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Fettleibigkeit: Auch die Schlanken werden dicker
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Weltweit werden die Menschen dicker, das hängt einer Studie zufolge neben der genetischen Veranlagung auch mit Umwelteinflüssen zusammen. Denn auch Schlanke sind heute dicker als vor 40 Jahren.

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t_mcmillan 12.07.2019, 11:32
1. Schlaf und Stress

Schlaf dürfte ein unterschätzter Faktor sein. Außerdem spielt wahrscheinlich der höhere Stress eine Rolle.

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kaybehrendt 12.07.2019, 11:50
2. BMI und die Sinnhaftigkeit

Der BMI berücksichtigt überhaupt nicht die Konstitution des Menschen. Danach war Arnold Schwarzenegger zu besten Zeiten "fettleibig".
Bauchumfang ist gerade bei athletischeren Menschen relevanter als Gewicht.
Etwas zu kurz gegriffen!

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siebke 12.07.2019, 12:15
3. Bewegung und nochmals Bewegung !!

das ist für mich eines der Hauptursachen, der Mensch ist beguem geworden. Sowie das überall Angebot von Essen ! Fertignahrung, abends muss es schnell gehen, damit man sich wieder bequem vor dem Fernseher,
Computer sich "ausstoben"kann.
Und bitte nicht mit den Aussagen, wir haben keine Zeit. Wir haben mehr Freizeit als die Menschen früher, alleine die Hilfen für den Haushalt geben uns mehr freie Zeit. Es kommt immer darauf an, für WAS nehmen wir SIE ?

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noalk 12.07.2019, 12:21
4. Neue Formel

Zitat von kaybehrendt
Der BMI berücksichtigt überhaupt nicht die Konstitution des Menschen. Danach war Arnold Schwarzenegger zu besten Zeiten "fettleibig". Bauchumfang ist gerade bei athletischeren Menschen relevanter als Gewicht. Etwas zu kurz gegriffen!
Masse x Bauchumfang / Körpergröße

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Celegorm 12.07.2019, 12:30
5.

Zitat von kaybehrendt
Der BMI berücksichtigt überhaupt nicht die Konstitution des Menschen. Danach war Arnold Schwarzenegger zu besten Zeiten "fettleibig". Bauchumfang ist gerade bei athletischeren Menschen relevanter als Gewicht. Etwas zu kurz gegriffen!
Der Einwand ist grundsätzlich durchaus richtig, allerdings auch keine neue Erkenntnis. Dass der BMI ein eher kruder Index ist, wird auch den Forschern bewusst sein. Der Vorteil ist halt, dass es lange Zeitreihen dazu gibt, zu komplexeren Messungen wie Bauchumfang oder Körperfettanteil hingegen nicht. Einfach gesagt: lieber mit suboptimalen Daten arbeiten als mit gar keinen. Die Forschungsrealität ist da leider kein Wunschkonzert.

Im übrigen ist der Einwand auch nur von sehr begrenzter Relevanz. Oder wie viele Schwarzeneggers kennen Sie denn so? Wie gross ist deren Anteil an der Bevölkerung? Ich denke mal eher im Promillebereich. Dass sich die starke Zunahme des BMI in relevanter Weise durch eine stärkere Verbreitung von Kraftsport erklären liesse, ist darum eine ziemlich abwegige These, insbesondere wenn man die älteren Altersklassen betrachtet.

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pluuto 12.07.2019, 12:40
6. Früher war mehr Lametta

Es sind keine Gifte und Mikroorganissmen. Die Studie wurde wohl von jüngeren Menschen erstellt. Sonst würden sie wissen, dass wir uns damals in den 60er und 70er Jahren viel spartanischer ernährt haben. Süssigkeiten und Kartoffelchips waren viel teurer und in dieser Vielfalt und Mengen gar nicht in den Läden. Und die Kinder tobten draussen rum, während man heute keine mehr im Freien sieht.

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Olaf 12.07.2019, 13:22
7.

Meine Kindheit in den 60ern habe ich in einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein verbracht. Wir lebten in Mietblocks mit vielen anderen Familien und Kindern zusammen. Ich würde sagen, wir waren der Durchschnitt damals.

Ernährung: Es gab einfache Gerichte, von denen einige heute exotisch klingen. Wie gebratene Leber, mit Kartoffelbrei, gebratenen Zwiebeln und Apfelmus. Birnen, Bohnen und Speck. Rouladen waren etwas besonderes. Oder meine Mutter hat einfach weißen Speck in der Pfanne gebraten. Das ausgelassene Fett kam über die Karoffeln, dazu den gebratenen Speck.

