Forum: Gesundheit
Fruktoseunverträglichkeit: Nicht jedes Obst ist gleich gefährlich
DPA

Je nachdem wie ausgeprägt die Fruktoseunverträglichkeit ist, schrumpft der Speisezettel mehr oder weniger zusammen. Aber ein Vitaminmangel ist vermeidbar. Wer eine vererbte Fruktoseintoleranz hat, muss allerdings ganz auf den Fruchtzucker verzichten.

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ratschbumm 16.02.2013, 11:39
1. muss ich jetzt sterben wenn ich

Zitat von sysop
Je nachdem wie ausgeprägt die Fruktoseunverträglichkeit ist, schrumpft der Speisezettel mehr oder weniger zusammen. Aber ein Vitaminmangel ist vermeidbar. Wer eine vererbte Fruktoseintoleranz hat, muss allerdings ganz auf den Fruchtzucker verzichten.
täglich ein Kilo Äpfel esse ?
Bitte bitte nicht.

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doc 123 16.02.2013, 12:00
2. Laienhafter Unsinn..

Zitat von sysop
Je nachdem wie ausgeprägt die Fruktoseunverträglichkeit ist, schrumpft der Speisezettel mehr oder weniger zusammen. Aber ein Vitaminmangel ist vermeidbar. Wer eine vererbte Fruktoseintoleranz hat, muss allerdings ganz auf den Fruchtzucker verzichten.
"Vor der Messung trinkt der Patient etwa 25 bis 30 Gramm in Wasser gelösten Fruchtzucker. "

Die Testung mit 25 bis teils sogar 50 gr Fruktose ist viel zu hoch gewählt, da häufig genug ganz gesunde Menschen dann positiv getestet werden. Sinnvoll wäre eine Testung mit 5 g und dann in aufsteigender Menge, um tatsächlich Menschen zu erwischen, die auch kleine Mengen Fruchtzucker nicht vertragen; hier ist der Artikel auch falsch, wenn eine Testung Sinn machen würde, müsste man bei der Testmenge niedrig beginnen und nicht mit geradezu Höchstmengen. Ansonsten kann man natürlich UND das mach überhaupt Sinn, sich selbst entspechend provozieren. Jeder normale Mensch kann nach einem halben Liter Apfelsaft (was ca. den 25 g Fruktose entspricht) auf nüchternen Magen Durchfall bekommen oder bei Genuss größerer Mengen Pflaumen und geichzeitiger Flüssigkeitszufuhr Magenbeschwerden, wovor selbst meine Großmutter schon gewarnt hat. Wer ein Glas Apfesaft auf nüchternen Magen verträgt, hat jedenfalls sicherlich keine Fruktoseintoleranz.

Jedoch werden diese Testungen mit den kleinen Mengen erst von den überwiegend ignoranten Kollege erst gar nicht durchgefüht, da keine positiven Befunde und enttäuschte Patienten. Wer ernsthafte Probleme hat sollte jedenfalls einen großen Bogen um die Ärzte machen, die diesen vollständig absurden "Wasserstoffatemtest" anbieten. Bei den tatsächlich häufigst auftretenden Magen-Darm-Problemen ist jedoch die Fruktoseintoleranz oder besser -malabsortion als Ursache nahezu sicher zu vernachlässigen, wird jedoch von sehr vielen Patiente als Diagnose gerne angenommen.

Allergen Fruktoseintoleranz Allergie fruktosemalabsorption Allergologie

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Bugabuga 16.02.2013, 13:36
3. Marketing für Ärzte und/oder Pharmaindustrie ?

Nach dem die armen Pseudo-Patienten - dank reichlicher Blutwertbestimmungen, die ja so billig sind - zwischenzeitlich alle sich fast nur noch von Obst und Gemüse ernähren, Fette meiden wie Dracula den Knoblauch, ob gesättigt oder ungesättigt, entdeckt die hehre medizinische Wissenschaft auf einmal allzu plötzlich dass der Genuss von Obst in jeder Form ungesund ist, wenn nicht sogar lebensgefährlich. Los geht der Selbstmordversuch schon ab einem Apfel, man staune. Also nicht nur der Mißbrauch durch übertriebene Menge, sondern eigentlich ab der ersten Einheit. Wer hat denn da ein Buch geschrieben, dem man zu Umsatz verhelfen muss? Wer hat die Studien angestoßen.
Ach, u.a. die Uni Zürich? Na, soweit ist Basel auch wieder nicht.
Was mich am meisten ärgert, dass hier gleich zu Beginn (Platz 2, 1 hat er nicht geschafft, da hat blöder Weise ein anderer zwischen gefunkt) einer eine Anzeige als Kommentar veröffentlichen durfte (sonst wird doch jeder Furz abgelehnt). Der Gipfel: und wer ist schuld an der
ganzen Aufregung. Klar doch, wir die Patienten.

