Forum: Gesundheit
Geburtstrauma: Die diffuse Angst nach dem Kreißsaal
Corbis

Eine unbelastete Schwangerschaft, trotzdem wird die Geburt zum Alptraum: Hebammen und Ärzte können durch schlechte Betreuung bei werdenden Müttern ein Geburtstrauma auslösen - selbst wenn alles gut geht. Hilfe gibt es von Fachleuten. Sogar per Internetchat.

Seite 4 von 4
anna cotty 06.12.2014, 19:09
30.

Zitat von vanny1984
Was die Sache mit der Information über den Geburtsvorgang betrifft, wie von "anna cotty" erwähnt: ich glaub, diese Vielzahl an Infos macht die Sache eher schwerer als leichter ;). Ob nun heftigste Geburtsgeschichten anderer Mütter, schreiende Gebärende im Fernsehen, Arztserien mit Horror-Notfall-Geburten oder auch nur ein eigentlich sachliches Video über den Geburtsvorgang an sich - all das macht echt Angst und schürt eher Sorgen und Ängste, als dass sie welche nimmt, finde ich ;). Ein bisschen unbedarfter an die Geburt herangehen wäre vielleicht schon entspannter :).
Also ich wuerde Arztserien und dergleichen nicht als Information ansehen. Was ich meine, ist Information, was mit dem Koerper waehrend der Geburt statt findet. Ich fand es sehr hilfreich, mir vorstellen, wie die Muskeln arbeiten und warum es auch schmerzhaft ist. Das nahm mir voellig die Angst, ich konnte mich verhaeltnismaessig gut entspannen und fand die Schmerzen voellig ertraeglich. Meine Entbindungen waren einfach genug, allerdings fand ich meine Fehlgeburten, besonders eine in der 20. Woche extrem schmerzhaft und schwierig auszuhalten. Wahrscheinlich weil ich mich nicht auf ein Kind freuen konnte.
Ansonsten kann man Schmerzen viel leichter aushalten, wenn man keine Angst hat. Von weiteren Kindern haetten die mich nie abgehalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Waisenkind 07.12.2014, 01:27
31. Unwissen über PDA

Zitat von FabianSvii
Die Geburt muss schmerzhaft (gab's da nicht noch die PDA; wäre auch eine Möglichkeit), das Kind krank und die Mutter traumatisiert sein
Klar gibt es eine PDA. Allerdings wissen die wenigsten, dass eine PDA auch nicht immer funktioniert, sondern in ca. 12-13% der Fälle zunächst einmal keine Schmerzlinderung bringt, weil sie z.B. nicht an der richtigen Stelle sitzt. In diesen Fällen muss die PDA bei eventuell großen Schmerzen der Mutter mitten im Geburtsvorgang neugelegt werden. Zum Teil sogar mehrmals (!) bevor es zur Schmerzlinderung kommt.
Wen es interessiert, der kann es hier nachlesen: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2505163/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
victoria101 07.12.2014, 12:07
32. Wieder mal eine Möglichkeit...

Für Bashing von medizinischem Personal und dem Anstiften von Patienten zur Klage... Die Haftpflichtprämie steigt und steigt, die Motivation des Personals sinkt und sinkt, bis es keiner mehr macht. Herzlichen Glückwunsch, Schmerzensgeld wegen des "geburtstraumas"! Nur hat danach eine weitere Hebamme ihre Job aufgegeben!
Eine Geburt ist ein einschneidendes Ereignis in Leben, ohne Zweifel. Hormonchaos ohne Ende und oft genug auch Depressionen. All das steht im Gegensatz zu irgendwelchen Esoterikern, die versuchen, einem einzureden, dass eine Geburt was superschönes ist. Blödsinn! Eine Geburt ist gefährlich, schmerzhaft und von einem Wechselbad an Gefühlen überlagert. Mit Glück kommt ein gesunder Säugling raus, an dem man sich freuen kann. Darauf hat man aber keinen Rechtsanspruch! Manche Frauen haben eine Scheißgeburt und das ist einfach Schicksal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FabianSvii 07.12.2014, 13:28
33. Wissen über PDA

Zitat von Waisenkind
Klar gibt es eine PDA. Allerdings wissen die wenigsten, dass eine PDA auch nicht immer funktioniert, sondern in ca. 12-13% der Fälle zunächst einmal keine Schmerzlinderung bringt, weil sie z.B. nicht an der richtigen Stelle sitzt. In diesen Fällen muss die PDA bei eventuell großen Schmerzen der Mutter mitten im Geburtsvorgang neugelegt werden. Zum Teil sogar mehrmals (!) bevor es zur Schmerzlinderung kommt. Wen es interessiert, der kann es hier nachlesen: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2505163/
@Waisenkind: "The overwhelming majority of epidural catheters placed for labor provide
satisfactory analgesia." & "In large series, the overall success rate is approximately
98% to 99%."
Die besorgniserregenden "12%" (S.51 Abs.1) bedeuten initiales Therapieversagen. Am Ende (also nach Beendigung der kompletten Prozedur) hatten 98,8% der Patientinnen ein adäquate Betäubung.
Was bleibt da von "Unwissen über PDA" noch übrig? Ihre Aussage wird vom vorliegenden Artikel noch nicht einmal gestützt.
Bitte missbrauchen Sie solche Artikel nicht zur Meinungs- oder Panikmache! Zumal Sie sie falsch zitieren!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
siros 07.12.2014, 15:23
34.

