Forum: Gesundheit
Fitnessstudio: "Ein Großteil der Hardcore-Bodybuilder nimmt anabole Steroide"
DPA

Extreme Muskelberge lassen sich auf natürlichem Wege gar nicht aufbauen - oder doch? Sportmediziner Klaus-Michael Braumann glaubt, dass im klassischen Bodybuilding mehr gedopt wird als in anderen Sportarten. Wie viele Muskeln jemand aufbauen kann, ist aber auch Typsache.

Seite 1 von 3
Robert_Rostock 25.07.2013, 07:40
1.

Zitat von sysop
Extreme Muskelberge lassen sich auf natürlichem Wege gar nicht aufbauen - oder doch? Sportmediziner Klaus-Michael Braumann glaubt, dass im klassischen Bodybuilding mehr gedopt wird als in anderen Sportarten. Wie viele Muskeln jemand aufbauen kann, ist aber auch Typsache.
So ein Quatsch. Doping gibts doch nur im Radsport.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Johann Grabner 25.07.2013, 14:14
2. Steve Reeves und andere

zeigt, was natural geht: http://www.onestopmuscle.co.uk/wp-content/uploads/2012/11/steve-reeves.jpg
oder auch Reg Park: http://en.wikipedia.org/wiki/Reg_Park
die waren in den 50ern aktiv und das waren die letzten Jahre, die garantiert frei von Anabolen Steroiden war, denn Dianabol kam erst nach 1960 auf den Markt: http://en.wikipedia.org/wiki/Methandrostenolone

Bilder von Schwarzenegger aus dieser Zeit zeigen ihn auch noch natural: http://allwomenstalk.com/wp-content/uploads/2008/11/172497arnold-schwarzenegger-posters.jpg

man sieht also, daß man natural eine Menge erreichen kann. Alles was nach 1970 kam ist dagegen mit Doping durchsetzt und auch unter Bodybuildern sind die Figuren von heute zumindest umstritten wenn nicht gar verachtet. Selbst in Bodybuilding-Magazinen werden immer wieder die Bodybuilder der 50er und 60er auf die Titelseiten gehoben und Artikel geschrieben, weil das eben die Spitze des ästhetischen Männerkörpers ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dadanchali 26.07.2013, 11:01
3. nee

Zitat von Robert_Rostock
So ein Quatsch. Doping gibts doch nur im Radsport.
Wer in Fitnessstudios geht in denen Null Kompetenz vorherrscht ist selber schuld. Wer meint er könne alles selbst und dann a la Mcfit ohne kompetente Trainer trainiert ist einfach nur dumm.
Fitnessstudio gleich Bodybuilding ist doch ein Anachronismus.
Seriöse Studios haben berufsausgebildete Trainer möglichst mit therapeutischem Background. Einfach mal Fragen was Ihr Trainer den so kann, denn Trainer darf sich jeder nennen. Leider sind viele Titel nur Makulatur, also nach beruflichen Qualifikationen fragen.
Effektiv und Gesund schließen sich nicht zwangsläufig aus, selbst bei hochdosiertem Krafttraining.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ulrich Vissering 26.07.2013, 14:19
4. Nix populistischer Artikel, Interview

Obenstehendes ist kein Artikel sondern ein Interview bei dem für mich kein populistischer Eindruck aufkommt. Persönlich fand ich auch den Artikel über die Verwandtschaft zwischen der überwiegend bei jüngeren Frauen auftretenden Magersucht und dieser exzessiven Muskelzüchtung vornehmlich junger Männer aufschlussreich und nachvollziehbar. Keiner wird damit den Normalbetrieb eines Fitnessstudios in Verbindung bringen, davon hält schon der äußere Eindruck der dort Trainierenden ab, zu denen viele von uns selbst gehören, aber trotzdem kennt jeder die äußeren Körperformen mancher Männer bei denen man schon insgeheim begreift, dass diese durch schlichtes Training nicht zu erreichen sind. Für das Thema Magersucht ist mittlerweile ein gewisses Bewußtsein gereift, so zum Beispiel die gefährlichen Vorbilder im Fashionmodelbereich, denen wiederum die Anforderungsprofile der Modemacher und der Magazine zugrunde liegen, für den Muskelbereich ist hingegen eher zunehmend eine Akzeptanz für ungewöhnlich bis unnatürlich erscheinende Körperformen mancher Darsteller zu erkennen die damit den Comicvorlagen für manche Superheldenfilme näher kommen sollen und aber ebenso als schädliches Vorbild bezeichnet werden könnten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
parsimony 26.07.2013, 14:23
5. Oje Experten

Diese 'Expertenaussagen' sind doch alle überhaupt nicht hilfreich. Ungesund wird es (erst), wenn man chronische Schmerzen davon trägt. Man kann so viel Muskulatur aufbauen, wie die genetischen und physiologischen Grenzen hergeben. Man muss davon ausgehen, dass Hardcore-Bodybuilder dopen, viele tun es aber auch nicht. Kann es sein, dass es sich einfach überhaupt nicht um einen Experten in diesem Bereich handelt? Oder warum wird fast jede Frage ausweichend, mit Binsenweisheiten oder Vermutungen beantwortet?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Celegorm 26.07.2013, 14:36
6.

