Forum: Gesundheit
Geburtstrauma: Die diffuse Angst nach dem Kreißsaal
Corbis

Eine unbelastete Schwangerschaft, trotzdem wird die Geburt zum Alptraum: Hebammen und Ärzte können durch schlechte Betreuung bei werdenden Müttern ein Geburtstrauma auslösen - selbst wenn alles gut geht. Hilfe gibt es von Fachleuten. Sogar per Internetchat.

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ledron 05.12.2014, 15:09
1. Man(n) fragt sich ...

.. wie die Menschheit über Jahrtausende überleben konnte, bei all den Traumata bei Geburt, Leben und Tod.

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Robeuten_II 05.12.2014, 15:33
2.

Zitat von ledron
.. wie die Menschheit über Jahrtausende überleben konnte, bei all den Traumata bei Geburt, Leben und Tod.
Naja, die Menschheit konnte schon sehr gut überleben, und auch jetzt ist nicht die Menschheit gefährdet, sondern die Sozialindustrie ;-)

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Mamis 05.12.2014, 17:52
3. Beleghebamme

Ich kenne diese Angst und nachdem ich die Geburt mit einer Hebamme Schritt für Schritt anhand der Doku aus dem Spital durchgesprochen hatte, war es klar! Es hätte kein KS sein müssen, wenn mich die diensthabenden Hebammen richtig über den Verlauf der Geburt informiert und entsprechend unterstütz hätten!
Bein nächsten Kind nur mit Beleghebamme, die ich mir vorher aussuche und die mich als ganzen Mensch mit meine Bedürfnisse kennt!

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vauxhall96 05.12.2014, 18:03
4.

Liebe Vorredner, bei solchen Kommentaren würde ich das hohe Gut der Meinungsfreiheit manchmal gerne verfluchen. Danke für die einfühlsamen Worte, auch im Namen der Betroffenen. Oder mit anderen Worten: ich danke Gott, dass die Menscheit nicht nur aus solchen Robocops wie Euch besteht.

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Mamis 05.12.2014, 18:23
5. Beleghebamme II

Frau kann nie vorhersehen, wie die Geburt verläuft und wie sie sich verhalten wird - wie auch beim ersten Kind? Nur eine Beleghebamme, die über die nötige Berufserfahrung, phsychologische Ausbildung und Menschenkenntnis verfügt und Zeit hatte die Frau vorher in Gesprächen kennen zu lernen, kann bei einer Geburt ganzheitlich und richtig Unterstützung bieten! Nur sie kann die Frau mit ihrer Persönlichkeit/ihren Erfahrungen und Ängsten und Ihr Verhalten richtig interpretieren und die daraus resultierende nötige Hilfe und Unterstützung einschätzen und zum richtigen Zeitpunkt geben.

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siros 05.12.2014, 18:41
6.

@ledron: Der (männliche) Subtext lautet: "Mädels, nun stellt euch mal nicht so an, Milliarden von Frauen haben schon vor euch Kinder bekommen, die haben sich auch nicht beschwert." Diese Haltung verkennt aber, dass früher viele Frauen bei Geburten gestorben sind, dies in Teilen de Welt (Afrika) immer noch so ist und auch heute noch - moderne Medizin hin oder her - jede Geburt eine Grenzerfahrung zwischen Leben und Tod ist. Ich persönlich habe bei der Geburt meines Sohnes eine grandiose Leistung vollbracht, finde ich. Für diese Leistung interessiert sich aber keiner so richtig, denn - siehe oben - "Milliarden von Frauen" etc... Das Thema Geburt wird genauso aus dem Leben verdrängt wie das Thema Tod. Alles, was mit wirklich großen, nicht kontrollierbaren Gefühlen zu tun hat.

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kasey_1 05.12.2014, 18:47
7.

Zitat von ledron
.. wie die Menschheit über Jahrtausende überleben konnte, bei all den Traumata bei Geburt, Leben und Tod.
Lieber Herr (?) Ledron,

wissen Sie was - schade, dass das nicht geht, so denn Sie ein Mann sind - aber ich würde es Ihnen wünschen, dass Sie es mal am eigenen Körper miterleben müssen, wie es ist gegen Ihren Willen und gegen alle Notwendigkeit bei stärksten Wehenschmerzen auf dem Rücken auf dem Kreißsaalbett gehalten zu werden, wenn Sie nichts sehnlicher wünschen, als die Postition ändern zu können. Oder dass Ihnen bei der Geburt völlig ohne Vorwarnung jemand von oben auf den Bauch springt, ohne irgendetwas zu erklären - glauben Sie mir - ich hatte Todesangst!!! Oder wie wäre es mit einem Kaiserschnitt und allen darauf folgenden Schmerzen (nicht nur körperlich) bei dem im Nachhinein aus dem Protokoll deutlich ersichtlich ist, dass er NICHT notwendig war!

In diesem Sinne - vielleicht sollten Sie erstmal eine Betroffene fragen...

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nettes Gespräch 05.12.2014, 20:03
8.

völlig verständlich dass die Geburt bei manchen Frauen und bei manchen ungeschickten Behandlern seelische Folgen nach sich zieht - nur: bitte einen anderen Begriff als "Geburtstrauma" benutzen

1) ist ein Geburtstrauma in der Medizin eine Bezeichnung für die Verletzungen die sich ein Kind bei der Geburt zuzieht

2) ist auch das psychologische Trauma etwas ganz bestimmt definiertes, und eine seelische Krise nach einem Ereignis macht das Ereignis nicht per se zum Trauma.

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puby 05.12.2014, 20:41
9. Wie die Menschheit,

all die Jahrhunderte überleben konnte ? Da haben die Frauen ihre Kinder zu Hause auf die Welt gebracht und nicht im Krankenhaus, ist nämlich eine Geburt keine Krankheit, das geht besser zuhause, wo man sich sicher fühlt.

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