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Gedächtnis und Intelligenz: Nahrung fürs Hirn
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Kann Essen schlau machen - oder auch dumm? Studien über den Einfluss der Nahrung auf die Intelligenz von Mensch und Tier liefern teils verblüffende Ergebnisse.

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christiewarwel 26.06.2017, 22:07
20. total falsch

Zitat von chaps
"Ohne proteinreiche tierische Nahrung, hätte es der Mensch nicht geschafft, sein Gehirn so auszubilden. Kinder brauchen heute tierische Eiweiße, um sowohl körperlich, als auch geistig (Gehirn) zu wachsen. Mit gesund hat das nichts zu tun, sondern nur mit der Physiologie unseres Körpers. Menschen sind halt keine Pflanzenfresser." Ich behaupte das Gegenteil: der Mensch ist ein Pflanzenfresser. Gehen Sie mal auf die Wiese und versuchen Sie ohne Hilfsmittel einen Hasen zu fangen (oder einen Vogel oder ein Wildschwein oder...). Wenn Sie es tatsächlich geschafft haben (was ich nicht glaube), dann beißen Sie mit Ihrem Raubtiergebiss hinein, reißen ein Stück heraus und kauen es, respektive schlucken es herunter. Bin gespannt wie Ihr Magen reagiert. Das machen Sie jetzt dauernd und auch Ihre Kinder bekommen die blutigen Happen...ist ja wichtig für die Entwicklung. Der Mensch ist ein Pflanzenfresser (seht man an den Unterschieden zum Fleichfresse wie Länge des Darms, das Gebiss, Magensäure, etc.). Für die Entwicklung des Gehirns ist pflanzliches Protein völlig ausreichend.
Der Mensch ist als Hetzjäger konzipiert, und zwar nahezu einzigartig. Hierzu gehört der Gang auf 2 langen Beinen, eine starke Federleistung im Fuß, der Verlust des Fells und ganz besonders die Entwicklung leistungsstarker Schweißdrüsen. Als Hetzjäger ist der Mensch, auch wenn es heute unfaßbar scheint, dafür gemacht, so lange hinter dem Reh herzurennen, bis dieses tot umfällt! Wenn Sie die Dauerlaufleistungen von vielen Menschen betrachten und ein Äquivalent im Tierreich suchen, werden Sie schnell dahinter kommen, daß abgesehen vom Pferd so ziemlich alles schlechter abschneidet, insbesondere, wenn man die Kooperationsfähigkeit des frühen Menschen berücksichtigt. Die Fähigkeit, regelmäßig Beute zu machen und fleischliche Nahrung zu erhalten, war die Vorraussetzung für die Entwicklung unseres Gehirns: Die Verdauung pflanzlicher Nahrung verbraucht zuviel Energie, damit kann man so einen Energiefresser wie das Gehirn nicht unterhalten! Heute sieht das natürlich alles etwas anders aus, wir wissen gar nicht mehr wohin, mit all der Energie aus Pommes, Schokolade, Bratwurst, Chips und Co! Während der Evolution des Menschen sah das allerdings ganz anders aus!

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christiewarwel 26.06.2017, 22:22
21.

Zitat von crazy_swayze
Sie können die Schlussfolgerung (Intelligenz ist vererbbar) nicht schon in der Prämisse (Intelligente Eltern = Intelligente Kinder) verarbeiten. Das ist unwissenschaftlich. Sie müssten alle anderen internen und externen Faktoren eliminieren (Ernährung, Erziehung, Schulbildung, Einflüsse durch Dritte, um einmal wenige Beispiele zu nennen), um so eine Aussage treffen zu können. Viel Glück dabei.
Intelligenz ist vererbbar -das ist keine Schlußfolgerung, sondern eine Tatsache. Die Heritabilität liegt für Erwachsene (wenn das Gehirn fertig entwickelt ist, also ab ca. 25 Jahren) bei 0,7-0,8! Der von Ihnen kritisierte Autor hat also vollkommen Recht. Intelligente Eltern haben intelligente Kinder. Da intelligentere Leute im Mittel besser gebildet sind, wissen sie mehr über gesunde Ernährung und ernähren sich entsprechend. Ernährungsgewohnheiten werden dann von den Eltern an die Kinder weiter gegeben oder diese lernen dies wie ihre Eltern durch ihre Ausbildung. Dies sind alles bekannte Zusammenhänge, die ausreichen, um eine Korrelation zwischen Intelligenz und Ernährung herzustellen. Nur: Was ist Ursache und was Wirkung?

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10kwh 27.06.2017, 00:33
22.

Ich glaube nicht, dass zu viel Zucker schädlich fürs Gehirn ist. Zuviel Zucker und Kohlenhydrate machen behäbig und mindern somit auch die Denkfähigkeit. Nimmt man viel davon zu sich, lässt man sich lieber berieseln anstatt etwas geistig sinnvolles zu machen. Die Folge ist dann natürlich eine etwas eingeschränktere Intelligenz. Das ist meine These.

