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Ernährung: Wie Nährstoffe bei Depressionen helfen könnten
Corbis

Lindern Vitamine, Zink und Co. Depressionen? Forscher vermuten, dass die Ernährung bei der Erkrankung eine Rolle spielt - und suchen nach Therapieansätzen. Ärzte aber warnen davor, auf eine Heilung durch Nährstoffe zu hoffen.

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Bowie 07.03.2014, 17:10
20. jos777, Sie sind offensichtlich nicht vom Fach!

Denn dann wüssten Sie, dass die Behandlung mit Antidepressiva bei mittleren bis schweren Depressionen - am besten in Verbindung mit Psychotherapie - die bis heute wirksamte Methode ist, Depressionen dauerhaft zu behandeln. Sie machen nicht abhängig, bringen die gestörten Transmittersysteme wieder ins Lot und lösen so in zwei Dritteln der Fälle die Depression. Das sind die wissenschaftlichen Fakten, alles andere ist esoterisch aufgeladenes Laienwissen. Sei Ihnen unbenommen, aber bitte beeinflussen Sie Betroffene nicht mit derart unausgegorenen Thesen, für die Sie keine Beweise haben.

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lachina 07.03.2014, 17:26
21.

Zitat von a-haacke
ich dachte immer das Burnout und Depressionen Lifestyle wären ;-).
Glauben Sie mir, eine schwere Depression wollten Sie nicht haben! Das ist keine vorrübergehende Befindlichkeitsstörung , und es kann mit Tod durch Suizid ändern. Allerdings darf man auch die Wirkungen und Nebenwirkungen von Psychopharmaka nicht vernachlässigen, die verheerend sein können. Warum es nicht zunächst einmal mit Ernährungsumstellung und leichtem Sportprogramm probieren? Antidepressiva für die wirklich schweren Fälle aufsparen. Manche Ärzte verschreiben sie wie Smarties.

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lachina 07.03.2014, 17:33
22. Absetzprobleme

Zitat von Bowie
Denn dann wüssten Sie, dass die Behandlung mit Antidepressiva bei mittleren bis schweren Depressionen - am besten in Verbindung mit Psychotherapie - die bis heute wirksamte Methode ist, Depressionen dauerhaft zu behandeln. Sie machen nicht abhängig, bringen die gestörten Transmittersysteme wieder ins Lot und lösen so in zwei Dritteln der Fälle die Depression..
Antidepressiva machen nicht süchtig, aber es besteht durchaus eine Abhängigkeit. Was Psychiater gerne verschweigen: Es ist wahnsinnig schwierig, die Medikamente wieder abzusetzen beziehungsweise auszuschleichen.
Selbst wenn Antidepressiva in 2/3 aller Fälle etwas nützen ( sollten),
bleibt doch ein Drittel der Patienten, die als Non- Responder völlig sinnlos mit dem Zeug gequält werden. Ärzte neigen dann dazu, die Dosis zu erhöhen, anstatt etwas anderes zu versuchen.

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Bowie 07.03.2014, 17:50
23. lachina, leider...

...weiß ich als Arzt nicht, wer Responder ist und wer nicht. Da die Response auch von der Dosis abhängt, ist das übliche Vorgehen, dass 4-6 Wochen abgewartet wird, dann ggf. die Dosis erhöht wird, weitere 4 Wochen gewartet wird, und erst dann sollte bei mangelnder Wikung eine Alternative versucht werden.

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tjivi 07.03.2014, 19:47
24. Eine schwere Depression muss immer

Zitat von lachina
Glauben Sie mir, eine schwere Depression wollten Sie nicht haben! Das ist keine vorrübergehende Befindlichkeitsstörung , und es kann mit Tod durch Suizid ändern. Allerdings darf man auch die Wirkungen und Nebenwirkungen von Psychopharmaka nicht vernachlässigen, die verheerend sein können. Warum es nicht zunächst einmal mit Ernährungsumstellung und leichtem Sportprogramm probieren? Antidepressiva für die wirklich schweren Fälle aufsparen. Manche Ärzte verschreiben sie wie Smarties.
über einen gewissen Zeitraum mit Medikamenten behandelt werden. Zu groß ist in vielen Fällen die Suizidgefahr. Auch können viele Betroffene nicht mal mehr das Bett verlassen, geschweige den Alltag bewältigen. Eine zusätzliche Ernährungsumstellung gehört bereits bei einigen Ärzten ebenso wie eine der anerkannten Psychotherapien zur Standardbehandlung. Eine schwere Depression ist keine rein psychische Erkrankung, sondern ist immer auch physisch bedingt.

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jos777 07.03.2014, 19:53
25. Die Wahrheit über Antidepressivas - TEIL 2.

Psychologiestudent schreibt:
natürlich ist das bewiesen. Ausserdem gibt es Placebokontrollstudien, die zeigen, dass das Zeug hilft also was denn, wird das Problem jetzt gelöst oder nicht? Wenn das gar nicht ins Gehirn kommt, warum sind denn die Patienten dann zufrieden?

