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Ernährung: Wie Nährstoffe bei Depressionen helfen könnten
Corbis

Lindern Vitamine, Zink und Co. Depressionen? Forscher vermuten, dass die Ernährung bei der Erkrankung eine Rolle spielt - und suchen nach Therapieansätzen. Ärzte aber warnen davor, auf eine Heilung durch Nährstoffe zu hoffen.

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psychologiestudent 07.03.2014, 12:22
10.

Zitat von dr.u.
Wie sonst? Man nimmt eineBlutprobe vor dem Hirn und eine nach dem Hirn und analysiert alle Bestandteile. Und wenn man dann Unterschiede in den Zusammensetzungen von depressiven und nicht depressiven Menschen sieht, bekommt doch wohl eine ziemlich gute Idee davon, was der Eine zuviel oder zuwenig an Nährstoffen zuführt. AUs eigener Erfahrung kann ich die positive Wirkung von Tryptophan nur bestätigen. Unsichere Menschen mit Angstsymptomen, schnell reizbar, mimosenhaft introvertiert, antriebslos und unausgeglichen werden auf einmal wieder fröhlich, gewinnen (Selbst)sicherheit, Abstand und Überblick, sind morgens besser drauf, ausgeglichener und lebenshungriger. Aber an leitliniengerechter Verabreichung von Psychopharmaka kann man einfach mehr verdienen, als an einer gesunden Ernährung. Letzteres kann jeder selber erreichen, ohne auf teure, nebenwirkungsbeaftete Medikamente angewiesen zu sein.
naja so einfach kann man das eben leider nicht messen. Irgendwelche Unterschiede in den Mittelwerten von Blutwerten können aus allem Möglichen kommen. Ein paar fiktive Möglichkeiten:

Depressive gehen seltener zum Arzt (mangelnde Motivation) --> häufiger Unregelmässigkeiten die nicht bemerkt werden

Depressive ernähren sich DURCH die Depression schlechter
--> schlechtere Blutwerte

Depressive kommen aus sozial problematischen Schichten --> schlechtere Ernährung --> schlechtere Blutwerte

Depressive nehmen häufig Medikamente --> Einfluss auf das Blutbild --> schlechtere Blutwerte

...

Sie sehen, so einfach ist das nicht. Dass der Arzt im Artikel subjektiv eine Besserung sieht, kann auch Placebo-Effekt sein, bzw. Folge der besonders guten Gesprächsführung des betreffenden Arztes im Patientengespräch.

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gunnare 07.03.2014, 12:27
11. ab besten selbst ausprobieren

NEMs - z.B. Magnesium, Vitamin-D, Triptophan, usw - sind ja rezeptfrei für wenig Geld erhältlich.

Ich hatte zwar keine Depressionen, aber jahrelang Netzhautprobleme, die fast über Nacht verschwanden, seitdem ich Multivitamine einnehme. Also ausprobieren. Wenn's nicht funktioniert, kann man ja immer noch auf Psychopharmaka zurückgreifen.

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psychologiestudent 07.03.2014, 12:31
12.

Zitat von jos777
Es ist zwar bis heute nicht bewiesen, daß Antidepressivas überhaupt eine Wirkung auf das Gehirn haen (Blut-Hirn-Schranke),
natürlich ist das bewiesen. Ausserdem gibt es Placebokontrollstudien, die zeigen, dass das Zeug hilft

Zitat von jos777
trotzdem lebt die medizinische Industrie seit Jahren sehr gut damit, sei es die Arbeitsplatzsicherung oder auch die Rendite von Aktiengesellschaften. Zudem sind auch viele Patienten zufrieden, wenn ein Problem sich mit wenig Aufwand "vermeintlich" lösen läst. Also könnten wir alles so belassen wie es ist.
also was denn, wird das Problem jetzt gelöst oder nicht? Wenn das gar nicht ins Gehirn kommt, warum sind denn die Patienten dann zufrieden?

Zitat von jos777
Im Umkehrschluß müßten nämlich die Milliarden Gelder umgeleitet oder auch aufgestockt werden, wenn nämlich nicht die Symptome, sondern die wahren Ursachen behandelt werden.
Sie haben die "wahren" Ursachen für Depressionen gefunden? Gratulation, das hat noch keiner geschafft, dafür müsste es den Medizin-Nobelpreis geben!

