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Erkältung: Ist Schlaf die beste Medizin?
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Wer erkältet ist, gehört ins Bett: Dass Schlaf die Abwehrkräfte stärkt, zeigt auch eine aktuelle Studie. Schon drei Stunden Schlaf zu wenig reichen demnach aus, um das Immunsystem zu schwächen.

dasfred 14.02.2019, 06:15
1. Schlaf ist sehr wichtig

Je älter ich werde, desto stärker spüre ich in den Knochen, wie wichtig ausreichend viel Schlaf ist. Der Körper hat die Müdigkeit erfunden, um uns zu sagen, wann es Zeit für das Bett ist. Bei Erkältungen lege ich mich automatisch hin und ziehe mir die Decke bis an den Kopf. Die ersten Anzeichen zu ignorieren und trotzdem rauszugehen rächt sich spätestens am nächsten Tag. Der Körper braucht die Zeit und Ruhe zur Selbstheilung. Jeder Tierhalter kann das bei seinen eigenen Tieren beobachten.

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fatherted98 14.02.2019, 07:49
2. Ich wollte...

...ich könnte schlafen. Ich würde jeden Abend um 8 ins Bett gehen....aber leider ist dem nicht so....und deshalb krauche ich seit Jahren bei 5 Stunden die Nacht herum....schlafe ich am Wochenende mal länger (wenn ich kann) habe ich spätestens nach 6 Stunden immense Kopfschmerzen. Der Kommentar meiner Hausärztin: Kann man nichts machen. Tja....

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Lisa_can_do 14.02.2019, 08:28
3. Hut ab

15 Probanden und die Erkenntnis, dass wir Schlaf brauchen. Das Studiendesign war ja recht banal und dennoch nur 15 Teilnehmer? Liest man die Originalbeitrag im Journal of Experimental Medicine ist es ja ganz spannend zu lesen, aber natürlich sehr speziell und fachlich. Welche Information soll in dem Artikel uns geneigten Lesern gereicht werden? Interessant wäre aus meiner Sicht, warum ein so hoher Anteil der Bevölkerung profunde Schlafprobleme hat ohne eine erkennbare pathologische Erklärung.

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sushifighter 14.02.2019, 12:47
4. Erkenntnisquelle ist aber sehr dürftig

den Test mit 15 Propanden durchzuführen, ist nicht unbedingt sehr aussagekräftig.
Meine Wenigkeit kommt werktags seit circa. 12-14 Jahren mit durchschnittlich 3-4 Stunden Schlaf komplett aus (oftmals mache ich Nächte auch komplett durch). Am Wochenende schlafe ich dafür bisschen länger (5-7 Stunden). Ich habe in den ganzen Jahren vllt 3-4 Erkältungen gehabt und habe vllt 3 Erkrankungen, wo ich mehrere Tage in der Schule/Uni/Arbeit ausgefallen bin (ok, mein größtes Übel waren zahnschmerzen, da habe ich vllt doch je Jahr 2-3 Tage aussetzen müssen). Btw habe ich trotzdem sehr, sehr gute Leistungen erbracht (nicht gelogen xD).
Ich denke, das Erkältnungsrisiko ist nicht so kausal auf die Schlafzeit herunterzubrechen. Bei manchen kann dies ein Faktor sein, bei vielen Eulen aber nicht. Dazu sind doch deutlich mehr Untersuchungen nötig. Auch denke ich, dass der Körper besonders zu Kinderzeiten mit den Gefahren in Kontakt kommen sollte, damit sich das Immunsystem an die Viren etc. gewöhnen kann. Also lasst eure Kinder im Schleim und mit anderen, erkrankten kindern ruhig spielen.

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kindchen 14.02.2019, 16:44
5. Es klingt paradox ...

Zitat von sushifighter
... in den ganzen Jahren vllt 3-4 Erkältungen gehabt und habe vllt 3 Erkrankungen ...
... aber wenn man "nie krank" ist, ist das eher ein Zeichen für ein schlechtes Immunsystem als für ein gutes. Der Grund dafür ist, daß das, was wir als "Krankheit" sehen, nämlich die Krankheitssymptome, gar nicht durch den Erreger selbst ausgelöst wird, sondern durch das Immunsystem.

