Forum: Gesundheit
Fötus-Partys: Boom der Babywatcher
E. Merz

Krabbelgruppen sind Schnee von gestern, heute gibt es Fötus-Partys. In geselliger Runde bestaunen werdende Eltern das Ungeborene im 3-D-Ultraschall. Babywatching ist beliebt und für die Anbieter lukrativ - ungeachtet seiner Risiken.

Seite 1 von 4
huettenfreak 18.06.2012, 14:17
1. Respekt

"Von der Wiege bis zur Bahre", das muss nun zumindest teilweise neu geschrieben werden. Wenn man Föten vor der Geburt unnötig oft mit Ultraschallgeräten zu Leibe rückt dann bedeutet dies wohl eines: mangelnder Respekt vor Mutter Natur und dem noch ungeborenen Kind. Denn immerhin wird das Kind durch die Ultraschallwellen in zusätzlichen Stress versetzt.

Aber vielleicht wird sich das Kind später ja durch eine entsprechende "Aufsässigkeit" gegenüber seinen Eltern "erkenntlich" zeigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Vier 18.06.2012, 14:22
2. Ist jetzt nicht wahr, oder?

Ein fehlerhaftes Organ erkennen können, aber dann nicht genügend mit den Eltern reden können, um die zum Arzt zu schicken? ICH könnte auf den Bildern kein fehlerhaftes Organ erkennen, hätte mir aber schon schönere Bilder gewünscht. Der Techniker muss nur erklären können, dass durch Reflexionen im Fruchtwasser auch mal unerklärliche Artefakte entstehen, ist halt eine heftige Rechenaufgabe für den Prozessor, da ein 3D-Bild draus zu zaubern. Nix gegen Ultraschallparties, finde ich gut und mindestens unterhaltsam!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bolonch 18.06.2012, 14:31
3. Man kann auch Probleme suchen wo es keine gibt ...

Als unsere Tochter unterwegs war, hat unser Arzt alle 6-8 Wochen einen Ultraschall (2D und 3D) gemacht und hat uns jedes mal gesagt, diesmal ist es medizinisch sinnvoll, diesmal ist es nur zum Spass. Das war wunderbar. Weil die Famile, die weit weg wohnt auch gerne 3D Bilder oder Filme sehen wollte, sagte er das mache er nicht, weil sich dann jeder Zuschauer als Hobbydiagnostiker betaetigen wuerde. Er gab uns dann die Adresse von einem Kollegen, der sich auf schoene Bilder spezialisiert hatte. Wir haben das ueberlegt, aber am Ende nicht gemacht.

Ich kann aber nur sagen, dass die Momente, in denen wir sehen konnten, wie unsere Kleine wuchs, sich bewegte, am Daumen lutschte oder sich herumdrehte, zu absolut bleibenden Erinnerungen geworden sind.

Ein Ultraschall ist nicht schaedlich und wenn jemand dafuer bezahlen will, warum soll er (oder sie) ihn nicht bekommen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lilli42 18.06.2012, 14:51
4. Risiken?

Im Teaser ist von Risiken die Rede - aber im Artikel steht dazu nichts!!! Oder ist die Gefahr gemeint, dass während des Baby-Watchings eine Fehlbildung entdeckt wird und das Personal nicht ausreichend zum Überbringen dieser Nachricht geschult ist? Das soll also das "Risiko" sein? Mir wäre neu, dass alle Frauenärzte hier eine Extra-Ausbildung hätten...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
larousse 18.06.2012, 15:22
5. konsequent

Da bin ich aber doch viel konsequenter....gehe noch einen Schritt weiter zurück, nämlich wie es überhaupt zum Fötus kommt....da gibt es massenhaft Filme drüber, die täglich in Unmengen angesehen werden......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tweet4fun 18.06.2012, 15:22
6. Das ist doch pervers!

Wer behauptet denn, daß Ultraschall unschädlich ist? Man kann Ultraschall weder hören noch sonst etwas. Das heißt noch lange nicht, daß es harmlos ist. Ich finde keine empirischen Beweise, sondern nur Annahmen. Es heißt überall, daß Kurzbeschallungen keine negativen Auswirkungen haben. Gegeben! Aber Langzeitbeschallungen wie bei diesen Parties?

Können diese Leute nicht einfach warten, bis das Baby herausschlüpft? Wer das erlebt hat, weiß, wie wunderbar dieses erste "Treffen" ist! Es reicht doch, wenn der Arzt sagen kann, daß sich das Ungeborene, Mädel oder Junge, gesund und normal entwickelt!

Wahrscheinlich wird es bald auch Befruchtungsparties geben, bei denen man auf dem Monitor sehen kann, wie das Spermium ins Ei eindringt. Und Hurraaaaah, wir haben´s geschafft!

Ich finde das ganze reichlich pervers!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
scientist-on-hartz4 18.06.2012, 15:23
7. Ärzte = Halsabschneider

In Deutschland wird es diese Privatstudios für 3D-Ultraschallaufnahmen rein zur Unterhaltung bald nicht mehr geben. Da nützt auch nix, wenn sich die Heilpraktikerin von ihren Kundinnen bestätigen läßt, dass die Bilder nicht der Diagnostik dienen. Wenn ich schon als Biologe keine Immunoanalytik z.B. gegen Allergene an Humanseren und Plasma anbieten darf, ohne dabei einen Arzt als Geschäftsführer unter Vertrag zu haben, dann wird die Ärztekammer auch sehr schnell das Geschäft mit den privaten 3D-Ultraschallfotos verbieten lassen. Weil das ja erst recht als Diagnostik am Patienten zu werten ist. Und somit haben die Mediziner wieder eine Geldquelle für sich erobert, die ausschließlich sie dann nutzen dürfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chris2332 18.06.2012, 15:30
8. optional

war nicht mal irgendwann im Gespräch dass Ultraschall super laut und deswegen evtl. schädlich sein kann? Die Kinder können diese Frequenzen wohl teilweise hören.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tweet4fun 18.06.2012, 15:34
9. Ja und?

Zitat von scientist-on-hartz4
In Deutschland wird es diese Privatstudios für 3D-Ultraschallaufnahmen rein zur Unterhaltung bald nicht mehr geben. Da nützt auch nix, wenn sich die Heilpraktikerin von ihren Kundinnen bestätigen läßt, dass die Bilder nicht der Diagnostik dienen. Wenn ich schon als Biologe keine Immunoanalytik z.B. gegen Allergene an Humanseren und Plasma anbieten darf, ohne dabei einen Arzt als Geschäftsführer unter Vertrag zu haben, dann wird die Ärztekammer auch sehr schnell das Geschäft mit den privaten 3D-Ultraschallfotos verbieten lassen. Weil das ja erst recht als Diagnostik am Patienten zu werten ist. Und somit haben die Mediziner wieder eine Geldquelle für sich erobert, die ausschließlich sie dann nutzen dürfen.
Und was wäre daran falsch? Ich gehe ja auch nicht zum Klempner, um die Bremsen meines Autos begutachten zu lassen. Hier werden aber Hinz und Kunz zu Hobby-Biologen gemacht. Bei allen Einschränkungen in Bezug auf die Vollkommenheit der Ärzte muß man doch tatsächlich den Sicherheitsfaktor in Betracht ziehen. Ich fühle mich in dieser Hinsicht bei einem ausgebildeten Arzt besser aufgehoben als bei einem begabten Dilettanten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4