University in Providence (US-Bundesstaat Rhode Island) erforscht und kürzlich das Buch "The Scent of Desire" veröffentlicht hat.“ Auch für mich vergeht die Zeit inzwischen sehr, sehr schnell, aber von „kürzlich veröffentlicht“ zu sprechen, wenn es sich um das Jahr 2008 dreht, ist doch ein wenig kühn. Wirft kein gutes Licht auf die anderen „News“ im Text...

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Teutonengriller 22.05.2019, 16:31
7. Olfaktorisches Gedächtnis

Habe ich auch. Ich kaufe mir z.B in jedem Urlaubsland ein Parfüm und jedesmal, wenn ich es rieche, erinnere ich mich an den Urlaub oder andere schöne Erlebnisse

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raimondo.civetta 22.05.2019, 20:04
8. Wie beschreiben?

Interessant ist auch, dass wir Gerüche eigentlich kaum beschreiben, sondern eher vergleichen oder assoziieren können. Gilt übrigens auch für Farben. Das merkt man besonders gut in der Verständigung mit Kindern.

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juttaweise 22.05.2019, 23:35
9. Musik und Duft

diese beiden sehr starken Elemente, die unsere Erinnerungen anregen, haben beide sinnlichen Ursprung. So nutze ich seit fast 30 Jahren eine Sonnencreme mit Monoï-Öl, da es mich immer wieder aufs Neue an wunderbaren Urlaub erinnert. Das Gleiche gilt für Musik. Ich muß nur die ersten Töne eines Liedes hören und schon entschwebe ich in die Vergangenheit, zu einem schönen damit verknüpften Erlebnis. Der Salzgeruch in der Nähe des Meeres erinnert mich immer an meine 1. Ferien an der Ostsee als Zehnjährige.
Und ja, wie #1 schrieb, betrete ich ein altes Haus, finde ich mich fast sofort im Hause meiner Großeltern und somit in meiner Kindheit wieder. Ich liebe diese sinnlichen Erinnerungen.

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