Zitat von jos777
Nach Durchleben der schweren Zeit mit Hilfe einer Vertrauensperson und entsprechender Maßnahmen (Spaziergänge, Zuwendungen, Gespräche, gute Ernährung, langsamerer Steigerung der Leistungsbereitschaft, etc.) könnte bei einem Großteil der psychisch erkrankten Personen nach 1 bis 2 Jahren wieder Normalität einkehren..
achja, von welchen psychischen Krankheiten reden Sie? Eine Schizophrenie ist auch nach noch so viel Durchleben nach 2 Jahren nicht eingedämmt, wenn der Patient sich noch nicht umgebracht hat ist er vielleicht kurzfristig aus der Phase raus, aber die nächste kommt zurück. Der Depressive Patient (wieder: Wenn kein Suizid kam) ist vermutlich symptomfrei, aber ohne Psychotherapie oder / Und Medikation kommt der Rückfall sehr viel wahrscheinlicher. Patienten mit Angststörungen wie die Generalisieret Angststörungen werden auch nicht nach 1 bis 2 Jahren wieder zur "Normalität" zurück kehren.

Zitat von jos777
Nebenwirkungen können Knochenbrüche, Organschädigungen, geistige Beeinträchtigungen, etc. sein. Sobald eine Nebenwirkung voll zuschlägt, wird der erkrankte Mensch noch mehr psychisch runtergezogen oder er verstirbt vorzeitig, was eigentlich nicht sein müßte...
Also Knochenbrüche nach Antidepressiva? Wäre mir neu. Und jedes Kopfschmerzmittel hat Nebenwirkungen, muss man eben abwägen ob einem die Wirkung der psychischen Krankheit lieber ist...


Zitat von jos777
Glück hat derjenige, welcher verständnisvolle Angehörige oder Nachbarn bzw. Freunde hat, die sich auch einmal in einer psychischen Krise (Partnertrennung, Mobbing am Arbeitsplatz, etc.) über längere Zeit und unentgeltlich aufopfern.
Ja klar, eine Depression ist natürlich genau das gleiche wie die Trauer über eine Partnertrennung... Da kennt sich aber jemand aus...

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dr.u. 07.03.2014, 12:47
13.

Zitat von psychologiestudent
natürlich ist das bewiesen. Ausserdem gibt es Placebokontrollstudien, die zeigen, dass das Zeug hilft
Ach, so dolle wirkt es auch nicht:
http://www.drstrunz.de/news/2008/04/...ensverlust.php

Und Sport und eine gesunde Lebensweise haben einfach weniger unangenehme Nebenwirkungen und mehr Lebensqualität.

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psychologiestudent 07.03.2014, 12:55
14.

Zitat von dr.u.
Ach, so dolle wirkt es auch nicht: Und Sport und eine gesunde Lebensweise haben einfach weniger unangenehme Nebenwirkungen und mehr Lebensqualität.
naja, zumindest wirken sie besser als Placebos, im Gegensatz zu Dr. Strunz' Vitaminen.

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psychologiestudent 07.03.2014, 13:22
15.

Zitat von kado1
Aber mit wirksamen Orhomolekular Medizindosen wirken die 47 Stoffen erst, aus denen wir nur bestehen, Tagesdosen muss man dann vergessen. Der Apotheker Gröber nennt es Nährstoffmedizindosen, mit ca. 10- 100 fachen Tagesdosen wird der Mangel behoben und der Mensch sehr oft gesund, davon wollen aber die an Krankheiten Mrd "verdienen", die Medien, Pharmalobby,.... nichts wissen. Statt Mrd "spottbillige", nicht patentierbare Nährstoffe .... Der Internist Strunz nennt es Frohmedizin, es ist die bessere Medizin, z.B. auch mit Vit. D3 bis zu einem 25 OH-Wert von ca. 70-90 ng/ml gibt es extrem viele pos NW. 32-100 ist die neue regelrechte Versorgung, 70% nach Strunz, 90% nach Prof Spitz haben in D einen Vit D-Mangel. Dafür brauchen viele sehr hohe Dosen D3, dann muss man lediglich noch auf Mg und K2 achten. K2 bringt das Ca aus dem Blut in die Knochen, baut sogar z.T. evtl. Plaque ab, wer z.B. 10 000 I.E. D3 nimmt und dafür braucht um 500 mcg K2.
naja, wenn ich meine ganze Geschäftsidee (ärztliche Tätigkeit will ich das bei Strunz nicht nennen) auf Vitaminen aufbaue, erzähl ich natürlich¨, alle brauchen das. Super Geschäftsidee, es braucht immer eine Riesenanalytik, die man selbst zahlt, und da die Mittelchen frei erhältlich sind muss er sich um die von ihm verächtlich abgetanen evidenzbasierten Leitlinien und die Erkenntnisse echter Wissenschaftler nicht scheren. Vitamine in sehr hohen Dosen sind u.U. "natürliche" Chemotherapie, nichts was man unbedingt empfehlen würde. Um Vitamine zu empfehlen müsste man erstmal belegt haben, dass so hohe Dosen irgendwas bringen. Und zwar nicht dadurch, dass irgendwelche "vertrauenswürdige" Ärzte ihre Expertenmeinung von sich geben, denn da gibt es tausende. Sondern über ernsthafte Studien.

