Forum: Gesundheit
Experten-Interview: Diese Medikamente helfen bei Heuschnupfen
Corbis

Sollten Allergiker Pollen meiden? Welche Medikamente helfen gegen Heuschnupfen und Augenjucken? Allergologe Jörg Kleine-Tebbe erklärt, welche Antihistaminika nicht müde machen und warum viel öfter Kortison eingesetzt werden sollte.

Seite 3 von 4
Debattentiger 05.06.2014, 13:03
20. Reactine Duo

und auch alle anderen Tabletten helfen dann und wann. Viele Allergiker haben die Beobachtung gemacht, dass sich der Körper an die Tabletten "gewöhnt" und daher die Tabletten nicht mehr wirken. Ob das jetzt ein Phänomen physischer oder psychischer Natur ist, sei dahingestellt. Reactine Duo enthält einen Zweitstoff, der von Drogenmixern gern genutzt wird, um Aufputschmittel herzustellen. Als die Reactine Duo in der 28er Packung noch für knapp 4-6 Euro zu haben waren, wurde von eben diesen Banden der Duo-Wirkstoff getrennt und in Aufputschtabletten umgewandelt. Das war billiger als den Stoff selbst chemisch herzustellen. Daher waren Reactine Duo für etwa ein Jahr ganz vom Markt verschwunden, bevor sie in kleineren Dosen zu teurem Geld wieder auf den Markt gebracht wurden, so dass die Tabletten sich für die Drogenherstellung nicht mehr lohnen. Im Allgemeinen kann ich bestätigen, dass man einfach ab und an, so alle 3 Monate seine Tabletten wechselt. Von Ceterizin auf Lora, dann zu Zyrtec und wieder zurück zu Ceterizin. Im Härtefall Reactine Duo zwecks dem Duo-Wirkstoff. Aus der Hyposensibilisierung sind bei mir Kreuzallergien entstanden. Eine 100%ige Heilung von Allergien kann kein Mittelchen versprechen. Die gehen wahrscheinlich genauso wie sie gekommen sind- plötzlich... spätestens wenn man an die Küste zieht, oder im Alter irgendwann stirbt..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jack_daniels 05.06.2014, 14:09
21. Nasendusche?

Die Hinweise von Herrn Klein-Tebbe sind nah an der Realität des Allergikers und sicher relevant. Ein Hinweis fehlte mir: Das Ausmaß der allergischen Reaktiuon ist stark abhängig von der aufgenommenen Menge an Pollen. Diese kann man wirksam reduzieren durch 2-3 x tägliche Anwendung einer Nasendusche, die es in jedem Drogeriemarkt gibt. Beim ersten Mal ist es lästig, weil Nase häufig verstopft; später rauscht die warme Kochsalzlösung in einer Minute durch. Hat bei mir dazu geführt, dass man Antihistaminika-Verbrauch gegen Null pendelt; gegen den Rest helfen Nasensprays, ebenfalls aus dem drugstore, ohne Kortison; würde ich ggf. dazu nehmen, wenn nichts mehr geht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kunstgriffe 05.06.2014, 14:13
22. Symptombekämpfung sinnvoll?

Man sollte die Ursache bekämpfen und die Darmflora wieder aufbauen. Meine Freundin hat ihre Pollenallergie erfolgreich durch die Einnahme von einem Esslöffel Apfelessig morgens und abends weg bekommen. Es hat zwar rund 1,5 Jahre gedauert, aber neulich saß ich mit ihr im Garten und sie ist seit langem komplett beschwerdefrei!

BTW: ARTE hat dieser Tage ein Special zu Allergien (einfach mal online nach den beiträgen schauen!)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eSVau 05.06.2014, 14:16
23. Art der Leiden

Mein Heuschnupfen ist zum Glück nicht so schlimm, dafür hat er sich ein paar Kreuzallergien bei Lebensmittel dazugeholt.
Jucken/Kribbeln am Gaumen, sehr leicht tränende und leicht juckende Augen. Gelegentliches Niesen und was mir missfällt, dass sich dieses Jahr ein gelegentlichen Husten und kratzender Rachen (Etagenwechsel?) dazugesellt haben, dafür sind die anderen Symptome gefühlt schwächer geworden. Aber wer glaubt schon seiner Erinnerung ;)

Bei Ceterizin läuft es bei mir auf eine Müdigkeit hinaus, die an Erschöpfung grenzt - angeblich macht es nur selten Müde, aber das Internet und ich behaupten etwas anderes.
Allerdings muss ich sagen, dass es schnell hilft (innerhalb von einer Stunde), <ironie>aber vielleicht verschlafe ich den Heuschnupfen auch einfach</ironie>.

Loratadin hingegen wirkt bei mir weniger schnell (2h+) und auch weniger gut, aber hinreichend - leider auch weniger lang. Dafür macht es mich nach einigen Stunden sehr nervös und unruhig, was ich als viel störender als meine geringen Heuschnupfensymptome empfinde.

