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Ernährung: Vegan für Kinder - was Eltern beachten müssen
Corbis

Bei Erwachsenen ist eine vegane Ernährung längst nichts besonderes mehr. Doch dürfen auch Kinder auf Käse, Joghurt und Milch verzichten?

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adubil 19.07.2015, 00:56
250.

Zitat von smartino99
was machen Sie wenn ihr kleiner Sohn zu Ihnen kommt und plötzlich Schnaps trinken will?
Ich biete ihm einen an. Keine Sorge, den trinkt er nicht. Allenfalls nippt er dran, wenn er das Gesöff überhaupt über die olfaktorische Schmerzgrenze bekommt.

Ernsthaft: ich hatte das "Problem" mit meiner Tochter. Allerdings betr. Nikotin. Sie wollte mit ca. 10 Jahren auch rauchen. Hab' ihr eine von meinen 'Roth-Händle' angeboten und Feuer gegeben. Ein Zug, dann war das Thema durch. Jetzt ist sie fast 30 und seit 20 Jahren stolze Ex-Raucherin...ohne Rückfall :-)

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anna cotty 19.07.2015, 01:06
251. Meine Enkel,

Zitat von Übersichtsaufnahme
Dann aber den Kindern auch sagen - oder noch besser zeigen - wo das Essen herkommt. Das relativiert das Geschmackserlebnis ungemein. Die wenigsten mir bekannten Eltern reden mit ihren Kindern über den täglichen Horror in den Schlachthäusern. Traut euch...
haben, genau, wie meine Kinder frueher, ueberhaupt kein Problem damit, dass Tiere sterben, damit sie essen koennen. Aber sie leben auf dem Land, sehen, wie Katzen Maeuse, Kaninchen und Voegel fressen und lieben es, unsere Huehner mit Schnecken und Wuermern zu fuettern.
Sie sind zwischen 4 und 8 Jahren und sehen, dass es der natuerliche Kreislauf ist.
Uebrigens sind selbst Pferde und Kuehe und Grasfresser keine 100% igen Vegetarier: wenn sie grasen, vertilgen sie automatisch einen guten Teil an Schnecken und Insekten.

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anna cotty 19.07.2015, 01:16
252.

Zitat von Furchensumpf
nein, wir waren es nur gewohnt, ungekochtes Fleisch und rohes Gemüse/Früchte zu essen. Als dieses aber leichter essbar und verdaulicher geworden ist brauchten wir ein solch großes und starkes Gebiss nicht mehr und es hat sich zurückgebildet - wie es in der Natur üblich ist.
Das ist ja der reine Lamarckismuss.
Ich dachte, Herr Darwin haette alles zurfriedenstellend erklaert. Nichts wird zurueckgebildet, weil wir es nicht mehr gebrauchen. Aber diejenigen, die am fittesten sind ( nicht im sportlichen Sinn, natuerlich), haben den meisten Nachwuchs und vererben ihre Faehigkeiten am besten.

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analyse 19.07.2015, 01:18
253. Fakt ist,daß die Leute immer älter werden,mit 60 oft

noch fit wie ein Turnschuh,so schlecht kann die Ernährung in den letzten 50 Jahren nicht gewesen sein. Es war wohl meist Mischkost.Schädliche Einflüsse gibt es bei extremen Fehlverhalten. Zu fett z.B., kann man mit rein tierischer,rein pflanzlicher und mit Mischkost werden !Kinder sollte man nicht ideologisch ernähren,sondern sachkundig !

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Babsi03 19.07.2015, 01:22
254. Veganer / Vegetarier

Irgendwie eigenartig diese ganze Diskussion.
Da wird vegan und vegetarisch vermischt, über die Entwicklung vom Gebiss des Menschen diskutiert und die, um die es geht oft gar nicht erwähnt.

Kuzer Überblick über meine Ernährungsgewohnheiten und die meines Umfeldes:
Ich, Diabetes Typ 1, esse alles, ausgewogen behaupte ich mal. Mein ältester Sohn isst, wenn er Fleisch isst meist Geflügel und unheimlich gerne Fisch und Meeresfrüchte. Mein Mittlerer ist ein Fleischesser, ob er deshalb so schlank und rank ist? ;-)
Meine Jüngste ist 12 und seit nem Jahr Vegetarierin.
Mein bester Freund ist seit 2 Jahren Veganer - vorher seit seiner Kindheit Vegetarier.
Weder Gewicht noch Gesundheit sind bei irgendeinem von uns besorgniserregend.
Lediglich über Essen red ich mit meinem besten Freund nicht mehr ;-)

Und alle meine Kinder haben schon von Anfang an ihre Vorlieben gehabt. Ab dem Zeitpunkt an dem es feste Nahrung zu essen gab. Angeboten bekommen haben sie alle das gleiche.

Ich will hier gar nicht erst anfangen mit Mangelerscheinungen, wenn Kinder vegan ernährt werden - die Diskussion ist nie zielführend irgendwie.

