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Erziehung: Wie Kinder ein gesundes Essverhalten lernen
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Nur füttern, bis das Baby satt ist. Nicht bei jedem Quengeln Essen anbieten. Ein paar Regeln können das Essverhalten von Kindern positiv beeinflussen.

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karin.italienfan 13.06.2017, 10:38
20. Immer wieder

Immer wieder kann man es beobachten: Quengeln die Kleinen, bekommen sie beim Metzger ein Stück Wurst. Sogar in der Apotheke bekam ein quengelndes Kind Gummibärchen. So stellt man Kinder ruhig und wundert sich später, wenn schon Kinder zu fett sind.

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Teilzeitalleinerzieherin 13.06.2017, 10:53
21. meine Kinder interessieren sich nicht für essen.

Nr. 1 isst auch so gut wie kein Süß (zwei Gummibärchen pro Tag sind schon viel). Beide essen eingeschränkt Obst und Gemüse und viel Joghurt (geht schnell runter und man kann sich wieder den wichtigen Dingen des Lebens zuwenden). Nr. 1 isst viel Fleisch, Wurst und trocken Brot. Nr. 2 Stinkekäse (möglichst reif in geschmolzen). Wenn ich etwas auf den Tisch stelle, was sie nicht so mögen, essen sie es nicht. Da beide sehr schlechte Futterverwerter sind und am Untergewicht entlangbalancieren, gibt es sehr selten Sachen, die sie nicht mögen. Ist pädagogisch vielleicht nicht so gut, aber immer noch besser als alle zwei Wochen wiegen beim Kinderarzt (hatten wir auch schon).

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dirk.resuehr 13.06.2017, 10:53
22. Problem, Problem!

Das sind mal Probleme! Selbst in Deutschland gabbs Zeiten, als man froh war, überhaupt etwas zu essen zu finden. Lange her, erinnert sich wohl kaum einer dran, gibts aber immer noch. Damals Väter in Gefangenschaft, verschollen, gefallen, Mütter, Opas, Omas, Onkel und Tanten mit Rucksack auf Nahrungssuche. Freut Euch doch, daß für Euch diese Zeiten vorbei sind!
Es gibt wohl wichtigere Fragen, aber lächerlich machen kann und darf jeder!

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wohin 13.06.2017, 11:59
23. Was auch.....

....für ein gesundes Essverhalten wichtig ist: Kinder n i c h t beim Spielen zu unterbrechen, um "jetzt" zu essen. Egal, wie vertieft das Kind im Spiel ist. Nur weil die Uhr das bestimmt. Das hat im Schulalter fatale Folgen (an mir selbst erlebt). Denn wenn man Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben hatte, war der Ruf "Essen kommen" erst wie eine Erlösung, später eine Rechtfertigung, wenn man die Aufgaben nicht geschafft hat. So kann man auch dicke Kinder erziehen: Essen ist wichtiger, als etwas Angefangenes zu Ende zu bringen. Ein Kind merkt sich das sehr gut für's Leben.

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isar56 13.06.2017, 15:13
24. Überall Bonbons und Lutscher...

beim Arzt, in Geschäften, Apotheken und sogar beim Zahnarzt werden Kinder mit Zuckerzeug beschenkt, unabhängig davon, ob die Eltern es wollen. Bei etwas dickeren Kindern hilft schon, Cola, Limonaden und Säfte durch Wasser zu ersetzen. Man muss kein Gesundheitsfreak sein, um diesen riesigen Industriezweig kritisch zu betrachten. Joghurts mit kaum Frucht, aber hohem Zuckeranteil, " so wertvoll wie ein kleines Steak", Caprisonne (gefärbtes Zuckerwasser), Billigcola in 2 Literflachen.
Ich hatte vor Jahren berufsbedingt ein Kind für die Dauer eines Klinikaufenthaltes der Mutter in eine Gastfamilie gebracht.
Später beklagte sich diese Mutter über einen Gewichtsverlust, verursacht durch die Pflegeeltern. Der Kinderarzt meinte, es war höchste Zeit abzunehmen...." wollen Sie ein Kind, oder ein Mastschwein?" Herb aber wahr.

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mol1969 16.06.2017, 16:17
25.

Zitat von wohin
....für ein gesundes Essverhalten wichtig ist: Kinder n i c h t beim Spielen zu unterbrechen, um "jetzt" zu essen. Egal, wie vertieft das Kind im Spiel ist. Nur weil die Uhr das bestimmt. Das hat im Schulalter fatale Folgen (an mir selbst erlebt). Denn wenn man Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben hatte, war der Ruf "Essen kommen" erst wie eine Erlösung, später eine Rechtfertigung, wenn man die Aufgaben nicht geschafft hat. So kann man auch dicke Kinder erziehen: Essen ist wichtiger, als etwas Angefangenes zu Ende zu bringen. Ein Kind merkt sich das sehr gut für's Leben.
Sorry, halte ich für Unsinn.
Gerade eine feste Tagesstruktur halte ich bei Kindern für sinnvoll. Gemeinsame Mahlzeiten zumindest zum Frühstück und Abendessen sind für mich elementar, um so etwas wie Familie überhaupt zu leben. Und das geht ja nun mal nur mit halbwegs festen Essenszeiten.

Gerade der andere Weg ist für mich falsch, denn letztendlich sitzt dann jeder alleine vor seinem Fernseher und stopft irgendwas essbares nebenbei in sich rein. Nein. Um x Uhr wird gegessen, und dann wird auch nicht nach 2 Minuten wieder aufgestanden um weiterzuspielen, sondern es wird wenigstens eine kleine Weile zusammengesessen. Das ist Familie.

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