Forum: Gesundheit
Früh eingeschulte Kinder: ADHS ist oft Falschdiagnose
Corbis

Bei früh eingeschulten Kindern wird häufig zu Unrecht die Aufmerksamkeitstörung ADHS diagnostiziert - das zeigt eine Studie von fast einer Million Fällen. Unreiferes Verhalten wird irrtümlich oft als krankhaft interpretiert, die Folgen können gravierend sein.

arnold.dietz 15.01.2013, 21:00
1. Adhs

Die Zahl der Fehldiagnosen ist immens.
In Finnland hat man sich gewundert, dass in ganz bestimmten Bereichen der Stadt die Zahl der Aufmerksamkeitstörungen überdurchschnittlich hoch waren, in anderen jedoch nicht. Der Grund: die Bereiche stimmten mit Bereichen der einzelnen Gesundheitszentren überein. Was war los, in der betroffenen Gegend wurde als Kariespropylaxe die Molaren versiegelt, in den anderen nicht. Diese Versiegellung führte bei den Kindern zum Neuro-Okklusalen-Syndrom. Das Wesentliche dabei sind die auftretenden schweren Schlafstörungen, die Tiefschlafphase wird nicht erreicht. Die Kinder sind unruhig, unaufmerksam, zeigen alle Symptome eines übermüdeten Kindes. Hinzu kommen oft Bauch- und Kopfschmerzen, die typischen Symptome einer kindlichen Migräne. Da die Ärzte und besonders die Neurologen das Neuro-Okklusale-Syndrom nicht verstehen, werden, wie Sie auch ganz richtig berichtet haben, die armen Kinder zu ihrer Übermüdung auch noch mit Chemie vollgepumpt, ohne dass auch nur ein Funken Hoffnung auf Heilung besteht.

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jay jay 16.03.2013, 18:08
2. Der ADHS-Wahn...

...muss bekämpft werden. Sobald ein Kind sich igendwie auffällig verhält, ist ADHS die automatische Diagnose. Nicht etwa zu viel Fernsehen, ein leichtes Reifedefizit, überarbeitete Eltern, Schwierigkeiten beim Schlafen, mit Freunden oder zu Hause, niemals zu viel Computerspielen oder Mangel an Bewegung an der frischen Luft, sondern ADHS. Das ist verrückt und kontraproduktiv.

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gonzel 11.08.2015, 13:41
3. was für ein Irrsinn

Wieviele Kinder werden und wurden da wohl irrtümlich mit Medikamenten behandelt? Entwicklungspsychologische und soziale Kompetenzen, Prozesse und Realitäten kann man nicht in einem "Krankheitsbild" manifestieren und "therapieren". Vor allem bei Jungen wird allzu oft jungentypisches, altersgemäßes Verhalten als ADHS diagnostiziert. Ein Irrsinn und nicht zuletzt Resultat der unsäglichen Geschlechter-Gleichmachungsphilosophie. Hier muss dringend gehandelt werden. Es müssen mehr Männer in Kitas und Grundschulen. Basteln und Friedefreudeeierkuchenspiel sind sicher kreativ, aber de facto wollen Jungs toben, in jedem Alter. Dafür brauchen sie aber Bezugspersonen, respektive Respektspersonen, die ihnen nötigenfalls auch mal Kontra geben.

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Linda2014 12.08.2015, 17:37
4. Schon merkwürdig

Die Klassenlehrerin meines Sohnes will auch auf ADHS hinaus, obwohl er keine Konzentrationsstörungen hat und auch lieb und ruhig ist.

Aber irgendwie ahnte ich das bereits vor der Einschulung und ließ ihn sicherhaltshalber von einer Kinderpsychologin auch dahingehend durchchecken.

Aber Pustekuchen - irgendwie habe ich es bei der Lehrerin wohl mit Altersstarrsinn zu tun:((

Naja, nach den Ferien wird es wohl noch eine Welle geben, ich weiß auch nicht, was das soll!

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