Letztlich habe ich nur das Gefühl, dass ich ein Leiden durch ein anderes austauschen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ReneSpalek 05.06.2014, 16:26
24. ätherische Öle gegen Heuschnupfen

Ich leide auch saisonal unter Heuschnupfen und probiere seit einigen Wochen mit Erfolg ein Mittel auf Basis von ätherischen Öle gegen meine Allergie. Es sind Softgels von doTERRA bestehend aus einer Mischung der ätherischen Öle Zitrone, Pfefferminze und Lavendel - und es hilft. Ich nehme meist morgens und nachmittags je eine Softgel-Tablette und der Druck auf die Augen und die Nasenreizung geht absolut zurück.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
helianthe 05.06.2014, 17:27
25. Das Schwarzkümmelöl

hilft gegen alles.Und wird in den Urlaubsländern an jeder Ecke verkauft.Wer dran glaubt,dem hilfts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sobejufe 05.06.2014, 21:02
26. ollowain / Hypo

Was Sie über die Desensibilisierung schreiben, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Ich habe mal wegen extremen Heuschnupfens eine machen lassen, die ca. 10 Jahre lang so la la etwas half, danach bauten sich die Symptome wieder auf - und WIE!! Soweit, so schlecht. Eine Wiederholung der Hypo vor einigen Jahren bescherte mir dann eine seitden sehr gut erträgliche Pollenzeit. Und wenn's doch mal dicker kommt: Bei mir hilft Cetirizin allen Unkenrufen anderer Foristen zum Trotz prima. Ich denke mal, bei den Medikamenten geht es ebenso individuell wie bei den Allergien selbst zu - jeder muss für sich rauskriegen, was hilft und was nicht, und den ultimaltiven Knaller, der allen hilft, gibt's nicht. Wer den mal erfindet, wird ein sehr reicher Mensch werden.... :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
no.wonder 05.06.2014, 23:39
27. Umdenken

Mediziner erzählen die einfachste und effektivste Lösung nicht gerne... Weil sie nicht daran verdienen: bei mir hat die Allergie vor 6 Jahren angefangen, jedes Jahr wurde es schlimmer, dieses Jahr fing der etagenwechsel an mit starken Asthmaattacken. Natürlich wurde mir dann auch Cortison verschrieben... Und was kam dann? Ich hab konsequent auf Milch verzichtet, esse keine Produkte mehr mit Weizenmehl und habe den zuckerkonsum stark reduziert. Nun bin ich seit 8 Wochen völlig beschwerdefrei. Völlig kostenlos und hocheffektiv

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OWL-Dirk 06.06.2014, 11:28
28.

Zitat von haltetdendieb
Wieso wird dieses Medikament in diesem Beitrag nicht erwähnt. Sprechen Sie doch mal mit Allergikern in akuter Lage. Reactine Duo ist für viele das Medikament. Ceterizin oder Loratadin helfen Null! Reactine Duo wurde leider im Preis mehr als verdoppelt, weil es nur noch kleine Packungen gibt. Ich kann nicht verstehen, dass in solch einer Diskussion das für viele Allergiker wichtigste Mittel fehlt.
Reactine Duo enthält als Antihistaminikum doch auch nur Ceterizin und zusätzlich Pseudoephedrin zur Schleimhautabschwellung.
Wenn Ceterizin bei Ihnen nicht wirkt, können Sie doch darauf verzichten und ausschließlich ein schleimhautabschwellendes Mittel nehmen und das besser nicht als systemisch wirkendes Präparat, sondern ein vorwiegend lokal wirkendes. Ein besserer Wirkstoff wäre z.B. Xylometazolin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OWL-Dirk 06.06.2014, 11:43
29.

Zitat von ollowain13
(..)Was bei Hausstaubmilbenallergie tatsächlich hilft, sind Encasings für Matratze, Decke und Kopfkissen. Absolut nebenwirkungsfrei, einmalige Anschaffungskosten für ein Set ca 100 bis 150 €, die leider nicht von der Kasse übernommen werden. Ab und zu Waschen nicht vergessen. Man sollte aber darauf gefasst sein, dass es dann unter Decke ein bisschen wärmer wird als vorher, aber das ist nur eine Frage der Gewöhnung.(..)
Da stimme ich Ihnen völlig zu: Encasings sind bei schwererer Hausstaubmilbenallergie ein absolutes Muss und darin natürlich keine Daunendecken oder anderes organisches Material, sondern geeignete Kunstfasern. Mit einer kombinierbaren 1/3 + 2/3-Decke ist man dann auch für jede Temperatur ganz gut gerüstet.
Und natürlich alles vermeiden, was Milben eine angenehme Wohnstätte gibt oder Hausstaub aufsammelt, besonders im Schlafzimmer, also keine Teppichböden und Teppiche, keine Gardinen und Vorhänge, keine Pflanzen, Kleidung nicht im Schlafzimmer aufbewahren, häufig Staubsaugen mit (sauberem) Microfilter oder Multizyclon, besser noch Zentralstaubsauger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4