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rebound68 16.02.2013, 13:45
4. wieso falsch

@ doc 123 wieso soll der Artikel falsch sein?
Es wir genauso verfahren, ich habe es selbst so erlebt: eine hohe Dosis Fruchtzucker in klauwarmen wasser gelöst trinken und dann über drei Stunden hinweg atemröhrchen füllen...

Mag sein, dass das medizinisch nicht sinnvoll ist, aber es wird so verfahren, daher denke ich, mit Verlaub, Sie bellen den falschen Baum an...

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doc 123 16.02.2013, 14:07
5. Falsch ist doch wohl....

... was absurd und unsinnig ist, trotzdem es derzeitig so gehandhabt wird. Die Masse meiner Patienten will sich dann doch nicht "verarschen" lassen, wenn ich sie einmal aufgeklärt habe.... Und für mich ist dies mittlerweile auch ganz einfach, wenn ich bei so ziemlich allen Themen, genau das gegenteil behaupte, liege ich immer richtig und ich habe dafür immer ein paar sehr sehr gute Argumente. Ich habe mal ein paar Jährchen zuvor ganz ganz ausführlich über dieses Thema aufgeklärt und stehe an der Spitze der Google-Resultate, sorry, dass ich als regelmäßiger SPON-Forist, das so einfach nicht stehen lassen kann, trotzdem mal gerade wieder einer meiner Beiträge zu Frau Wulff entfernt wurde...

Allergen Fruktoseintoleranz Allergie fruktosemalabsorption Allergologie

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yoinky 16.02.2013, 14:07
6.

Zitat von Bugabuga
Nach dem die armen Pseudo-Patienten - dank reichlicher Blutwertbestimmungen, die ja so billig sind - zwischenzeitlich alle sich fast nur noch von Obst und Gemüse ernähren, Fette meiden wie Dracula den Knoblauch, ob gesättigt oder ungesättigt, entdeckt die hehre medizinische Wissenschaft auf einmal allzu plötzlich dass der Genuss von Obst in jeder Form ungesund ist, wenn nicht sogar lebensgefährlich. Los geht der Selbstmordversuch schon ab einem Apfel, man staune.
Mit Verlaub: wenn Sie sich so wie ich zu 75% durch Selbstgekochtes ernähren würden, kerngesund sind und dennoch mit exakt den beschriebenen Symptomen "schon ab einem Apfel" auf dem Klo sitzen, dann würden Sie Ihren Mund hier nicht so weit aufreißen. Die Fruktosemalabsorption ist real und sie ist weit verbreitet. Die meisten Menschen wissen nur nicht, daß das ihr Problem ist.
Selbiges gilt im Übrigen für die Laktoseintoleranz.

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yoinky 16.02.2013, 14:13
7.

Zitat von rebound68
@ doc 123 wieso soll der Artikel falsch sein? Es wir genauso verfahren, ich habe es selbst so erlebt: eine hohe Dosis Fruchtzucker in klauwarmen wasser gelöst trinken und dann über drei Stunden hinweg atemröhrchen füllen... Mag sein, dass das medizinisch nicht sinnvoll ist, aber es wird so verfahren, daher denke ich, mit Verlaub, Sie bellen den falschen Baum an...
Er hat in der Tat Recht, denn mit einer genügend hohen Dosis an Fruchtzucker kann man jeden gesunden Menschen dazu bringen, Symptome zu zeigen. Und genau hier ist das Problem, denn für den Test werden in der Regel viel zu hohe Dosen verwendet - bei mir ebenso. Der Test müßte mit geringen Dosen beginnen, bei denen gesunde Menschen noch keine Symptome zeigen. Genau das wird nicht getan und wird hier auch zu Recht kritisiert.

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doc 123 16.02.2013, 15:11
8. Na, dann danke ich doch mal....

