Forum: Gesundheit
Familienpflegezeit: Wer pflegt, verliert
DPA

Lohnersatz bei akutem Pflegebedarf von Angehörigen und Auszeit aus dem Job: So will ein Gesetz die Pflege von Angehörigen ab 2015 erleichtern. Doch die Regelung hat Schwachstellen und schließt viele Arbeitnehmer aus.

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marcoeich89 30.12.2014, 19:04
10.

"Bislang wurde das nicht bezahlt, nun gibt es Lohnersatz - bis zu 90 Prozent des Nettogehalts. Es wird ein Verfahren ähnlich wie bei erkrankten Kindern angewendet." Bedeutet das diese Leistung dann eine Lohnersatzleistung ist, die dann üblicherweise voll versteuert wird ?

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donatellab 30.12.2014, 19:56
11. Augenwischerei

Wenn alte und kranke Menschen im Pflegeheim betreut werden, kostet das den Staat u. U. sehr viel mehr. So werden voraussichtlich überwiegend die Frauen im Landes mal wieder mit wenig Geld abgespeist.
Außerdem dürften die Arbeitgeber vor Freude in die Luft springen und für die Pflegenden wirkt sich das bestimmt sehr positiv auf die Karriere aus.

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leser008 31.12.2014, 02:35
12. Häuschen ist eh weg

Zitat von Paradox77
ist doch bekannt.Für die " Eigenen " Alten und Kranken ist kein Geld vorhanden, weil es z.B: für die Verteidigung der Demokratie am Hindukusch, den Zuzug von Wirtschaftsflüchtlingen und diversen Einrichtungen für Migranten mit anderen Demokratischen Vorstellungen verbraten wird. Wie meinte schon Herr Gauck, kommt alle zu uns wir sind ein großes Land und haben Platz für ALLE ! Guten Rutsch.
Wir sind doch so reiches Land; erklärt uns der Gauck. Ja, dann sollten wir das angeblich massenhaft vorhandene Geld für unsere alten Leute ausgeben, statt es ins Ausland zu verteilen. Bisher konnten viele alte Menschen sich noch durchretten, indem sie ihr Häuschen, Auto, ordentliche Renten, Ersparnisse für Pflege hingaben. Das wird aber bei der hochmobilen bis Expat- Generation, Mietergeneration nicht mehr hinhauen. Dumm, wer da kein Beamter ist; mit normaler Rente Alternative Thailand, sonst vollversorgter Altersknast, man trifft sich dannach in der Hölle, hoffentlich ohne Beamte und Gauck, die wollen wir sogar da nicht.

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emporda 31.12.2014, 04:48
13. Nicht machbar

Wir haben die Pflege der Mutter/Schwiegermutter im Haus über Jahre durchlebt, es ist schlicht nicht machbar.

Die Frau war dement und nicht mehr voll zurechnungsfähig. Sie war schwer Tablettesüchtig, hatte alle Krankheiten die im Fernsehen beworben werden, hat logisch nicht mehr denken können und bei Anfällen mit der Stahlkrücke blind um sich geschlagen. Dazu laufend Anzeigen mit der Polizei und bewaffnetes Überfallkommando im Haus, man konnte die Frau mit 92 keine 5 Minuten ohne Aufsicht lassen. Das war nicht durchzuhalten, da die Ehefrau schwerbehindert ist und gelegentlich in die Klinik muss.

Deswegen ist die Mutter auf eigenen Wunsch ins Heim gekommen und dort nach 1 Jahr gestorben. Das soziale Klima in der Familie hat sich innerhalb Tagen von düster und unerträglich auf freundlich und friedlich verändert

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Demokrator2007 31.12.2014, 05:04
14. Mit ein Grund warum die Regelsätze bei Kranken...

...und Bedürftigen in der Grundsicherung eindeutig zu niedrig sind.
Und diese politischen Amokläufer in Berlin feiern Hartz 4 als sei dieser Sozialabbau ein Segen für die Gesellschaft.

