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EU-Vergleich: Deutsche wollen am wenigsten Kinder
DPA

Nirgendwo in Europa ist die Geburtenrate niedriger als in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer aktuellen EU-Statistik. Demnach starben in Deutschland 2012 sogar mehr Menschen, als lebend geboren wurden.

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Chico73 20.11.2013, 16:59
10.

Merkwürdig, dass hierzulande Kinder immer nur als Armutsrisiko, Karrierehindernis, Kostenfaktor, Rentenbeitragszahler etc. gesehen werden. Wieso geschieht das nicht in dem Umfang bei unseren europäischen Nachbarn, wo es denen doch oftmals wirtschaftlich viel schlechter geht.

Vielleicht sollte einige mal wieder Kinder als das sehen, was sie eigentlich sind...

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zynik 20.11.2013, 16:59
11.

Zitat von sysop
Nirgendwo in Europa ist die Geburtenrate niedriger als in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer aktuellen EU-Statistik. Demnach starben in Deutschland 2012 sogar mehr Menschen, als lebend geboren wurden.
Wie kommts? Uns geht es in Merkelland doch so unglaublich gut. Nachher kommt noch einer auf die Idee, in unserer Kuschelrepublik würde selektiv kinderfeindliche Politik betrieben.

Wobei die Politik ist ja auch nur ein Ausdruck des deutschen Zeitgeists. Es reichen Schlagworte wie "alleinerziehend" oder "Hartz 4" und schon spielen die Mitbürger die komplette Klaviatur der BLÖD-Klischees rauf und runter. Das reicht bis zu abstrusen Sterilisationsphantasien. Warum sollte man Kindern so ein Umfeld antun wollen?

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muellerthomas 20.11.2013, 17:00
12.

Zitat von sysop
Nirgendwo in Europa ist die Geburtenrate niedriger als in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer aktuellen EU-Statistik. Demnach starben in Deutschland 2012 sogar mehr Menschen, als lebend geboren wurden.
Wird die Geburtenziffer als Zahl der Geburten je 1000 Einwohner ausgewiesen und nicht als "Fertility Rate" d.h. als Anzahl der Geburten je 1.000 Frauen im Alter von 15 bis 44, spielt die Altersstruktur natürlich eine große Rolle.

Deutschland weist die im Durchschnitt älteste Bevölkerung in der EU auf, Irland die zweitjüngste. Es gibt also in Irland auch schlicht mehr Frauen im gebärfähigen Alter.

Nicht umsonst liegen also bei der "rohen" Geburtenziffer Deutschland, Griechenland, Österreich und Italien hinten.

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zynik 20.11.2013, 17:02
13.

Zitat von juergw.
in den Bildungsfernen Schichten ist noch ein Kinderreichtum anzutreffen. Ob die dereinst die Rentenzahler von Morgen sind,wage ich zu bezweifeln, eher Neuhartzer.
Und genau wegen Typen wie ihnen würde ich jeder Mitbürgerin davon abraten hierzulande Kinder in die Welt zu setzen. Glückwünsch.

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muellerthomas 20.11.2013, 17:09
14.

Zitat von 4qfghei3pers
Dann dürfen wir uns nicht beklagen, wenn später keine Einzahler für unsere Renten mehr da sind.
Würden die Menschen zwischen 20 und 30 heute mehr Kinder bekommen, wäre die jetzt arbeitende Geneartion ja noch stärker belastet: Sie hätte kaum noch was von den künftigen Rentenzahlern, müsste aber gleichzeitig die Kosten für die noch nicht erwerbstätigen jungen Menschen aufbringen.

Das wird bei der Diskussionen ohnehin immer übersehen: Es wird künftig mehr Renter geben aber dafür weniger Kinder/Schüler/Studenten. Das Gesamtverhältnis von Erwerbstätigen zu Nicht-Erwerbstätigen wird sich auch in den kommenden Jahrzehnten nur wenig verschlechtern.

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01099 20.11.2013, 17:14
15. optional

Weil wir uns alle einer dümmlichen Angst vor allem hingegeben haben, uns von der Wirtschaft (Stichwort: "Karriere") auf der Nase herumtanzen lassen, uns Leute mit dem Denken der 50'er und 60'er an die Spitze setzen und Demokratie als Meckern von der Couch aus verstehen. Was will man erwarten?
Wie wäre es denn zum Beispiel mit einer Arbeitszeitverkürzung auf 5 Stunden pro Tag, um mehr Zeit für die Kinder zu haben und die erzieherischen Aufgaben weitgehend selbst übernehmen zu können?
Wetten, gleich kommen sie wieder an, die Gehirngewaschenen und erzählen mir, dass das überhaupt nicht geht und unseren "Aufschwung" (Von dem ich übrigens nichts merke...) kaputtmacht?
Was ist mit der überfälligen Bildungsreform?
Nein, geht auch nicht, denn wir wollen die Armen und Abgestellten. Denn denen kann man so schön die Schuld an allem zuschieben und sich selbst besser fühlen.
Wenn wir uns die Engstirnigkeit nicht umgehend abgewöhnen und Mut für Experimente aufbringen, wird dieses Land immer weiter in Richtung verstaubte Rentnerrepublik driften.
Wäre letztlich aber auch egal. Kein Mensch auf der Welt wird über das Aussterben der Deutschen trauern. Versprochen!

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Stichpunkt 20.11.2013, 17:16
16. .

