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Ernährung: Vegan für Kinder - was Eltern beachten müssen
Corbis

Bei Erwachsenen ist eine vegane Ernährung längst nichts besonderes mehr. Doch dürfen auch Kinder auf Käse, Joghurt und Milch verzichten?

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picard95 18.07.2015, 20:04
180.

Zitat von cekay1
als Frischkostveganer aufgewachsen zu sein. Heute bin ich es um um über die gesundheitlichen Schäden aus meiner Kindheit und Jungendzeit hinwegzukommen. Der Hit: Ich habe heute weniger Gewicht und mehr Energie als ich es je hatte, selbst damals als 16 Jähriger!
Meine körperlich gesündeste Zeit war es, als ich mein Studium durch Fahrradfahren finanziert hatte.

Meine Ernährung war so, dass ein Veganer nach einem Tag tot umgekippt wäre (u.a. Döner, Burger, Schokolade). Aber immer wieder gerne Obst und Gemüse gegessen. Dazu rohes Fleisch.

Idealgewicht, guter Muskelaufbau, einzig ein Waschbrettbauch fehlte.
Von Krankheiten bin ich bisher verschont geblieben. Alle paar Jahre mal eine leichte Erkältung.

Die einzige Veganerin in der Familie sieht jetzt mit 44 Jahre aus wie ein 60 jähriger Zombie, während meine neuen Arbeitskollegen mich für Mitte 30 halten (ich bin 45).

Mein Schwippschwager aus einer "Ökofamilie" (Selbstanbau, kein Alkohol, fast kein Fleisch, keine Fertiggerichte, keine Fertiggetränke, dazu massvoller Sport) hat gerade den 3. Herzinfarkt hinter sich und ist nicht mehr arbeitsfähig.

Vielleicht sterbe ich ein paar Jahre früher als Kampfveganer. Aber was soll's.

Ich mache regelmässig eine vegetarische Woche, aber ausschliesslich ist das für mich nichts. 3-4 Tage ist es immer ok, bis Tag 7 eher eine Quälerei.

Von Tofu über Sojagranulat/-schnitzel habe ich auch schon alles ausprobiert. Die vegetarische Wurst ist mir suspekt (72% Eiklar), aber meine Katzen lieben die.

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Übersichtsaufnahme 18.07.2015, 20:05
181.

Zitat von jamblichos
Ein Aspekt wird in der Diskussion leider vernachlaessigt : die Kinder essen ja, egal in welchem Alter, nicht nur bei den Eltern, sondern im Kindergarten, der Kita, der Schule, auf Festen, bei Freunden, im Sportverein usw. Durch eine solche extremistische Haltung werden Kinder in eine Aussenseiterrolle gedraengt, in dem sie staendig nachfragen und sich rechtfertigen muessen. Die sozialen Folgen koennen schlimmer sein als die gesundheitlichen.
Da haben Sie völlig recht. Genau das ist uns heute passiert. Zum Kindergarten-Ende gab es eine Aufführung der Kleinen. Mit Kuh-Kostüm und so Sachen. Da wurde u.a. gesungen "wir haben alle Tiere gerne". Und was macht mein Kleiner? Er fragte, warum die Menschen die Tiere töten und essen, wenn wir die doch alle so lieb haben?

Die Gesichter der Pädagogen und besonders der Eltern waren unbezahlbar. Und den anderen Kindern sind die Hühner-Nuggets fast im Hals stecken geblieben :)

Da macht die "extremistische Haltung" der "Aussenseiter" nochmal viel mehr Spaß. Und nun können Sie weiter den opportunistischen Bückling machen, um nur nicht anzuecken. Nullen haben keine Ecken und Kanten...

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Übersichtsaufnahme 18.07.2015, 20:08
182.

Zitat von minsk60
Natürlich gibt es auch hervorragende vegetarische/vegane Gerichte. Aber den Kindern entgehen eben auch völlig andere Geschmackswelten. Die Erklärung, das würde ihnen alles nicht schmecken, greift mir da doch zu kurz.
Dann aber den Kindern auch sagen - oder noch besser zeigen - wo das Essen herkommt. Das relativiert das Geschmackserlebnis ungemein. Die wenigsten mir bekannten Eltern reden mit ihren Kindern über den täglichen Horror in den Schlachthäusern. Traut euch...

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EvaBaum 18.07.2015, 20:09
183. Wissenschaft z.B.