Eine PDA kann allerdings, gerade wenn sie wirkt, eine Geburt sehr verlängern, da der Reiz zu pressen, weniger wirksam ist. Habe ich selbst erlebt. Erst als die PDA nachließ, ging es voran. Aber davon ab: Mich würde interessieren, worum es den Foristen geht, die sich kritisch zu den Frauen äußern, die über Probleme bei Geburten, überwiegend aus eigener Erfahrung, berichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lachina 07.12.2014, 18:30
35. ja, ich hatte das volle Programm:

eine eingeleitete Geburt von 0 auf 100, Ärzte und Schwestern, die sich über meine Schmerzen lustig gemacht haben, eine PDA, die nicht funktionierte ( danke für den hier vierlinkten Artikel!), so dass mir dafür die Schuld auch noch zugeschoben wurde:
" Das KANN gar nicht sein, dass das noch weh tut!"...
gottseidank war es nach 2 Stunden vorbei...
ich war so traumatisiert, dass ich 6 Wochen später einen Nervenzusammenbruch hatte und in der Klinik gelandet bin...
und mein Kind blieb ein Einzelkind, ich schwor mir,
dass ich mich niemals wieder so behandeln ließe.
Da waren kein Zuspruch, keine Empathie, nix.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hörnchen76 07.12.2014, 21:23
36. Manchmal

ist es aber denke ich besser sich nicht zu intensiv mit dem Geburtsvorgang vorher zu beschäftigen und sich keinesfalls vorher die Horrorgeschichten von Freundinnen/Bekannten anzuhören. Es hilft nix und macht nur zusätzlich fummelig. Und da jede Geburt anders läuft bringt es auch vorher nix zu planen ob Badewanne oder nicht, pda oder nicht etc.pp
mir hat es geholfen möglichst befreit in die Situation reinzugehen und positiv zu denken, das alles gut gehen wird. Alles andere hilft nix!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
puppy78 10.12.2014, 14:19
37. Ich finde es erschreckend,

was sich manche Menschen hier rausnehmen! Jede Geburt verläuft anders und nicht immer geht alles gut. Zu schreiben, dass sich die Frauen mal nicht so anstellen sollen, ist wirklich untereste Schublade!
Ich habe auch ein Geburtstrauma und meine Familienplanung ist definitiv abgeschlossen.
Nach 11 Std. heftigsten Wehen, kam es zum Geburtsstillstand. Die Herztöne vom Kind wurden immer schwächer und so wurde ein Notkaiserschnitt gemacht. Ich bekam eine Vollnarkose, doch leider war die Dosis nicht ausreichend und ich bin während der OP - also mit geöffnetem Bauch - wachgeworden! Um es Kurz zu machen: Mein Kind kam in sehr schlechtem Zustand auf die Welt. Als ich später aus der Narkose erwacht bin, hat man mir kurz das Kind gesagt und es anschließend sofort in ein anderes Krankenhaus gebracht.... Also liebe Schreiberlinge, bitte nicht voreilig sagen, dass es kein Geburtstrauma gibt und alle Probleme hausgemacht wären!
(im übrigen darf nicht jede Frau eine PDA erhalten! Ich durfte keine bekommen, da ich kurz vor der Schwangerschaft an der Lendenwirbelsäule operiert wurde. Nur dies am Rande).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
puppy78 10.12.2014, 16:58
38. Ich finde es erschreckend,

was sich manche Menschen hier rausnehmen! Jede Geburt verläuft anders und nicht immer geht alles gut. Zu schreiben, dass sich die Frauen mal nicht so anstellen sollen, ist wirklich untereste Schublade!
Ich habe auch ein Geburtstrauma und meine Familienplanung ist definitiv abgeschlossen.
Nach 11 Std. heftigsten Wehen, kam es zum Geburtsstillstand. Die Herztöne vom Kind wurden immer schwächer und so wurde ein Notkaiserschnitt gemacht. Ich bekam eine Vollnarkose, doch leider war die Dosis nicht ausreichend und ich bin während der OP - also mit geöffnetem Bauch - wachgeworden! Um es Kurz zu machen: Mein Kind kam in sehr schlechtem Zustand auf die Welt. Als ich später aus der Narkose erwacht bin, hat man mir kurz das Kind gesagt und es anschließend sofort in ein anderes Krankenhaus gebracht.... Also liebe Schreiberlinge, bitte nicht voreilig sagen, dass es kein Geburtstrauma gibt und alle Probleme hausgemacht wären!
(im übrigen darf nicht jede Frau eine PDA erhalten! Ich durfte keine bekommen, da ich kurz vor der Schwangerschaft an der Lendenwirbelsäule operiert wurde. Nur dies am Rande).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Olaf 10.12.2014, 17:21
39.

Zitat von puby
all die Jahrhunderte überleben konnte ? Da haben die Frauen ihre Kinder zu Hause auf die Welt gebracht und nicht im Krankenhaus, ist nämlich eine Geburt keine Krankheit, das geht besser zuhause, wo man sich sicher fühlt.
Es sind ja auch genug Frauen dabei gestorben, bzw. sterben heute immer noch in der dritten Welt, wenn sie unter ganz "natürlichen" Umständen gebären müssen.

Eine Geburt ist eine körperliche Strapaze die bis an die Grenzen dessen geht, was ein Mensch aushalten kann.

Den Frauen wird aber häufig vorher eingeredet, eine Geburt wäre eine Art esoterischer Selbsterfahrung ohne jeden Schmerz, wenn sie nur alles richtig machen.

Das ist aber nun mal leider meistens nicht so. Viele Frauen lassen sich dadurch aber durch solche Erwartungen unter Druck setzten und denken sie hätten etwas falsch gemacht, wenn es eben nicht so positiv wie gedacht läuft.

Bei einer Geburt geht es ums Kinder kriegen. Sind danach Mutter und Kind wohlauf ist alles gut. Der Rest ist unwichtig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4