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Geburten in Deutschland: Fast jedes dritte Kind kommt per Kaiserschnitt
Corbis

Ob ein Baby in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt kommt, hängt stark vom Bundesland ab. 2014 war die Wahrscheinlichkeit im Saarland fast doppelt so hoch wie in Sachsen.

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cindy2009 14.09.2015, 13:49
1. bei uns - nicht fast

Yo, das Dritte musste bei uns tatsächlich geholt werden, obwohl die Hebamme erstmal abgewunken hatte. Die Ärztin sah das zum Glück anders.

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orthonormalbürger 14.09.2015, 13:56
2. Unnatürlich ist das einfach

Eine normal geburt ist anstrengend, ich war noch nicht " live" dabei aber ist einfach natürlich so. Ich kenne keine Frau die es berreut oder sich beklagt hat. Eine Geburt ist immer etwas wundervolles...

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puby 14.09.2015, 14:05
3. Nur 1/3 per Kaiserschnitt?

Das ist zuwenig, schließlich liegt die Sterblichkeitsrate von Säuglingen bei Nichtrisikoschwangerschaften nach normaler Geburt bei 1:1000 nach einem Kaiserschnitt aber bei 2:1000 und wir wollen doch aktiv gegen die Überbevölkerung kämpfen. Übrigens schöne Studie von 2006 mit 5,7 Mio. ausgewerteten Geburten. Aber ein Kaiserschnitt ist eben effizienter in der Ausnutzung von Kapitalresourcen. Und die Zeche zahlen die Hebammen in Form hoher Versicherungsbeiträge und nicht etwa die Krankenhausindustrie, wie immer.

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cindy2009 14.09.2015, 14:12
4. Aber mitreden wollen

Zitat von orthonormalbürger
Eine normal geburt ist anstrengend, ich war noch nicht " live" dabei aber ist einfach natürlich so. Ich kenne keine Frau die es berreut oder sich beklagt hat. Eine Geburt ist immer etwas wundervolles...
Ich kenne genug Frauen, die das Prozedere verfluchen. Und ich war auch schon live dabei!

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Mr Bounz 14.09.2015, 14:12
5. Geburtshaus

Wir waren im Geburtshaus und es war auch für mich als Vater ein unglaubliches Erlebnis. Diese ruhige und entspannte Atmosphäre, perfekte Betreuung und einfach auch danach noch Zeit für Eltern und Kind in der neuen Welt an zu kommen.
Wenn Medizinisch nichts dagegen spricht würde ich dies jedem empfehlen!

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categorical 14.09.2015, 14:13
6.

Zitat von orthonormalbürger
Eine normal geburt ist anstrengend, ich war noch nicht " live" dabei aber ist einfach natürlich so. Ich kenne keine Frau die es berreut oder sich beklagt hat. Eine Geburt ist immer etwas wundervolles...
Eine Geburt ist nichts Wundervolles. Hinterher ein gesundes Kind im Arm zu halten ist es.
Es geht nicht um die Anstrengung, es geht um die sehr reale Gefahr, in den Wehen zu sterben, die vor Einführung des Kaiserschnitts natürlich weitaus größer war.

Den Trend zum Wunschkaiserschnitt finde ich persönlich auch recht bedenklich, aber die Angst vor dem Gebären ist nicht ganz unberechtigt - es ist eine Grenzerfahrung, bei der der eigene Körper sich oft in eine Art feindliche Naturgewalt verwandelt und die Schwangere über das Geschehen schlicht keine Kontrolle mehr hat. Dass viele Frauen das als beängstigend empfinden und es lieber vermeiden möchten, ist durchaus nachvollziehbar.
Die Frage ist, wie viele von diesen Kaiserschnitten wirkich medizinisch notwendig sind. Das starke Schwanken der Zahlen nach Bundesland ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass zumindest ein Teil davon es eben nicht ist, sondern aus finanziellen Gründen durchgeführt, bzw. der Lehrmeinung des Krankenhauses folgt, aber nicht unbedingt objektiven Kriterien.

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dr.u. 14.09.2015, 14:15
7. Wieder so ein

dogmatisch aufgeladenes Thema.
Jeder weiß es besser.

Soll doch jede Frau ihr Kind so bekommen dürfen, wie sie es will und sich dabei (hoffenlich) wohlfühlt (zumindest im Nachhinein).
In jedem Fall sollte die Position der Hebamme gestärkt werden. Denn diese leisten so oder so großartiges für die (werdenden) Mütter und Kinder.

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andjessi 14.09.2015, 14:16
8. Gibt es eigentlich statistisch belastbare Zahlen?

Mich würde mal interessieren, wie sich der Wunschkaiserschnitt gegen die Wunschgeburt jeweils bei vorher unkomplizierten Schnwangerschaftsverlauf statistisch schlägt (Sterblichkeit Kind/Mutter aber auch Gesundheitszustand Mutter/Kind nach 2 Jahren z.B.: Infektionskrankheiten beim Kind, später festgestellte Erkrankungen aufgrund Probleme bei der Geburt: Lähmungen/Entwicklungsverzögerungen/Intelligenzmangel Kind, Inkontinenz der Mutter, Narbenschmerzen aufgrund OP, Probleme beim Sex). Wenn man solche Zahlen nicht hat ist, das Pro und Contra nur Palaver mit Ausdruck Bedindlichkeiten

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Wirbelwind 14.09.2015, 14:19
9. Unsere Zwillinge wurden ohne KS entbunden, aber es ar eine lehrreiche Erfahrung für mich

Seit ich die Geburt unserer Zwillinge mitelebt, sehe ich das etwas anders.
Die Voraussetzungen waren ideal: Lehrbuchmäßiger Schwangerschaftsverlauf, perfekte Lage, ungefähr gleiche Göße der Kinder. Auch der Geburtsverlauf war weitgehend komplikationsfrei.

Dennoch war unser Sohn, der als zweiter geboren wurde, ziemlich blau, und die APGAR-Werte waren nicht wirklich toll. Das war wohl einfach darauf zurückuführen, dass sich die Sauerstoffversorgung des im Mutterleib verbleibenden Kindes verschlechtert, wenn sch die Gebärmutter nach Geburt des führenen Zwillings zusammen zieht.

Wenn schon bei solch idealen Voraussetzungen ein sichtbarer Sauaerstoffmangel des zweitgeborenen Zwillings auftreten kann, dann ist leicht vorstellbar, dass es im Falle echter Komplikationen ganz schnell zueinem Geburtsschaden kommen kann.
Insofern sehe ich es inzwischen etwas skeptisch, wenn Zwillingsgeburten ohne KS als risikilos dargestellt werden.

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