Aber die Tatsache, dass Kinder nicht alles angeboten bekommen und selbst entscheiden können, das ist komplett gegen meine Einstellung, das kann und will ich nicht verstehen...
Kinder sollten soviel wie möglich kennen, nur so können sie lernen zu entscheiden was sie selbst möchten und merken was ihnen selbst gut tut und was nicht!
Das gilt für alles, nicht nur für die Ernährung...

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Meisenresidenz 19.07.2015, 01:31
255. Zu dem ewigen Geeiere über B12 + Eisen-Mangel bei Veganern...

Vielen scheint nicht bekannt zu sein, dass der Anteil von Leuten mit B12-Mangel bei Fleischessern fast genauso hoch ist wie bei Veganern und Vegetariern (ca 30 %, je nach Studie)! Das Gleiche gilt für Vitamin D, vor allem für Büroarbeiter und Alten- und Pflegeheimbewohner, die kaum ans Sonnenlicht kommen und fast ALLE einen zu niedrigen D-Spiegel haben.
Da ich seit 2 Jahren vegan lebe, nach vorher schon 25 Jahre ovolakto-vegetarischer Vollwertkost, hab ich mich genau informiert. Ich wuchs auf einem Bauernhof auf und ass knapp 20 Jahre auch Fleisch. Schon damals war mein Eisenlevel (die Bluttests zahlten damals noch die GKVs automatisch!) IMMER zu niedrig, ab und an machte ich dann eine mehrmonate Eisentabletten"kur". Als ich zu ovolakto wechselte, und später zu vegan, änderte sich NICHTS an meinem Eisenlevel! Er wurde NICHT noch schlechter. Zudem ist NICHT erwiesen, dass ein generell niedriger Eisenlevel schädlich ist, ein HOHER Eisenspiegel schädigt nämlich GEFÄSSE und Organe! Privat versichert lasse ich mich seit Jahrzehnten wegen meiner Schilddrüse eh immer verlangtem Blutabnehmen dann auch mehrfach im Jahr auf Eisen, B12 (Holo-TC-Spiegel, der einzig aussagekräftige und von GKVs leider NICHT bezahlt!), D3 etc.gleich testen. Da cih als kleine Hypochonderin schon seit Jugendzeiten mir solche Werte immer kopieren und mitgeben lies, kann ich alles nachvollziehen. Leichten D3-Mangel hatte ich auch immer, es war dunkel wenn ich morgens ins Büro fuhr udn es war dunkel wenn ich gegen Mitternacht das Büro verlies=UV-Lichtmangel=Vit.D-Mangel.
Noch als Ovolaktovegetarierin wurde nache inem Beinbruch meine Knochendichte gemessen, die bei -1,0 lag, also OSteopenie. Danke 2 Jahren Vitamin D Einnahme und NACHDEM ich Veganerin wurde, verbesserte sich dieser Wert auf nun -0,6. Vegan bedeutet also NICHT automatisch weniger D + Eisen! Selbstverständlich substituiere icha ber täglich B12, kostet mich nur rund 4 Euro im Monat dank Amazon. Auch D3 nehem ich sublingual ein ("sicherere" Aufnahme als wie via Magen-Darm), da ich extrem wenig Sonnenlicht abbekomme,d a ich mich fas tnei im Freien aufhalte tagsüber. Eisen nehm ich nur wenn der Wert unter den Normallevel sinkt, seit ich vegan lebe, nur einmal vorkam und an Dauerperiodenblutung wg Wechseljahresbeginn lag, die durch Ausschabung chirurgisch beendet wurde.
Ich lebe/esse ausschliesslicha us tierrechtsgründen vegan, nciht aus gesundheitlichen, bin mittlerweile aber fest überzeugt, dass mir vegan auch gesundheitlich nutzt: in ca 6 Monaten 20 kg Gewichtsabnahme ohne Diät, SEHR GUTE niedriige Blutfett-/Cholestiernwerte trotz noch immer relativ hohem Übergewicht, niedige Entzündungswerte, trotz teils extremem Süssigkeitenkonsum wegen einer seit Jahrzehnten bestehenden Esstörung KEIN Diabetes, usw. Mein Internist (überzeugter normaler Fleischesser!) sagt selber, dass meine so guten Blutwerte TROTZ ungesunder sonstiger Lebensweise NUR meiner von tierlichen Fetten und Eiweissen freien Ernährung verdanke udn ansonsten schon längst Diabetes, hohes Cholesterin etc hätte bei meinem Lebensstil! Soviel zu vegan und ungesund, das stimmt einfach nicht!

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fahrgast07 19.07.2015, 02:41
256. Schlachtfeld Esstisch?

Wenn jemand gerne vegan isst, soll er. Er mag auch seine Kinder dazu ermutigen.