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lebensgefährlich 27.06.2017, 00:41
23. Hört, hört

Zitat von christiewarwel
Der Mensch ist als Hetzjäger konzipiert, ... ... Während der Evolution des Menschen sah das allerdings ganz anders aus!
Ja was denn nun - Evolution oder nicht? Evolution konzipiert nicht.
Und mir war nicht bekannt, daß "DIE" Evolution bereits abgeschlossen wäre. Die ist doch nicht gesteuert, oder ein Zeitalter oder sonst etwas, sondern findet immer weiter statt. Nicht nur rein biologisch, da Dinge wie Erdbeben, Tsunamis, Vulkane, Asteroiden, Strahlung etc. - und seit einiger Zeit eben auch Menschen - die Richtungen immer mal wieder ändern bzw. beenden.
Was für Vorstellungen haben Sie?
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An alle Ernährungscracks hier: Ihnen ist schon klar, daß die Verdauungssäfte (Speichel, Magen, Bauchspeicheldrüse, Galle) in den Verdauungstrakt abgesondert, wo sie die Nahrung in kleine Moleküle "aufbrechern", bevor diese dann in den Körper aufgenommen werden?
Proteine werden zu Oligopeptiden und Aminosäuren (AS), und ähnlich für Fette und Kohlenhydrate. Außerdem kann der Körper (Leber) fast alle "Bausteine" in alle anderen umbauen.
Da ist es ziemlich egal woher das Protein kam, solange alle essentiellen AS enthalten sind, was eine ausgewogene pflanzliche Ernährung heutzutage bei uns ermöglicht.
Und hier liegt der Hase im Pfeffer: zu Zeiten vor industrieller Landwirtschaft gab es Mißernten, "Einheitsbrei" ohne unbedingt umfassend zu sein etc.

Fleisch (= Ich lasse Tiere mühsam den ganzen Tag lang Pflanzen suchen, fressen und verdauen und töte und esse diese dann, um mir diese Mühe zu ersparen.) ist da natürlich eine gute Ergänzung. Zugegebenermaßen schmeckt das zubereitet ja natürlich auch lecker.

(Grün-/Blatt-/Vollkorn-)Pflanzen bzw. die daraus zubereiteten Greichte haben den Vorteil, daß relativ zum Masse (Gewicht) des Essens bzw. Völlegefühl weniger Kalorien aufgenommen werden als bei "raffinierten" Produkten, Fleisch, oder eben reinem Fett oder Zucker.

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Jasro 27.06.2017, 01:46
24. Das menschliche Gehirn kann außer von Zucker auch von Ketokörpern leben, und das ist sogar gesünder

Zitat von christiewarwel
Sie wissen hoffentlich, daß das Gehirn seine Energie aus Glucose bezieht? Bei Fasten kann ein Teil der Energie auch aus dem Fettstoffwechsel generiert werden, aber das reicht nicht. Das Gehirn ist einfach ein unglaublicher Energiefresser, den wir uns ohne eine entsprechende Ernährung (Umstellung von einem reinen Pflanzenfresser auf zusätzlich Aas und später Fleisch) nie hätten leisten können! http://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/gehirnstoffwechsel/4122
Auch Sie sollten vielleicht mal zur Kenntnis nehmen, dass das menschliche Gehirn seinen Energiebedarf auch aus Ketokörpern beziehen kann, die bei einer kohlenhydratarmen aber eiweiß-
und fettreichen Ernährung entstehen - und man sich bei dieser kohlenhydratarmen Ernährung insgesamt wacher fühlt als bei einer kohlenhydrat- bzw. zuckerreichen Ernährung, die auf Dauer die Nervenzellen des Gehirns "überreizt".

Das wird u.a. sehr schön erklärt in diesem Video:

http://www.dw.com/de/ketogene-diät-e...en/av-17379123

Übrigens, haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum die Ureinwohner Grönlands und Alaskas, die Inuit, früher trotz ihrer z.T. nur (!) aus Fleisch und Fisch bestehenden Nahrung, keine Mangelerscheinungen hatten?

Wie konnten sich die Inuit ohne Obst und Gemüse ausreichend mit Vitaminen versorgen?

Den Grund hierfür deutet schon der Name an, den die Indianer den Inuit gaben: "Eskimos" - "Rohfleischesser". Dadurch, dass Fleisch und Fisch meist nicht gegart wurden, blieben die Nährstoffe und damit auch die Vitamine weitgehend erhalten. Robbenfleisch und viele Fische wurden möglichst frisch gegessen, oftmals noch blutig.

Hinzu kommt, dass manche Teile der Beutetiere wahre Vitaminbomben sind. Die fettige Unterhaut von Walen etwa, Maktaaq genannt, enthält mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und verhinderte somit zuverlässig Skorbut. Dazu wurden zwar mancherorts im Herbst noch ein paar Beeren gesammelt, aber in vielen nördlichen Regionen ging es auch ohne.

(...)


http://www.planet-wissen.de/kultur/v...sfrage546.html

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chaps 27.06.2017, 06:11
25. Die Verdauung von Pflanzen verbraucht zuviel Energie?