Nein Pegida, AfD und andere Radikalströmungen sind ein Ergebniss dieser Kahlschlagpolitik die immer mehr der Politik in der untergegangenen DDR gleicht.

Auch die aktive Sterbehilfe wird sich hier bald einreihen müssen, denn alten Menschen denen man den Lebensabend schwer macht wollen irgendwann sterben, hat mir gerade gestern eine rüstige Münchner Seniorin die von ihrem Sohn in ein Berliner Altenheim abgeschoben wurde im Vertrauen gesagt.

Solange der Zug so weiter läuft bin ich nicht bereit mehr für diesen Staat zu tun als das zu dem er mich zwingen kann,aber der innere Widerstand wird immer größer und meine Wut auf diese Ellenbogen und Rüpelgesellschaft immer stärker.

Ich hoffe die intelligenteren unter den Bundesbürgern kapieren bald das Schlagworte wie AfD und Pegida nur dazu dienen Feindbilder aufzubauen (wie das zuvor schon mit: Worten wie "Die Linke","Christian Wulff" oder "Stasiverdacht" gemacht wurde) und die Wirtschaft, Politik und Medien einsetzen um uns gegeneinander aufzuhetzen um ihre eigenen Schweinereien ala TTIP durchzuziehen. (bemerkenswert was Urban Priol das in seiner ZDF-Jahresbilanzsatire dazu sagte)

Ciao
DerDemokrator

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renatedietrich 31.12.2014, 08:26
15. Schwindel

Ich habe meinen Vater und auch meine Mutter, die jetzt verstorben ist, gepflegt, daheim! Und ich bekam nichts, da ich ja schon Rentnerin bin! So ein Sau-Staat, das hat mich sehr geärgert! Der Pflegedienst, wo Morgens kam, dieser bekam Geld und nicht zu wenig! Das hat mich sehr geärgert. Man ist nur noch der Trottel und wird abgezockt von diesem komischen Staat!

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ferdi111 31.12.2014, 08:59
16. Ist doch klar

...ein weiterer Versuch, die Wähler zu betrügen. Dieses Gesetz ist nur dazu da, damit man sagen kann, dass es es so was überhaupt gibt. Die Details interessiert doch niemanden, weil nur wenige davon profitieren. Gut ist, dass auch die letzten Mohikaner so langsam merken, wohin die Reise geht...ans sturmsicher machen einer Sandburg...durch Sand!

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Bakturs 31.12.2014, 09:44
17. Bezahlen Sie Ihre Pflege selbst

Zitat von pass.opp.do
"Chef, die Frau ist krank. Muss mich ein halbes Jahr als Pfleger betätigen." - Chef: "Richte ihr liebe Grüsse aus gute Besserung. Bis nächsten Juni dann." Etwas weniger Deutschtum würde der deutschen Politik viele Sympathiepunkte bringen. Nur so als Anregung.
Auch eine kleine Anregung: Wer soll das bezahlen? Der Unternehmer?

Wenn der Arbeitnehmer noch einmal 50% seines Lohnes ansparen würde, könnte dieser sich auch für eine längere Zeit vom Job verabschieden. Er könnte auch jährlich auf 10 Tage seines Urlaubs verzichten, um diesen bei einem Notfall wieder abzubauen. Man könnte auch per Gesetz den Urlaub auf 5 Tage im Jahr reduzieren, um solche Eventualitäten abzusichern. Aber nein: Der 08/15-Bürger erwartet lieber vom Staat und dem bösen Unternehmer, dass er sich darum kümmern soll. Natürlich auf Staatskosten!!!!

Haben Sie eine Pflegeversicherung? Wahrscheinlich nicht. Und wenn doch, gehören Sie zu einer Minderheit in Deutschland? Und stimmt auch die Höhe? Eine Pflegeheim kostet schnell mal 5.000 € im Monat!!!

Nur so als Anregung!

