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EU-Vergleich: Deutsche wollen am wenigsten Kinder
DPA

Nirgendwo in Europa ist die Geburtenrate niedriger als in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer aktuellen EU-Statistik. Demnach starben in Deutschland 2012 sogar mehr Menschen, als lebend geboren wurden.

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haribo143 20.11.2013, 15:36
1. Beruf

Da es so gut wie unmöglich ist Beruf (einen der über Verkäuferin hinausgeht) und ein Kind zu haben , war diese Entwicklung vorherzusehen...

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c1190923 20.11.2013, 15:36
2. Millionen

Am 1.1.2012 lag die gesamtdeutsche "...Bevölkerungszahl bei 80.327,9 Einwohnern - am 1.1.2013 bei 80523,7 Einwohnern".
Fehlen da nicht ein paar Nullen?

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women_1900 20.11.2013, 15:41
3. wie denn auch?

Beruf & Familie sind immer weniger vereinbar. Daran sind nicht nur fehlende Betreuungsmöglichkeiten schuld, es sind auch die Firmen, die die Rahmenbedingungen so setzen, daß Mitarbeiter/Innen mit Kindern ins Hintertreffen geraten. Bei der Arbeitsverdichtung hier und den geforderten Überstunden sind Kinder nicht mehr möglich. Wer in Erziehungsurlaub geht, kann froh sein, wenn sein Job danach noch existiert. Häufig werden "Rückkehrern / Innen" Aufhebungsverträge angeboten.

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4qfghei3pers 20.11.2013, 16:03
4. Dann dürfen wir uns nicht beklagen

Dann dürfen wir uns nicht beklagen, wenn später keine Einzahler für unsere Renten mehr da sind. Wer sich heute der eigenen Zukunftssicherung verweigert, der sollte das auch bei seiner späteren Rente bemerken. Es reicht einfach nicht, sich auf die anderen zu verlassen, die die Kinder großziehen und die Belastungen allein tragen. Als Dank haben sie dann teils nur eine Rente und einen schlechteren Lebenstandard, währen die kinderlosen Doppelverdiener in ihrer aktiven Zeit viel mehr Geld zur Verfügung haben und später zwei ordentliche Renten, die freilich von eben jenen Kindern aufzubringen ist. Es wird Zeit, daß die unentbehrlichen Kinder als spätere Einzahler viel mehr Berücksichtigung finden. Die Chinesen werden uns jedenfalls keine Rente zahlen...

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juergw. 20.11.2013, 16:11
5. Nun ,ja aber.....

Zitat von 4qfghei3pers
Dann dürfen wir uns nicht beklagen, wenn später keine Einzahler für unsere Renten mehr da sind. Wer sich heute der eigenen Zukunftssicherung verweigert, der sollte das auch bei seiner späteren Rente bemerken. Es reicht einfach nicht,.......
in den Bildungsfernen Schichten ist noch ein Kinderreichtum anzutreffen.
Ob die dereinst die Rentenzahler von Morgen sind,wage ich zu bezweifeln,
eher Neuhartzer.

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Olaf 20.11.2013, 16:24
6.

Zitat von women_1900
Beruf & Familie sind immer weniger vereinbar. Daran sind nicht nur fehlende Betreuungsmöglichkeiten schuld, es sind auch die Firmen, die die Rahmenbedingungen so setzen, daß Mitarbeiter/Innen mit Kindern ins Hintertreffen geraten. Bei der Arbeitsverdichtung hier und den geforderten Überstunden sind Kinder nicht mehr möglich. Wer in Erziehungsurlaub geht, kann froh sein, wenn sein Job danach noch existiert. Häufig werden "Rückkehrern / Innen" Aufhebungsverträge angeboten.
Als wir Kinder bekamen musste meine Frau noch bei ihrem Arbeitgeber kündigen. Nix mit Erziehungszeiten, Kindergartenplätze gab es auch nicht und ich war damals Arbeitslos geworden.

Das Shangri-La von früher hat es nie gegeben. Im Gegenteil, nie wurde es einem einfacher gemacht Kinder zu bekommen als heute.

Man lebt aber natürlich besser ohne Kinder, der materielle Wohlstand ist viel besser und die Dinks setzten die Maßstäbe.

Wir verfrühstücken als Gesellschaft gerade die Rendite einer Welt ohne Kinder, die ist nämlich gar nicht so schlecht. Wenn es denn in 20-30 Jahren um die explodierenden Kosten für Rente, Gesundheit und Pflege einer überalterten Gesellschaft geht, kann man ja immer noch rumjammern.

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Gertrud Stamm-Holz 20.11.2013, 16:32
7. nachdenken

Zitat von 4qfghei3pers
Dann dürfen wir uns nicht beklagen, wenn später keine Einzahler für unsere Renten mehr da sind. Wer sich heute der eigenen Zukunftssicherung verweigert, der sollte das auch bei seiner späteren Rente bemerken.
Nehmen Sie den durchschnittlich verdienenden Bürger. Es geht hier um den Betrag bis zu 1.500 netto. Damit betreibt sich schlecht Zukunftssicherung und kaum ohne viel Bauchweh eine Familie. Die meisten auf diesem Niveau verdienenden Personen haben ohnehin keine brauchbare Rente zu erwarten.