Es werden immer mehr seltsame Theorien welche hier erzählt werden, um den Fleischkonsum zu legitimieren. Der Mensch ist ein Hetzjäger? Wie hat er denn das rohe Fleisch und das Fell verdaut bevor das Feuer erfunden wurde? Warum ist der Darm eines Menschen so lang wie bei den Pflanzenfressern? Warum ist die Magensäure so zusammengesetzt wie bei Pflanzenfressern? Warum hat unser Speichel die Möglichkeit Nahrung vorzuverdauen (Enzyme) wuie bei Pflanzenfresserrn? Warum hat unser Gebiss keine Schnappfunktion wie beim fleischesser? Warum har er kein Raubtiergebiss und keine Reißzähne (vorab: der Mensch hat Eckzähne so wie fast alle Säugetiere)? Warum ist die Leber des Menschen so gestaltet, ...ich höre jetzt auf.Es ist ein weiteres Märchen dass der Proteinbedarf nicht durch Pflanzen gedeckt werden kann. Gemessen am Kalorienbedarf haben Pflanzen teilweise mehr Protein als Fleisch, 100 Kalorien Linsen haben z.B. mehr Protein als 100 Kalorien Fleisch. Das Gehirn des Menschen und seine Intelligenz könnte auch durch Anpassung an die sozialen Interaktionen mit den Mitmenschen geachsen sein. Dies ist keine Frage der Nährstoffe, die sind reichlich vorhanden gewesen. Aber ich denke Argumente, auch wenn sie gut sind bringen nichts. Fleisch enthält im Wesentlichen Fett und Protein. Diese Stoffe aus tierischer Herkunft sind für einige üble Krankheiten verantwortlich. Ich denke nicht, dass sie dem Gehirn besonders gut tun.

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seikor 27.06.2017, 08:22
26. Durchgelesen. ..

... und Infos als überflüssig bzw. trivial identifiziert.
Wenn es eine Studie nicht schafft, einen Ursache-Wirkung-Zusammenhang einseitig aufzuzeigen, ist sie doch wertlos.
Dass man im Mecki nicht die Bildungselite des Landes findet, sollte jedem klar sein. Und auch, dass nicht Fastfood/Zucker die Leute doof gemacht hat...

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PeterC 27.06.2017, 08:55
27. Erstebenswert???

Ist denn ein besonders langes Leben erstrebenswert?
Besuchen Sie mal ein Altenheim und gucken sich dort die körperlich (einigermaßen) gesunden Leute an, die unter Demenz leiden. Wer möchte das für sich?
Selbst Leute, die körperlich und geistig noch relativ gesund sind und ggfs. sogar noch in der Familie leben, also nahezu ideale Bedingungen haben, sind ab neunzig sehr oft des Lebens fast überdrüssig.
Eine starke körperlicher Beeinträchtigung oder auch materielle Beschränkungen schränken die Lebensfreude bei sehr vielen stark ein.
Nein, die letzten Jahre sind nicht die besten. Genießt das Leben besser vorher. Man muß ja die Kerze nicht gleich von beiden Seiten anzünden.

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grabenkaempfer 27.06.2017, 09:05
28.

@chaps:
Das der Mensch vor der Beherrschung des Feuers ein Vegetarier war ist unbestritten. Sicher ist auch das mit der Beherrschung des Feuers und der damit einhergehenden Möglichkeit tierische Nahrung deutlich effizienter aufzunehmen das Gehirn und die Gehirnleistung sowie die Möglichkeiten der sozialen Interaktionen deutlich steigerten.
(https://www.welt.de/geschichte/article153842714/Nur-durch-Fleischkonsum-war-die-Menschwerdung-moeglich.html)
Es gilt inzwischen auch als wissenschaftlich sicher das Kinder bestimmte Proteine aus tierischer Nahrung benötigen um zu wachsen.

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Lord Menial 27.06.2017, 10:32
29.

Zitat von christiewarwel
Intelligenz ist vererbbar -das ist keine Schlußfolgerung, sondern eine Tatsache. Die Heritabilität liegt für Erwachsene (wenn das Gehirn fertig entwickelt ist, also ab ca. 25 Jahren) bei 0,7-0,8! Der von Ihnen kritisierte Autor hat also vollkommen Recht. Intelligente Eltern haben intelligente Kinder.
Die Voraussetzungen für Intelligenz sind zum Teil vererblich, das als Intelligenz bezeichnete kognitive Merkmal nicht.
Kürzlich wurde bei Spiegel Online von der Entdeckung zahlreicher neuer Genorte berichtet, die an der Intelligenzbildung beteiligt sein sollen.
In der referierten Arbeit heißt es:
"Despite the well-known difference in twin-based heritability2 for intelligence in childhood (0.45) and adulthood (0.80), ...." (https://www.nature.com/ng/journal/vaop/ncurrent/full/ng.3869.html)
Intelligente Eltern haben nicht automatisch intelligente Kinder.

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