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Faktencheck: Stimmt es, dass Kinder vegan gesund aufwachsen können?
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Eine vegane Kita in Frankfurt sorgt für Aufregung. Alles kein Problem, sagen Veganer. Eine Gefahr für die Gesundheit der Kinder, entgegnen die Kritiker. Drei Aussagen im Faktencheck.

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jetbundle 02.08.2018, 16:57
1. Fleisch und Milchprodukte...

... enthalten wichtige Proteine und Mineralstoffe, die der kindliche Körper zur Entwicklung braucht. Mag sein dass man, mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln, ein Kind vegan ernähren kann ohne dass es akut Krankheitssymptome zeigt. Das bedeutet aber noch lange nicht dass sich das Kind körperlich und geistig genau so gut entwickelt wie ein vollwertig ernährtes Kind.

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madamebovary 02.08.2018, 17:08
2. Was bitte außer B12 ...

... verpasst ein Mensch bei veganer Ernährung, die wissend (!) umgesetzt wird - und B12 lässt sich perfekt substitionieren.

Der Artikel widerspricht sich selbst, weil weiter unten sehr wohl diverse führende Organisationen zitiert werden, die eine geplante und kompetente vegane Ernährung als gesund, gesünder gar erachten.

Klar, wer sich "unwissend" vegan ernährt, kann sich damit gefährden. Das trifft aber auf Ernährung generell zu. Der Vergleich hier hinkt doch - man sieht es in diversen Supermärkten an der Kasse, was da bei Familien zum Teil im Einkaufswagen landet ... Dann bitte doch mal damit vergleichen, mit den Eltern, die ihre Kinder fast ausschließlich mit Fertigprodukten ernähren, gerne fleisch- und kohlenhydratlastig sowie zucker- und fetthaltig, dass es knallt.

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m.m.s. 02.08.2018, 17:14
3. Eisenmangel

Dachte immer das Hauptproblem für Kinder ist der Eisenmangel, daraus folgende Blutarmut (Anämie), Blässe und Verlust der Lebenskraft. Wer seine Kinder Vegan ernährt muss Eisentropfen zugeben.

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mimkeson 02.08.2018, 17:15
4. Wo ist das Problem?

Wir werden vegan lebenden Eltern niemals verbieten können, Ihre Kinder vegan zu ernähren. Es ist doch wesentlich besser, wenn sich eine Kita auf eine ausgewogene vegane Ernährung konzentriert - vielleicht soagr die tägliche Vit. B12 Dosis verabreicht - und so die Eltern bei der guten Planung Ernährung unterstützt. Sehr viel besser jedenfalls, als wenn die Kinder in einer anderen Kita nur vielleicht nur Marmeldenbrote erhalten, weil in allen anderen Lebensmitteln tierische Produkte enthalten sind. Kindern, die sich nicht vegan ernähren werden von den 1-2 veganen Mahlzeiten in der Kita wohl kaum gefährdet werden. Im Gegenteil, wahrscheinlich werden dadurch sogar besser auf ihre tägichen Portionen Obst und Gemüse kommen. Also: wo ist das Problem, bzw. die Gefährdung, die von veganen KiTas ausgeht?

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joerg109 02.08.2018, 17:15
5. Naja...

Dieser Artikel enthält zwar einige der wesentlichen Informationen in Bezug auf die vegane Ernährung unterschiedlicher Altersgruppen. Aber irgendwie fällt es mir schwer, einen Unterschied in den 3 geprüften Aussagen zu erkennen und Argumente, die gegen tierisches Eiweiß als Nahrungsbestandteil sprechen, werden gar nicht erst erwähnt. Ich selbst ernähre mich seit ich denken kann vegan und ohne Saccharose und, ja richtig, ich nehme das Vitamin B12 in Form eines Nahrungsergänzungsmittels zu mir. Na und? "Konventionelle" Ernährungsformen mit statistisch gesehen zu viel Fleisch, zu viel Zucker und zu viel Alkohol lassen jedes Jahr allein in Deutschland hunderttausende von Menschen frühzeitig in die ewigen Jagdgründe ziehen oder zu Pflegefällen werden. Ich finde deshalb, dass es unseren Kindern beigebracht werden sollte, wie vegan funktioniert, damit sie später mal eine echte Wahl haben, die auf eigener Erfahrung basiert. Ein Kind, das in einen veganen Kindergarten geht, muß ja deswegen zuhause keinesfalls vegan ernährt werden.