Antwort:
Bei leichten bis mittelschweren Depressionen haben Antidepressivas kaum positive Auswirkungen. Bei schweren Depressionen werden Antidepressivas in hoher Dosierung gegeben, was dann wieder zu schweren Nebenwirkungen führen kann. Mit diesen Nebenwirkungen beschäftigt sich der psychisch labile Mensch dann, hat also eine Aufgabe erhalten. Er geht zum Internisten, zum Kardiologen, etc. und ist beschäftigt. Dadurch werden Grübel-Gedanken etwas durch Arztbesuch-Gedanken ersetzt. Nach einigen Monaten ist dann auch die schlimmste Phase (Partnertrennungskonflikt, Mobbing-Konflikt, etc.) etwas abgemildert und dem Patienten geht es zwar noch nicht gut, aber er befindet sich nicht mehr in akuter "Suizid-Gefahr".

Bis heute hat es noch keinen direkten medizinischen Live-Nachweis gegeben, was bei Menschen auch nicht erlaubt wäre. Bleibt noch die Frage, wer die Placebokontrollstudien durchgeführt hat ? Die Pharmaindustrie ? Medizinische Labors an Hochschulen, welchen Fördergelder der Industrie zugesagt werden, sobald eine vermeintlicher Placebokontrollstudie entsprechend ausfällt, wie gewünscht.
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Psychologiestudent schreibt:
Sie haben die "wahren" Ursachen für Depressionen gefunden? Gratulation, das hat noch keiner geschafft, dafür müsste es den Medizin-Nobelpreis geben!

Antwort:
Hinter jeder Antriebslosigkeit, hinter jedem Selbstwertkonflikt und Ängsten steckt mehrheitlich ein Konflikt. Wenn Sie das jetzt einfach nur "Depression" nennen, ist das ihre Sache.
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Psychologiestudent schreibt:
achja, von welchen psychischen Krankheiten reden Sie? Eine Schizophrenie ist auch nach noch so viel Durchleben nach 2 Jahren nicht eingedämmt, wenn der Patient sich noch nicht umgebracht hat ist er vielleicht kurzfristig aus der Phase raus, aber die nächste kommt zurück.

Antwort:
Der Artikel beschreibt in erster Linie psychisch/depressiv erkrankte Menschen. Bei über 90% der mit Medikamenten behandelten Menschen handelt es sich auch nicht um schizophrene Menschen, sondern schlichtweg um Normalbürger, die in eine "sehr negative" Lage geraten sind. Und jedes Jahr kommt nach der medizinischen Verordnung eine neue psychische Erkrankung dazu, welche dringend pharmakologisch behandelt werden sollte. Das wissen Sie aber sicherlich besser. (DSM-5 ---> Am Ende sind wir alle psychisch krank, spätestens wenn DSM 10 kommt).

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Evoken 07.03.2014, 20:35
26. Vernunft

Unglaublich was hier wieder behauptet wird und ich halte das als direkt Betroffener und Erkrankter für gefährlich. Insbesondere weil es einfach ein Fakt ist dass die medikamentöse Therapie im Zusammenhang mit der psychotherapeutischen die Effektivste ist. Auch ich würde gerne auf die Medikamente verzichten, aber es funktioniert eben nicht - auch nicht bei mir. So schön es auch wäre. Letztlich bedarf die Entscheidung zur Einnahme mit dem persönlichen und vertrauten Therapeuten und nicht durch SpOn-Kommentatoren, die aus reiner Profilsucht Betroffene verunsichern wollen.

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Evoken 07.03.2014, 20:50
27. @jos777

Zitat von jos777
Eine dauerhafte Betreuung eines psychisch erkrankten Menschen mit einem Angehörigen oder einem Pfleger über mehrere Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre ist nämlich sehr zeitaufwendig und kostet zudem viel Geld. Nach Durchleben der schweren Zeit mit Hilfe einer Vertrauensperson und entsprechender Maßnahmen (Spaziergänge, Zuwendungen, Gespräche, gute Ernährung, langsamerer Steigerung der Leistungsbereitschaft, etc.) könnte bei einem Großteil der psychisch erkrankten Personen nach 1 bis 2 Jahren wieder Normalität einkehren.
Ihr Kommentar beweist mir, dass sie von der Erkrankung nichts verstehen und von ihr nichts wissen. Und sich auch nicht in einen Erkrankten hinein denken können. In meiner schweren Phase pfeife ich auf Betreuung, da will ich ausschließlich für mich sein. Ich brauche das. Da wäre das was sie schreiben, nur eine massive Belastung. Sie verstehen es nicht! Der Erkrankte selbst muss die Einsicht für seine Bereitschaft zur Unterstützung finden. Der Erkrankte benötigt keine Hilfe, sondern nur Unterstützung. Das ist ein elementarer Unterschied! Helfen kann ich mir nur selbst.

