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Frisches Futter: Bio-Milch enthält gesündere Fettsäuren
DPA

Bio-Produkte sind teurer, aber sind sie auch besser? Zwei Analysen zu Milch und Fleisch zeigen jetzt, dass die Gesundheit profitieren könnte.

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MannAusBerlin 16.02.2016, 23:53
30. Sinn der Studie

Zitat von D_v_T
Wie der erste Beitrag schon betont, ist in erster Linie die Fütterung mit Heu entscheidend für die Fettsäurenzusammensetzung. Das ist allerdings schon seit Jahren bekannt. Milch von konventionellen gehaltenen, aber weidenden Kühen ist also ebenso "gesund", ferner gibt es auch Bio-Kühe die Kraftfutter essen, deren Milch ist dann ebenso "ungesund". In der Überschrift müsste demnach "Heumilch" statt "Bio-Milch" stehen.
Es ging in der Studie aber nicht um die Frage "Welches Futter führt zu gesünderer Milch?" sondern um die viel gestellte Frage "Ist Bio wirklich gesünder?". Deshalb wurde ja auch Bio Fleisch in die Studie mit einbezogen. Hier konnte man keinen signifikanten Unterschied feststellen. Bei der Bio Milch wurde aber klar nachgewiesen: Sie ist gesünder als konventionelle.
Sie haben natürlich Recht. Die Fütterung mit Gras bzw. im Winter mit Heu ist entscheidend. Und hier ist es nun mal so, dass Bio Kühe wesentlich öfter auf der Weide gehalten werden als ihre konventionellen Kolleginnen. Wenn Sie Bio Milch kaufen ist sozusagen die Chance die gesündere Milch zu erwischen höher als bei konventionellen Produkten.
Heumilch habe ich persönlich bisher nur als Frischmilch in Bio Qualität kaufen können. Aber falls es diese auch in Nicht-Bio gibt, dürfte sie selbstverständlich genauso gesünder sein als "Silage Milch".

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ANDIEFUZZICH 17.02.2016, 00:34
31. Parameter

Natürlich gibt es Umwelteinflüsse.

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dennis x 17.02.2016, 02:02
32.

wieso sollen tierische gesättigte fette gesünder sein, als pflanzliche gesättigte? ergibt doch keinen unterschied letztendlich.

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christian_julius_richter 17.02.2016, 04:13
33. Allergien durch fettarme Milch - lieber vegan

Also ich hab jedenfalls durch die fettarme Frischmilch Allergien gekriegt. Nicht von Biomilch oder 3,5 % H-Milch. Die beiden vertrage ich nur und kauf auch nichts Anderes mehr an Milch jedenfalls. Käse Quark, kein Problem. Aber vegan ist gesünder.

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Ericmuc 17.02.2016, 06:34
34. Studienleiter kennt meinen Grund nicht

Ich kaufe BIO, weil ich damit hoffentlich weniger Pestizide und andere Schadstoffe mit verzehre.

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matbhmx 17.02.2016, 08:00
35. Und bei Bio-Milch, die von in Freihaltung ...

... gehaltenen Kühen stammt, ist der Vitamin-D-Gehalt höher. Und wenn die Kühe auf wirklich "guten" Weiden gehalten werden, gibt es auch mehr Mineralstoffe in besserer Zusammensetzung.

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vigne 17.02.2016, 09:22
36.

War Milch nicht allgemein ungesund und unverträglich, zu meiden? Krebserregende, tödlich...? http://www.sciencesetavenir.fr/sante/20141031.OBS3766/le-lait-est-il-nefaste-pour-la-sante-des-adultes.html Auch der Spiegel hat darüber, relativierend, berichtet.
Ich trinke keine Milch mehr.

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halle/saale-40 17.02.2016, 09:22
37. Über den Tellerrnad geschaut...