Allerdings sehe ich oft, was für ein Kampfthema Essen in deutschen Familien ist. Da werden die Ideologien den Kindern mit Geschrei und Gezank aufgezwungen; das Stichwort "Gesunde Ernährung" entschuldigt jede Fiesheit. Traurig.

Sollte Essen nicht Kultur sein? Genuss? Selbsterkenntnis? Ich habe noch kein Kind gesehen, dass zu wenig oder einseitig isst - wenn man es nur lässt.

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regiles 19.07.2015, 02:42
257. Fleisch, Eier ja. Kuhmilch nicht.

Meiner Meinung nach macht vor allem die Dosierung die Musik. Unser Essverhalten ist im Schnitt viel zu einseitig. Das gewöhnliche Essen besteht aus zu viel Fleisch und vor allem aus viel zu viel Milch. Achten Sie mal alle drauf wo überall Milch drinsteckt.
In unserer Evolution sind wir mit Fleisch "groß"geworden. Es war immer Bestandteil unserer Ernährung. Mal gab es mehr , mal weniger. Zuviel ist davon nicht gesund, und gar nichts, ohne viel Alternativkenntnisse, ebenso nicht. Milch aber ist für rund 2/3 der erwachsenen Weltbevölkerung überhaupt nicht verträglich. Nur wir Mitteleuropäer und die von hier Ausgewanderten haben uns genetisch in der Hinsicht angepasst, Laktose auch im Erwachsenenalter zu tolerieren. Aber Milch besteht nicht nur aus Laktose, da gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Proteinen, Fetten und Hormonen.... Kuhmilch soll kleine Kälber schnell zu großen Kühen werden lassen.... Keine andere Art trinkt übrigens die Muttermilch einer anderen Spezies, schon gar nicht im Erwachsenenalter. Wir hingegen tun so, als ob wir in Symbiose mit der Kuh leben müssen und fragen uns, ob unsere Kinder gut gedeihen, wenn sie plötzlich keine Kuhmilch und deren Produkte mehr essen würden. Ich bin mir sicher: Viele Krankheiten gäbe es nicht, wenn wir nicht so immens viel Kuhmilch essen würden. Von daher: Fleisch und Eier ja, aber in Maßen, Kuhmilch und deren Produkte höchstens bis zum 5. Lebensjahr, wenn überhaupt. Besser überhaupt nicht. Der Mensch braucht keine Kuhmilch, sonst wäre er eine "Fehlkonstruktion".
Ich z. B. hatte fast 20 Jahre lang Sodbrennen. Nachdem ich keine Milch und deren Produkte mehr zu mir nahm, verschwand das Sodbrennen nach ca. 10 Tagen und kam, jetzt mittlerweile seit über einem Jahr, nie mehr wieder. Ebenso war ich auch seit über einem Jahr nicht mehr krank. Letzteres kann Zufall sein. Ersteres mit Sicherheit nicht.

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spalthammer 19.07.2015, 02:50
258. Wunderschön

Wenn vegane Ernährung gesund wäre, bräuchte man keine Nahrungsergänzungsmittel. Jugendamt wäre die bessere Alternative gewesen. Schade, dass sich der Kinderarzt nicht durchgesetzt hat. Und Veganer sind doch mit hoher Wahrscheinlichkeit Menschen, die sich für tolerant halten. Nur, dass die lieben Kleinen selbst entscheiden, was sie essen, das geht ja gar nicht. Da muss von Kindsbeinen an schon gegengesteuert werden. Ideologisch begründete Bevormundung der Kinder - wehret den Anfängen, Kampf der Ökodiktatur!

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pfeiffffer 19.07.2015, 02:58
259.

Zitat von hansfrans79
Nur mal so Ihrer Logik folgend: wäre der Mensch Fleischfresser, hätte er wohl Reißzähne und müsste Fleisch nicht erst umständlich aufbereiten und dann auch noch kochen oder braten, damit er es dann überhaupt (stundenlang) verdauen kann. Der Mensch ist weder Fleisch- noch Pflanzenfresser, der Mensch kann sich entscheiden. Naja, die meisten jedenfalls.
Naja, wenn Sie sich mal vor den Spiegel stellen und ihr Gebiß betrachten, hoffe ich, daß Sie ihre ehemaligen Reißzähne noch erkennen können, die heißen heutzutage Eckzähne. Bei Vampiren sind die noch heute ziemlich ausgeprägt.

Die braucht der Mensch aber nicht mehr, da wir seit Millionen von Jahren unser Essen nicht mehr mit einem kraftvollen Biß in den Hals erlegen, sondern auf Speere und Pfeil und Bogen umgestiegen sind.

Ferner sind wir sehr wohl in der Lage, ungekochtes Fleisch zu essen und zu verdauen. Kaufen Sie sich doch mal ein Mettbrötchen und essen das, und schauen den nächsten Tag nach, ob sie das wieder unverdaut ausgeschieden haben.

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