Zitat von 4qfghei3pers
Es reicht einfach nicht, sich auf die anderen zu verlassen, die die Kinder großziehen und die Belastungen allein tragen. Als Dank haben sie dann teils nur eine Rente und einen schlechteren Lebenstandard, währen die kinderlosen Doppelverdiener in ihrer aktiven Zeit viel mehr Geld zur Verfügung haben und später zwei ordentliche Renten, die freilich von eben jenen Kindern aufzubringen ist.
Die kinderlosen Doppelverdiener kommen durchaus grade so über die Runden. Oder glauben Sie wirklich, die Floristin und der Postbote schwimmen im Geld?
Dazu nehmen Sie gedanklich bitte noch die Alleinstehenden ohne Kinder. Auch eine Zahl in der gesellschaftlichen Struktur, die nicht weniger wird.
Letztendlich leidet der kleine Mann und die kleine Frau an mickrigen Monatsbezügen plus beruflicher Unsicherheit. Unter solchen Bedingungen setzt man natürlich gerne Kinder in die Welt. Das Leben und die Rente sind ja sicher.

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Celegorm 20.11.2013, 16:41
8.

Zitat von 4qfghei3pers
Dann dürfen wir uns nicht beklagen, wenn später keine Einzahler für unsere Renten mehr da sind.
Dieses oft gehörte Argument führt bei genauerer Betrachtung ins Nichts. Das Grundproblem ist letztlich, dass das Rentensystem gewissermassen als generationenübergreifendes Schneeballsystem konzipiert wurde. In Kombination mit den geburtenstarken Altersklassen der Boomjahre war das zwangsweise fatal, wirklich nachhaltig tragfähig wäre das System nur bei einem endlosen Wachstum der arbeitenden Bevölkerung. Was natürlich unmöglich ist.

Für diese undurchdachte Idee muss nun halt gezahlt werden und daran ändern geringe Erhöhungen der Geburtenraten mittelfristig auch nichts. Zumal hier ein weiterer Denkfehler liegt: Nachwuchs ist erst einmal eine kostenträchtige Investition, die sich sowohl gesamthaft wie bezüglich des Rentensystem nur auszahlt, wenn dieser Nachwuchs einen ausreichend bezahlten Job ausüben wird. Fehlt diese Perspektive, ist das Ganze nutzlos bis kontraproduktiv. Weshalb die Produktion von Kindern erst dann sinnvoll wird, wenn die restlichen Rahmenbedingungen gegeben sind. Die Problematik beisst sich an der Stelle also in den eigenen Schwanz und einfach mehr Kinder zu fordern ist darum nicht sehr zielführend..

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Creedo! 20.11.2013, 16:45
9. Und?

Zitat von sysop
Nirgendwo in Europa ist die Geburtenrate niedriger als in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer aktuellen EU-Statistik. Demnach starben in Deutschland 2012 sogar mehr Menschen, als lebend geboren wurden.
80.523,7 Deutsche? Da wurden aber wohl nur die Volksdeutschen gezählt. Und der Nachkommadeutsche ist gerade in Geburt begriffen?

Aber es ist ja aber auch so eine Sache mit den Nachkommamenschen. Mit meiner Freundin konnte ich mich bis heute nicht einigen, ob wir nun 1,4 Kinder haben wollen, 0,8 Kinder und dafür noch 1,1 Hund oder doch lieber 2,7 Kinder.

Deutschland scheint nicht nur bei den Geburten sondern auch bei den Sterbefällen neben dem Durchschnitt zu liegen. Es dürften rund 10 Promille sein, die uns da jährlich wegsterben. Bei den Iren beißen nicht mal 7 Promille ins Gras (Whisky konserviert scheinens). Wenn man in Deutschland den Umgang mit den Alten also verbessern würde, dann würden auch in Deutschland mehr Kinder geboren, als Alte wegsterben. Man könnte ja eine Quote Geburten 8,4 Promille zu Sterbefällen 6,4 Promille anstreben. Nur haben die Alten bei uns einfach keine Lobby. Merkwürdig, denn irgendwie wird ja jeder mal alt.

Sonst ist Deutschland aber vorbildhaft. Mehr Tote als Geburten bedeutet effektives, wenn auch unbeabsichtigtes, Vorgehen gegen die Überbevölkerung. 7.000.000.000 gehen jedenfalls nicht zu Lasten der Deutschen. Statt die Verhältnisse in Deutschland zu kritisieren, sollte man sie lobend erwähnen und als beispielhaft hervorheben.
Denn was will man mit all den Menschen? Den Lebensraum im Osten besiedeln? Schön und gut, aber wenn alle nach Osten rücken, sind sie irgendwann wieder hier, die Erde ist schließlich eine Kugel (munkelt man). Und Lebensraum auf Mond oder Mars? Als ob wir dort hinkämen. Daher ist in diesem Fall tatsächlich Weniger mehr. Und die Deutschen haben das instinktiv erkannt und setzen sich damit an die Spitze der menschlichen Evolution.

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