Die Ergebnisse der zusammengetragenen Studien sind sicher richtig. Ich lese nicht zum ersten Mal, dass die Fettzusammensetzung von Fleisch aus Bio-Produktion besser ist. Aber wenn man sich die konkreten Werte ansieht, kommen einem doch Zweifel an der Sinnhaftigkeit. Denn es liegt wieder eine Betrachtung vor, die nicht über den Tellerrand hinausgeht und die die gesamte Ernährung betrachtet. Greife ich mir einen Wert heraus; „…Omega-3-Fettsäuren … in einem halben Liter Biomilch im Mittel rund 39 Milligramm und damit 16 Prozent der empfohlenen täglichen Menge steckten, waren es in der konventionellen Milch nur 25 Milligramm und damit elf Prozent“. Um also mit Biomilch meine Tagesbilanz an Omega-3-Fettsäuren zu erfüllen, müsste ich also 3,125 l Biomilch trinken. Jeder nur halbwegs gesund argumentierende Ernährungsphysiologe würde Alarm schlagen. Eine ähnliche Argumentation könnte man aufmachen, wenn man den Vitamingehalt von Nutella heranzieht: Vitamin E (7,8mg/100g), Kalium (450mg/100g), Calcium (128mg/100g), Phosphor (175mg/100g) Magnesium (79mg/ 100g), Eisen (2,5mg/100g). Ich spare mir jetzte, die jeweiligen Tagesmengen zu ermitteln. Aber sie sind sicher um ein einiges höher als die in 100 g Nutella. Niemand würde ernsthaft empfehlen, um die Tagesmengen zu erreichen, z.B. 5 Gläser Nutella auszuessen. Schon allein dass generell auf Fleisch zurückgegriffen wird, um den Omega-3-Fettsäuren-Bedarf zu decken, würde der Ernährungsphysiologe auch Alarm schlagen. Um nun über den Tellerrand zu schauen; der Verzehr von Fisch wäre hier denkbar besser. Zwei Aspekte wären auch noch zu betrachten: Biolebensmittel haben einen 2 bis 4-fachen Preis, wenn sie seriös produziert sind. Das kann sich nicht jeder leisten. Und was mir letztens bekannt wurde; Rinder mit Fütterung von Mais statt mit Gras haben nur eine halb so hohe Ausscheidung von Methan, was ein sehr gefährliches Treibhausgas ist. Dieses Treibhausgas wird zum Großteil durch Rinderhaltung erzeugt. Somit stellt dieser Umstand den ersten genannten Aspekt für den Rückgriff auf Bioprodukte „positiven Einfluss der biologischen Landwirtschaft auf die Umwelt“ sehr in Frage.

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hermannsson 17.02.2016, 09:28
38.

Zitat von kratzdistel
es ist ja nicht dargelegt, welche bio-Kriterien bei der Studie zu beachten waren. bei heumilch bekommen die Tiere keine Silage, sondern sind im sommer auf der weide. je magerer der boden, desto mehr kräuter wachsen da. zur Winterzeit werden sie mit dem getrocknetem heu der wiesen gefüttert. diese kühe leben gesünder und länger. heumilchprodukte haben einen in etwa doppelten so hohen wert an omega-3-fettsäuren und konjugierten linolsäuren als normale, herkömmliche Milchprodukte.wer diese Produkte kauft, trägt auch zum erhalt der almwirtschaft mit ihren sennereien bei.
Da gebe ich Ihnen recht. Allein die Unterstützung von Almwirtschaft ist schon ein Grund silofreie Heumilchprodukte zu kaufen.

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regelaltersrentner 17.02.2016, 09:39
39.

Zitat von godfader
Man würde sich wünschen die Grünen würden mal solche Fakten auf den Tisch legen. Etwas das wissenschaftlich nachvollziehbar ist. Warum könnte man z.B. nicht konventionelle Milchprodukte via Steuern 5% teurer machen und damit Bio-Milchprodukte via Subvention 30% günstiger? Das hört sich doch pragmatischer an als von oben verordnete "Veggie Days" oder ein Hackfleischverbot.
Da werden 97.3 % der Verbraucher erfreut sein, wenn sie 5 % Strafe für den Verzehr konv. Milch bezahlen sollen.

Sie möchten nur eine Subventionierung ihrer Bio-Milch auf Kosten anderer, ohne eine Wirkung auf der Erzeugerseite.

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