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Ex-McDonalds-Manager: "Fast Food ist Kindesmisshandlung"
kiankhoon/ iStockphoto/ Getty Images

Harald Sükar arbeitete 13 Jahre lang für McDonalds, zuletzt als Geschäftsführer. Im Interview erklärt er, warum er Kinder nie mehr in ein Fast-Food-Restaurant mitnehmen würde - auch nicht ausnahmsweise.

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Lexington67 08.07.2019, 16:12
170.

Zitat von sponnerd
Dem kann ich nur zustimmen. Ausserdem ist das zitierte Menü mit BigMac, mittlerer Pommes, mittlerer Cola und als Nachtisch sogar noch Eis sicher kein Standardmenü für ein Kind! Aber der Mann will sein Buch verkaufen! Da muss man schon mal auf die Pauke hauen, wenn man Erfolg haben will. Damit mich niemand falsch versteht, ich mag das McDonalds-Zeug auch nicht. Aber solange Tabak, Alkohol und demnächst wohl Cannabis legal verkauft werden dürfen, gibt es größere Probleme, die zuerst gelöst werden sollten.
Wann waren sie denn das letzte mal bei McD?
Ein BigMac, eine mittlere Pommes und 0,4 l Cola sind nun wirklich keine große Portion.
Und mein 12 jähriger, der in meiner Welt noch Kind ist, verdrückt das wirklich ohne größere Schwierigkeiten.
Allerdings bekommt er kein Eis dazu...

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roby111 08.07.2019, 16:20
171. McD besser als sein Ruf!

McD ist meines Erachtens besser als sein Ruf! BurgerKing z.b. hat erhebliche Qualitätsmängel und sogar Hygieneprobleme und bietet nicht mal halb so viel Gesunde Nahrung an als McD.

Auch jegliche Dönerbude mit dem Alibi-Salat, aber dafür fetter und unhygienischer Soße, fetttriefendem Fleisch ungewisser Herkunft und absolut unprofessioneller Verarbeitung in Händen von Leuten, die man normalerweise keinen Meter in seine Wohnung geschweige denn Küche lassen würde, kann mit McD auch nicht im Ansatz konkurrieren! (wirtschaftlich übrigens interessanterweise schon: die Dönerbuden deutschlandweit machen mehr Umsatz als McD und Burgerking zusammen!)

Natürlich ist der Kunde gefragt, die Auswahl selbst vorzunehmen, man kann auch im Supermarkt die Zutaten für sowohl gesundes, als auch mega-ungesundes Essen kaufen und die Mitnahme-Angebote sind dort auch nicht gesünder, ganz im Gegenteil: die Stullen und Salate liegen teils tagelang in der Kühlung, bei McD herrscht hingegen ein reger Andrang, da wird nix alt!

Im Beispiel aus dem Beitrag:

Wenn man das Menü als Kids-Menü wählt, einen Hamburger oder Cheeseburger, dazu Gartensalat, die Apfeltüte und den "FruchtQuatsch"=Smoothie sowie Mineralwasser oder O-Saft als Getränk, dann bekommt man ein Essen, das ausgewogener ist, als manches, was die durchschnittliche dt. Hausfrau so ihren Kids tagtäglich serviert!

Ich habe mit McD 30 kg zugenommen, dann aber unter Umstellung meiner Ernährung, aber weiterhin fast täglich bei McD essend (Filiale ist direkt vor unserem Büro, sonst keine Kantine in der Nähe, nur Metzger und Döner) aber auch wieder bereits 20kg abgenommen. Verzicht auf McFlurry und Süßgetränke gaben den Ausschlag, das ESSEN ist unbedenklich! Wäre McDs ESSEN wirklich nachweislich ungesund oder sogar "Giftig", so würde diese große Kette mit Sicherheit schon zigfach verklagt, da hier die Aussicht auf großzügige Entschädigung deutlich besser steht, als beim Döner vom Türken gegenüber, der notfalls von heut auf morgen einfach zurück in die Türkei geht...

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Harald Schmitt 08.07.2019, 16:22
172. Es ist nicht alles schwarz weiss

Zitat von mschuldes
Ich habe mal eben geschaut: Burger plus Pommes kommen auf knapp 9 Gramm Zucker. Selbst wenn ich einen halben Liter Coke Classic und dann noch ein Eis mit Oreo nehme komme ich nicht auf die 119 Gramm Zucker. Kann der Mann KHs und Zucker nicht unterscheiden? Dann hoffe ich, dass er nicht wirklich über Ernährung berät... Das immer alles völlig schwarz/weiss dargestellt wird ist echt nervig.
Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen. Nicht nur auf den zugesetzten Zucker schauen, wenn es noch andere Zuckerarten gibt!
Dann sieht es anders aus. Wenn dann beim BicMäc 42g Kohlehydrate sind und davon "nur" 8,5g Zucker. Und in der 0,4l Cola sind schon 42g Zucker enthalten!
Der hat 13 Jahre dort gearbeitet und wird wohl wissen, was für Zutaten die verwenden!
Die werden schon wissen wie sie die Menschen dick und süchtig machen. Die Amerikaner sind ja nicht umsonst so dick, weil Burger, Pommes und Cola das gesündeste Futter auf der ganzen Welt sind.
Auch die Fette haben doppelt so viel Kalorien wie der Zucker und ein BigMac hat 25g Fett + mittlere Pommes nochmal 16g Fett, 60g ist die empfohlene Tagesmenge für Erwachsene!
Da darf man dann nicht mehr viel essen.