Zitat von dadanchali
Wer meint er könne alles selbst und dann a la Mcfit ohne kompetente Trainer trainiert ist einfach nur dumm.
Ihre Ansicht erscheint ziemlich seltsam. Ein Fitnesstrainer ist eigentlich nur zum Einstieg notwendig, um einem Beginner die Grundlagen und einen sinnvollen Trainingsplan zu vermitteln. Anschliessend ist Betreuung weitgehend überflüssig, ausser man benötigt Rat zum Anpassen der Trainingsziele o.ä.

Allerdings sind, wie Sie ja selbst schreiben, viele vermeintliche Trainer in Fitnessstudios sowieso mässig kompetent, so dass man sich obiges oft besser über die Lektüre der entsprechenden Trainingstheorie einfacher aneignen kann.

Letztlich ist aber sowieso nicht ganz klar, was das mit der Thematik zu tun hat. Den wenigsten Bodybuildern wie auch anderen, die ernsthaftes Krafttraining betreiben, dürfte es an den notwendigen Kenntnissen zum richtigen Training für ihren Zweck mangeln..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gerhard.s. 26.07.2013, 14:51
7.

Als Arnold gedopt hat, war das noch legal - also nicht nur kein Kavaliersdelikt, sondern nichtmal irgendein Delikt. Jeder hat es gemacht (also kein unfairer Vorteil) und er hatte ärztliche Betreuung. Warum sollte er es jetzt verleugnen? Immerhin setzt er so keine falschen Maßstäbe. Der Nachwuchs muss nicht verzweifeln, wenn er ohne Doping nicht mal ansatzweise auf Mr. Olympia Level kommt.

Professionelle Bodybuilder versuchen auch garnicht erst, den Eindruck zu erwecken, dass sie natürlich wären. Davon könnten sich die Radfahrer mal eine Scheibe abschneiden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Celegorm 26.07.2013, 14:55
8.

Zitat von parsimony
Ungesund wird es (erst), wenn man chronische Schmerzen davon trägt. Man kann so viel Muskulatur aufbauen, wie die genetischen und physiologischen Grenzen hergeben.
Das mögen ja banale Erkenntnisse sein, trotzdem sind diese korrekt. Was soll man an der Stelle denn sonst sagen, Experte hin oder her?

Zitat von
Man muss davon ausgehen, dass Hardcore-Bodybuilder dopen, viele tun es aber auch nicht.
Auch da, was soll er sonst dazu sagen? Dass alle dopen, dass keiner dopt? Angesichts dessen, dass es wohl kaum belastbaren Daten dazu geben dürfte, bleibt halt nur die grundsätzliche Mutmassung übrig, dass illegale Substanzen weit verbreitet sind, aber natürlich nicht jeder solche konsumiert..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
parsimony 26.07.2013, 16:05
9. Was soll er sonst sagen?

"In einer Studie von 1998 wurden in 24 deutschen Fitnessstudios Amateursportler befragt. Dabei gaben von den 255 befragten Personen (204 Männer und 51 Frauen) 24 Prozent der Männer und 8 Prozent der Frauen an, regelmäßig anabole Steroide einzunehmen.["
"Im professionellen Bodybuilding liegt die Dopingrate nach Schätzungen[4] bei 100 Prozent, weil das dort gezeigte Niveau ohne Steroideinsatz nicht möglich sei. Laut dem Doping-Forscher Luitpold Kistler geben Hochleistungs-Bodybuilder bis zu 5000 Euro pro Monat[4] für Mittel aus, die den Muskelaufbau unterstützen. Dennoch wird häufig der Eindruck erweckt, das Profibodybuilding sei dopingfrei. So wurde der an massivem Dopingmissbrauch gestorbene Profi Andreas Münzer als „Saubermann“ vermarktet."
"Laut Kistler (2007) konsumierten im deutschen Amateurbodybuilding etwa 30 Prozent der Männer und fünf Prozent der Frauen regelmäßig Steroide.["

...weiß z.B. die Wikipedia, von einem Experten würde ich da noch etwas mehr erwarten. Studien, Statistiken, Beispielfälle, Ergebnisse der Anti-Doping-Initiativen usw.. Allein der Begriff Hardcore-Bodybuilder ist doch schon total daneben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3