Selbstverständlich ist die soziale Komponente eine sehr wichtige. Sie ersetzt aber keine Medikation in einer schweren Phase. Und sie haben für ihre Behauptung auch überhaupt keine wissenschaftlich fundierte Beweiskraft. Was sie aussagen nenne ich persönliche schon fahrlässig gegenüber Betroffenen.

Sie tun den Betroffenen keinen Gefallen. Hören sie also auf, hier quacksalberische Thesen zu verbreiten.

Zum Thema Medikamente noch etwas. Ein Medikament ohne Nebenwirkung kann auch nie eine Wirkung haben. Um das zu verstehen, muss man sich allerdings mal mit der Wirkweise und Übertragung eines Medikaments auf den menschlichen Körper auseinander setzen. Man kann die Nebenwirkungen nur versuchen zu verringern und das ist mit den Jahren auch immer mehr geschehen. Zudem haben wir gerade in Deutschland eins der besten und strengsten Gesetze für die Einführung von Medikamenten und Wirkungen. Ist eine Wirkung nicht entsprechend wisenschaftlich nachgewiesen, verliert es seine Zulassung oder wird erst gar nicht zugelassen. Das was auch sie immer wieder vermischen, dass sind die Rezeptfreien Medikamente mit den Rezeptpflichtigen Medikamenten. Für Erstere haben wir sehr wohl großen Nachholbedarf. Antidepressiva usw. gehören allerdings zu den rezeptpflichtigen Medikamenten.

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Evoken 07.03.2014, 21:02
28. califactor

Zitat von califactor
Das stimmt aber nur sofern er mit Neuroleptika misshandelt wird. Diese senken die Genesungsaussichten erheblich.
Quatsch. Neuroleptiker u.A. sind bei Schizophrenie ein sehr wichtiger Bestandteil. Sie gilt als eine der schwersten seelischen Erkrankungen überhaupt. Häufig führt zu sie zu Zwangseinweisungen - die auch völlig berechtigt sind. Selbst Betroffene wollen immer wieder glauben, sie können auch ohne Medikamente leben. Ja das glauben sie dann auch noch in einer Psychose, wenn sie gar nicht mehr Herr über sich selbst sind.

Ich weiß nicht, ob sie schon jemals schizophrene kennengelernt oder mit ihnen gearbeitet haben?! Ich schon. Beginnt eine Phase erneut, geht es nicht mehr ohne Medikamente. Und auch der Betroffene kann dann nicht mehr selbst über sich entscheiden. Obwohl genau er das aber dann sollte. Und schon ist das Dilemma da. Und wenn es denn zu ersten Mordfällen kommt, aufgrund der Wahnvorstellungen, ist alles zu spät. Für alle Beteiligten!

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tjivi 07.03.2014, 21:06
29. Die Wahrheit über Antidepressiva

[QUOTE=jos777;15083835]Psychologiestudent schreibt:
natürlich ist das bewiesen. Ausserdem gibt es Placebokontrollstudien, die zeigen, dass das Zeug hilft also was denn, wird das Problem jetzt gelöst oder nicht? Wenn das gar nicht ins Gehirn kommt, warum sind denn die Patienten dann zufrieden?

Antwort:
Bei leichten bis mittelschweren Depressionen haben Antidepressivas kaum positive Auswirkungen. Bei schweren Depressionen werden Antidepressivas in hoher Dosierung gegeben, was dann wieder zu schweren Nebenwirkungen führen kann. Mit diesen Nebenwirkungen beschäftigt sich der psychisch labile Mensch dann, hat also eine Aufgabe erhalten. Er geht zum Internisten, zum Kardiologen, etc. und ist beschäftigt. Dadurch werden Grübel-Gedanken etwas durch Arztbesuch-Gedanken ersetzt. Nach einigen Monaten ist dann auch die schlimmste Phase (Partnertrennungskonflikt, Mobbing-Konflikt, etc.) etwas abgemildert und dem Patienten geht es zwar noch nicht gut, aber er befindet sich nicht mehr in akuter "Suizid-Gefahr".

Hier irren Sie sich. Eine SCHWERE Depression, und nur hier Antidepressiva hilfreich, BRAUCHT eine vorübergehende medikamentöse Behandlung. Der Zeitraum der Anwendung wird von verantwortungsbewußten Ärzten so kurz wie möglich gehalten, aber so lang wie nötig. Sicher haben Medikamente oft starke Nebenwirkungen. Die neueste Generation der Antidepressiva zeigt jedoch deutlich weniger Unverträglichkeiten oder gar Folgeschäden. Ich bin wirklich keine Freundin medikamentöser Behandlung. Wer aber mal einen Menschen mit einer echten Depression begleitet hat, ist dankbar für dieses Hilfsmittel. Es geht hier nicht um Mobbinopfer, Trauernde usw., sondern Menschen mit einer Stoffwechselstörung im Gehirn, also einer organischen Erkrankung.

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