Forum: Gesundheit
Erinnerung: Warum wir die ersten Lebensjahre vergessen
DPA

Die ersten Jahre im Leben eines Menschen sind ungeheuer wichtig: Das Kind entwickelt Urvertrauen, es lernt elementare Dinge über sich und die Welt. Dennoch verschwindet diese Zeit aus dem abrufbaren Erinnungsspeicher. Warum ist das so?

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naseweis007 31.12.2012, 14:06
1. Selten blöd...

.. wie in der Überschrift eine Frage aufgeworfen, im Artikel jedoch nicht einmal ansatzweise beantwortet wird!
Stattdessen eine durch nichts fundierte Spekulation des berüchtigten Hirnforschers Roth: "Warum geht das Erlebte verloren? "Bei Kleinkindern sind die relevanten Bereiche im Gehirn wahrscheinlich noch nicht gut genug ausgebildet, um Erinnerungen korrekt abspeichern und auch lange Zeit später wieder abrufen zu können", vermutet der Hirnforscher Gerhard Roth von der Universität Bremen." Wahrscheinlich hat ES in ihm (wie in der Autorin Frau Schäfer) nur gefunkt, längst bevor sie ihre Zunge bewegten - dabei wurde offenbar das anschließende Denken gänzlich ausgelassen...

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ericdbl 31.12.2012, 14:12
2. Spröde Forschung - ignorante Forschung?

Ich erinnere mich sehr genau an zwei Szenen vom Hausbau meiner Eltern. Früher dachte ich, da wäre ich ungefähr drei Jahre alt gewesen. Dann sagten meine Eltern mir, das Haus wäre bereits fertig gewesen, als ich zwei Jahre alt war. Sie zeigten mir auch alte, datierte Fotos. Wir sollten Forschung vielleicht nicht immer ernst nehmen...

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Jasro 31.12.2012, 14:25
3. Stimmt bei mir nicht...

Zitat von sysop
Die ersten Jahre im Leben eines Menschen sind ungeheuer wichtig: Das Kind entwickelt Urvertrauen, es lernt elementare Dinge über sich und die Welt. Dennoch verschwindet diese Zeit aus dem abrufbaren Erinnungsspeicher. Warum ist das so?
Ich kann mich durchaus an meine Kindheit von etwa dem zweiten Lebensjahr an erinnern. Und ich glaube auch nicht, dass ich der einzige bin, der das kann.

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claptomane 31.12.2012, 14:26
4. Einst

Wir sind in ein Haus gezogen, als ich gerade 2 Jahre alt war und ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass mich meine Mutter auf dem Arm hielt und mir am Fenster stehend erklärt hat, warum wir nun in dieses schöne Haus gezogen sind. Sie hat mir dabei den Kirschbaum in voller Blüte gezeigt und mir mein lieblings Spielzeug in die Hand gegeben. Auch das Laufen lernen kann ich erinnern und diverse Schöne Momente mit meinen Geschwistern. Ich brauche zum Glück keinen Wissenschaftler, der mir sagt von wann diese Erinnerungen sind, da mir Geschwister und Eltern gleichermaßen bestätigen, dass ich nicht älter als 2 gewesen sein kann.

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viwaldi 31.12.2012, 14:26
5. Dunkel der ersten drei Jahre

Zitat von sysop
Die ersten Jahre im Leben eines Menschen sind ungeheuer wichtig: Das Kind entwickelt Urvertrauen, es lernt elementare Dinge über sich und die Welt. Dennoch verschwindet diese Zeit aus dem abrufbaren Erinnungsspeicher. Warum ist das so?
Das Gehirn spielt einem nicht nur Streiche über Fotos und Erzählungen, sondern eben auch über sich wiederholende Gespräche über frühkindliche Begebenheiten. Am Ende stellt sich die Frage, was ist "erinnern"? Erinnern nicht auch wir Erwachsene uns besonders gut an oft erzählten Dinge. Und erinnern wir uns am Ende dann wirklich an das "Original" oder an die dreifache Kopie (eigene Erzählung) des ursprünglich erlebten. Seinen wir ehrlich: keiner kann das auseinanderhalten, auch die Wissenschaftler nicht. Das ist ja die Crux an Prozessen mit Zeugen, die sich 20 und mehr Jahre zurückerinnern sollen. So wie sie es sich gemerkt haben und so wie es war müssen nicht mehr übereinstimmen, ohne jeden bösen Willen der Beteiligten.

