Forum: Gesundheit
Fleischersatz aus Pflanzen: "Am wichtigsten ist der Geruch nach Blut"
Winni Wintermeyer / Der Spiegel

Die kalifornische Firma "Impossible Foods" will den perfekten Fleischersatz aus Pflanzen entwickeln. Firmenchef Patrick Brown erklärt, wie Hackfleisch beschaffen sein muss, das keines ist.

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widder58 18.02.2017, 18:21
40. Alles Unfug

der Mensch ist Fleischfresser. Wäre es anders, hätte die Natur das so eingerichtet. Das ist erstmal Fakt.
"Fleisch auf Pflanzenbasis" gibt es nicht. Fleisch ist Fleisch und kein Möhrenhack mit Fleischoptik. Wer auf Fleisch verzichten will, dann doch bitte auch auf die Bezeichnung - es gibt ja auch kein "echtes Gold" - es gibt nur Gold. Gold ist immer echt. Sonst ist es kein Gold.
Die Unart, Leuten etwas vorgaukeln zu wollen, ist weit verbreitet. Im Besonderen im "Veggiebereich". Bratwurst, die keine ist, Käse, bei deren Blick auf die Zusammensetzung mir regelmäßig schlecht wird und andere Kunstprodukte, die man gern als gesund verkauft - auch wenn man sich nicht sicher sein kann, ob genmanipuliertes Soja verwendet wurde.
Das Problem ist nicht der Mensch als Fleischfresser, sondern Art und Umfang der Herstellung und des Konsums. Fleisch ist zu billig, die Tierhaltung inakzeptabel. Die Massentierhaltung gehört schlicht verboten. Aber schauen wir uns die Lobbyisten in der Welt an... mehr, mehr, mehr. Wie in jedem Bereich. Die Politik zu schwach und unwillig weltweit ein funktionierendes System zu erschaffen.
Ergo erledigt sich die Diskussion. Daran werden auch Leute wie Brown nichts ändern. Der sucht letztlich auch nur eine Nische, in der er verdienen kann.

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ruhepuls 18.02.2017, 18:33
41. Richtig..

Zitat von unzensierbar
Ist ja eine tolle Idee, nur der große Haken wird wahrscheinlich sein, dass es Jahre oder Jahrzehnte braucht bevor man es sich in jedem Land im Supermarkt kaufen kann und ich will wirklich wissen wie sie es schaffen wollen die Presie niedrig zu halten. Leute werden es nun einmal nur kaufen, wenn es genaudo billig oder billiger als Fleisch ist, naja oder wenn sie mehr Geld zur Verfügung haben. Das ist aber ein anderes Thema.
Stimmt schon. Nur ist Fleisch eigentlich ein teurer Rohstoff, vor allem, wenn es mit seinen Folgekosten belastet würde. In Zukunft werden zunehmend "Verursachersteuern" eine Rolle spielen, die nicht nur die direkten Kosten, sondern auch die "Kollateralschäden" einpreisen. Schon die neue Düngeverordnung bringt viele Betriebe in Probleme, weil sie nicht mehr wissen, wohin mit der Gülle. Es bestehen also durchaus Chancen für ein gutes Ersatzfleisch. Es muss einfach genauso gut (für Fleischesser) schmecken, wie das Original. Dann wird es auch gekauft werden.

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ruhepuls 18.02.2017, 18:36
42. Gefakte Bratwurst...

