Forum: Gesundheit
Ernährung: Eier sind gesünder, als viele denken
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Eier? Lieber in Maßen genießen, hieß es lange. Mittlerweile gelten die Warnungen als überholt. Neue Studien weisen sogar darauf hin, dass Eier-Liebhaber seltener am Herz erkranken.

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g_bec 24.05.2018, 18:07
40. Probleme?

Zitat von laka77
... Ist Ihnen aufgefallen, dass Sie die Unnötigkeit von Eiern, die erhebliche ethische Probleme mit sich bringen, mit solchen Lebensmitteln vergleichen, die ohne ethische Bedenken funktionieren?
Welche ethischen Probleme? Würden wir nicht die ganzen Eier essen, hätten die Hühner schon längst die Weltherrschaft übernommen.

Zum Artikel selber: Auf Grund der genannten Studieninitiatoren habe ich den Verdacht, dass die Eierproduzenten mit einer massiven Überproduktion zu kämpfen haben. Das erinnert mich ein wenig an eine DDR-Kampagne "Nimm ein Ei mehr", die gestartet wurde, nachdem die KIM* ihre volle Produktionskapazität erreicht hatten und der Einzelhandel mit Eiern überschwemmt wurde.

*Kombinate Industrielle Mast, also die Broiler- und Eierproduzenten

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**Kiki** 24.05.2018, 18:11
41. Was Sie nicht sagen.

Zitat von charly25
Muessiggang und Faulheit, sind der wahre Feind. wer nicht gegen die menschliche Natur lebt, der braucht auch keinen Arzt.
Finden Sie es dann nicht ein bißchen seltsam, daß die Lebenserwartung immer ausgerechnet dann in einem Land zu steigen beginnt, wenn die Leute nicht mehr rund um die Uhr mit physischer Anstrengung damit beschäftigt sind, ihr Überleben zu sichern und die ärztliche Versorgung sich verbessert? Oder zählen Sie ein frühes Ableben einfach mit zur menschlichen Natur?

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laka77 24.05.2018, 18:21
42. Re: Probleme?

Zitat von g_bec
Welche ethischen Probleme? Würden wir nicht die ganzen Eier essen, hätten die Hühner schon längst die Weltherrschaft übernommen. Zum Artikel selber: [...]
Ist das wirklich eine ernst gemeinte Frage? Wie wäre es z. B. mit dem Umstand, dass statistisch für jede Legehenne in dieser Industrie ein männliches Küken geboren wird, das am ersten Lebenstag erstickt, geschreddert oder einfach nur weggeworfen wird? ... oder dass Legehennen darauf gezüchtet sind, pro Jahr über 200 Eier zu legen, mehr als das zehnfache der natürlichen Situation mit entsprechenden Konsequenzen für die Gesundheit und den Knochenbau der Tiere? ... oder dass die Tiere auf minimalem Raum und unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden, bis sie nach kürzester Zeit "verbraucht" sind und getötet werden, weil sie keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr besitzen? ... oder dass sie generell als Gegenstände im Produktionsprozess eines vollständig unnötigen "Lebensmittels" angesehen werden?

In Bezug auf die Studie sollte zumindest darauf hingewiesen werden, dass der Fluss des Geldes oft entscheidend ist. Der erwähnte UK Wellcome Trust sollte zumindest nicht als frei von ökonomischen Interessen betrachtet werden.

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berniemaier 24.05.2018, 21:30
43.

Zitat von laka77
1) Das lässt sich für die meisten Lebensmittel ziemlich genau quantifizieren. 2) Gegenfrage: Denken Sie, diese getöteten Tiere sind intrinsischer Bestandteil der Getreideernte? Wenn es die praktikable Möglichkeit gäbe, Feldmäuse, Rehe, Käfer und andere Tiere zu bewahren, würde dies doch getan... Kann dasselbe für Eier, Milchprodukte und Fleisch/Fisch gesagt werden?
1) Wenn es sich ziemlich genau quantifizieren lässt, dann sagen Sie doch mal wieviel Tiere bei der Getreideernte sterben müssen.
2) Wenn es keine praktikable Möglichkeit gibt Tiere vor der Getreideernte zu bewahren, sollten wir dann nicht auf Getreideprodukte verzichten?
Und zu Ihrer Frage: Nein, Küken oder Hähne zu töten ist kein zwingender Bestandteil um Eier zu essen.

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user33 25.05.2018, 02:14
44. Nachdenken muessen Sie!

