Forum: Gesundheit
Ernährung: Bio-Lebensmittel kaum gesünder als normale Produkte
dapd

Weniger Pestizide, weniger Antibiotika - aber nicht gesünder: Forscher haben Hunderte Studien über Bio-Lebensmittel analysiert. Doch auch danach lässt sich die Hoffnung vieler Verbraucher, mit Bioprodukten ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun, wissenschaftlich kaum erhärten.

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schon,aber 04.09.2012, 09:04
140. mmmm

Zitat von sysop
Doch auch danach lässt sich die Hoffnung vieler Verbraucher, mit Bioprodukten ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun, wissenschaftlich kaum erhärten.
Jeder Supermarkt hat heute seine ansehnlich ausgebaute Bio-Ecke. D.h. dass Tomaten, Paprika, Gurken und Co., die aus Südspanien unsere Regale füllen, die gleichen Ernteumstände in sich tragen wie konventionelles Obst und Gemüse, nämlich grün geerntet, mehrere Tage Lkw-Transport und vielfaches Umladen (Quetschen).
Wenn man Tomaten im eigenen Garten an der Pflanze ausreifen lässt, haben sie ein von Supermarktware nicht erreichbares Aroma, egal, ob Bio- oder Standardware. Wenn man die letzten Tomaten im September abnimmt und in der Wohnung "nachreifen" lässt, schmecken die auch nicht mehr so gut.
Das ist m.E. der entscheidende Faktor.
Deshalb kaufe ich in der dunklen Jahreszeit ausschließlich Gemüse von der Reichenau (eine Insel im Bodensee) – wegen der kurzen Transportwege. Kostet ein bisschen mehr, schmeckt aber um Vieles besser.

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Dr. Sorglos 04.09.2012, 09:05
141. Meinungsmache

Ein typischer PR-Artikel der Lebensmittelindustrie, die uns auch ständig erklärt, welche Vorteile Rotwein, Kaffee, Schokolade, Zucker und regelmäßige Besuche bei McDonalds haben.

Universitäten - vor allem US amerikanische - liefern die Ergebnisse für die sie bezahlt werden. Das sollte mittlerweile auch der Letzte verstanden haben?
Wer glaubt, dass auf Styropor gezogene Lebensmittel die gleiche Qualität, die gleichen Inhaltsstoffe haben, wie solche, die in einem gesunden Boden wachsen, der soll das bitte glauben.

Wer glaubt, dass Pestizide und Herbizide - die sich in 95% der konventionell angebauten Lebensmittel finden lassen - ihrer Gesundheit nützlich sind. Bitteschön.
Viele Deutsche haben offenbar immer noch nicht begriffen, dass "Bio" die normale, konventionelle Produktionsmethode ist und nicht die von Monsanto und BASF.

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Dr. Sorglos 04.09.2012, 09:07
142. Brainwashed

Zitat von gernot999
Der Handel hat mit dem Etikett 'Bio' einen Weg gefunden, um Verbrauchern Mondpreise glaubwürdig zu machen. Läuft genauso wie bei Glühbirnen und Energiesparlampen.
Bei Ihnen haben die Agenturen und die Medien ihr Ziel bereits erreicht.

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Maynemeinung 04.09.2012, 09:08
143. Hier die Rechnung zum Argument

Zitat von Radler
Herr Werde liegt in Sachen Klimaschutz völlig falsch! Ökoprodukte erzeugen deutlich höhere Emissionen als konventionelle Produkte aufgrund der geringeren Erträge. Wer die gleichen Mengen an Ökoprodukten konsumiert wie er an konventionellen verbrauchen würde, trägt deutlich zum Klimawandel bei. Das zeigen zahlreiche Studien verschiedenster Länder und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Richtig. Die Rechnung ist im Grunde ganz einfach. Wenn man nicht auf den Ausstoß pro Fläche, sondern auf den Ausstoß pro Einheit Lebensmittel guckt, ist das recht eindeutig. Denn Bio verbraucht doppelt so viel Land für die Herstellung der gleichen Menge Lebensmittel.

Hier die Rechnung zum Argument:
http://www.agrar.hu-berlin.de/fakult...t%20Schutz.pdf

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forkeltiface 04.09.2012, 09:14
144.

Zitat von breakthedawn
wieso immer mehr Menschen an Krebs elendig sterben?
Genau das möchte die Lobby ja glauben machen.
Aber genau das widerlegt ja die Studie.

Es gibt mehr Krebs, wenn die Menschen älter werden.
Jedenfalls sagen das Ärzte, die nicht von Greenpeace bezahlt oder indoktriniert wurden.

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forkeltiface 04.09.2012, 09:17
145.

Zitat von Dr. Sorglos
Bei Ihnen haben die Agenturen und die Medien ihr Ziel bereits erreicht.
... sagt ein mit 100:1 Pro-Bio Propaganda Gefütterter.