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asentreu 31.12.2014, 12:23
18. @bakturs

Sie geben sich die Antwort doch selbst!

Niemand (!) kann adäquat für den Pflegefall vorsorgen. Der Pflege- Bahr ist ein lauer Witz und Pflegeversicherungen schließt man am bestenfalls gleich für Säuglinge ab, da die Kriterien schon extrem selektiv sind.
Ein kleines Beispiel: nehmen wir eine x- beliebige Verkäuferin und unterstellen ein Gehalt von 1.200€ netto im Monat, unterstellen wir, diese hätte ab 17 Jahren soviel verdient und würde mit 67 verrentet. Bis dahin hätte sie 720.000€ verdient. Angenommen Sie hätte 100% ihres Nettoeinkommens gespart (sehr unrealistisch) und würde am Tag der Verrentung zum Pflegefall Stufe III, wie lange reicht das Geld? Bei 5.000€ Heimkosten im Monat, ergeben sich 60.000€ im Jahr und nach nur 12 Jahren ist die Kohle weg! Ob die Verkäuferin dann auch schon "weg" ist, ist die andere Frage.

Das Pflegeproblem ist ein Systemproblem. Pflege verursacht derart horrende Kosten dass man entweder (zynisch) hoffen muss, der Pflegebedürftige möge doch zeitnah sterben oder man einen Background wie eine Familie Quandt braucht um im Pflegefall lässig mit den Schultern zu zucken.

Im Übrigen Fragen Sie auch eines nicht: bei all diesen tollen Darlehen wird nur ein Teil des Gehaltes finanziert. Demenz- Pflege heißt oft z.B. Präsenzpflege, das ist mit einem Teilzeitjob nicht vereinbar, man kann den Berwirrten nicht 4-5h allein zuhause lassen und damit schwere Stürze des Pfleglings oder gern auch einen Wohnungsbrand riskieren.
Wo kommt der Rest des Geldes bitte her? Die Miete oder das Darlehen für die eigene Immobilie darf man ja auch nicht mit der Begründung "Pflege" mindern oder deswegen im Supermarkt verbilligt einkaufen...

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Bakturs 31.12.2014, 13:46
19. @asentreu

"Niemand" stimmt vielleicht nicht, aber dies können nur gut betuchte Personengruppen. Es stimmt auch, dass die bisherigen Reformen eher politische und mit Interessensverbänden und Lobbiisten ausgehandelte Reförmchen sind, die letztendlich nur ein Tropfen auf einem heißen Stein sind.

Bei Ihrer Rechnung müssen Sie berücksichtigen, dass im Falle der Pflegestufe 3 mit einer durchschnittliche Lebenserwartung von 18 Monaten gerechnet wird. Daher stimmt es nicht ganz. Ich geben Ihnen aber Recht, dass insbesondere in den unteren Verdienstgruppen eine private Absicherung sehr schwierig ist und finanziell zumeist auch weh tut.

Man sollte aber auch bedenken, dass selbst das "Mittlere Bürgertum" zwischen 35 - 45 Jahren, welche sich eine Private Pflegeversicherung mit Beiträgen von ca. 40 - 60 Euro/Monat leisten könnte, nicht vorsorgt. Negativ-Themen wie eine theoretische Pflegebedürftigkeit wird verdrängt, bis die ersten Angehörigen und Bekannten hiervon betroffen sind. Zu diesem Zeitpunkt sind dann die Beiträge extrem hoch und die Zugangsvoraussetzungen durch Gesundheitsfragen sehr schwer.

Machen Sie Ihren Kindern ein Geschenk zum 18. Geburtstag und schenken Sie ihnen eine Pflegeversicherung. Die Beiträge sind so niedrig, dass diese fast schon zu vernachlässigen sind. Ihre Kinder werden sich später extrem freuen.

Ich sehe das Problem weniger als "Systemproblem", da hier der Faktor Mensch nicht vorkommt. Es ist ein Generationsproblem, um welches sich keine Generation gekümmert hat.

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