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Ernährung: Wie gesund ist Milch?
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Für viele gehört Milch schon beim Frühstück dazu - im Müsli oder Kaffee. Trotzdem wird gestritten, ob das Lebensmittel die Gesundheit fördert oder ihr schadet. Die Fakten.

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metastabil 20.09.2017, 19:38
40.

Zitat von lathea
.... mehr Kalzium als 1 Liter Milch.
100 g fettarme Milch enthalten 118 mg Calcium. Ein Liter Milch wiegt etwa 1100 g, ein Liter Milch enthält als 118 g*11 = 1298 mg Calcium.
100 g Parmesankäse enthält 1176 mg Calcium. 1298 geteilt durch 1176 sind etwa 1,1, also enthält 110 g Parmesan so viel Calcium wie 1 l Milch.
So ein kleines Tütchen Parmesan, welches man in den meisten Supermärkten kommt, hat so 50-75 g Inhalt. Ihre Hausaufgabe: balancieren sie ohne nennenswerte Verluste den Inhalt eines Tütchens Parmesan auf einem Teelöffel. Einzelne danebenfallende Krümel sind okay. Melden sie sich, sobald sie das geschafft haben. Dann bekommen sie die nächste Aufgabe.

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lebensgefährlich 20.09.2017, 20:44
41. Zwei Bemerkungen:

1. was genau sind "hochwertige" Proteine und was dann minderwertige? Was ist der Wert?
Unser Darm nimmt einzelne Aminosäuren (AS) und kurze Ketten dieser (Oligopeptide) auf, aber keine Proteine (Kollagen hilft nicht den Knorpeln und der Haut). Alle essentiellen AS kann man über eine gemischte Ernährung, auch rein pflanzlich, ausreichend zu sich nehmen. Alle anderen AS kann unsere Leber aus anderen AS oder anderen Stoffen bilden - was nicht heißt, daß die Aufnhame von außen nicht nötig sei.
Insofern klingt "hochwertig" nach Marketing.

Wie ein andere Forist korrekt bemerkte, es gibt weder schlechte noch heilende Nahrung, nur zuviel und/oder zu einseitige. Wahrscheinlich war Milch mal tatsächlich hochwertig, das sie einseitige/eintönige Nahrung (Kohl, Kartoffeln und dünne Suppe - fragen Sie mal die Groß- und Urgroßeltern) ausglich. Im heutigen Schlaraffenland ist das aber nicht mehr der Fall.

2. wissenschaftlich beweisen (oder "verifizieren", wie ein Forist das hier nannte) kann man nur mit Experimenten, also geplanten Tests (Intervention), deren Umstände man kennt und kontrollieren kann, um sicherzustellen, daß möglichst nur der untersuchte Eingriff, Stoff etc. zu Unterschieden führt. Das nennt man dann "prospective controlled trial". Je kleiner der vermutete Unterschied durch die Intervention, desto mehr Experimente benötigt man. Und bei mehr als zwei Gruppen, die man vergleicht, wird es richtig komplex. Also sehr, sehr aufwendig.

Alle anderen (rückblickenden) Untersuchungsmethoden, die eben kein Experiment sind, bei dem man dabei ist und alles kontrollieren kann, können nur eingrenzen, Korrelationen herausfinden und Ideen liefern, in welche Richtung man (mit einer prospektiven Untersuchung) weitersuchen sollte, aber nichts beweisen.

Insofern sind alle(?) Ernährungsstudien mit Vorsicht bzw. diesem Verständnis zu genießen - gutes Essen aber in vollen Zügen.

Weiterhin sind viele "Studien" nichts weiter als Umfragen und verlasen sich darauf, daß die Befragten sich erinnern was sie vor kurzer und langer Zeit gemacht, gegessen getrunken usw. haben. Also ziemlich wertlos, zumal unsere Erinnerung ja eh oft geschönt bzw. selektiv ist und wir das nicht einmal merken.

Echte Studien haben übrigens eine Hypothese und versuchen diese zu beweisen oder zu entkräften und nicht einfach mal darauf loszufragen oder -suchen und sehen was dabei herauskommt.