Zitat von women_1900
daß Mitarbeiter/Innen mit Kindern ins Hintertreffen geraten.
Das ist Ansichtssache. Sie könnten auch sagen, diejenigen ohne Kinder geraten ins Hintertreffen, da sie keine Familie haben und evtl. nie eine haben werden.

Als Karrierist sollte man natürlich lieber auf Kinder verzichten, die einem dann zur Last fallen.

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wurzel99 20.11.2013, 17:17
17. ein paar einfache Gründe ..

jeder Mensch verhält sich - in Maßen - rational. Dabei sind die langfristig-objektiven gesellschaftlichen Folgen nicht so wichtig wie die subjektiv-persönlichen.
In der Agrargesellschaft war Nachwuchs persönlich existenznotwendig - heute ist er persönlich ein Hindernis bei Selbstverwirklichung, Freiheit, Wohlstand. Das wird dann vielfach hinter der Argument 'in diese Welt möchte ich keine Kinder setzen' versteckt wird.(Frage: war die Welt jemals besser? -aus der Sicht der jeweiligen Akteure?)

Hinzu kommt heute:
Die tief sitzende Angst der Männer vor Instrumentalisierung: 'Wenn meine Partnerin erst mal ein Kind hat bin ich nur noch Zahler - entweder ich gehorche oder werde entsorgt.' Das das neue Scheidungsrecht nicht mehr in diesem Maße hergibt ist noch nicht angekommen.

meine individuelle aber breite Erfahrung: in prekären Schichten ist Kinder kriegen akzeptiert. Es arbeitet sowieso niemand und Kinder sichern für Mutter (und nebenher Vater) ein gutes Auskommen und Freiheit von Druck zur Arbeit. Der Staat kann Kinder ja nicht verhungern lassen. Das geht so weit dass allein erziehende Mütter eine Kinderaufsicht durchs 'Amt' bezahlen lassen - nicht um zu arbeiten sondern 'endlich mal was für sich zu tun'.
Nachbarin, Freundin, Eltern .. alle die die in Mittelstandsfamilien als Babysitter mal einspringen sind nicht präsent oder sagen 'dafür gibt es das Amt'.

Insofern sind wir wieder da wo wir schon mal waren: Kinder sind Instrumente zur Daseinsvorsorge .. nur anders als es gesamtgesellschaftliche wünschenswert ist.
Im Mittelstand .. nee ..
Das sowas nicht zwingend ist sieht man am US-Beispiel Da hat auch die 'normale Familie' noch ihre Kinder.
Grund .. ? Religiös? - oder mangelnde staatliche Daseinsvorsorge ..

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4qfghei3pers 20.11.2013, 17:17
18. Alles richtig...aaber.

Zitat von Celegorm
Dieses oft gehörte Argument führt bei genauerer Betrachtung ins Nichts. Das Grundproblem ist letztlich, dass das Rentensystem gewissermassen als generationenübergreifendes Schneeballsystem konzipiert wurde. In Kombination mit den geburtenstarken Altersklassen der Boomjahre war das zwangsweise fatal, wirklich nachhaltig tragfähig wäre das System nur bei einem endlosen Wachstum der arbeitenden Bevölkerung. Was natürlich unmöglich ist. Für diese undurchdachte Idee muss nun halt gezahlt werden und daran ändern geringe Erhöhungen der Geburtenraten mittelfristig auch nichts. Zumal hier ein weiterer Denkfehler liegt: Nachwuchs ist erst einmal eine kostenträchtige Investition, die sich sowohl gesamthaft wie bezüglich des Rentensystem nur auszahlt, wenn dieser Nachwuchs einen ausreichend bezahlten Job ausüben wird. Fehlt diese Perspektive, ist das Ganze nutzlos bis kontraproduktiv. Weshalb die Produktion von Kindern erst dann sinnvoll wird, wenn die restlichen Rahmenbedingungen gegeben sind. Die Problematik beisst sich an der Stelle also in den eigenen Schwanz und einfach mehr Kinder zu fordern ist darum nicht sehr zielführend..
Das Grundproblem lässt sich durchaus auf alle Lebensituationen anwenden. Ohne Kinder gibts später keine Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Schüler, Verbraucher, Steuerzahler und so weiter. Es stirbt einfach alles. Die bestehende Bevölkerung stirbt nach und nach weg und nichts wächst nach. Man kann das durchaus mit einem sterbenden Wald vergleichen. Natürlich braucht das Land Arbeitskräfte, Steuerzahler, Konsumenten usw., ohne diesen Nachwuchs können wir die Bürgersteige hochklappen und das Licht ausmachen. Die logische Folge ist also, wir brauchen auf jeden Fall Kinder- so oder so. Und diese Belastungen kann man nicht nur jenen aufbürden, die bereit dazu sind, sondern es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wer also aus welchem Grund auch immer keine Kinder großzieht und sich damit der Zukunftssicherung entzieht, sollte das auch später bei der eigenen Rente spüren. Nur so kann man evtl. die Menschen in unserem Land wieder etwas gewogener stimmen, selber Kinder aufzuziehen. Eins habe ich noch vergessen: Natürlich muß unser Land weitaus kinderfreundlicher werden, damit Kinder auch ein lebenswertes Umfeld vorfinden.

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jaloms 20.11.2013, 17:17
19. blablabla, es ist alles so schwierig - furchtbar !

kinder bekommen meist die leute, fuer die alles noch viel schwieriger ist. unsererine ist schlicht faul und verantwortungsscheu - warum sollen wir uns mit sowas belasten, wir haben doch unsere Moslems.
Die machen das schon.

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