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Fitness und Herzgesundheit: Ärzte grübeln über beste Sport-Dosis
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Bewegungsmuffel haben ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allerdings scheint das Herz auch eine Überdosis Sport schlecht zu vertragen, zeigen zwei Studien. Wie viel Bewegung ist optimal?

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schmusel 15.05.2014, 12:03
1. Was fehlt

Was mir erstmal auffällt, weil es fehlt: Angaben zum Lebenswandel abseits von Training, Gewicht und Rauchen. Viele genehmigen sich, gerade weil sie hin und wieder oder auch regelmässig Sport treiben, schlechtes Essen und eher mehr als weniger Alkohol - es gleicht sich ja vermeintlich aus. Äussern tut sich das aber nicht zwangsläufig in Übergewicht. Die richtige Ernährung ist bei körperlicher Aktivität das A und O. Wer hier Fehler macht, belastet seinen Körper mit Sport mehr als er ihm gutes tut.

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yogibimbi 15.05.2014, 12:15
2. Die Methodik scheint mir sehr problematisch zu sein...

...unter anderem sind zum einen die Angaben, die Leute zu ihren eigenen sportlichen Aktivitäten machen, teilweise grotesk überzeichnet, da man sich selbst tendenziell gerne als Supermann/-frau darstellt. Aus einer Laufeinheit á 5 km pro Woche werden gerne mal tägliche 10 km vor dem Aufstehen, weil's sich besser anhört und dem Ego mehr schmeichelt. Oft ist das auch einfach unbewusst, man empfindet halt einmal früheres Aufstehen pro Woche für eine Trainingseinheit so stark, dass es einem vorkommt als würde man das viel öfter machen, als es tatsächlich passiert.

Des weiteren ist auch problematisch, dass man Leute, die früher mal Sport betrieben haben, es dann aber irgendwann sein gelassen haben, als Beleg dafür heranzieht, das zuviel Sport Probleme machen kann. Es ist allgemein bekannt, dass plötzliches Aufhören mit einer regelmässigen Belastung negative gesundheitliche Folgen haben kann, was umso stärker sein kann bei Leistungssportlern allein aus dem Grunde, weil Beruf und/oder Beziehung oft eine Fortführung eines Trainings im alten Umfange (oder oft genug auch überhaupt) nicht erlauben und so von 100 auf null runtergebremst wird, was physiologisch natürlich nicht sinnvoll ist. Das allerdings als Argument gegen Leistungssport anzuführen, halte ich für Unsinn, es ist eher ein Argument dagegen, mit dem Leistungssport abrupt aufzuhören.

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shooop 15.05.2014, 12:18
3. Die weiß der Körper selbst, man muss nur auf ihn hören

Die beste Sportdosis ist die, bei der der Mensch sich wohl fühlt. Mach ich zuviel, dann meldet sich der Körper mit tausenderlei Zipperlein. Mach ich zuwenig, dann fühl ich mich wie eine dicke fette Couchpotato und komme schon bei geringer Anstrengung ins Schnaufen. Wissenschaft ist das eine, aber nichts geht darüber, in dem Punkt einfach auf den Körper zu hören.

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Boris Feinbrandt 15.05.2014, 12:20
4.

Zitat von calipso1000
... ich bin jetzt 63 und in all den Jahren haben sich die auf wissenschaftlichen Ergebnissen beruhenden Regeln so of geändert, dass es mich wundert dass der Berufszweig der Mediziner sich nicht selber täglich zweimal bespuckt! Ich habe nur Verachtung übrig!
Eigentlich ändern sich die Regeln nicht so gravierend, wie Sie hier den Anschein erwecken. Sport zu treiben ist besser als keinen Sport zu treiben. Sogar viel Sport zu treiben ist besser als keinen Sport zu treiben. Allerdings ist zu viel Sport schädlicher als Sport in Maßen.

Warum Sie die Wissenschaftler verachten, ist mir nicht klar.

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Boris Feinbrandt 15.05.2014, 12:22
5.

Zitat von shooop
Die beste Sportdosis ist die, bei der der Mensch sich wohl fühlt. Mach ich zuviel, dann meldet sich der Körper mit tausenderlei Zipperlein. Mach ich zuwenig, dann fühl ich mich wie eine dicke fette Couchpotato und komme schon bei geringer Anstrengung ins Schnaufen. Wissenschaft ist das eine, aber nichts geht darüber, in dem Punkt einfach auf den Körper zu hören.
So sehe ich das auch. Der Körper teilt in Sachen Ernährung und Bewegung alles mit, was man wissen muss. Man muss nur darauf hören. Wenn die Wissenschaft das bestätigt, ist das noch schöner.

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metalslug 15.05.2014, 12:50
6. Jaja 4 mal die Woche Sport

Die Intensität der sportlichen Betätigung ist Einstellungssache. Das sollte man valider messen. Fast schon seltsam, dass es hier für keinen einheitlich messbaren Belastungswert mit einem griechischen Kürzel oder so gibt. Oder ist hier tatsächlich etwas nicht genormt worden oder was? Dem Normwahn entwichen? Unfassbar.

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pille68 15.05.2014, 12:53
7. Wo ist hier die neue Erkenntnis ?

Das sind ja ganz neue Erkenntnisse, dass ein zu viel oder zu wenig von etwas nicht so gesund sind.

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tetaro 15.05.2014, 13:11
8.

Zitat von calipso1000
... ich bin jetzt 63 und in all den Jahren haben sich die auf wissenschaftlichen Ergebnissen beruhenden Regeln so of geändert, dass es mich wundert dass der Berufszweig der Mediziner sich nicht selber täglich zweimal bespuckt! Ich habe nur Verachtung übrig!
Letzlich beruht anscheinend vieles eben nur auf Empirie, d.h. Beobachtung. Echte Zusammenhänge versteht man leider nur erschreckend selten, jedenfalls ist das mein Endruck.

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tetaro 15.05.2014, 13:15
9.

Zitat von shooop
Die beste Sportdosis ist die, bei der der Mensch sich wohl fühlt. Mach ich zuviel, dann meldet sich der Körper mit tausenderlei Zipperlein. Mach ich zuwenig, dann fühl ich mich wie eine dicke fette Couchpotato und komme schon bei geringer Anstrengung ins Schnaufen. Wissenschaft ist das eine, aber nichts geht darüber, in dem Punkt einfach auf den Körper zu hören.
Relativ müssten eigentlich die Übergewichtigen am meisten leisten. Wenn man z.B. 30 Kg Übergewicht hat, ist das ja so, als würde man als Normalgewichtiger ständig mit einem entsprechenden Gewicht durch die Gegend laufen, was als sportliche Leistung respektabel wäre.

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