Zitat von gero_rudolph@hotmail.com
...was ist die Messlatte? Spinnt man denn hier? Lasst ALLE essen, was sie wollen. Nur haben Veganer ein Ernährungsproblem, das genau verfolgt und kompensiert werden muss, um sich - oder abhängige Minderjährige - korrekt zu ernähren (und was nicht 100 % möglich ist).
Lesen Sie doch zum einstieg mal hier nach:
"Fleisch und Wurstwaren darf jeder Erwachsene bis zu 600 Gramm pro Woche essen. Das scheint auf den ersten Blick gar nicht so wenig. Allerdings verspeisen die Deutschen im Schnitt 150 Gramm täglich, also mehr als 1000 Gramm Fleisch und Wurst wöchentlich. Das ist nicht ungefährlich: Wer jeden Tag die erlaubte Menge Fleischwaren um 100 Gramm überzieht, erhöht sein Risiko für Herzerkrankungen um 150 Prozent. 100 Gramm rotes Fleisch täglich, also Schwein, Rind oder Lamm, steigert das Darmkrebsrisiko um 50 Prozent, die entsprechende Menge Wurst sogar um 70 Prozent. Weißes Fleisch, also Geflügel, greift den Darm dagegen nicht an. Während das Herzrisiko auf den hohen Anteil an tierischem Fett zurückzuführen ist, haben Wissenschaftler für den schädlichen Effekt des roten Fleisches bisher keine Erklärung." http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/regeln/ernaehrungsregel-4_aid_15859.html

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Linda2014 18.07.2015, 20:09
184. Zu 172

Der Beitrag gefällt mir sehr gut.

Was ich gerne noch schreiben möchte und dazu noch esoterisch angehaucht;)
Normalerweise verirren sich Tiere nach ihrem Tod nicht in der Astralebene, aber bei diesen Schlachtfabriken habe ich meine Zweifel.
Die Tiere leiden von Geburt an! Und damit werden bestimmt keine guten Energien angezogen.

Ich könnte noch mehr schreiben, belasse es jedoch bei den wenigen Sätzen.

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simonlange 18.07.2015, 20:10
185. Kindeswohlgefährdung

Wer Schutzbefohlene forciert vegan ernährt, betreibt aktiven Missbrauch. Die Eltern können gerne ihre Ideologie ausleben. Aber der Mensch braucht nunmal eine abwechslungsreichere Kost als ein Wiederkäuer.

Allein schon mit dem Risiko von Mangelernährung nur zur Beruhigung der eigenen Psyche zu spielen und dies Schutzbefohlenen anzutun sollte nicht noch mit solchen gefährlich naiven Artikel befeuert werden.

Die Langzeitschäden einer solchen absichtlich herbeigeführten Mangelernährung sind noch garnicht abschätzbar. Wenn die Spätfolgen dann einsetzen ist es allerdings zu spät. Aber Hauptsache Eure scheiß Auflage/PI stimmt und irgendwelche Ökoterroristen können sich in ihrer Oxfam Kuscheldecke knuddeln und glauben sie haben etwas Gutes getan. m(

Wann lernt Ihr endlich dass "gut gemeint" NICHT "Gut gemacht" ist. :D

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h-i-2224 18.07.2015, 20:15
186. Vegan ist das eine, im Grunde eine Mangelernährung bei der

Zitat von kai kojote
Man muss doch nur mal an der Kasse die Augen aufmachen: Süßigkeiten, billigstes Schweinefleisch, Chemie ohne Ende... gesund oder ungesund hat nichts mit Vegan oder Omnivor, sondern mit Kenntnissen und bewußtem Konsum zu tun. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Anteilig mehr Kinder mit Mängeln bei veganer Ernähung als bei omnivorer gibt - aber da Zahlen fehlen, ist jede Aussage in die Richtung reine irrationale Politik und Meinungsmache. Die VB12-Problematik ist so oft thematisiert dass das kaum an einem Veganer vorbeihen dürfte. Und solange regelmäßig Blut- und Organwerte erhoben und kontrolliert werden, ist eine überwachte und fundierte Vegane Ernähung sicher besser als eine Unilever- & Wiesenhof-Ernährung ohne Checks. Man muss doch nur mal auf dem Schulhof schauen wieviele übergewichtige Kinder da rumrennen und was die so in der Pause an Zucker in sich reinhauen. Und zum Thema VB12 wäre künstliches Nahrungsergänzungsmittel: Alle industriellen Lebensmittel sind voll mit Ergänzungsmitteln, Chemie, Geschmacksverstärkern, fast überall ist künstliches Vitamim-C drin. Aber bei Veganern haut man dann auf diese eine Sache ein. Das zeugt von wenig Reflektiertheit.
nach harter Arbeit keiner satt wird. Vielzuviele die ich kenne, welche eine vegane Ernährungsform wählen um offiziell abhungern zu können und sich dann auch noch dafür feiern lassen.