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7eggert 04.09.2012, 09:17
146.

Zitat von han.solo
Ähm... warum sollen weniger Pestizide und weniger Antibiotika nicht gesünder sein?
Weniger Pestizide in der Umwelt nützen allen Menschen, also auch den Indutriefoodkonsumenten, also kann jeder Indutriefood essen und Geld sparen und gleichzeitig davon profitieren, daß weniger Gift versprüht wird, weil ja so viel Biolebensmittel angebaut werden. Äh - Moment mal ...

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Maynemeinung 04.09.2012, 09:18
147. Schwarz-weiß-Denken

Zitat von Luscinia007
(...)Und mich wundert noch mehr dass sich diese "Wissenschaftler" erkühnen zu behaupten, diese Bio-Tomaten, die zwar die selbe Menge an Nährstoffen haben wie konventionelle, dafür aber nicht mit Giften wie Dünger und Pflanzenschutzmittel belastet sind, seien "kaum gesünder". Bio-Lebensmittel sind in der Regel weniger mit Giften und Antibiotika und sonstigen Schadstoffen beslastet als konventionelle Lebensmittel. Daher sind sie generell gesünder. (...)
Das was Sie als "wundern" verspüren, sind kognitive Dissonanzen: Es bereitet Ihnen Pein, dass irgendwer Ihre liebgewonnen Überzeugungen erschüttert: Kognitive Dissonanz
Statt das neue Wissen einzuordnen, reagieren Sie mit Verdrängung.

Nur mal zu den Fakten: Dünger sind keine Gifte noch belasten sie Lebensmittel. Dünger führen dem Boden Nährstoffe zu, die die Pflanze ihm entzieht. Können Sie im eigenen Blumentopf überprüfen. Und natürlich wächst auch beim Bio-Bauern nichts ohne Düngung. Er nimmt dafür halt nur Gülle oder Jauche (dabei handelt es sich um Fäkalien von Tieren!).
Was uns dann auch zum zweiten Punkt der Gefahren bringt; Natürlich will keiner Pestizide essen, aber das ist ja alles eine Frage der Dosis. Bei den natürlichen Gefahrenquellen lassen wir denn mal Fünfe gerade sein, oder wie? Im vergangenen Jahr sind hierzulande über 50 Menschen am Verzehr von Bio-Sprossen gestorben.

Googlen Sie mal EHEC und dann lesen Sie noch einmal den Eintrag über die kognitiven Dissonanzen...

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Claudio Tiberio 04.09.2012, 09:19
148.

Zitat von chuckal
weniger pestizide und antibiotikber nicht gesünder. zum thema pestizide mal nach dem stichwort bienentod googeln und die doku gucken, die letzte woche auf arte lief. und über resistenzen durch antibiotika in der mast reden wir mal nicht... wie kommt es zu so einem artikel?
Damit lässt sich so schön gegen die Ökos, Grünen hetzen!
Es ist ein unverantwortlicher Artikel, weil es einfach mal um Fauna und Flora geht, diese zu erhalten unser Ziel sein soll. Für weniger Leid an den Tieren mehr zu bezahlen, was spricht dagegen? Der Mallorca Urlaub?

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carolane 04.09.2012, 09:20
149. Bei Aldi kaufen wegen des schlechten Gewissens

Zitat von averagejoe
Leider hat die Industrie es geschafft, mit dem Bio Label den Konsumenten ein gutes Gewissen zu verkaufen. Von einer "artgerechten" Tierhaltung kann bei Bio jedoch keine Rede sein. Empfehlenswert dazu die Lektüre von "Der große Bioschmäh". Und überhaupt: "artgerecht" kann Tierhaltung gar nicht sein, weil kein Tier dafür geboren wurde, als Sklave gehalten zu werden (wie bei den sog. "Nutz"tieren der Fall).
Und über artgerechte Pflanzenhaltung wurde hier überhaupt noch nicht gebarmt. Dazu noch auf das schützenwerte Ungziefer irgendwelche Raubtiere wie die mörderischen Schlupfwespen loszulassen ist ein Skandal der Biobranche.
Dazu kommt noch ein weiterer Mythos der Ökobranche dass Öko-mampfe besser schmeckt als normales Futter. In vielen Blindtests wurden dies schon widerlegt.

Und wenn man dann noch die Tatsache hinzunimmt dass man für gutes-Gewissen-Essen auch noch viel mehr kostbare Ackerfläche braucht und dadurch die Armen in der letzten Welt Hunger leiden müssen, da kann man doch als Öko Nachts nicht mehr schlafen ob der Sünden die man beim Bio-Kauf begeht.
Also... des guten Gewissens wegen ... auf zu Aldi...

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