Zitat von berniemaier
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht wieviele Tiere bei einer Getreideernte sterben müssen?
..und zwar nicht nur wieviele Tiere sterben muessen, die wir dann direkt essen, sondern eben auch wieviele zusaetzlich bei der Getreideernte sterben, um Getreide fuer die zuerst genannten Tiere herzustellen! (ueber 60% der Ernte weltweit endet als Viehfutter! und bis zu 20kg Getreide sind noetig, um 1kg Fleisch herzustellen; vom Wasser gar nicht zu reden)

ps. @Spiegel: waer nett auch meinen ersten (problemlosen) Beitrag zu veroeffentlichen, danke

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laka77 25.05.2018, 06:36
45. Re: 44.

Zitat von berniemaier
1) Wenn es sich ziemlich genau quantifizieren lässt, dann sagen Sie doch mal wieviel Tiere bei der Getreideernte sterben müssen. 2) Wenn es keine praktikable Möglichkeit gibt Tiere vor der Getreideernte zu bewahren, sollten wir dann nicht auf Getreideprodukte verzichten? Und zu Ihrer Frage: Nein, Küken oder Hähne zu töten ist kein zwingender Bestandteil um Eier zu essen.
Dazu gibt es Auswertungen, z. B. "Number of Animals Killed to Produce One Million Calories in Eight Food Categories".

Sie wissen, dass Eier und andere tierische Produkte sowohl das direkte Leid der Tiere beinhaltet, sowie gleichzeitig in großem Ausmaß ein indirektes bei Anbau und Ernte der notwendigen Futtermittel?

Ist es korrekt, dass Sie für den Verzehr von Eiern plädieren, die laut diesen Statistiken insgesamt 92,3 tote Tiere pro einer Million Kalorien verursachen, und gegen den Verzehr von Getreide, dessen Anbau und Ernte pro einer Million Kalorien deutlich weniger tote Wildtiere (1,65) verursacht? Sehen Sie dabei keinen Widerspruch?

Unabhängig von der niedrigeren Anzahl, sehen Sie keinen Unterschied zwischen absichtlich verursachtem Leid&Tot verglichen mit unabsichtlichem?

Inwiefern ist das Töten *kein* zwingender Bestandteil des Eikonsums? Wenn wir bei Ihrem Beispiel bleiben, geht es um den industriellen Maßstab, also um ganze Bevölkerungen zu versorgen, nicht um besondere Einzelfälle.

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berniemaier 25.05.2018, 08:15
46. Nachdenken müssen Sie!

Zitat von user33
..und zwar nicht nur wieviele Tiere sterben muessen, die wir dann direkt essen, sondern eben auch wieviele zusaetzlich bei der Getreideernte sterben, um Getreide fuer die .....
... und zwar warum man auf Eier verzichten soll. Aber nicht auf Getreideprodukte wodurch unzählige Tiere sterben müssen.

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berniemaier 25.05.2018, 09:35
47.

Zitat von laka77
Dazu gibt es Auswertungen, z. B. "Number of Animals Killed to Produce One Million Calories in Eight Food Categories". Sie wissen, dass Eier und andere tierische Produkte sowohl das direkte Leid der Tiere beinhaltet, sowie gleichzeitig in großem Ausmaß ein indirektes bei Anbau und Ernte der notwendigen Futtermittel? Ist es korrekt, dass Sie für den Verzehr von Eiern plädieren, die laut diesen Statistiken insgesamt 92,3 tote Tiere pro einer Million Kalorien verursachen, und gegen den Verzehr von Getreide, dessen Anbau und Ernte pro einer Million Kalorien deutlich weniger tote Wildtiere (1,65) verursacht? Sehen Sie dabei keinen Widerspruch? Unabhängig von der niedrigeren Anzahl, sehen Sie keinen Unterschied zwischen absichtlich verursachtem Leid&Tot verglichen mit unabsichtlichem? Inwiefern ist das Töten *kein* zwingender Bestandteil des Eikonsums? Wenn wir bei Ihrem Beispiel bleiben, geht es um den industriellen Maßstab, also um ganze Bevölkerungen zu versorgen, nicht um besondere Einzelfälle.
Bei Eiern kann ich selbst entscheiden, aus welcher Haltung ich diese beziehen will. Es gibt auch genügend Bezugsquellen bei denen die Aufzucht von Bruderküken Standard ist.
Ich bin sowohlMassentierhaltung, und gegen Dogmen wie z.B. Eier essen darf man nicht.

