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Erst abstrakt, dann intensiv: Wie sich Träume über die Nacht verändern
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Träume gehören zu jeder Nacht, auch wenn wir uns nicht immer an sie erinnern können. Wer will, kann das Erinnern stärken - und auch wiederkehrende Albträume in den Griff bekommen.

dasfred 29.05.2019, 18:41
1. Alptraum und schweres Essen

Ich kenne seit Jahren den Zusammenhang zwischen schweren fettigen Mahlzeiten und Alpträumen. Bei leichter Kost am Abend sind die Träume ganz durchwachsen. Sollte ich mit einem Alptraum aufwachen, dann ist es hilfreich, die Toilette aufzusuchen und, während die Blase sich entleert, sich vorzustellen, die üblen Träume fließen gleich mit ab. Danach kann ich meist ruhig und unbelastet wieder einschlafen.

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anna cotty 29.05.2019, 21:42
2. Albtraeume

Ich hatte als Kind oft Albtraeum, bei denen ich von hohen Baeumen usw. fiel. Meine Mutter gab mir ( vor 60 Jahren) einen guten Tipp: da es nur ein Traum ist, braucht man keine Angst zu haben und man kann sich einfach fallen lassen und das Hinterteil richtig schwer machen. Das hat fantastisch funktioniert und ist mir jedesmal eingefallen, wenn ich es getraeumt hatte--- und so war der Effekt vom Albtraum voellig weg.
Mein Mann traeumte oft, dass er von jemandem mit einem Messer verfolgt wuerde. Nun weiss er, dass er sich einfach umdrehen muss und sich seinem Verfolger stellen muss---schliesslich ist er ein Superheld im Traum !

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raimondo.civetta 29.05.2019, 22:41
3. Theatervorstellungen des Unbewussten

Träume sehe ich als Theatervorstellungen des Unbewussten. Deren Inhalt besteht somit aus Symbolen, Metaphern und Assoziationen, deren Bedeutungen wiederum ganz individuell durch den Träumenden definiert werden, also kaum mit einem "Traumlexikon" zu entschlüsseln sind. Man sollte sich nicht fragen, wie die Allgemeinheit die Bestandteile des Traumes einordnen/beurteilen würde, sondern wie sich diese für den Träumenden jeweils anfühlen.

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Little_Nemo 30.05.2019, 01:15
4. Das Kino im Kopf

Als Kind hatte ich auch zeitweise ziemlich abgefahrene Albträume. Meistens Fallträume, in denen ich entweder vom Dach eines Hochhauses fiel oder über eine sehr weite ebene Landschaft ging, wo sich plötzlich unter meinen Füßen Risse bildeten. Ich floh dann vor diesen Rissen, die immer breiter und länger wurden, aber wohin ich auch trat taten sich neue auf, bis der Boden sich völlig aufgelöst hatte und ich fiel. Ich wachte dann meistens im Fallen auf. Manchmal aber auch schon vorher. Aufgeschlagen bin ich nie. Einmal träumte ich auch, dass ich Fußball spielte, und der Ball kam, wenn ich ihn weg kickte, immer wieder zu meinem Fuß zurück. Ich bemühte mich immer mehr ihn weg zu kicken, aber umso schneller kam er zurück, bis er schließlich an meinem Fuß klebte. Und einmal wurde ich von in Möchskutten vermummten, finsteren Gestalten durch einen riesigen, dunklen Kinosaal verfolgt, auf dessen Leinwand gerade "Winnetou" mit Pierre Brice und Lex Barker lief. Das war ein Traum geradezu epischen Ausmaßes. Ich war damals sehr fasziniert von diesen Träumen und habe sie sogar irgendwie genossen. Manchmal habe ich sogar versucht sie weiter zu träumen um zu sehen wie es ausgeht, was aber nie so richtig geklappt hat. Vermutlich weil ich schon immer ein Faible für Horror-Stories hatte. Manchmal hatte ich aber auch schöne, angenehme Träume. So träumte ich öfter, dass ich fliegen kann. Das fühlte sich ungeheuer realsitisch an. Ich musste dabei die Arme wie Flügel bewegen (also nicht die Superman-Variante, sondern Vogelflug) und konnte richtig die Anstrengung und den Luftzug unter den Armen spüren. Zumindest im Traum. Einen Muskelkater hatte ich danach nie, also fand das wirklich komplett im Kopf statt (zum Glück). Manchmal gingen diese Flugträume aber in Fallträume über. Dann merkte ich wie ich erschöpfte, wie mich meine "Flügel" nicht mehr tragen konnten, bis ich schließlich abstürzte oder einfach auf dem Boden zu liegen kam.

Heute vergesse ich meine Träume leider immer. Selbst die, an die ich mich kurz nach dem Aufwachen noch erinnere und die ich mir auf Krampf zu merken versuche.

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Little_Nemo 30.05.2019, 09:26
5. Speicherverwaltung

Zitat von raimondo.civetta
Träume sehe ich als Theatervorstellungen des Unbewussten. Deren Inhalt besteht somit aus Symbolen, Metaphern und Assoziationen, deren Bedeutungen wiederum ganz individuell durch den Träumenden definiert werden, also kaum mit einem "Traumlexikon" zu entschlüsseln sind. Man sollte sich nicht fragen, wie die Allgemeinheit die Bestandteile des Traumes einordnen/beurteilen würde, sondern wie sich diese für den Träumenden jeweils anfühlen.
Ich persönlich vertrete die Theorie, dass Träumen eine Art von Defragmentierungsprozess des Datenspeichers Gehirn darstellt. Dabei werden gespeicherte Erinnerungen gelesen, neu sortiert, abgeglichen und abgelegt, teilweise aber wohl auch gelöscht. Durch das Lesen scheinen sie kurz vor dem inneren Auge auf und geraten dabei in teilweise ganz neue, teils (scheinbar) abstruse Zusammenhange. Allerdings dominiert von den Dingen, die uns gerade besonders beschäftigen. Diese Theorie lässt sich aber durchaus mit der Ihren vereinbaren, denke ich. Denn natürlich lassen sich aus diesen Erinnerungsschnipseln und ihrer individuellen Gewichtung Schlussfolgerungen ableiten.

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johannes-kh 30.05.2019, 17:59
6. Ich hatte einen ganz schlimmen Albtraum...

in dem ist Merkel von ihrem Rücktritt zurück getreten und macht einfach weiter. Ich usst mich krankschreiben lassen.

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