Forum: Gesundheit
Flensburg: Neue ökumenische Klinik will keine Abtreibungen vornehmen
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In Flensburg entsteht aus zwei kirchlichen Kliniken eine ökumenische. Schwangerschaftsabbrüche soll es auf Wunsch des katholischen Parts nicht mehr geben. In der Region regt sich Widerstand.

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Drews 04.11.2019, 16:52
1.

Es ist eine christliche Klinik, Abtreibungen gehen gegen ihre Werte, sie sehen das als Mord an. Wenn sie nicht morden wollen, muss man das akzeptieren.

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cobaea 04.11.2019, 16:57
2.

Die Kirchen wieder einmal - sich vom Staat den allergrössten Teil ihrer Kosten bezahlen lassen, aber sich dann einen Teufel darum scheren, dass es in diesem Staat nicht nur ihre Moralvorstellungen gibt. "Optimale Versorgung für Patienten" - klar. Von "Patientinnen" ist ja nicht die Rede.
Aber wenn's um Schwangerschaftsabbrüche geht, sind "Flensburger Verhältnisse" auch in anderen Teilen Deutschland anzutreffen - in Südbaden z.B. müssen Frauen lange suchen, bis sie jemanden finden, der einen Schwangerschaftsabbruch vornimmt.

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susie.soho 04.11.2019, 16:58
3. Und das Land zahlt?

Nichts gegen kirchliche Krankenhäuser; aber dann sollen sie sich auch selbst finanzieren, wenn sie sich nicht an die Rechtsprechung halten.

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-su- 04.11.2019, 17:00
4.

Tja, das sind die Folgen, wenn Kliniken privat betrieben werden.

Ist aber bei uns so gewollt. Es heißt ja immer, "der Staat kann es nicht". Wenn man alles privat machen lässt, dann kommt halt so was raus und man darf hinterher nicht jammern.

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kassandra21 04.11.2019, 17:01
5.

>Für den katholischen Träger war dies "nicht verhandelbar".<

Dann gibt es eben keine Fusion. Und auch keine irgendwie geartete "Unterstützung" der Kommune für den "katholischen Träger".
Ob Kindergärten, Krankenhäuser oder sonstige Einrichtungen - oft wird mit jeder Menge Geld der öffentlichen Hand gebaut und anschließend nimmt sich so ein Mittelalterverein auch noch Sonderrechte heraus und kündigt irgendwem, weil der womöglich ein zweites Mal geheiratet hat.

Eine gesetzlich legitime und medizinisch indizierte Handlung darf nicht verweigert werden. Basta. Alles andere ist Unterlassung.

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Stupormundifish 04.11.2019, 17:03
6. Das kommt davon...

...wenn ein Staat seine Aufgaben an eisenzeitliche Aberglaubensgemeinschaften delegiert. Ich kann jetzt wohl hoffentlich davon ausgehen dass die Krankenkassen diesem Treiben Einhalt gebieten. Kleiner Scherz.

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Grummelchen321 04.11.2019, 17:05
7. Von wegen

voll umfängliche Versorgung!!!
Dazu gehören die Kliniken zum Verbund der Lehrkrankenhäuser für die UKHS.
Wie ist denn diese Entscheidung mit dem Lehrauftrag vereinbar?
Vorwärts nimmer rückwärts immer!
Die medizinische Versogung von Frauen in den kalten toten Händen alter greiser Männer der katholischen Kirche.

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proffessor_hugo 04.11.2019, 17:06
8.

Schrecklich - Steuern kassieren und "Entschädigungen" seit 1803...

Gibt es eigentlich einen gerichtsfesten Beweis für die Existenz eines höheren Wesens? Wenn das allmächtig ist - warum bedarf es dann des Bodenpersonals und unserer Steuergelder?

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Stereo_MCs 04.11.2019, 17:06
9. Wie sieht nochmal die Finanzierung solcher Häuser aus?

Genau, trotz Milliarden an Kirchensteuern und auch sonst genügend Kapital,
lassen sich solche Einrichtungen trotzdem nochmal zusätzlich zu etwa 90% aus Steuergeldern finanzieren. Ein schon jahrzehntelanger Skandal.

Wenn man denen androht die Mittel zu streichen, ja nur zu kürzen, wie schnell dann plötzlich alles laufen würde. Was die sich erlauben.

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