Ein ganz nettes und gut leserliches Buch dazu "Bad Science" bzw. "Die Wissenschaftlüge" bzw. badscience.net

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io_gbg 20.09.2017, 20:58
42.

Zitat von NewYork76
Fuer mich ganz einfach: [...] Also gibt es keinen Grund fuer mich ein Nahrungsmittel zu konsumieren, das potentiell Krebs ausloest oder Tumorwachstum foerdert.
Ist besser, wenn es für Sie weniger einfach wäre.
Denn wenn sie keine Lebensmittel verzehren möchten, die potentiell Krebs auslösen oder Tumorwachstum fördern, dann müssten Sie wissen, welche das sind.

Dazu kann man die Empfehlungen des World Cancer Research Fund (WCRF) heranziehen. Alles, was zum Thema Essen und Krebs gesichert bekant ist, findet man auf dessen Webseiten,
Das schöne ist, das fast alle cancerogenen Lebensmittel, keinen Krebs allgemein auslösen. Es richtet sich fast immer auf bestimmte Diagnosen. Das ist anhand von vielen Studien belegt und kann man alles über den WCRF ermitteln.
Man muss nur einige Risikofaktoren senken und hat schon einen (statistischen und) erheblichen Vorteil, das Risiko deutlich zu senken.

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skeptikerin007 20.09.2017, 21:12
43. Tuberkulose?

Zitat von mrotz
Es ist zwar so, daß unbehandelte Milch besser schmeckt, aber unbehandelte Milch kann auch WIRKLICH ungesund sein: Listeriose, Tuberkulose, .......
Wir leisten uns einmal in der Woche 20 Kilometer zu einem Biobauer zu fahren und die Heumilch für ein Euro pro Liter zu kaufen. Wer will, kann in der Akten des Bauers nachsehen, wann und wie die letzten Untersuchungen waren. Es wird ausdrücklich aufmerksam gemacht, die Milch aufzukochen. Wenn ich Sauermilch selber haben möchte, bekomme ich nicht gekühlte Milch. Und die Milch schmeckt...in drei Tagen haben wir nichts mehr. Damit wir das Auto nicht umsonst bewegen, kaufen wir unterwegs Eier und Kartoffeln, nicht Bio, aber schmackhaft, und das in Auftrag für vier Familien.
Aber die Milch....keine demeter Milch schmeckt so... Und das soll ungesund sein? Sogar unsere Tochter mit echtem Laktiseintoleranz verträgt sie, in kleinen Mengen , aber nach Jahren kann sie wieder Milch trinken.
Und der Bauer bekommt das ganze Geld, nicht 40-50 Cent (das für die Biomilch, sonst 30)

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obamaseinladen 20.09.2017, 21:30
44. Milch ist was für Kälber

"Es gibt keinen gesundheitlichen Grund, auf Milch zu verzichten", sagt etwa Bernhard Watzl vom Max Rubner-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel. Keinen (!) Grund, also völlig unbedenklich ? Freunde, wie so oft von den Mainstream-Experten eine alternativlose Behauptung. Allein, das sollte schon genügen, kritisch zu bleiben.

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Leser161 20.09.2017, 21:54
45. Echt jetzt

Zitat von metastabil
100 g fettarme Milch enthalten 118 mg Calcium. Ein Liter Milch wiegt etwa 1100 g, ein Liter Milch enthält als 118 g*11 = 1298 mg Calcium. 100 g Parmesankäse enthält 1176 mg Calcium. 1298 geteilt durch 1176 sind etwa 1,1, also enthält 110 g Parmesan so viel Calcium wie 1 l Milch. ....
Ein hauptsächlich aus Wayser bestehendes Lebensmittel hat absolut weniger Nährstoffe als eins das fast kein Wasser enthält?

Wirklich? Also ich würde das als normal bezeichnen. Naja vielleicht hatte ich auch eine nur eine Überdosis Mathematik.

Gehen Sie am Besten Trockenpulver essen.

