Forum: Gesundheit
Fiasko beim Orthopäden: Der verratene Daumen
dapd

Rücken, Fuß und Daumen machen Probleme, doch die Suche nach einem guten Orthopäden ist für die reinste Odyssee: Drei schmerzhafte Monate muss er auf einen Termin beim Arzt warten - der am Ende zum Eene-Meene-Muh-Spiel mit seinen Körperteilen verkommt.

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mollizi 26.06.2012, 12:46
1. ein typisches Erlebnis beim Orthopäden

Diesem Beitrag kann ich nur zustimmen. Ich wette, dass jeder schon einmal ein solches Erfolgserlebnis hatte: trotz extremer Rückenschmerzen ist es unmöglich, einen zeitnahen Termin beim Orthopäden zu bekommen.
Ist man endlich dran, hat der Herr Doktor kaum Zeit, weil das Wartezimmer voll ist, hört gar nicht richtig zu und verschreibt sinnlose Therapien.
Der nächste Privatpatient wartet schon - der ist nämlich lukrativer.....
Da hilft nur: Notfallaufnahme im krankenhaus; da wird man wenigstens behandelt, auch wenn's unser Kassensystem mehr kostet....

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Spiegelleserin57 26.06.2012, 12:59
2. woanders genauso!

die Suche nach einem qualifizierten Orthopäden ist extrem schwer und die Terminabsprache gestaltet sich sehr langwierig. Diese Erfahrung mußte ich auch machen, 3 Monate ist schon fast normal. ...mit einem Unterschied...wenn man privat ist....auch das habe ich probiert.....nur die Hochqualifizierten haben bei Privaten das gleiche Problem weil sie überlastet sind.
Bei fast allen Ärzten ist eine Wartezeit von ca. 8 wochen normal mit eben dieser einen Ausnahme.....
Bin gespannt wie sich die Lage ändert wenn die Privaten mal abgeschafft sind....und wir langsam amerikanische Verhältnisse bekommen mit einer großen Lobby von Anwälten für Medizinrecht...dieser Zweig boomt in Deutschland zur Zeit!

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mulhollanddriver 26.06.2012, 13:02
3.

In den vergangenen Wochen wird hier beim Spiegel immer mal wieder gegen private Krankenversicherungen Stimmung gemacht. Mit einer solchen Versicherung wären Sie beim Arzt anders behandelt worden.

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sergiii 26.06.2012, 13:02
4. Deutschland

Wenn wir Deutschen nur mal nichts zu nörgeln hätten...

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Markenfetischist 26.06.2012, 13:15
5.

Zitat von mulhollanddriver
Mit einer solchen Versicherung wären Sie beim Arzt anders behandelt worden.
Ohne private Krankenkassen hierzulande aber erst recht.

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gmahde_wiesn 26.06.2012, 13:17
6. nicht genug orthopäden

Das hat mit privat oder kasse gar nichts zu tun. der Skandal ist, dass es einfach nicht genug Orthopäden gibt. ein klassischer fall von Marktversagen. Es gäbe zwei möglichkeiten, das system zu verbessern.
A) Abschaffung der niedergelassenen Spezialisten und alle müssen in ein krankenhaus gehen. jeder der schonmal akute Rückenschmerzen hatte, weiss, dass das ein Notfall ist
B) abschaffung von niederlassungsbeschränkungen und sprengel. Jeder der eine Arztpraxis aufmachen will, sollte das dürfen, egal wo. Das wird dann der Markt schon regeln.

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barlog 26.06.2012, 13:18
7.

Orthopäden, Ärzte - Hilfe !
Ich kam mit einer Impressionsfraktur im Knie zu einem, der mich anfangs mal zum Röntgen schickte und fortan lediglich bei Terminen (!), vor denen ich stets ca. 1,5 Stunden im Wartezimmer verbrachte, mit der Hand an der Klinke des Behandlungszimmers fragte, ob ich mich gut fühle und die Beweglichkeit des Gelenks irgendwie verändert wäre.
Da ihm bedenkliche Schwellungen von Knie bis Fuss nicht weiter auffielen, recherchierte ich zunehmend im Internet und diagnostizierte mir eine Thrombose, welche mein Hausarzt bestätigte und mir flugs Pillen verschrieb, deren Dosierung mit Hilfe von gelegentlichen Bluttests bestimmt wurde.
Bei der Recherche nach den empfohlenen Werten, die bei diesen Tests angestrebt werden, stieß ich darauf, daß diese seit Monaten weit unterhalb der Empfehlungen waren, also praktisch die Medikamenteneinnahme bis dahin nahezu sinnlos war. Was mir mein, leicht angefressener, Hausarzt schließlich bestätigte.
Korrekt behandelt zu werden scheint heute zunehmend Glückssache zu sein - mir graut bei der Vorstellung, was täglich gewiss mit alten Leuten veranstaltet wird, die aus alter Tradition den Medizinmännern noch blind vertrauen.

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eilan 26.06.2012, 13:21
8. Nur ein Gelenk pro Quartal

Mir ging es mal ähnlich. Mir wurde im zarten Alter von 30 beidseitige Hüfgelenksarthrose diagnostiziert. Aufgrund Wohnortswechsels bin ich zu einem neuen Orthopäden, von dem ich meine Arthrose mal anschauen lassen wollte. Neben den Problemen in der Hüfte habe ich auch Probleme in beiden Knien, und auch in beiden Schultern. (Hängt wohl alles irgendwie zusammen). Im Eingangsbereich wurde man schon empfangen mit Zettlen, dass der Orthopäde pro Patient und Quartal nur noch 18 Euro bekommt und sich doch der Patient bitte bei der Politik beschweren soll.
Man kann sich ja vorstellen, wie man sich da als Patient fühlt, so empfange zu werden...
Als ich drin war, hat er grade mal meine Hüften angeschaut, zu den Knien und den ganzen Rest meinte er, dass ich das im nächsten Quartal machen soll, in diesem Quartal ginge das nicht mehr.
Ich suche mir jetzt einen Osteopathen. Der schaut dann hoffentlich meinen ganzen Körper am gleichen Tag an, nicht nur ein Gelenk pro Quartal.

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gerd33 26.06.2012, 13:26
9. was erwartet Herr Lubbadeh...

.. für eine Behandlung an seinem Daumen??

Versteifung?

Sehnenumstellung?
operative Kapselsanierung?
Oder anders ausgedrückt:
Wer am lautesten jammert ist meist gesund!

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