Zitat von Shismar
den Fleischverbrauch einzugrenzen, gerne. Die Weltbevölkerung ließe sich rein pflanzlich leicht ernähren. Ohne Gentechnik (Hämoglobin aus gentechnisch veränderten Bakterien, naja, grenzwertig) in der Landwirtschaft und Vernichtung de Regenwälder. Dem entgegen steht leider die Vorstellung, nur Fleisch sei richtiges Essen und wer es sich leisten kann, müsse jeden Tag Fleisch essen. Alle andere sei Verzicht, Selbstkasteiung, Unvollständig. Ist es nicht, aber das verstehen bei uns die Wenigsten und in den Entwicklungsländern erst recht nicht. Fleisch als Statussymbol :( Für mich als Vegetarier ist dieses Produkt aber nichts. Ich mag Fleischersatzprodukte, aber als funktionaler Ersatz und nicht als 1 zu 1 identische Kopie. Vielleicht so ein Effekt wie beim Uncanny Valley (https://de.wikipedia.org/wiki/Uncanny_Valley), wenn es zu fleischähnlich wird finde ich es eklig. Aber so eine Bolognese aus Quorn oder eine gefakte Bratwurst auf dem Grill, lecker!
Für jemand, der Fleisch mag, ist eine "gefakte" Bratwurst ein Graus. Dann lieber gar kein "Fleischersatz", sondern Natur pur (spricht Gemüse auf den Grill). Wer Bratwurst mag, der mag auch dass sie nach Bratwurst schmeckt und nicht nach gewürztem Sägemehl.

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Paul Panda 18.02.2017, 18:39
43. Es gibt keine Fleisch-Atome

Zitat von widder58
... "Fleisch auf Pflanzenbasis" gibt es nicht. Fleisch ist Fleisch und kein Möhrenhack mit Fleischoptik. Wer auf Fleisch verzichten will, dann doch bitte auch auf die Bezeichnung - es gibt ja auch kein "echtes Gold" - es gibt nur Gold. Gold ist immer echt. Sonst ist es kein Gold. ....
Ich kann Ihre Gedanken verstehen, und wenn ich an Veggie-Produkte denke, wird mir auch jedes mal übel. Aber Sie verwechseln hier Atome und Moleküle: Natürlich ist Gold immer gleich Gold, weil es durch den atomaren Aufbau definiert ist (Keine Elektronenlücke auf der äußeren Schale). Bei Nahrungsmitteln handelt es sich jedoch um Mischungen komplizierter Moleküle, die grundsätzlich immer aus Kohlenstoff, Wasserstoff und noch ein paar anderen Atomen aufgebaut sind. Der Aufbau ist zwar hochkomplex und bestimmt, ob wir etwas als Fleisch oder Gemüse empfinden, aber wenn man ihn kennt, könnte man (bisher nur theoretisch) auch echtes Fleisch künstlich herstellen - so, wie wenn man aus Legosteinen (Atome) eine große Burg (Molekül) baut - weil es im Gegensatz zu Gold nämlich keine "Fleisch-Atome" gibt. Genau dies versucht der Erfinder. Ob es klappt, ist natürlich nicht ganz sicher, weil die Moleküle einfach extrem kompliziert sind. Aber theoretisch wäre es möglich.

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willib1055 18.02.2017, 18:48
44.

Zitat von premstar_pill
in Verbindung mit einem eigenen Messer das keiner von den nicht-Veganern am Tisch fuer seine Butter benutzt. Dann sind saemtliche meiner veganen Bekanntschaften "handzahm".
Da muss man ja mal einige Stunden drüber nachdenken.
Die Veganer bekommen ein eigenes Messer, die anderen benutzen nur ein Messer, oder wie jetzt?

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Paul Panda 18.02.2017, 18:48
45. Dann ja!

Zitat von ruhepuls
... Es bestehen also durchaus Chancen für ein gutes Ersatzfleisch. Es muss einfach genauso gut (für Fleischesser) schmecken, wie das Original. Dann wird es auch gekauft werden.
Das denke ich auch: Wenn die Menschen nun mal so gerne Fleisch essen (daran sind vor allem die beim Braten entstehenden Aromastoffe schuld), dann sollte man es ihnen doch in Gottes Namen auch gönnen, so oft sie es mögen, wenn (und nur dann) es gleichzeitig möglich ist, pflanzliches Fleisch so herzustellen, dass es von tierischem Fleisch in Geschmack und Konsistenz nicht oder kaum zu unterscheiden ist (ich rede hier nicht von Veggie-Bratlingen). Wer dann immer noch klagt, gehört wahrscheinlich zu den Miesepetern, die sich und anderen einfach keinen Genuss und keinen Komfort gönnen.