Kalorienarm war das nicht, aber es gab ja zwischen den Mahlzeiten nichts. Auch keine Süßigkeiten, außer bei Festtagen. Der erste Imbiss (so hieß das damals) in unserer Stadt hat Ende der 60er aufgemacht. Ich weiß noch, wie ich mich als Kind über das komische Wort wunderte. Dort hat mein Vater dann die ersten Pommes meines Lebens gekauft.

Das war ein völlig neues Konzept für mich. Essen einfach so unterwegs, an der Straße gekauft und gegessen. Das ist auch ein großer Unterschied zu heute. Die ständige Verfügbarkeit von Essen.

Elektronische Medien: Gab es nicht. Kein Telefon, erster Fernseher kam 1967, schwarz-weiß mit 3 Programmen, die frühestens um 15:00 begannen. Davor war Testbild.

Bewegung: Da drinnen nichts los war, musste man raus, wenn einem langweilig war. Zum Glück gab es überall Kinder und Freunde, ich bin viel draußen "herumgebutschert", ohne Aufsicht der Eltern. Hier ist, zumindest bei den Kindern, schon ein großer Unterschied zu heute.

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rheuma-kai 12.07.2019, 13:24
8. Die 150 Minuten körperliche Aktivität hatte ich...

alleine durch Fahrrad fahren. Nach dem Motto: einmal täglich sich so bewegen, dass man zu schwitzen anfängt, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Trotzdem war ich laut BMI schon übergewichtig, erst recht nach der Bauchumfang-Formel. Und das obwohl ich mich meiner Meinung nach recht gesund ernährt habe.
Das Problem ist nicht nur die Menge, sondern auch was man isst: ich habe angefangen, aufzupassen was ich esse, und vor allem stark verarbeitete Lebensmittel nahezu komplett wegzulassen: weniger Süssigkeiten, keine Softdrinks, keine Müsli-Zuckerbomben von Kellogs, Nestle& Co, Fastfood und Imbissbude nur in Ausnahmefällen, Semmeln und Teilchen nur zum Sonntagsfrühstück und -kaffee. Stattdessen selbstgemachtes Müsli zum Frühstück, mehr Salat und frische Sachen und langsamer essen. Dadurch isst man auch automatisch weniger. Der Rest kam dann eigentlich fast von selbst - liege jetzt wieder im Normalbereich.
Die Verlockungen der Lebensmittelindustrie (oder besser Mafia) warten überall, und das Schlimme dabei ist: durch den ganzen Zucker, Geschmacksverstärker und zuviel Salz in den ganzen stark verarbeiteten Lebensmitteln kriegt man noch mehr Hunger, und auch der Geschmack ändert sich: "gesunde", natürliche Sachen schmecken fad, weil man eben schon auf den vielen Zucker und die Geschmacksverstärker "geeicht" ist. Schon die Kinder werden durch die vielen Süssigkeiten, Softdrinks, Fertigmüsli, McDonalds & Co darauf geeicht - und für die ist es dann umso schwerer davon wieder loszukommen.
Sowas geht schon bei so Kleinigkeiten wie Joghurt los: was nützt es, beim Fertigjoghurt aus dem Kühlregal auf den Fettgehalt zu achten - und immer schön zu schauen ob "light" drauf steht, wennn dafür Unmengen Zucker drin sind? Dann lieber Naturjoghurt kaufen, und selber anmischen, z.B. mit Beeren - frisch oder tiefgekühlt.
Am Anfang ist das unbequem und es scheckt auch erstmal fad, weil der viele Zucker und die vielen Geschmacksverstärker fehlen. Bei mir hat es ein paar Wochen gedauert. Mittlerweile ist es umgekehrt: der ganze künstliche Frass schmeckt mir grösstenteils nicht mehr, auch McDonalds kann ich nichts mehr abgewinnen. Da gehe ich lieber in ein "richtiges" Restaurant.

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mm_dub 12.07.2019, 13:31
9. Schnee von Gestern

essen und bewegung? nee, echt jetzt ?!
das wussten wir doch schon vor 50 jahren...
keine anhaltspunkte fuer das psychologische element, dringend benoetigte verhaltensaenderungen auch wirklich herbeizufuehren und beizubehalten...
fuer absolute aussagen zu einer person ist der BMI vielleicht ungeeignet; fuer langfristiges tracking der entwicklung kann man keinen zweifel an der aussagekraft habe.

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