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sumatrabarbe 31.12.2012, 14:29
6.

Ich sehe das auch eher kritisch, denn meine erste Erinnerung, immer noch plastisch, mit Einzelheiten, an die sich nicht einmal meine Eltern ohne meine Erzählung erinnerten, gehen zurück auf mein erstes Jahr. Ich war aus dem Fenster gefallen und kann noch genau den Anblick, der sich aus meiner Babyperspektive zeigte, als ich dort unten lag, beschreiben. Und da war ich noch kein Jahr alt.

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Allegorius 31.12.2012, 14:44
7. Wissenschaftlich belegt?

Dass es noch keinen zuverlässigen wissenschaftlichen Beweis gibt, heißt nicht, dass wir uns alle irren.
Ich habe eine einzige Erinnerung an den Umzug in die neue Wohnung, da war ich ein Jahr alt. ich lag im Kinderwagen etwas aufgerichtet und konnte den Schutt sehen, der in meinem künftigen Kinderzimmer noch aufgestapelt lag. Das wurde von Seiten meiner Eltern nie thematisiert und meine Mutter musste tief graben, bis sie sich selbst an die Zeit detailliert erinnern konnte.
Warum wir uns an eine, oder mehrere Szenen aus der Zeit erinnern können, kann ich nicht beantworten. Aber da es stets nur Fragemente sind, glaube ich nicht, dass wir uns alle irren, sondern dass in den Tiefen unseres Gehirns aus welchen Gründen auch immer bestimmte Informationen womöglich für immer gespeichert bleiben. Vielleicht weil das Erlebte aus damaliger Sicht sehr beeindruckend war, vielleicht weil viele Sinneseindrücke zusammenkommen. Denn besonders das olfaktorische Gedächtnis ist enorm.

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derharlunke 31.12.2012, 14:50
8. optional

Als ich nicht mal ein jahr war, hatte meine Tante (aus Unwissenheit) damals mir die Öffnung des Nuckels der Milchflasche vergrößert. Worauf ich fast erstickt wäre. Und ich kann mich erinnern wie ich damals um Luft geringt habe. Bis es jemandem auffiel und mich erlöste.

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hajdydobajdy 31.12.2012, 14:53
9. Teile die Ansicht im Artikel nicht

Es ist eher so, dass neue Erkenntnisse in der Gehirnforschung gleich dazu dienen um folgereiche Aussagen zu machen. Daher wundert es nicht, dass in dem Artikel das menschliche Gehirn mit einem Computer verglichen wird und man daraus Rückschlüsse zieht. Die Computerisierung hat ja am meisten in der Wissenschaft geändert. Jedoch spätestens seit der Quantenphysik wissen wir, dass sich ein Objekt bei Beobachtung anders verhält. Dies ist darum so, da wir zur Beobachtung Licht einsetzen usw.

Ich bin eher der Ansicht, dass man die Ersten Lebensjahre „nicht erinnert“ liegt darin, dass das Gedächtnis mit der Entwicklung der Persönlichkeit zusammenhängt. Die Mutti weiß, dass dies ihr Kind ist, jedoch das Kind lernt erst, dass es eine eigene Persönlichkeit ist. Daher, die Erfahrungen in den Ersten Lebensjahre sind nicht mit dem eigenen Ich verbunden und können daher nicht abgerufen werden als – „ich habe dieses erlebt“.

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