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NewYork76 20.09.2017, 22:03
46. Stimmt...

Zitat von io_gbg
Ist besser, wenn es für Sie weniger einfach wäre. Denn wenn sie keine Lebensmittel verzehren möchten, die potentiell Krebs auslösen oder Tumorwachstum fördern, dann müssten Sie wissen, welche das sind. Dazu kann man die Empfehlungen des World Cancer Research Fund (WCRF) heranziehen. Alles, was zum Thema Essen und Krebs gesichert bekant ist, findet man auf dessen Webseiten, Das schöne ist, das fast alle cancerogenen Lebensmittel, keinen Krebs allgemein auslösen. Es richtet sich fast immer auf bestimmte Diagnosen. Das ist anhand von vielen Studien belegt und kann man alles über den WCRF ermitteln. Man muss nur einige Risikofaktoren senken und hat schon einen (statistischen und) erheblichen Vorteil, das Risiko deutlich zu senken.
Stimmt, Sie bestaetigen meine Aussage. Der WCRF ist mir bekannt und ich meide alle cancerogenen Lebensmittel so gut es geht.

Warum es besser waere, wenn es fuer mich weniger einfach waere verstehe ich allerdings nicht...

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alex2k 20.09.2017, 22:41
47.

Zitat von cindy2009
"----- alex2k heute, 14:11 Uhr 19. Naja ich konsumiere täglich bis zu 1 Liter Milch! Das ist sehr leicht zu erreichen. Da ich als Kraftsportler (nicht extrem), 2x täglich Eiweisshake trinke, und dabei pro Portion 300ml Milch verbrauche, komme ich hierbei auf 600ml Milch am Tag. Dazu kommt noch morgens Müsli mit Milch, wo ebenfalls locker 300ml reingehen. Und von einigen Kraftsportlern wird empfohlen 3x am Tag Proteinshake zu trinken, das wären nochmal 300ml täglich dazu. Ob dieser Milchkonsum in Zukunft Nebenwirkungen haben wird, kann keiner Vorhersagen----" Und das ist nicht zufällig entrahmte Milch? Die Nebenwirkungen sind bekannt. Sie sollten Ihren Blähungen keinen freien Lauf lassen, wenn Sie nicht alleine sind.
Nope. Ist eine Frischmilch, gekühlt. Und Blähungen habe ich keine. Also ob ich 2 Wochen lang keine Milch trinke, oder bis zu 1L am Tag - kein Unterschied. Wird wohl sehr gut verdaut.

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alex2k 20.09.2017, 22:44
48.

Zitat von ohjeee
Nach eigenen Aussagen "nicht extremer Kraftsportler" ist es absolut unnötig täglich 2 oder gar 3 Eiweißshakes zu trinken, an Trainingsfreien Tagen sowieso. Abgesehen davon kann bzw. sollte man Whey sowieso mit Wasser mischen. Und außerdem: Einfach mal ausrechnen, wieviel Protein man täglich so zu sich nimmt und sich dann überlegen, ob man das als nicht extremer Kraftsportler auch wirklich braucht.
Ich glaube der tägliche Bedarf an Eiweis liegt bei 2Gramm pro Kilo Körpergewicht. Auch an den Tagen, wo man nicht trainiert. Da die Muskeln sogar in dieser Zeit weiterwachsen. Nicht umsonst muss man einer bestimmten Muskelgruppe Pause gönnen.

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mundusvultdecipi 20.09.2017, 22:48
49. 50 Jahre?

Zitat von krautrockfreak
Für Menschen ist nur Muttermilch gut. Milch war früher Energielieferant, heute total unnötig und macht viele Menschen krank. Aber das Milchkartell erzählt uns seit 50 Jahren was Anderes...
..ja ,ich kann mich noch gut an die Propagandaabteilung der Agrarindustrie erinnern.Hiess damals "CMA".Lustige Werbung wie "Fleisch ein Stück Lebenskraft"waren deren Bestleistung.Könnte man die heute eigentlich noch rechtlich belangen?

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