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cyborgpiratelaserninja 08.07.2019, 16:26
173.

Zitat von PTerGun
Wer etwas auf seine Ernährung gibt, lässt generell die Finger von Fastfood. Egal ob McDonalds, Currwurst, Nordsee oder Döner. So richtig gesund ist das alles nicht. Auch was man beim Bäcker in der Süßkramauslage so findet, hat mit Nahrungsmitteln nicht allzuviel zu tun. Wer dann noch im Supermarkt die Finger von verarbeiteten Lebensmitteln wie Frühstücksserialien und anderen Süßigkeiten, Wurst, Fertigsoßen und Fertiggerichten lässt, hat wohl noch eine Chance, sich halbwegs vernünftig zu ernähren, was eigentlich gar nciht so schwer ist. Aber die Industrie gaukelt uns was anders vor. Und in der Poliktik freut man sich, so lange die Gewinne stimmen.
Wer etwas auf seine Ernährung gibt, weiß was er sich zuführt und was das für Konsequenzen hat. Sorry aber wer meint er müsse gänzlich auf "Fast Food" verzichten oder glaubt man könne eine Vielzahl von Gerichten vernünftigmit einer Bezeichnung abdecken, hat am Ende einfach keine Ahnung und schiebt nur ein einfaches Dogma vor sich her. Wobei aufmerksamen Menschen sowieso seit langem klar ist, dass Ernährung heute für viele Zeitgenossen schlicht Ersatzreligion geworden ist. Da passen Dogmen leider gut rein.

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*Querdenker* 08.07.2019, 16:29
174.

Zitat von ohjeee
1. Den hätten Sie einfach mit "da ist ne Menge Protein drin, brauchst du fürs Muskelwachstum" erledigen können. Zu 2. und 3.: Das erinnert mich an meine SchwiMu, die in der Schule auch mal frisch gekocht hat um zu "beweisen", dass die Jugendlichen so Geschmacksverirrt sind, dass denen "frisch" gekochtes nicht mehr schmeckt. Aber ganz ehrlich, das kann ich voll und ganz verstehen, dass denen der Kartoffelstampf (ist halt was anderes als Kartoffelbrei und kommt selbstredend auch auf die Kartoffelsorte an) nicht schmeckte. Eine Gourmet-Köchin ist sie nicht. Gutes Kartoffelpüree (siehe Sterne-Restaurant) wird xmal püriert und durch einen Sieb gerieben, dann kommen noch Unmengen Butter rein (idR 1 zu 1, wie ich vor nicht langer Zeit lernen durfte), das hat mit Ihrem Kartoffelbrei höchstwahrscheinlich auch nichts zu tun. Ich kenne von meinen Eltern auch eher "geschmeidigen" Kartoffelbrei (auch wenn nur wenig Butter drin war) und meine bessere Hälfte machte immer Stückigen Kartoffelstampf. Das schmeckt auch unterschiedlich. Jetzt weiß ich nicht wie Sie kochen, aber um bei meiner SchwiMu zu bleiben kann ich durchaus nachvollziehen, dass Jugendlichen (und auch Erwachsenen) deren Essen nicht schmeckt.
Eine Jugendfreizeit ist kein Sterne-Restaurant, sondern gesundes, saisonales, frisches, regionales Essen. Dafür kostet eine zweiwöchige Jugendfreizeit inkl. Fahrt, Verpflegung, Unterkunft, Programm auch nur doppelt so viel wie ein Abendessen zu zweit in einem Sternerestaurant.

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Annunaki 08.07.2019, 16:29
175. Ob nun 119g oder 92,9g...