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Atomic 18.02.2017, 18:59
46. Eisen

Dass "der Geruch nach Blut" am wichtigsten bei "authentischem" Fleischersatz ist, wage ich zu bezweifeln. Blut riecht, meines Erachtens, auch fast nur nach Eisen, beim Nasenbluten z. B. merkt man das. Entsprechend bräuchte es ggf. hier nur den entsprechenden Eisenzusatz und kein gentechnisch bzw. biotechnologisch erzeugtes Hämoglobin bzw., wenn es pflanzlich ist, müsste es eher das verwandte Leg-Hämoglobin einiger Leguminosen/Hülsenfrüchtler sein. Wobei selbiges eben nicht nur in den angesprochenen Wurzeln von Sojabohnen vorkommt, wahrscheinlich ist das noch nicht einmal die best(erreichbar)e Quelle. Fraglich ist zudem, ob es tatsächlich darauf ankommt, Fleisch größtmöglich nachzuahmen. Wenn der Geschmack stimmt, muss es nicht "authentisch" sein. Zumindest ich würde darauf keinen Wert legen.

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hisch88 18.02.2017, 19:00
47. Witzig

Zitat von premstar_pill
Die aggressiven treffe ich im Real-life Gott sei Dank so gut wie nie. Ich habe diverse hardcore-Veganer im Freundes-/Bekanntenkreis und wenn ich die Grundlagen des Anstandes beachte gibts null Probleme. Wenn ich bei denen zu Besuch bin werfe ich kein mitgebrachtes Steak in deren Kueche in deren Pfanne und wenn die bei mir am Fruehstueckstisch sitzen bekommen die Margarine, Marmelade und Shiitakepastete (habe ich immer zu Hause) in Verbindung mit einem eigenen Messer das keiner von den nicht-Veganern am Tisch fuer seine Butter benutzt. Dann sind saemtliche meiner veganen Bekanntschaften "handzahm".
Sie meinen Sie sind angepasst. Essen bei Ihren Bekannten keine Tierprodukte und wenn Ihre Bekannten bei Ihnen sind, offerieren Sie denen nur Nicht-tierische Produkte?

Aber eine eigene Meinung haben Sie schon noch?

Seien Sie mir nicht böse, aber dass ich bei meinen Bekannten (Veganern/Vegetarier) keine Tierprodukte erwarte ist ok, aber dass ich bei mir zu Hause kuschen würde wenn die zu Besuch da sind, dürfen Sie bei mir getrost vergessen.

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Paul Panda 18.02.2017, 19:04
48. Auf des Messers Fläche

Zitat von premstar_pill
Die aggressiven treffe ich im Real-life Gott sei Dank so gut wie nie. Ich habe diverse hardcore-Veganer im Freundes-/Bekanntenkreis und wenn ich die Grundlagen des Anstandes beachte gibts null Probleme. Wenn ich bei denen zu Besuch bin werfe ich kein mitgebrachtes Steak in deren Kueche in deren Pfanne und wenn die bei mir am Fruehstueckstisch sitzen bekommen die Margarine, Marmelade und Shiitakepastete (habe ich immer zu Hause) in Verbindung mit einem eigenen Messer das keiner von den nicht-Veganern am Tisch fuer seine Butter benutzt. Dann sind saemtliche meiner veganen Bekanntschaften "handzahm".
Was würde denn passieren, wenn ein Veganer aus Versehen einen hauchdünnen Film Rest-Butter mit seinem Messer auf sein Brot schmieren würde? Bekäme der dann nach dem Essen einen Anfall und man müsste den Notarzt rufen, oder wie muss man sich das vorstellen? Die Menschheit wird immer verrückter!

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kumi-ori 18.02.2017, 19:07
49.

Zitat von ElkeOspert
Und wieso (ganz konkret bitte) soll das grenzwertig sein?
Genaugenommen sind es Hefe- und keine Bakterienzellen. Und ich frage mich auch, welches Gen der Sojapflanze dies sein sollte, Soja selbst hat ja auch kein Hämoglobin.

Generell lehne ich gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Wenn wir jetzt das Fleischgeschmacksgen einführen, werden wir alle anderen Arten von gentechnoloigscher Manipulation nicht mehr verhindern können.

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