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Ernährung: Vegetarier erkranken seltener an Darmkrebs
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Darmkrebs zählt zu den tödlichsten Tumorerkrankungen in der westlichen Welt. Eine fleischlose Ernährung schützt möglicherweise - dafür spricht eine aktuelle Studie.

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uban1 09.03.2015, 18:18
1. Falsche Schlüsse?!

Wenn ich den Bericht lese komme ich dummer Laie zm Ergebniss dass Fisch-Esser das geringste Risiko haben.

Nein, nicht die Vegetarier, nicht die Veganer, sondern die vegeratischen Fisch-Esser scheinen am Besten davon zu kommen.

Jetzt wäre es für mich, den dummen Laien, interresant zu wissen wie ein Fleischesser mit viel Gemüse/Fisch davonkommt.

Aber das werde ich wohl nie erfahren.

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exil-teutone 09.03.2015, 18:47
2. *seufz*

Es is immer dasselbe.

Die Korrelation Darmkrebs zu Fleisch kann genauso gut mit Darmkrebs zu Medikamenten und Hormonen im Industriefleisch hergestellt werden - nur darüber berichtet die Veggie-Lobby nie...

:-(

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Phil2302 09.03.2015, 18:50
3.

"Ob es der Fleischverzicht allein ist, der dazu führt, oder der generell gesündere Lebensstil von Vegetariern, kann aber auch diese Studie nicht mit Sicherheit beantworten" Womit doch der ganze Artikel umsonst ist? Ich kenne auch einige, die - zumnidest temporär - Vegetarier wurden und es teilweise auch blieben. Seltsamerweise wird da aber nicht einfach nur aufs Fleisch verzichtet, sondern plötzlich statt Chips und Cola Salat und Wasser aufgetischt. Aber nein, es kann natürlich nur am bösen Fleisch liegen. Warum vergleicht ihr nicht einmal Leute wie mich mit Vegetariern? Viel Fleisch (500 g Hähnchen am Tag), viel Gemüse, viel Obst, Reis, Fisch, gute Fette, kein Fast Food etc. Mal schauen ob sich dann noch so große Unterschiede feststellen lassen.

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technicssb440 09.03.2015, 18:55
4. Könnte auch daran liegen,

dass der durchschnittliche Vegetarier und Veganer allgemein mehr auf seine Ernährung achtet als der durchschnittliche Fleischesser.
Bekommt der Fleischesser 20% häufer Darmkrebs, nur weil er Fleisch isst oder spielen dabei vielleicht auch Fast Food, Fertiggerichte und andere Faktoren eine Rolle?

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at@at 09.03.2015, 19:00
5. Ich frage mich auch

wie es z.B. aussieht bei Menschen, die wenig Fleisch verzehren oder gar kein verarbeitetes Fleisch (also keine Wurst etc) oder die z.B. rotes Fleisch meiden. Aber diese Studien werfen immer alle Fleischesser in einen Topf, also die, die täglich fettes Fleisch und fette Wurst verzehren mit denen, die vielleicht einmal pro Woche etwas Geflügel zu sich nehmen - da kommt maximal ein guter Mittelwert für die Fleischesser bei raus. Immerhin wurde hier mal der Fisch separat untersucht - und hoppla, Fischesser sind sogar noch gesünder, zumindest in Hinblick auf Darmkrebs, als Vegetarier.

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lantelme.import 09.03.2015, 20:20
6.

Beim Fisch geht es wahrscheinlich um die Omega-3-Fettsäure. Statt mit Fisch kann man die aber genauso reichhaltig mit Leinöl aufnehmen. Die Studien, die Vorteile für Vollwert-Kost-Veganer nachgewiesen haben, sind weltweit in der Überzahl, aber es ist wie mit dem Glaubenskrieg gegen Russland: Was einem nicht paßt, will man nicht wahrhaben. Überzeugen läßt sich kaum einer, weil die Auswirkungen erst nach Jahrzehnten greifen.
NUR: Leider lese ich hier in keinem Kommentar über das Mitgefühl mit Tieren, die nach einem erbärmlichen Existieren in hochtechnisierten Industriebetrieben gemeuchelt werden - von begleitenden Menschen, die schamlos von widerlichen "Schlachtbaronen" ausgebeutet werden. Für mich blutiges fleichgewordenes Symbol für unseren Raubtier-Kapitalismus. Schon deshalb würde mir jeder Fleischbissen nicht im Hals stecken bleiben.
Fleisch ist nach einem höchst-richterlichen Urteil in Deutschland ein Genußmittel - kein Grundnahrungsmittel. Zigaretten bekanntlich auch.
Übrigens entsteht ein fast ähnliches Suchtverhalten.

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steffmuc 09.03.2015, 22:43
7. Pescetarier keine Vegetarier

Das Ergebnis stimmt mich - als Vegetarierin mit krankheitsbedingt deutlich erhöhtem Darmkrebsrisiko - vorsichtig optimistisch ;-) Auch wenn es natürlich gewisse Vorbehalte bezüglich des Ergebnisses gibt.

Mir gefällt auch die Darstellung der Studie durch SPON, insbesondere die Zusammenfassung am Ende.

Allerdings werden Pescetarier hier als (Untergruppe der) Vegetarier bezeichnet und das ist natürlich falsch. Vegetarier verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auf jeglichen Verzehr von Tieren. Ich vermute aber, dass die Bezeichnung bereits im Originalartikel so gewählt wurde.

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felisconcolor 09.03.2015, 22:46
8. Produkte

mit einem hohen Kleieanteil erhöhen aber wiederum das Darmkrebsrisiko. Wurde jedenfalls mal vor ein paar Jahren in einer Studie behauptet. Esst was euch schmeckt und von allem die Hälfte. Das scheint bisher immer noch die beste Regel zu sein.

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Horst333 09.03.2015, 22:48
9. Frage zur Statistik

Risiko bedeutet doch letztlich, die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken. Wenn nun im Untersuchungszeitraum 490 von 77000 Probanden erkrankt sind, komme ich auf eine Wahrscheinlichkeit (Risiko) von ca. 0,6%. Wie kann dann das Risiko für einen Vegetarier 22% geringer sein? Wenn man damit die Verteilung der Erkrankten auf die Ernährungsgruppen meint, kommt man auf eine Verteilung von 61% zu 39% (22% weniger bei einer Unterteilung in 2 Teilmengen). Dann würde aber die Risikoverteilung 0,38% zu 0,25% betragen und das Risiko wäre für einen Vegetarier nur 0,13% geringer als für einen Nichtvegetarier. Wenn man dazu auch noch berücksichtigt, dass nur "knapp die Hälfte" der Probanden Vegetarier waren (49%? 48%? Oder vielleicht auch nur 40%?) relativiert sich das Ergebnis noch einmal. Also einmal mehr eine Studie, die gar nichts belegt.

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