Wer das will, nur zu. Es gibt mittlerweile nichts häßlicheres als Frauen ab Mitte 30 bis ins hohe Alter hinein, die sich diesem Wahn unterziehen und der Kopf in der gewünschten Abmagerung dabei größer anmutet als der Rest des Körpers, aber es ist deren Sache.
Nur wenn es dann um Kinder geht wird es ungemütlich. Menschenversuche an den eigenen Kindern, das Ergebnis sehe ich jeden Tag an verhaltens- und entwicklungsgestörten Kindern von vor allem vegan lebenden zu Fanatikerinnen mutierten Müttern.
Dabei sind Sprachstörungen, Kleinwüchsigkeit noch das geringste Übel, von Verhaltensauffälligkeit und schweren Konzentrationsstörungen ganz zu schweigen. Oft fehlt die Kraft auch nur annähernd 1 bis 2 Stunden konzentriert den schulischen Anforderungen gerecht werden zu können.

Noch etwas, es dürfte sich mittlerweile herum gesprochen haben, dass vegan und vegetarisch nicht unbedingt etwas mit guten Lebensmitteln zu tun hat. Die Inhaltsangaben auf vielen Verpackungen lassen Schlimmes erahnen, für diejenigen, welche glauben sich damit gesund ernähren zu können.
Fleisch hat nichts mit Übergewicht zu tun, wenn Sie es denn in Maßen genießen. Und Zucker ist eines der Hauptmittel vegetarischer und veganer Kost, egal ob Obst oder der Kuchen, den diese sich nun pausenlos hineinstopfen, weil diese sonst nicht satt werden. Der Jojo-Effekt ist vorprogrammiert und die Enttäuschung über die vegane Ernährung auch. Nur der Hunger bringt den gewünschten Effekt und lässt sich wunderbar über vegane Ernährung nach außen vermitteln. Nur schaffen es die Meisten dann doch nicht.

Das sind alles gemachte Erfahrungen aus meinem Umfeld in Bezug auf vegane und vegetarische, okto, oder wie sie alle heißen.

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herzblutdemokrat 18.07.2015, 20:16
187. @171 halfthing

Bei allem Respekt. Ihr Text klingt wie der Missionierungstext einer Sekte. Wo fehlt den Fleischessern die Weitsichtigkeit? Fragen Sie jeden Anthropologen nach dem Gebiss, und den Essgewohnheiten des Homo Sapiens. Die Antwort wird Ihnen nicht passen. Ich schlage Ihnen vor sie kommen mal runter, und lassen jeden Menschen so leben wie er das möchte.

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moev 18.07.2015, 20:17
188.

Zitat von EvaBaum
Das klingt schon nach "wir wären eigentlich Raubtiere, nur haben sich die Zähne wie unser Fell auch zurückgebildet" oder?
Schauen Sie sich z.B. Schimpansen an, die jagen und fressen was sie erbeuten können. Von kleinen Waldantilopen bis hin zu anderen Affen. Pflanzen fressen sie nebenbei.

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picard95 18.07.2015, 20:17
189.

Zitat von 1940fischer
Mein Kind ernährt sich seit fünf Jahren vegan bzw vegetarisch. Heute mit vierzehn und vierzig Kilo ist sie mit Abstand die kleinste in der klasse und wächst nicht mehr. obwohl die blutwerte okay waren. die Ärztin befand ihre Entwicklung normal, ist aber selbst Vegetarier und 161cm .... ein arztwechsel zum Spezialisten ergab : selbstverständlich hatte das Einfluss auf Wachstum und Entwicklung. aber jetzt ist es zu spät. das Kind ist ,,ausgewachsen ''
Eine indische Arbeitskollegen bekam über die Jahre drei Kinder. Sie selbst (ca. 165cm) ist wie ihr Mann (knapp 180cm) Vegetarier (und die Kinder auch).
Um es kurz zu machen: die Kinder sind wesentlich kleiner als ihre Altersgenossen und dauernd krank.

Da die Kollegin als studierte Informatikerin der gehobenen Mittelschicht (hier in D wie auch in Indien) angehört, nehme ich mal nicht an dass sie zu blöd ist ihre Kinder vernünftig zu ernähren.

Ich persönlich halte eine vegetarische Ernährung für absolut möglich, aber die bösen Fleischesser müssen seltsamerweise nicht besonders darauf achten was sie in welchen Mindestmengen zu sich nehmen müssen für alle Nährstoffe.
Wenn sie nicht mehr Kalorien zu sich nehmen als sie verbrauchen werden Fleischesser noch nichtmal fett.

Und wer mehr kcal bzw. kJoule zu sich nimmt als er verbraucht, wird auch als Vegetarier fett. Da kenne ich auch einige Beispiele.

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