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califactor 07.03.2014, 15:10
16. Symptomatisch

Zitat von jos777
... wenn nämlich nicht die Symptome, sondern die wahren Ursachen behandelt werden...
Die Ursache ist doch, dass man sich über Ursachen und den Sinn gedanken macht. Also gilt es von der Sinnlosigkeit abzulenken, oder man konstruiert sich einen eigenen psychospirituellen Sinn, wenn es denn schon der gesunde Menschenverstand verbietet Mitglied einer Religionsgemeinschaft oder Sekte zu sein. An sich ist es völlig normal und natürlich Depressiv zu sein, die Ursache ist Intelligenz.

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califactor 07.03.2014, 15:16
17. Märchen

Zitat von psychologiestudent
Eine Schizophrenie ist auch nach noch so viel Durchleben nach 2 Jahren nicht eingedämmt, wenn der Patient sich noch nicht umgebracht hat ist er vielleicht kurzfristig aus der Phase raus, aber die nächste kommt zurück.
Das stimmt aber nur sofern er mit Neuroleptika misshandelt wird. Diese senken die Genesungsaussichten erheblich.
http://www.alex-sk.de/A_Whitaker.html#03

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jos777 07.03.2014, 16:45
18. Die Wahrheit über Antidepressivas - TEIL 3.

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Psychologiestudent schreibt:
Der Depressive Patient (wieder: Wenn kein Suizid kam) ist vermutlich symptomfrei,

Antwort:
Viele Patienten könnten durchaus die psychische Erkrankung besser überstehen bzw. irgendwann an einem Zustand kommen, der ein einigermaßen "normales", wenn auch langweiligeres und ruhigers Leben ermöglicht, sofern diese Patienten eine ständige Unterstützung menschliche Vertrauensperson um sich haben.
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Psychologiestudent schreibt:
aber ohne Psychotherapie oder / Und Medikation kommt der Rückfall sehr viel wahrscheinlicher.

Antwort:
Wenn ein erneuter Partnerkonflikt, ein erneutes Mobbing, etc. sich ereignet, dann kann in der Tat ein Rückfall auftreten. Wenn allerdings der Traumpartner fürs Leben gefunden wird, dann sollte nichts gegen glückliche Tage des vormals psychisch erkrankten Menschen sprechen.
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Psychologiestudent schreibt:
Patienten mit Angststörungen wie die Generalisieret Angststörungen werden auch nicht nach 1 bis 2 Jahren wieder zur "Normalität" zurück kehren.

Antwort:
Je nach Tiefe des seelischen Verletzung durch einen Konflikt dauert es natürlich.
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Psychologiestudent schreibt:
Also Knochenbrüche nach Antidepressiva? Wäre mir neu.

Antwort:
Das wissen selbst viele Ärzte nicht. Leider. Und deshalb wird der Knochenschwund in Deutschland, in der EU und allen Ländern, wo immer mehr Antidepressivas eingesetzt wird, stärker zunehmen mit fatalen Folgen für die Beweglichkeit und Gesundheit der psychisch erkrankten Menschen.
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Psychologiestudent schreibt:
Und jedes Kopfschmerzmittel hat Nebenwirkungen, muss man eben abwägen ob einem die Wirkung der psychischen Krankheit lieber ist... Ja klar, eine Depression ist natürlich genau das gleiche wie die Trauer über eine Partnertrennung... Da kennt sich aber jemand aus...

Antwort:
Partnertrennung ist z.B. für viele Frauen so schlimm, daß jeglicher "normaler" Alltag über Wochen, Monate oder gar Jahre stark eingeschränkt wird. Das hängt aber vom Typus des Menschen ab. Wenn Sie ein Holzhackertyp sind, worunter ich Sie zähle, dann schütteln Sie natürlich den Partnerkonflikt locker aber und leben Ihren Alltag einfach so weiter wie bisher. Umso senibler sie sind, umso länger dauert dann auch die Konfliktbewältigung.

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uban1 07.03.2014, 16:52
19. uban1

Zur Depression kann ich jetzt nicht viel sagen (zum Glück kein Betroffener), aber bei mir hat eine Nahrungsumstellung (kaum Kohelnhydrate, mehr gute Fette, viel mehr Gemüse, kaum Obst, reichlich Fleisch/Quark) und diversedrogeriegängigen NEMs, bei Gelenkschmerzen geholfen während früher dieverse Untersuchungen (Röntgen, Blutbild-/Gicht) keine hilfreichen Erkenntnise gebracht haben.

Wegen der Gelenkschmerzen hatte ich Sport praktisch eingestellt, jetzt fühle ich mich 15 Jahre jünger und habe die Figur wie mit Mitte 20.

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