Für einige Viren ist das inzwischen ganz gut belegt. Das Hepatitis-B-Virus etwa schadet der Leberin Abwesenheit eines Immunsystems zumindest kurzfristig überhaupt nicht. Die Entzündung der Leber ist der Versuch des Immunsystems, das Virus wieder loszuwerden. Die "Spanische Grippe" von 1918/19 war deswegen so tödlich, weil das Virus eine besonderst starke Reaktion des Immunsystems hervorrief. HIV-Positive sind oft jahrelang "nie krank", während man am Blutbild deutlich erkennen kann, wie sich das Immunsystem immer weiter verschlechtert. Beginnen sie dann eine antiretrovirale Therapie, erholt sich das Immunsystem wieder - und die Betroffenen leiden auch wieder öfter unter Erkältungen.

Bei HIV selbst kennt man übrigens auch keinen Mechanismus, wie das Virus die Immunzellen zerstört. Meine persönliche Theorie dazu: Ähnlich wie das Immunsystem bei der Hepatitis die Leber angreift, um das Virus wieder loszuwerden, greift es bei HIV sich selbst an. Da das Immunsystem kein klar abgegrenztes Organ wie die Leber, sondern über den ganzen Körper verteilt ist, würde das auch die generalisierten Entzündungsreaktionen erklären, die bei HIV auftreten. Aids ist also gewissermaßen eine durch das HI-Virus hervorgerufene Entzündung des Immunsystems.

Alte Menschen berichten oft, nur noch selten an Erkältungen zu leiden. M.E. ein Zeichen für das nachlassende Immunsystem im Alter. Krebspatienten berichten oft, jahrelang nicht ernsthaft krank gewesen zu sein, lange bevor der Krebs erkannt wurde. Auch das liegt m.E. am Zusammenhang zwischen Krebs und Immunsystem, ob nun das geschwächte Immunsystem den Krebs begünstigt, oder der Krebs das Immunsystem schwächt. Wahrscheinleich beides.

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Einhorn 14.02.2019, 18:00
6.

Ich habe zum Glück eine Hausärztin, die das auch so sieht. "Ab ins Bett" ist die erste Therapie, wenn man krank ist. Antibiotika gibt es nicht bis feststeht, dass sie gebraucht werden.

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fördeanwohner 14.02.2019, 18:05
7. -

Zitat von kindchen
... aber wenn man "nie krank" ist, ist das eher ein Zeichen für ein schlechtes Immunsystem als für ein gutes. Der Grund dafür ist, daß das, was wir als "Krankheit" sehen, nämlich die Krankheitssymptome, gar nicht durch den Erreger selbst ausgelöst wird, sondern durch das Immunsystem. ...
Man fragt sich dann aber doch, weshalb dann Menschen überhaupt sterben an Krankheiten, wenn vorher Symptome zu sehen waren. Nach Ihrer Theorie ist das Immunsystem ja nur intakt, wenn Symptome zu erkennen sind. Weshalb dann Menschen, die sichtbar an der z.B. der Beulenpest erkrankt waren, gestorben sind. Weshalb sterben Menschen an Masern, obwohl man die Symptome gesehen hat.
Ich denke nicht, dass Ihre Schlussfolgerungen haltbar sind.
P.S.: Mein Opa war sehr selten erkältet, ist aber fast 100 geworden. Wie man mit schlechtem Immunsystem ohne Medikamente so alt werden kann, erschließt sich mir nicht.

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larzac 14.02.2019, 21:25
8. Schlaf kann heilen, definitiv

Als junger Mann unterwegs, in der Türkei, mit Rucksack, Transport mit den öffentlichen Überlandbussen etc.
An einem Nachmittag bin ich total erschöpft, mit Sehstörungen und vermutlich krank mit hohem Fieber aus dem Bus gewankt, habe mich in das kleine Hotel gegenüber geschleppt und dort 15 Stunden am Stück geschlafen.
DANACH WAR ICH TOTAL GESUND!! Ohne weitere Beschwerden!
Seitdem schwöre ich auf Schlaf als Allheilmittel.

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