Bei der Getreideernte handelt es sich nicht wie Sie meinen um unabsichtliches Töten. Dass bei der Getreideernte Tiere sterben ist sicher und wird in Kauf genommen. Würde es sich bei den toten Tieren um Menschen handeln, wäre das bedingter Vorsatz und strafrechtlich vorsätzliches Töten.
Ebenso werden bei der Schädlingsbekämpfung und Entwesung absichtlich Tiere getötet.

Wenn Sie persönlich aus solchen Tatsachen und zu hinterfragenden Statistiken für sich ein Verbot Eier zu essen ableiten wollen, dann können Sie es tun. Veganer haben auch immer unzählige Statistiken parat, die anscheinend belegen sollen, wie ungesund Eier wären.
Für mich persönlich ist aber Ihre Schlussfolgerung nicht schlüssig und deshalb müssen Sie mir auch zugestehen können, dass ich solche Dogmen ablehne.

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laka77 25.05.2018, 10:00
48. Re: 47.

Zitat von berniemaier
Bei Eiern kann ich selbst entscheiden, aus welcher Haltung ich diese beziehen will. Es gibt auch genügend Bezugsquellen bei denen die Aufzucht von Bruderküken Standard ist. [...] Bei der Getreideernte handelt es sich nicht wie Sie meinen.....
Sie widersprechen sich selbst massiv, aber ich habe nicht den Eindruck, dass Sie das stört.
Mit der gleichen Begründung könnte ich behaupten, ich baue mein Getreide hinterm Haus an und siedele Feldmäuse und Rehe vor der Ernte ggf. von Hand um, folglich verursachte ich keinerlei unnötige tote Wildtiere durch den Verzehr von Getreide. Ist genauso illusorisch und unpraktikabel wie Eier generell gutzuheißen, weil es einzelne Ausnahmen gibt, in denen es geringfügig weniger grausam zugeht.

Auf der Skala von Bevölkerungen verursachen beide Kategorien Leid&Tot. Wenn Sie die Probleme der Getreideernte ansprechen, sollten Sie umso mehr vegan leben, da jede Form von tierischer Nahrung äußerst ineffizient ist und in jedem Fall mehr Kalorien an Futtermitteln (also Pflanzen/Getreide) aufgewendet werden müssen, um eine entsprechende Menge an Nahrung/Kalorien zum Verbraucher zu bringen, folglich auch massiv in der durch Sie kritisierten Kategorie *zusätzlich* zu den toten Hennen&Hähnen an sich.
Ich argumentiere nicht über gesundheitliche Aspekte, halte die im Artikel vertretene Behauptung von gesundheitlichen Vorteilen aber für mehr als lächerlich. Darüber können wir gerne auch diskutieren, diese sind sehr einfach zu widerlegen.

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berniemaier 25.05.2018, 10:31
49.

Zitat von laka77
Sie widersprechen sich selbst massiv, aber ich habe nicht den Eindruck, dass Sie das stört. Mit der gleichen Begründung könnte ich behaupten, ich baue mein Getreide hinterm Haus an und siedele Feldmäuse und Rehe vor der Ernte ggf. von Hand um, folglich verursachte ich keinerlei unnötige tote Wildtiere durch den ......
Ich esse Eier und Getreideprodukte. Wieso ist das ein Widerspruch. Außerdem heiße ich Eier entgegen Ihrer Unterstellung auch nicht generell gut. Im Gegenteil ich habe doch geschrieben, dass ich gegen Massentierhaltung bin und gerade bei Eiern selbst entscheiden kann aus welcher Haltungsart man diese bezieht.

Sie essen offensichtlich Getreideprodukte, aber keine Eier. Da ist der Widerspruch, nach dem ich gefragt habe und Sie mir noch nicht schlüssig erklären konnten. Sie sagen Eier sollte man nicht essen, aber Getreideprodukte schon. Genauso könnte jemand der den Tierschutz noch ernster nimmt als Sie behaupten, ich baue mein Getreide hinterm Haus an und siedele Feldmäuse und Rehe vor der Ernte ggf. von Hand um, folglich verursachte ich keinerlei unnötige tote Wildtiere durch den Verzehr von Getreide, also müssen Sie das auch so tun. Er hat beim Tierschutz einen anderen Maßstab als Sie.
Wieso sollte also ausgerechnet Ihre persönliche subjektive Abwägung beim Tierschutz der objektive Maßstab für alle anderen sein?

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