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DeWil 02.08.2018, 17:18
6. B12 auch bei Tieren nicht natürlich

Ich will mich inhaltlich gar nicht für oder wieder aussprechen. Man sollte aber bedenken, dass die B12 Zufuhr über tierische Produkte nur möglich ist, weil Tieren B12 selbst ins Futter gemischt wird. Von daher würde ich die B12 Supplementierung nicht immer als k.o Kriterium aufführen.

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th.diebels 02.08.2018, 17:19
7. Vegan oder "Fleisch"esser ?

Das sind zwei Welten - jeder beharrt auf seinen Standpunkt !
Wer überzeugter Veganer ist, bleibt Veganer !
Und wer überzeugter Nicht-Veganer ist, bleibt eben Nicht-Veganer !
Wo liegt also das Problemchen ?
Jeder nach seiner Fasson !

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sam-berlin 02.08.2018, 17:21
8. Vegan gleich gesund??

Es macht sich ja zunehmend die irrige Vorstellung breit, dass vegan gesund sei bzw. gesünder als eine gemischte Ernährung. Ordentlich befeuert wird diese These durch die Lebensmittelindustrie, die einen bombigen Markt bei in der Regel Besserverdienenden entdeckt hat (der Anteil von Veganer bei Hartz-IV-Empfängern würde mich mal interessieren). Das Label Vegan verkauft sich halt super. Egal, dass dort oft reichlich Soja aus fragwürdigem Anbau verwendet wurde. Vegane Ernährung ist der Ausfluss einer postindustriellen Überflussgesellschaft. Eine Mangelernährung, mit der man in der Natur nicht überleben könnte, wird zum Religionsersatz (die moralische Überhöhung, die Veganer gerne vor sich hertragen, spricht Bände). Am anderen Ende der Skala haben wir die zahlreichen übergewichtigen Eltern, die ihre Kinder mit degenerierter Industrienahrung vollstopfen, bis diese sich selbst in jungen Jahren kaum noch rühren können. (ich komme gerade vom Strandurlaub, habe genug Beispiele gesehen). Beides erfüllt in meinen Augen den Straftatbestand der Kindesmisshandlung. Wichtig ist, Kindern früh ein bewusster Umgang mit hochwertigen Lebensmitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs beizubringen. So wie das jahrhundertelang gang und gäbe war. Wenn sie sich dann später für eine besondere Form der Ernährung entscheiden, sind sie kompetent genug, dies aus eigenen Stücken zu entscheiden.

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Schen 02.08.2018, 17:26
9. vegane Ernährung ist nicht menschlich

Die Evolutionsgeschichte des Menschen beweist eindeutig, dass eine rein pflanzliche Ernährung für Menschen nicht vorgesehen ist. Erst mit der Fähigkeit Tiere zu jagen und das Fleisch zu kochen wuchs das Gehirn der Menschen so heran, dass wir zu dem wurden was wir heute sind. Der Mensch ist und bleibt ein Allesfresser. Unser ganzer Körper ist auf eine Mischkost ausgelegt. Ich habe vollstes Verständnis für Vegetarier, die aus moralischen Gründen kein Fleisch essen. Sich aber Eiern und Milchprodukten komplett zu verweigern (obwohl es sehr viele Biobauern gibt, die ihren Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen) grenzt an religiösen Fanatismus. Diese Doktrin dann aber auch noch an seinen Kindern und Haustieren auszuleben nur noch unverantwortlich!

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