Zitat von mschuldes
Ich habe mal eben geschaut: Burger plus Pommes kommen auf knapp 9 Gramm Zucker. Selbst wenn ich einen halben Liter Coke Classic und dann noch ein Eis mit Oreo nehme komme ich nicht auf die 119 Gramm Zucker. Kann der Mann KHs und Zucker nicht unterscheiden? Dann hoffe ich, dass er nicht wirklich über Ernährung berät... Das immer alles völlig schwarz/weiss dargestellt wird ist echt nervig.
Ich habe auch mal eben geschaut und zusammengerechnet. Tatsächlich komme ich bei der genannten Zusammenstellung laut Angaben von Mc Donalds (Homepage) auf 92,9g Zucker. Dabei bilden das Getränk und das Eis mit jeweils 42g Zucker den absoluten Löwenanteil.
Anyhow, 92,9g Zucker sind nicht 119g aber trotzdem schon sehr krass.
Was ich nicht verstehe ist die angebliche "schwarz/weiss Darstellung". Sie können doch gerne alle weiterhin essen was Sie wollen - nur mit dem Unterschied, dass Sie jetzt später nicht mehr sagen können Sie hätten das alles nicht gewusst.

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cyborgpiratelaserninja 08.07.2019, 16:35
176.

Zitat von Peletua
(...) 'Privatsache' ist an der Ernährung von Kindern, aber auch von Erwachsenen erstmal herzlich wenig, solange die Solidargemeinschaften der gesetzlich und privat Krankenversicherten die Folgen tragen. (...)
Natürlich ist die eigene Ernährung reine Privatsache. Da zieht auch das immer wieder gewählte Pseudoargument der Bezahlung durch die Solidargemeinschaft nicht. Das ist genau so Privatsache wie ein Hobby oder der Schlafrythmus. Sport bringt aber jährlich tausende Menschen in die Notaufnahme und zu wenig Schlaf ist auf Dauer genau so schlecht für den Körper wie schlechte Ernährung.

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misterknowitall2 08.07.2019, 16:36
177. Bitte?

Zitat von Peletua
Na, wer sagt‘s denn. Die Art und Weise, in der Sie hier die Diskussion an sich reißen, zeigt mir, dass ich mit meinem eingangs geäußerten Verdacht vermutlich nicht ganz daneben lag... Woher kommt nur die Leidenschaft, mit der Sie den Fett- und Zuckerfraß verteidigen? 'Privatsache' ist an der Ernährung von Kindern, aber auch von Erwachsenen erstmal herzlich wenig, solange die Solidargemeinschaften der gesetzlich und privat Krankenversicherten die Folgen tragen. Kinder mit Adipositas und Diabetes Typ 2 sind keine Seltenheit mehr; das sollte Ihnen bekannt sein. Vieles davon wird durch Fehlernährung verursacht, die auf den Mangel an vernünftiger Regulierung der Nahrungsmittelbranche zurückgeht. Das IST die Aufgabe des Gesetzgebers. Und kommen Sie mir jetzt bitte nicht auch noch mit dem Industrie-Schnack vom 'mündigen Bürger' bzw. dem 'aufgeklärten Verbraucher‘, ja?!
Ich weiß nicht, wie sie auf das schmale Brett kommen, dass ich mit Leidenschaft etwa verteidige. Ich habe nur was gegen maßlose Übertreibung und da sind ihre Forderungen ganz weit vorne.

Was könnte privater sein als die Ernährung? Ich werde mir sicher nicht vorschreiben lassen, was ich zu essen habe. Ich sehe da auch keine Notwendigkeit vom Staat, sich da einzumischen.

Ein Grundsatz der Solidargemeinschaft ist ja auch, dass keiner dem Anderen eine Schuld zuschiebt. Wenn sie damit nicht leben können, dass sich z.B. Skifahrer Gefahren aussetzen oder manche Menschen das mit dem Essen nicht auf die Reihe bekommen, sollten sie die Gemeinschaft verlassen und sich privat versichern.

Mir ist es zu einfach die Verantwortung für sein eigenes Leben bei der Nahrungsmittelindustrie abzugeben. Ich habe gelernt zu kochen und mich mit dem Dingen zu beschäftigen. Das sollte auch jeder andere hinkriegen. Mit Zwang und Vorgaben werden Sie sicher nichts erreichen. Was soll ein Schokoriegel eine Ampel bekommen? Jeder weiß, dass das nicht gesund ist. Überflüssige Bürokratie.

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_oliver_ 08.07.2019, 16:44
178. kein Mehrwert

Gibt ja schon genug Veröffentlichungen zum Thema Fast Food. Das Interview jedenfalls verheißt schon, dass keine neuen Erkenntnisse zu Erwarten sind. Herr Sükar hat mal bei McDonalds gearbeitet und nach 13 Jahren erfährt er eine magische Erleuchtung? Entweder ziemlich sehr begriffsstutzig oder auf die Kohle aus der Autor. Beides kein Argumente dieses Buch zu kaufen, geschweige denn zu lesen.

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ford_mustang 08.07.2019, 16:45
179. Ausgewogenheit ...

ist das Zauberwort. Wenn ich fast nur Salat esse, ist das auch ungesund. Man kann Alles essen, weil schlechtes Essen gibt es nicht. Alle mal locker bleiben, die Anderen nicht zwanghaft missionieren und sich einfach nur freuen, dass man hier jeden Tag ausreichend zu essen hat.

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