Zitat von yoinky
Er hat in der Tat Recht, denn mit einer genügend hohen Dosis an Fruchtzucker kann man jeden gesunden Menschen dazu bringen, Symptome zu zeigen. Und genau hier ist das Problem, denn für den Test werden in der Regel viel zu hohe Dosen verwendet - bei mir ebenso. Der Test müßte mit geringen Dosen beginnen, bei denen gesunde Menschen noch keine Symptome zeigen. Genau das wird nicht getan und wird hier auch zu Recht kritisiert.
...selten, dass man hier eine derartig positive Antwort bekommt. Vermutlich sind Sie kein Kollege... denn was ich so alles auf meiner Webseite (nicht mehr im letzten halben Jahr, denn ich hatte ernsthaft keinen "Bock" mehr auf dieses absurde und mafiöse deutsche Medizinsystem) erfahren konnte, spottet doch wohl jeglichster Beschreibung bez. meiner absolut und vollständig ignoranten Kollegen. Dies kann man nachlesen, was ich hier aus der Praxis bereits berichtet habe ggf. nicht glauben.

Die Ärzteschaft ist mittlerweile durchweg kriminalisiert und man sollte ihr so rein gar nichts mehr glauben!

Anderes Thema hier auf SPON :-). Bitte einmal nachlesen, was ich schon zu allergologischen Themen, zuletzt u.a. Tätowierungen oder Histaminintoleranz oder Fruktoseintoleranz, geschrieben habe.... Bisher habe ich meinen Namen als "Quelle" noch gar nie gelesen....sorry, Ihr werdet Euch doch wohl keiner Plagiate schuldig machen... denn, dass Ihr meine bereits geschriebenen Beiträge zu diesen Themen bei Google nicht gefunden habt, würde mich doch schon mal sehr wundern :-).

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SciFiWolf 16.02.2013, 23:26
9.

Zitat von Bugabuga
Nach dem die armen Pseudo-Patienten - dank reichlicher Blutwertbestimmungen, die ja so billig sind - zwischenzeitlich alle sich fast nur noch von Obst und Gemüse ernähren, Fette meiden wie Dracula den Knoblauch, ob gesättigt oder ungesättigt, entdeckt die hehre medizinische Wissenschaft auf einmal allzu plötzlich dass der Genuss von Obst in jeder Form ungesund ist, wenn nicht sogar lebensgefährlich. Los geht der Selbstmordversuch schon ab einem Apfel, man staune. Also nicht nur der Mißbrauch durch übertriebene Menge, sondern eigentlich ab der ersten Einheit. Wer hat denn da ein Buch geschrieben, dem man zu Umsatz verhelfen muss? Wer hat die Studien angestoßen. Ach, u.a. die Uni Zürich? Na, soweit ist Basel auch wieder nicht. Was mich am meisten ärgert, dass hier gleich zu Beginn (Platz 2, 1 hat er nicht geschafft, da hat blöder Weise ein anderer zwischen gefunkt) einer eine Anzeige als Kommentar veröffentlichen durfte (sonst wird doch jeder Furz abgelehnt). Der Gipfel: und wer ist schuld an der ganzen Aufregung. Klar doch, wir die Patienten.
Na da spricht mal wirklich jemand mit gaaaaaaaanz viel Erfahrung... *ironieoff*

Nur zur Info: die in dem Artikel beschrieben Erkrankungen gibt es in der Tat - und sogar noch ein paar - weitaus seltenere - mehr, die ebenfalls einen völligen Verzicht auf Fruktose, Sorbit & Co zu Folge haben, wenn man weiterleben möchte! Auch wenn das jetzt dramatisch klingt, es ist die Wahrheit.
Wenn ich einen Apfel essen würde, könnte ich mir gleich einen Platz im Leichenschauhaus sichern. Und das ist kein Spaß. Leider.
Ich habe zwar keine HFI (hereditäre Fruktoseintoleranz), aber dafür eine ebenfalls angeborene Fruktose-Unverträglichkeit namens Fructose-1.6-Bisphosphatase-Mangel. Nur mit dem klitzekleinen Unterschied, dass diese Stoffwechselstörung so selten ist, dass die meisten Ärzte mich ratlos anschauen, wenn ich ihnen davon erzähle. Es gibt in Deutschland etwa 5 bis 6 Menschen mit dieser speziellen Erkrankung. Und dementsprechend verschwindend gering sind die Behandlungsmöglichkeiten - abgesehen davon, dass es unheilbar ist und man sein Leben lang mit den teils erheblichen Einschränkungen klar kommen muss. Fertigprodukte sind bei mir vollkommen ausgeschlossen, ebenso jegliches Obst und Gemüse, ganz zu schweigen von Süßigkeiten, Eis oder Alkohol. Versuchen Sie dann mal, abwechslungsreich zu Kochen / zu Essen....

Ein Atemtest, wie in dem Artikel beschrieben, wäre für mich tödlich. ich werde nie erfahren, ob ich nicht doch eine winzige Menge an Fruktose vertragen könnte, da ein Toleranztest viel zu riskant für mich wäre.

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